Monday, 13 March 2017

Zweige sind dünn, sie biegen

When I have no words ist als Titel natürlich geklaut. Ich habe schon öfters überlegt mir diesen überzuziehen, ihn über etwas drüber zu setzen, diesen einer weg zu nehmen. Das dürfte (legal) in Ordnung sein, weil es mir keine Liebe bringt, keinen Bekanntheitsgrad und, weil diese Schrift nicht maßgeblich daran beteiligt ist, an der Verwertbarkeit. Wobei und obwohl, ich habe ja welche, Wörter, irgendwo hier herumliegen: Hier
Kommen Sie!

Kaum etwas ist unangenehmer als zu zweit auf sich alleine gestellt zu sein.
Nie ist es, scheint es, genug, diese Art des Arbeitens, des Vorgehens, des Schreibens (as opposed to des Nachgehens, dem Nachgeben, dir folgen),
nie scheint es genug, das Thematisieren
auf gefühlt hundert Scheiben zurückgespiegelt, die in Wirklichkeit vielleicht, oder wahrscheinlich nur 2 sind, dafür dreigeteilt. Wie auf der Wand in einem Lokal, wo Essen serviert wird auf kleinen Papptellern, die man angewiesen ist, selbst zu beladen. Keiner fragt und keiner erzählt.
Im Fernsehen läuft eine Serie oder ein Film, es tut wirklich nichts zur Sache. Wir sind hier angebunden, kurz angebunden, können nicht weg. In meinem Denken - nach so viel verschwendeter Zeit - setzt der Moment, das Moment, ein, wo ich irgendetwas
und sei es eben das Schildern der Situation, das Geschehen, was mir geschieht, das aufzuschreiben, tun muss.
Kaum etwas ist unangenehmer als zu zweit auf sich alleine gestellt zu sein. Und dann auch noch von außen Gegenüber zu haben. Wir sitzen schon wieder in einer Klimaanlage, draußen treiben die Köpfe wie Bojen vorbei. Man kann es immer auf den Hunger und auf die Müdigkeit schieben, die Hitze. Die Krisen, die Verstimmungen
zum Beispiel.
Du weißt, wer ich bin.
Warum ich mache, was ich mache; das ist selten.
Alle Umstehenden, Umsitzenden, Umarbeitendenden, die wissen das nicht; hier im Jetzt.
Der Film ist aus den 80ern, es geht um eine Zeitreise, oder aus den 70ern. Ich frage mich, was passiert wäre, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, wenn ich einen Weg finden könnte (Cher).
Darüber, dass ich nur den Kopf so weit wiegen muss, drehen, bis ich den Bildschirm sehe, freue ich mich, zerbreche mir nicht
Die eine Wand, sie ist aus weniger Spiegeln als die andere, beschreibt der anderen wie es ist gegen sie anzulaufen. (Beide Wände laufen gegeneinander an.)
Du sägst nicht nur an dem Ast auf dem du sitzt. Ich säge gleichzeitig an deinen und meinen Grundfesten. Die Säge hat zwei Griffe, einen an jedem Ende. Wir müssen aufhören so zu tun als ob mit mir alles in Ordnung wäre und mit dir alles in Ordnung wäre und mit uns beiden alles in Ordnung wäre. (Beide Wände gehen ab, gemeinsam.)
Ich steh da ja auch nicht drüber; ich möchte denen zeigen, dass wir zusammen sind, dass wir zusammen hier sind, dass wir zusammen eine gute Zeit haben.