Wednesday, 30 December 2009
- 4 -
Oder die Tageszeit, die sich 'Früh' oder 'Morgen' bzw 'früher Morgen' nennen mag.
Könnte sich trotzdem mal jemand die Mühe machen und sich etwas früher als am selben Tag einen Plan ausdenken?
Ich verlasse die Stadt.
Ich verlasse das Land.
mfg
- shoot the runner -
Sunday, 27 December 2009
Die Kiste
Dieses Rundschreiben endet offzieller Weise hier.
Um dem ganzen eine dramatische Note zu geben.
Gestern gab es Friedenskaffee, gerissene Seiten, tote Fliegen, kaputte Stecker,schwarzes Tape, fehlende Kabel, verstimmte Instrumente, unfähige Lichttechnik, keinen Soundcheck, tote Fliegen, einen rosa Blumenvorhang, Rotwein, geschmacklose Kleidung, schlechte Laune nicht nur vor sondern vor allem nach dem Auftritt, Herumgetragen werden, kaum fremdsprachliche Unterhaltungen, Fluchen, Schlagen, Schreien, Übergeben, Ohnmacht.
mfg
tote fliege.
Friday, 25 December 2009
Endlosschleife
Wie Frau Till im Hamsterrad.
Momentan bin ich wieder auf einem dieser ungesunden Ego-Trips.
Ohne Rücksicht.
Auf Verluste.
Weil es mir ja so unglaublich dreckig geht, ich glaub es selbst gar nicht, da brauche ich doch mehr Zeit für mich selbst, das ist doch klar, verstehst du, weil ich in mich gehen muss, und reflektieren, Selbstfindung, Yoga und das ganze -
Selbstgerechte Kacke.
Sprach's und machte ohne zu zögern auf die gleiche unbekümmerte Art und Weise weiter wie bisher.
Wie immer.
Weil man damit durchkommt, irgendwie.
Wow, he's a radical !
- - -
Wo wäre ich nur ohne Blogs ?
- - -
Wenn wir morgen nicht gewinnen, weine ich.
Rotweinrote Tränen.
"It's a dangerous thing, believing in yourself."
mfg
kleber mit pinsel und marzipan
Wednesday, 23 December 2009
Moving Pictures III

es gibt da so eine art video.
das ich nicht mit gutem gewissen ein stück gelungener cinematographie nennen kann.
denn in diesem genre dreht sich die welt in eine andere richtung, in einer anderen schräglage; diese scheibe ist keine pizza.
wenn dieses video ein kreis wäre, würde es so aussehen.

die premierenfeier findet online statt.
die video release party überlegt noch, ob, wann und wo sie stattfinden möchte.
anyway, here goes.
Camera & Cut: Franz Kern
Directors: Lena N., Thomas T.
Writers:
Michael K. (screenplay, original story)
Moses A. (screenplay)
Thomas T. (screenplay)
Release Date: 21st December 2009
Cast: thee + Johanna E.
thee are
dadaesque
(voc.)
von schallhaller
(light strings)
docwaggy
(light strings)
moses thoughtsgrave
(heavy strings)
jay kovski
(drums)
thomas schütz
(keys)
Photographs: Mona H.
Logistic, Motivation and Catering: July B., Bella G.
Special Thanks To: Jane Doe, the person who lent us that lamp, Bea for letting us use her theatre as our filming location
mfg
t.hee

Monday, 21 December 2009
Übel
Was mir den Tag trotzdem versüßt -
Oje im Jetzt vergessen:
# 3 Sonnenbrillen, Kopfhörer, ein Zippo ... liegt schon länger da
# ein Tabaktascherl in beige mit einem Packl Marie, sieht gräßlich aus....
# ein karmesin bis bordeauxroter Paisley-Schal (lt. Kathi ein "Sackschal")
# grindiger schwarzer Schal von Motten verkostet
# riesiger Polyacryl-..Schal in schwarz grau gemustert, eigentlich eher eine Decke
# kurzer Schal, mit mehr Wollanteil, blau/grau kariert - ginge eventuell als Geschirrtuch durch
# braune, weibliche Kunstlederjacke.. vom New Yorker, recht nett
# Baumwollkapuzen..jacke für den Herrn, könnte schwarz sein
Und ich fühl mich unwohl ohne Kopf in der Straßenbahn.
mfg
Fragst du mich ständig, antworte ich selten.
- credits : neuschnee. judith holofernes. der nino aus wien.
Deux Milles Neuf
Auch wenn an diesem Beispiel nur ein Jahr abgehandelt werden soll.
Hier der lange erwartete Rückblick !
Geboren in Wien, lebt in Wien, in frühester Kindheit oft monatelang in der Karibik gewesen, dazwischen in London, New York, Istanbul, St. Petersburg, Amsterdam, Lissabon, Dublin [...] Venedig, Prag, Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, auf unzähligen Strandurlauben und unlängst in Tokyo.
Sohn eines Musikers, Kind einer Malerin.
Trotzdem nicht drogenabhängig - - -
Raus aus dem Kontext!
Ich lebe in einem Einfamilienhaus, der Küchenboden ist brauner PVC-Bodenbelag, den ich etwas billiger bekommen habe;
bin verheiratet, habe 2 Kinder, und einen Hund. bin sehr zufrieden, so wie es ist, hatte mein Leben schon mit 10 Jahren fix so geplant und glücklicherweise hat sich alles meinen wünschen entsprechend so gefügt.
einmal im Jahr fahren wir nach Bibione auf Urlaub.
von Beruf bin ich Ressourcenmanager in einem Büro, wobei natürlich die Familie vorgeht - - -
Das war wohl wieder nichts.
Versuchen wirs auf diese eigentümliche Variante mit diesen endlosen Fragen.
1) Bin ich älter als 18 geworden.
Nein, immer noch fröhliche 17 ( ! )
Indiz I: Wenn du mal 18 bist, gehen wir ins Casino!
Indiz II: Ausweis, bitte.
2) Habe ich mich bei myspace angemeldet.
Myspace is dead.
Blödes Facebook.
3) Habe ich ein Konzert besucht?
Glaube nicht.
In meinem Kalender stehen - jene welche die nicht durchgestrichen wurde - zb für November:
Intakt
Placebo
Der Nino aus Wien
Candelilla
Das trojanische Pferd
Clara Luzia
Lapin Machin
Bored Man Overboard
Gemma Hayes
Frau Herz
Grizzly Bear
st vincent
Kreuzreim
Gustav
A Life a Song a Cigarette
5 ) Habe ich geweint.
Unaufhörlich.
Schau ihn dir an den schlechten Film, der mein Leben geworden ist.
Mehr Verstand als Glück hat der nicht.
6.) Habe ich viel gelacht.
in your face.
7.) War ich im Krankenhaus.
Im AKH Café -
8) Bin ich umgezogen.
nach wie vor im himmel - zehnsiebzich.
9) Habe ich mich betrunken - - -
Jetzt reichts mit diesem Zahlen und Nummern und Fragen und Vorgaben.
Sonst entstehen da wieder irgendwelche Neujahrsvorsätze und wir wissen, was wir davon halten.
Was in diesem Jahr passiert ist.
Weder so richtig verliebt noch so richtig das Herz gebrochen.
Auf der Akademie der bildenden Künste in der Photographieklasse angefangen.
academy of refusal* - schillerplatz 3
(ehemals akademie der bildenden künste wien)
Somit ein Studium (names theater film u medienwissenschaften) abgeschlossen (für mich) bzw abgebrochen (fürs protokoll, das nie irgendjemand liest).
Meinen alten Zwischenverdienst-Job als Kellner in Tibet wieder angefangen, sowie drei Monate später wieder gekündigt und in diesem Falle in gute Hände weitergegeben.
Danach, im Oktober, zeitgleich mit dem Studium, meinen Zivildienst angefangen - was eigentlich wieder einen Jobwechsel bedeutet hat.
Musiktechnisch thee im Chelsea kennen gelernt, in der Schmuckerau - namensgebend - photographiert, kurz darauf angefangen mitzuwirken und somit das schlafende Dornröschen wachgetreten.
Eine Menge guter Leute kennen gelernt.
Ausnahmsweise gibt es an dieser Stelle keine unendliche Dankesrede, da muss man schon in den Archiven wühlen.
Nicht zu vergessen die Filme in denen ich Hauptrollen gespielt habe.
Beispielsweise habe ich ja auch heuer meine Oscar-Rede verfasst - - -
Blah, schaff ichs eigentlich einmal die Linie zu halten? Nein, ich muss unbedingt wieder zunehmen - zumindest, wenn man dem Anteil von Spam-Mails die mit Gewichtsproblemem zu tun haben, Glauben schenkt -
Schwimmreifen um die Hüften, und wenn schon.
Hiermit verabschiede ich mich Off Topic.
mfg
stunden zählen.
Tuesday, 15 December 2009
Boy in the Bubble




zerschmettert in stücke
( im frieden der nacht )
mfg
academy of refusal* - schillerplatz 3
(ehemals akademie der bildenden künste wien)
Monday, 14 December 2009
Saturday, 12 December 2009
Roter Vorhang
mit den grünen streifen - - -
zu thee im studio.
zu einem äußerst passenden zeitpunkt.
mit meinem taktgefühl, wie es sonst nur die ubahn hat -
draußen liegt schnee.
und ich bin wireless neben dem holzofen.
und warte darauf vom gegenteil überzeugt zu werden.

mfg
irgendwann bist du einfach nicht mehr ganz
Wednesday, 9 December 2009
Durch grünes Glas
Die letzten Tage waren prägend.
But now i know i wanna win the war.
Durch das Grün einer Bierflasche gesehen wirkt das ganze wie ein schlechter Film.
Meine Tasse sagt dazu : Es ist, was es ist : sagt die Liebe.
Er ist da -

it's time to get back
to what you do best
mfg
You make me laugh
You make me shiver.
Saturday, 5 December 2009
Vorschau
Und deshalb am 26. Dezember keine Zeit für wirklich wichtige Dinge.
Fakt ist : thee treten an ebendiesem Tag auf. Nicht, weil sie sich das so ausgesucht hätten, sondern, weil das dreckige Business ihnen keine andere Wahl lässt.
Veranstaltungsort ist das Bergwerk in Neusiedl am See. Eine annehmbare Location in einem verdammten Provinzkaff.
Die Rückmeldung vom letzten Mal lautete so
Sowas wie euch hat das Bergwerk noch nie gesehen, geschweige denn gehört.
Ich möchte diese England Tour gewinnen.
Unabhängig davon, ob es uns bis dahin noch gibt.
Vorschau auf den Flyer

mfg
zelten.
Tuesday, 1 December 2009
Wie ein sterbender Schwein
Wobei Blöde Briefe an g'scheite Leut ja nur adaptiert ist, nämlich es sich de facto um realsatirische Briefliteratur handelt.

Mein Vater hat damals unter anderem mit Falco auf seiner dreitägigen Hochzeit Musik gemacht. Vor hundert Jahren.
Ich, für meinen Teil, werde in Zukunft nur noch Bonzen und Snobs auf Firmenfeiern photographieren.
Der letzte Satz war gelogen.
mfg
Kaviar.
Sunday, 29 November 2009
Saturday, 28 November 2009
Beziehungen
Monday, 23 November 2009
Andy you#re a star
Obwohl der schuhlose Radfahrer mit Gasmaske nicht da war.
Und der Rainer gefehlt hat.
Da gab es gestern ein Mädchen, das englisch gesprochen hat und gemeint hat
i've seen you dancin, you were great
Ein anderes Mädchen, das englisch gesprochen hat
- gefährlich mit mir englisch zu sprechen, wenn Alkohol im Spiel ist -
und gemeint hat
see you next week, i wanna dance with you
Ein drittes Mädchen, das ich noch von meinem abgeschlossenen Studium kenne und gemeint hat Gut getanzt.
Ein Mädchen, das zu mir hergekommen ist und gemeint hat, dass sie mich aus meinem letzten Film kennt.
Deshalb, weil sie unser Musikvideo noch nicht gesehen hat, deshalb, weil es noch nicht veröffentlich ist.
Ein Typ, der mich mal interviewt hat und gemeint hat mein Interview wäre der Opener für seinen Beitrag gewesen.
Und zu guter letzt hat mir Robert Stadlober am Klo ein Ständchen über Wein und Sekt gesungen. Und nach einem what the fuck ? Blick von mir gemeint das ist wirklich so passiert!.
Haha.
Ich liebe meine Crew.
Mein Lieblingsmoment des heutigen Tages war in der Reinprechtsdorferstraße.
Als ich auf den Bus wartete und ein Typ mit Bierdose in der Hand vorbeifahrende Autos angeschrien hat mit den Worten Scheiß - AMS!
Thursday, 19 November 2009
Taxi!
Das ist von der Dame mit den roten Haaren dort drüben.
Gestern im Deli wurde mir ein doppelter Wodka an den Tisch gebracht.
Um 2 Uhr nachmittags.
Von einer geheimnisvollen Unbekannten, die ich beim Betreten der Lokalität unerklärbarer Weise gänzlich übersehen habe.
Ausgegangen ist das Ganze folgendermaßen.
Auf dem Rücken liegend, am Strand, bei Meeresrauchen und zirpenden Zikaden im kleinen Zypressenwäldchen nebenan, in der Aula der Akademie der Bildenden Künste, mit Sternenhimmel an der mit Wandgemälden verzierten Stuckdecke.
Die wunderbare Option Frau Herz (mit dem Pfeil) endlich einmal auch live zu erleben ist gerüchteweise an mein Ohr gedrungen und hat in ebendieser unvergleichlichen Atmosphäre ebenfalls gestern Abend Verwirklichung gesucht und gefunden.
In der Photographieklasse gab es davor Rotwein und Gin;
und irgendwie scheint sich in letzter Zeit alles nur noch um Alkohol zu drehen.
Oder hat irgendjemand in den letzten Tagen ein Gespräch geführt, das nicht vom Thema Punsch dominiert wurde?
Dazu:
Feueralarm im Wiener Museumsquartier: Der Eispalast, weihnachtliches Glanzstück auf dem Gelände, ist in den frühen Morgenstunden abgebrannt. Als die Feuerwehr eintraf, stand die Anlage bereits in vollem Brand. Benachbarte Einrichtungen und Gebäude waren laut Feuerwehr nicht gefährdet, verletzt wurde niemand.
Hoppla.
Und heute beginnt der blaue Vogel zu singen !
mfg
sonne
Monday, 16 November 2009
Kreuzreim
Stichwort : Die Dose.
Nach eigenen Angaben lernte ich sie bei ihrem schlechtesten Auftritt, den sie jemals hatten, kennen.
Leider war das erst nach den Spirit Zeiten - als noch auf Schulveranstaltungen über verstorbene Meerschweinchen gesungen wurde.
Hätte ich gern erlebt :)
Wie auch immer.
Es gibt sie wieder.
Lasse die Bilder für sich sprechen.










mfg
t
Saturday, 14 November 2009
Hide and Seek
Ich hab den Abend mit nur zwei Feuerzeugen begonnen,
habe heute morgen um ein Uhr Mittag vier Stück gefunden.
Da stimmt was nicht.
Das kleine Schwarze lebt, leibt und liebt.
Resumée : Bergwerk
thee are going to play hide and seek in the fucking united kingdom.
Dass davor noch eine Runde Bandcontest ansteht ist irrelevant, als vernachlässigbar abzustempeln und unter den Teppich zu kehren.
Weiters -
Eine rechteckige Beule auf der Stirn.
Die geilste After Show Party Ever
mit Marionetten, Ausdruckstanz und Dingen, die kein Mensch jemals sehen oder tun sollte
in bester, bester, bester Gesellschaft.
Ein Zugeständnis an ein Pärchen - sie nie wieder Scheiß-Pärchen zu nennen.
Zumindest nie wieder in nächster Zeit.
Ich liebe meine Crew, meine Leute, meinen Block.
Dank geht an dieser Stelle an unsere Photographin und Maske an der am schönsten ist, dass sie die Mona ist.
An unsere ehemalige Ansage und gestrige Fahrerin, die auf der Toilette wunderbar singen kann.
Unsere andere Fahrerin, Teil-Zeit-Merch-Lady und Herzstück der Posse.
Unsere gestrige Ansage - wobei es mir wahnsinnig Leid tut, dass ich sie mit falschem Namen angesprochen habe - weil ich vor Auftritten immer vollkommen neben mir stehe.
Unsere ehemalige Ansage und treueste Tanz-Einlagen-Lieferantin.
Das Schnitzel am frühen Morgen irgendwo dort draußen in Wien.
Mit diesem Mechaniker, der am Boden dieser Würstelbude gelegen hat.
Den Typen im Backstage Raum, der Russisch und Kroatisch gesprochen hat und mich somit gänzlich aus dem Konzept gebracht hat.
And The Boys in the Band for having me.
Deine Zahlen sehen wie immer aus.
mfg
t//rockerschwein
Friday, 13 November 2009
Taking Pictures
Meine Lieblingsszene fand sich, als ich im überfüllten, winzigen Backstage Raum über den Tisch, den Kopf eingezogen, weil die Decke zu niedrig, vorbei an den Bierflaschen, der Schminke und anderen Menschen auf eine gefährlich instabile Heurigenbank, von dort aus weiter aufs Sofa geklettert bin, um die Ansage mit Gaffa Tape einzuwickeln und ihre Flügel zum Flattern brachte; Während dem kurzen Moment auf dem wackelnden Tisch und in einer Bierlacke stehend, habe ich in meinem Kopf eine Photographie aufgenommen.
Eine Mischung aus Gestalten in Kostümen, alltäglich, donnerstäglich und bühnentauglich, mit Schminke in der Hand, im Gesicht, auf Set-Lists gemalt, den Teufel an der Wand;
umfassendes, wunderbares, wohliges Chaos, wo sich das Denken verabschiedet.
Hat sich später in der Musik geäußert.
Unwahrscheinlicher Weise hat sich für mich diesmal mit dem ersten Lied diese vorkonzertliche Spannung gänzlich gelöst, die Töne ihren Fluss, Lauf gefunden.
Raus, raus, raus.
Ein gelungener Abend mit Gefühl.
Heute geht's ab in die Pampa.
Horrors gibt's nur im Kopf.
mfg
t//rockerschwein
Tuesday, 10 November 2009
Traum
der nichts vom leben versteht
und verdammt glücklich sein sollte
dass es euch gibt
und verdammt viel glück hat
dass es euch gibt
und verdammt viel glück braucht
weil er nichts vom leben versteht
und euch verdammt noch mal braucht
mehr als alles andere
damit das leben traumhaft schön ist
mfg
you are my spinner
when i spin away
Sunday, 8 November 2009
Ein Plädoyer
In gekürzter Fassung mein Standpunkt.
Nein, Lüge, nicht in gekürzter Fassung, sondern in einer simpel gehaltenen Kurzfassung - so muss es heißen - weil ich in derzeitigem physischen Zustand keine geistigen Höhenflüge riskieren sollte.
Hier zusammengestückelt aus älteren, verstaubten Blogeinträgen, wo ich schon Ähnliches verfasst habe, eine Idee. Und Ergänzungen in Paragraphen, wo früher durch Punkte gesetze, metaphorische Mauern standen.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich im Grunde alles um das dreht, was du im Laufe deines Lebens - klarerweise möglichst früh - erreicht hast. Errungenschaften, von denen man eben so erzählt.
So, dass sich am Grunde deiner geleerten Teetasse nichts anderes mehr findet als
Materielles - über teure Fahrzeuge, eine nette Postadresse bis hin zum abgeschlossenen Doktortitel innerhalb der Mindeststudienzeit.
Mit oder ohne finanziellem Polster, auf dem jene mit reichen Eltern herumgetragen werden.
Anzunehmen, dass Prestige solcher Art wirklich zählt -
Das passiert, wenn du nicht zuerst dein Herz, dein Gewissen, deine Ideale befragst, was die dazu sagen. Vieles ist Papier, das du dir an die Wand hängen kannst, nichts anderes.
Sagt nichts über dich aus. Wie schon die Schulnachrichten kaum deine wirklich vorhandenen Fähigkeiten zu beurteilen wussten.
Vielmehr sollte Ausbildung darauf hinauslaufen, dass du lernst, dich selbst zu akzeptieren, wie du bist.
Dass du deinen Charakter bildest, dass sich deine Persönlichkeit so weit und wunderschön entfaltet hat, wie möglich, wie sie heute ist, und, dass dieser Entwicklungsvorgang nie ein Ende findet, sondern du weißt, dass es immer weiter geht, du nie auslernst und du alles an dir verändern, verbessern, umformen kannst, wenn du möchtest. Und du das in erster Linie nur für dich möchtest.
So sollte sich ein gelungenes Gesellschafts/Bildungssystem auf die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse spezialisieren, unterschiedliche Talente und Interessen fokussieren; Freiheiten, Freiräume zulassen, wo sie gebraucht werden.
Manche nennen es Faulheit, zu tun und zu lassen, andere nennen es Freiheit.
Vor allem auch sich möglichst früh bewusst zu machen, was sicher nicht dein Ding ist, oder sich abzugrenzen von Meinungen, Lebensstilen - das sollten Ziele sein.
Du selbst zu sein und niemanden dafür zu brauchen, der dich bestätigt.
Nicht jemand anderen zu mimen, um sich so seine Anerkennung zu erspielen. Oder zu koksen und im Hipsterland untergehen.
Die volle Energie in das hineinzustecken, im Müll wühlen, sich in den Dreck knien, das dir wirklich etwas bedeutet und so zu erreichen, was du suchst.
Punkt.
Ein perfektes System, eine vollkommene Gesellschaft gibt es nicht.
Klar steht es um Wien gut. Aber das Wissen um die Möglichkeiten, wie man verändern, verbessern könnte, ist vorhanden, warum soll es also nicht angewandt werden?
In eine Sache hineinzugehen mit der Einstellung
'So ist es. Da passe ich mich mal voll und ganz den Gegebenheiten an.'
ist schlichtweg dumm.
Deshalb bedurfte es mal eines kleinen, großen Aufstands.
Ja.
- - -
Einmal ist es mir passiert, dass ich, mangels anderer Ausdrucksmittel, beim Ansehen einer Photographie zu Tränen gerührt war.
- mfg
für immer dein
tee
- - -
Winterschlaf wird jetzt fortgesetzt.
Friday, 6 November 2009
Stock und Stein
Sicher schon 3 Tage.
Geil wars gestern.
Nur weil ich am Boden gelegen bin, heißt das noch gar nichts !
Wenn man sich die vergangene Nacht schildern lässt:
"Bier, mehr Bier, Aushänger, epileptische, hin, no mehr Bier. Drauf."
"3einhalb std zu technobeats im hof getanzt. voll weggetanzt. viel bier."
"catwalk gabs von uns auch."
"hin."
Und, dass ich 3 Stunden zu spät in die Arbeit gekommen bin, ist ein schrecklicher, unglücklicher Zufall.
Die wöchentliche Demo war wieder sehr nett. Den Gürtel zur Abwechslung mal nicht voller Fahrzeuge, sondern voller Menschen zu sehen, hat was.
Attwenger das erste Mal in meinem Leben live zu sehen auch.
Dabei habe ich unter anderem erfahren, warum ich noch nie Geld dafür bezahlt habe sie live zu sehen.
Bei den MTV Music Awards nichts zu gewinnen - das ist eines meiner Ziele fürs Leben.
Ist so eine Art Qualitätsprädikat. Für Kings of Leon, beispielsweise.
Am Montag habe ich angeblich aufgehört zu rauchen.
Ich habe es bis auf einen kurzen Aussetzer gestern Abend durchgehalten.
Aber der zählt nicht.
Sehr unüblich, daher auffallend ist meine positive Gemütsverfassung heute.
Vielleicht liegts am Verschlafen, oder am Croissant im Bus zum Frühstück mit einem immer noch vorhandenen Pegel.
When there's no one left to fight
boys like him don't shine so bright,
Soon as I see the dust settle
he's out on the town tryin' to find trouble.
mfg
t
ohne jamie
Sunday, 1 November 2009
So soll es sein
Tears streamed down my face and I thought THIS, THIS THIS - it was a feeling that I wanted to bottle and eat and never forget and repeat again and again as long as I lived. Every hour I'd spent longing, every doodle on every notebook, every lyric that I'd quietly memorized and wondered about, all the love I felt for you, for everything, it was all trapped up in this one moment. Not belonging, not feeling right, not feeling human, not feeling good enough, all those feelings were crushed away by the music, by these magic sounds, by the sound of your voice. Here, I belonged. Here, life was perfect. I don't know if my mouth screamed, but my heart did. In pure joy. I don't remember much else of the set. I was ecstatic.
- Amanda Palmer :
So soll es sein.
Wenn man liebt.
Wenn man kocht.
Wenn man Kunst macht.
- - -
Ich hasse diese Menschen : Ich bin so intellektuell, ich glaub's selbst nicht.
Augen sind für mich eine große Sache.
Ich bin ein optischer Mensch, visueller Typ - alles unschöne Ausdrücke, nichts als Mittel zum Zweck.
Nicht gleichzusetzen mit oberflächlich.
Sondern tiefergehend, stellenweise auch abgründig.
Ich schätze blinde Menschen.
Halte sie für sensibel, bewundernswert; denke, dass sie viel mehr sehen als ein Großteil derer, die ihr Augenlicht besitzen.
Unterschiede zur Masse, Besonderheiten machen dich in jedem Fall klüger, toleranter, einfühlsamer.
Im Idealfall, dem, dass du sie nicht als Makel, sondern als Gegebenheiten ansiehst.
So geben sie dir eine Art Vorteil, nämlich die Gabe dich in andere hineinzuversetzen, in andere hineinzusehen.
Egal, ob Augen oder nicht.
Wollte hier nur vorausgeschickt sein.
Häufig siehst du in einem Blick, in den Augen deines Gegenübers, viel mehr, als du eigentlich sehen wolltest.
Findest dort etwas, in der Tiefe.
Interpretierst mehr oder weniger hinein, als wirklich gemeint ist, überlegst, ob du die Gedanken richtig gelesen hast, du zwischen den Zeilen etwas übersehen hast; die Geste gespielt, beabsichtigt, oder bedeutungslos war.
Hinter der harten Schale, der Selbstsicherheit verbirgt sich häufig ein Kern, der sich anfühlt wie zerronnene Zuckerwatte, zertretener Kaugummi.
Der an der Schuhsohle festklebt.
Wenn man sein Selbstwertgefühl auf Lob und Kritik anderer aufbaut.
Ehrlichkeit gibt es nicht.
Nur eine gewisse Form von 'Mehr zu sagen, als du eigentlich bereit bist zu sagen.' - wenn Sätze eingeleitet werden mit 'Um ehrlich zu sein.'
In den wenigsten Situationen gehst du so weit aus dir raus; echt deine Gedanken, dein Herz auszukotzen.
Und dann fühlst du dich so verletzlich, so nackt; dass diese Momente dein Leben entscheidend verändern.
- - -
Zu meinem 20. Geburtstag gehe ich ins Hotel und bin für niemanden zu erreichen.
Oder ich fahre nach Prag und werde Straßenmusiker auf der Karlsbrücke.
Wo mich niemand kennt.
Und dann komme ich zurück und bin alt.
- - -
They said if you want to help
Then kill yourself
But I won't do that.
Friday, 30 October 2009
Moving Pictures
Auf keiner Bühne, sondern in einem aufgelassenen Theater.
Und nicht nur photographisch, sondern filmisch, beinahe cineastisch.
Impressionen sind hier zu finden:
Moving Pictures I by Mona Hermann
Moving Pictures II by Mona Hermann
mfg
A is for Amanda.
Thursday, 29 October 2009
Demonstrieren
Angefangen hat das ja alles auf meiner Akademie.

Weil Kunststudierende gar nicht anders können.
Da war das Ganze berechtigt, sinnvoll und eindeutig.
Weil das Diplomstudium einfach viel mehr Freiraum zulässt.
Und nachdem das Künstlerische Lehramt auf Bachelor/Master umgestellt werden soll, eine Tatsache, die der Rektor anfangs lieber unter den Tisch kehren wollte, ging das eben immer weiter.
Und trieb seltsame Blüten.
Eine der Forderungen, die mir besonders am Herzen liegt.

Und schlussendlich gibt es wieder mal ein Bild aus der Serie
' Vor dem Parlament '

mfg
t und die pfeife
Tuesday, 27 October 2009
Letters
Einmal im Weberknecht, dort am Gürtel gegenüber vom Chelsea.
Und einmal im Bergwerk, irgendwo in der Provinz.
Ziemlich im Keller die beiden Locations.
Der Punkt ist der : Zweiteres ist ein Bandcontest, wo es um eine England Tour geht.
Und wo natürlich auch das Publikum zählt.
An dieser Stelle setze ich vollstes Vertrauen in meine Leute.
Die Entscheidung, ob man lieber in Wien zu einem mehr oder weniger 'full concert' gehen möchte, oder nach Neusiedl fährt, um dort wieder mal eine 20 min Show zu sehen, ist im Grunde nicht schwer. Aber, da unsere Band-Contest-Shows noch impulsiver und weltfremder ablaufen, also um einiges sehenswerter sind, als die üblichen, hier mein Vorschlag.
Kommt am Freitag Abend in die Provinz, wo es weder Zugverbindungen noch öffentlichen Verkehr gibt.
Bildet Fahrgemeinschaften, mietet Fiaker oder kauft euch ausreichend viele mit Helium gefüllte Luftballons.
Stoppt Autos, überfallt Postkutschen und borgt Dreiräder von Minderjährigen.
Warum und wofür ?
Weil ich mich so bemüht habe und ihr mich so gerne habt.
Am 12. wäre es natürlich auch nett ein paar bekannte, und noch mehr unbekannte Gesichter zu sehen.
Zusammen mit My Sister's Name Is Frank und noch einer anderen Band werden wir dort das musikalische Programm für die 1. Emdis Music Label Night liefern.
Als Headliner sozusagen.
Ist nicht unser Label, aber unsere Auftrittsmöglichkeit.
Aus meinem Briefwechsel mit Boston -
starting this fall everything has been set in motion until my life became a little avalanche i am sliding on at the moment.
to find the balance between extremes is something i know well enough to master it.
or at least to keep my heart and head from bursting and / or falling apart.

mfg
ich atme.
Tuesday, 20 October 2009
Wir sind Kunststudierende.
Das sind doch mal Privilegien.
Radio Krakau feiert Geburtstag.

Johnny ging zum Regenbogen.

Nein, für Parties buchen kann man uns nicht.

Und die Banane.
mfg
Aus der Arbeit
Tee und Weintrauben
Die Schlimmsten sind Die.

Trotzdem haben sie es gewagt sich von der Kamera in den Händen eines Mädchens namens Mona einfangen zu lassen.
In Form von hochwertigen Bildern für die tiefgründige Klatschpresse.
Und
---
Gerade habe ich wieder ein Interview gegeben.
Und fühle mich wie ein Star, der Kritik an der Weltpolitik, der Menschheit im Allgemeinen und ihrer Beschränktheit im Besonderen übt.
Ein Zitat von mir.
Eigentlich geht es nur darum, möglichst sachlich dabei zu bleiben, wenn du Menschen beibringst, dass sie eigentlich nur Blödsinn reden.
Und eines vom Nino.
Aber hinter dir und vor dir doch am meisten noch daneben
steht der Himmel stehen die Wolken steht die Stadt nur deinetwegen.
Heute spielt der Nino aus Wien nämlich im Rhiz 1 2 Lieder.
Später bin ich in der Villa auf eine Nachspeise.
Das ist der Plan.
mfg
Give me a beat.
Thursday, 15 October 2009
Frau Till
Heute morgen am Anrufbeantworter begrüßt mich folgende Nachricht.
Wer entschädigt mich?
Die Huren, Huren, Huren Ausländer-Gfraster?
Die sollen doch alle elendig verrecken.
Und die Inländer - Gfraster dazu.
Weil ma e genug Inländer - Gfraster haben.
Da kann man doch nicht das ganze Ausländer-Gsindel auch noch hereinlassen
Wer entschädigt mich für alles bitte?
Alles, was mir gestohlen und geraubt wurde?
Auch vom äh seelischen Effekt, den ich davon getragen habe.
Wer bitte zahlt mir eine Therapie?
Diese Huren-Ausländer.
Wer zahlt mir eine Theraphie, eine Wiedergutmachung?
Dafür hamma wieder aufgebaut und gehungert.
Dafür hamma Schutt gfiaht nachm Krieg?
Diese Huren-Ausländer sollen verrecken.
Und ihr Gutmenschen dazu.
Huren, Huren, Huren.
Krepierts doch!
Krepierts!
Und das war noch nicht mal das Schlimmste, nur eine wortgenaue Dokumentation, Wiedergabe.
Schockierend daran ist, dass sie sicher nicht der einzige Mensch in diesem Land ist, der so denkt.
Gerade deshalb bin ich der Meinung, dass solche und ähnliche Aussagen bzw Texte zu verbreiten sind.
Keinesfalls, um zu unterhalten, sondern um Denkanstöße zu liefern, um wachzurütteln.
Ihre Verrücktheit gepaart mit ihrer Stimme vermitteln zwar einen komischen Effekt, verharmlosen oder rechtfertigen aber ihr in Worte gefasstes mehr als rechtsradikales Gedankengut ganz und gar nicht.
Shake them and awake 'em.
Fräulein Smillas Gespür für Schnee ist wieder gefragt.
Sogar in der Stadt.
Kursiv, weil es dem Wort Fräulein an politischer Korrektheit mangelt.
Der Politik fehlt dafür die Korrektheit.
Ich liebe das zweite Video.
Gestern Nacht bin ich wieder einmal im Zug eingeschlafen, diesmal in Floridsdorf wieder aufgewacht.
Ich muss aufhören ständig Taxis zu nehmen.
Züge zu verpassen
Und Rotwein zu trinken.
mfg
t und der müllsack
Tuesday, 13 October 2009
Merci MQ
The Audience Loved Thee.

photo by josip jukic
Danke fürs da sein.
Spezielle Danksagungen gehen an Tagfalter und Nachtschwärmer, die sich in unseren Abgrundzirkus verlaufen haben.
An
unsere Ansage Lady, die doch nächstes Mal ein bisschen öfter still
halten soll. Und sich in Pose werfen - für die Kameras. Oida,
eigentlich.
Für die netten Worte, die Rosen und die Komplimente.
Besten Dank auch der Jury, die uns das Prädikat 'grottenschlecht' verliehen hat.
Dafür vom Publikum 15 Minutes Of Hate bekommen hat.
Unsere 15 Minutes Of Fame haben gereicht für einen Hauch, eine Prise, eine Messerspitze von Thee.
Auf ein baldiges Wiedersehen.
mfg
t
und die mütze.
Wind
Zu deutsch : Der Wind kommt wieder.
Ich hege den Verdacht, dass die Straßen und Gassen in Wien so angelegt wurden, sodass möglichst viel Zugluft, Luftzug entsteht.
Until one winter day a sly wind blew in from the North.
Eine Zeit, wo Dinge passieren.
Wie ich aus verlässlicher Quelle weiß, ist draußen am Land schon Winter.
Aus Regen mach Schnee.
Was ich heute in der Arbeit mache -
Hollywood is like being nowhere and talking to nobody about nothing.
- Michelangelo Antonioni
mfg
t und die schokolade
Monday, 12 October 2009
Heftig
Mein Pedal ist dort, wo es hingehört.
Auf dem Weg zur Deponie.
Punkt.
Wien gehört uns.
Besten Dank an unsere Supportband, unsere wunderbare Crew, bestehend aus Karten-Abreißer-Ladies, Ansage - Mädchen, Photographin, Make-Up Artist, das Street Team - Flyer-unters-Volk-BringerInnen - und klarerweise vor allem und besonders ans Publikum.
Jene welche, die mir zustimmen, dass Musik genauso gemacht werden muss, wie sie gefühlt wird.
Alle, die das auch noch gut finden, wenn wir die Hälfte des Konzerts am Boden liegen, oder, wenn ich nur noch mit einer Hand irgendwie an meinem Klavier hänge.
Für Verständnis, weil ich einfach aufgeregt rumlaufen muss; wie ein geköpftes Huhn.
Weil Kopf war gestern nicht viel vorhanden.
Kein Kopf, kein Kopf.
Dafür heute mit einer Auswahl an Gedanken aufgewacht, die, wenn in Wasser umgewandelt, den Durst in dieser Welt für einen halben Tag löschen könnte.
Auch dafür mit mir auf den Stufen vorm Franz-Josefs-Bahnhof zu sitzen mit 'zu boykottierendem Essen' (it's not food really, it's only something to eat') von einer Fast-Food-Kette, und mir mein Leben ein kleines bisschen lesbarer zu machen.
Ich bin ein offenes Buch.
Eine Feststellung am Rande : Auf der Bühne können wir eigentlich alles machen - es wird automatisch als Teil der Vorstellung gesehen.
Auch unter einem Keyboard rumkrabbeln, mit einem Kabel zwischen den Zähnen, und schwarzer flüssiger Farbe im ganzen Gesicht.
Und meine Boys In The Band - unwahrscheinlich gut eine solches Ensemble in vorhandener, einzigartiger Kombination zu finden.
Die Stimmung, die Kommunikation.
Die Verstimmungen und die Antikommunikation.
Die Freiheit.
Die Worte.
Untot triffts ganz gut; als Beschreibung meines Zustandes.
rain, that's what i feel
Nachricht an mich selbst:
Ich muss aufhören ständig Taxis zu nehmen. Zu teuer.
Und Rotwein zu trinken. Zu gut.
mfg
Life is far from real.
Sunday, 11 October 2009
Krawall
In etwa drei Mal im Jahr passiert es, dass ich aufwache und weiß, was heute für ein Tag heute ist, oder was generell so abgeht -
neben dem Aschenbecher im Mund, dem Griesbrei im Kopf und dem Unwillen sich der Welt zu stellen.

Darum geht bezüglich dieses außergewöhnlichen
Ereignisses noch einmal ein Rundschreiben raus, an alle, die an ihrem
Weltschmerz zu ersticken drohen, an die planlosen Nachtschwärmer und
kopflosen Tagfalter, jene welche ihre Flügel² der Musik trotz allem
noch öffnen und unbekannte Töne auf sich wirken lassen möchten.
Denn wir möchten in unserer fabelhaften Welt niemanden ausgeschlossen wissen.
Bis auf die eine da.
Die Melodika - das Blasklavier - ist bereit !
² 'Does the flap of a butterfly's wings in Brazil set off a tornado in Texas?'
mfg
Y Control ?
Saturday, 10 October 2009
Thursday, 8 October 2009
Coming and Going
Wie Amanda schon sagte
the blogs have been too soulless lately.
Ging mir genauso.
Deshalb heute
once more with feeling
und damit nebeneffektiv Myspace am Leben erhalten.
Aus dem Leben eines Zivildieners:
Gestern
war ich beruflich auf der Post, wo ich sonst eigentlich nie hingehe,
weil Briefe nicht mehr so Old School sind, wie sie einmal waren - brown paper packages tied up with strings
sind viel schöner, und Strichcodes sind auch keine Briefmarken mehr -
im Copy Shop, wo ich sonst eigentlich nie hingehe, weil Kopien immer
teurer werden als erwartet, im Institut für Menschenrechte, wo ich wirklich nie hinkomme und im Rathaus, den einen Zettel von dort nach da bringen.
Dazwischen wurde eine Menge telefoniert, hauptsächlich Anrufe privater Natur. Danke fürs Zuhören.
Ich sage nur soviel : Oida, fick dich, eigentlich.
Heute hat Frau Till wieder 7 Nachrichten am Anrufbeantworter hinterlassen und mir noch drei weitere Male die Ohren voll geschrien.
Huren, Huren, Huren.
Aus dem Leben eines Kunststudenten:
Und ich hatte meinen ersten Auftritt auf der Akademie der Bildenden Künste.
Im Semperdepot, einem wunderschönen Gebäude, früher Kulissenlager und Atelier, heute Schaffensräume für Studierende.
Mir wurde unter anderem die Birne gezeigt, wo Robbie Williams und Madonna (?) ihre Musikvideos gedreht haben.
Ein Gebäude, dessen Grundriss der Form des Kernobstes entspricht.
Siehe : http://www.youtube.com/watch?v=TYhBRPGjU5A
'Sie sollen nicht frei und selbstständig arbeiten, Sie müssen.'
hat der Matthias gesagt.
Und
'Die Akademie ist momentan handlungsunfähig'
weil wir kein Geld mehr haben.
Hört sich zumindest dramatisch an.
Und Akademie kling auch viel besser als Universität.
Aus dem Leben eines Rockstars:
Auch die Aufnahmen für unser Lied Transister
sind gestern im Studio abgeschlossen worden. Mit zwei Flaschen Wein, 20 Flaschen Bier und ein bisschen Aqua naturale senza gas.
Hat zu einigen aufschlussreichen Gesprächen geführt; gute Stimmung, gutes Gefühl.
Endlich wieder lohnende Gespräche über Sternzeichen.
Dreharbeiten zum dazugehörigen Video beginnen nächstes Wochenende, nur unterbrochen von einem Auftritt in den Hofstallungen, MQ.
Geendet hat das Ganze damit, dass ich im Zug voll weggepennt bin, wieder aufgewacht bin in Wien Matzleinsdorferplatz, dann mal ausgestiegen, zu Fuß die Reinprechtsdorfer
runter, bis zum nächsten Bankomaten, was ja erst irgendwo Höhe
Arbeitergasse ist, rein ins nächste Taxi, filmreif herangewunken mit
meinem Hut, und zu Hause angekommen um 2.
Glücklicherweise musste ich heute erst ab 11 arbeiten.
mfg
these are a few of my favourite things
Thursday, 1 October 2009
I found my voice -
Meine letzten Worte an die Bildende.
Danke fürs Zuhören.
Über meine Kunst kann ich nicht reden.
Habe ich im Voraus schon gewusst, danke.
Und jetzt zurück an den Start.
Wie alt sind Sie ?
19.
Und Sie kommen direkt von der Schule ?
Nein, ich habe zwei Semester Theaterwissenschaften hinter mir.
Sie auch ? Sie sind schon der Dritte. Kennen Sie sich alle, oder ist das so groß, dass man sich nicht kennt ?
Halb, halb.
Das ist eine Art Übergang, wenn man dort nicht zugelassen wird, wo man eigentlich hinmöchte.
Waren Sie letztes Jahr auch schon hier?
Ja.
Aber an diese Mappe kann ich mich nicht erinnern.
Ja, diese ist auch ganz anders.
Die Bilder stammen alle aus den letzten 9 Monaten.
Ich habe dieses Jahr für mich festgestellt, dass gute Bilder nicht reichen, und wollte deshalb zeigen, dass ich sie auch anwenden und verarbeiten kann. Ich wollte nicht nur Passepartouts abgeben.
Habe hier deshalb über den Bildrand hinausgearbeitet, oft sind zB die Motive in Papierform noch einmal auf der gegenüberliegenden Seite.
Was erwarten Sie sich von diesem Studium ?
Etwas mehr als von Theaterwissenschaften, womit ich absolut nicht glücklich geworden bin.
Im Grunde, einfach diese unvergleichliche Atmosphäre, die in einer Gruppe von Kunstschaffenden entsteht, wo wahnsinnig viele Einflüsse auf dich wirken und Ideen um vieles einfacher kommen.
Weil ich denke meine eigene Linie gefunden zu haben, möchte ich mich hier einfach nur noch weiter entwickeln.
Diese Angst hatten wir alle. Das ist nur eine Phase.
Ich habe das Gefühl, dass sie eigentlich das Gegenteil der Photographie zum Thema ihrer Mappe erhoben haben. Üblicherweise ist das Wesen der Photographie das Eingeschlossene.
Das ist die Welt, hier ist der Rand.
Sie lassen die Photos auf die Umgebung wirken, öffnen diese Grenzen...
Ich hätte noch eine Frage. Haben Sie ein Vorbild, eine Geschichte oder ein Bühnenstück für ihr Portfolio, weil ich vermute, dass ihre Bilder irgendwie eine durchgehende Geschichte erzählen.
Nein, die Bilder sollen für sich selbst sprechen, ihre eigene Geschichte erzählen, zum Nachdenken anregen.
Und einen Überbegriff, wenn sie ein Thema einklammern wollten, gibt es den?
Nein.
Natürlich gibt es einen Hintergrund.
Sie sollen zum Nachdenken anregen.
Man muss sich die Zeit nehmen ein zweites Mal hinzusehen.
Ich denke, dass, wenn man hier die Mappe abgibt, passiert es häufig, dass sie einfach schnell durchgeblättert werden und deshalb oft ein großer Teil dessen verloren geht, was man eigentlich ausdrücken will.
Und bei meinen Photos ist es eigentlich immer der Fall, dass man erst beim zweiten Blick erkennt, worum es mir eigentlich geht.
Darum auch die Betonung, Wiederholung von manchen Elementen.
Was hat es mit den Guckfenstern auf sich?
Das ist eine Art Einladung.
Die Vögel durch das Umblättern freizulassen.
Einfach der Anfang.
Oft habe ich auch noch Schnitte gemacht, die die einzelne Seiten miteinander verbinden sollen, die durchgehende Serie, den Zusammenhang, verdeutlichen sollen.
Das habe ich schon bemerkt.
Und die letzten beiden, wo man nur die Rückseite sieht?
Haben nicht in die Serie gepasst.
Ich hätte sie aber sehr gerne in der Mappe gehabt.
Deshalb kleben sie rückseitig.
Haben Sie noch Fragen, möchten Sie noch etwas sagen?
Ich freue mich, dass meine Bilder angekommen sind.
Wie meinen Sie das?
Dass sie gut angekommen sind.
Und so, wie ich sie gemeint habe.
Danke fürs Zuhören.
mfg
eine rekonstruktion
Wednesday, 30 September 2009
Sunday, 27 September 2009
Ecke
Das braucht niemand.
Das mache ich schon selbst, indem ich an Überarbeitung - japanischer Fachausdruck karoshi - zu Grunde gehe.
Heute bin ich nicht im WUK bei Juli Zeh und Slut.
Nicht in der Fledermaus.
Nicht auf irgendeiner Ausstellung.
War nicht beim Tag des Denkmals und habe sehenswerte Gebäude besichtet, die man nur an diesem einen Tag zu sehen bekommt.
Und habe keine einzige Veranstaltung der Vienna Fashion Week besucht.
Morgen ab 9:00 Uhr früh - um nicht zu sagen nachts - lasse ich zu, dass mich die Zulassungsprüfung für die Akademie der Bildenden Künste ruiniert.
Danach werde ich weiter für meinen Zivildienst eingeschult, wo meine Computerkenntnisse wahrscheinlich für nicht vorhanden erklärt werden, wobei glücklicherweise ein Großteil meiner Arbeit mit diesem Gerät verbunden sein wird.
Die ersten beiden Termine überschneiden sich auch noch wunderschön.
Sobald es sich ausgeht sprinte ich dann zum AKH, um jemanden zu besuchen.
Und abends geht es dann noch zu Wallis Bird ins B, insofern ich als + 1 genehmigt werde.
Dienstag
nimmt die Prüfung dann fröhlich ihren Lauf, danach habe ich einen
erfrischenden Termin mit meinem Psychologen, dem ich innerhalb einer
halben Stunde meinen Sommer - mein schönstes Ferienerlebnis [Ferien
hatte ich keine] erzählen sollte.
Es lebe das Café Sperl.
Es wäre ja nicht so, dass Mittwoch nichts los wäre, oder ich nichts vor hätte.
Schließlich dauert die Prüfung drei Tage und Termine, die sich aufschieben lassen
werden auf Mittwoch Abend verlegt, nachdem kommende Woche die Probe ausfällt.
Und ich nicht Donnerstag meinen tagesfüllenden Zivildienst antrete, danach noch unseren Drehort besichtige, mit Taschenlampe und Kamera.
Oder Freitag das Drehbuch noch einmal durchbespreche.
Und das ganze nächste Wochende geprobt wird, unterbrochen von hochoffziellen Feierlichkeiten, weil nächste Woche aufgenommen wird.
Für unser Musikvideo, das nach dem Wochenende, wo wir selbst eine Vorstellung geben, also auftreten, gedreht wird.
Montag, den 5. Oktober, gibt Patrick Wolf ein Konzert im Wuk.
Dazwischen werden noch ein paar andere Gigs photographiert, haben eine Menge Leute Geburtstag und werde ich haufenweise Zeit in der Arbeit vergeuden.
Schlussstrich.
Ich stehe offiziell kurz vor dem Burn Out.
Aber solange ich motzen kann, ist die Welt noch in Ordnung.
Nur nicht klein kriegen lassen.
mfg
ich kenne meinen namen nicht mehr.
ecken und kanten.
Thursday, 24 September 2009
Gedanke

Gestern hatten wir Probe.
Wo ich das rote Licht manchmal förmlich vor mir gesehen habe.
Und die mindestens 50-jährigen Zweit-Job-Prostitutierten an der Bar mit ihrem Gin Tonic.
Und Zigarettenstummeln in den Haaren.
Die auch keinen Unterschied mehr machen, ihnen dementsprechend egal sind, im unendlichen Wiederkehren und Wiederholen der Abende, die auch mit Zuhilfenahme von permanent Make-Up nicht schöner werden.
Wobei die abgewetzten mit schwarzem Leder überzogenen Hocker im Rhythmus ihres rauhen Gelächters quietschen.
Ihre Berufswahl verbreitet übrigens keine sex sells Stimmung, ist nicht mal auf irgendeine Art verrucht, genausowenig soll sie die Nähe an welche Form eines Etablissements auch immer suggerieren.
I won't lie to you, I don't see that things are getting any better. sagt die eine zur anderen. Und über den Typen, dessen Hemdkragen sich langsam, mit verschüttetem Bier vollgesogen, in eine Art schwer definierbares Beige verfärbt, während seine Wange, wie in einem seit Ewigkeiten dauernden Vorgang, mit der Tischplatte verschmilzt.
Bis man keinen Unterschied mehr ausmachen kann, zwischen dem Kerzenwachs, das die Weinflasche, damals mit ausgezeichnetem Inhalt, schon vollkommen überzogen hat, in einer Vielzahl von farbigen Linien und Strukturen, um sich mit dem grauen, steinernen Untergrund zu vermengen, seinem Arm und dem Aschenbecher.
I really don't care.
Die Geldbörse liegt unbeachtet neben ihm, weil hier ohnehin alle Hoffnung längst gestorben ist, aus sich noch irgendetwas zu machen, einen Neubeginn zu versuchen.
Zwischen den verlorenen, vergessenen Gestalten verwesen die völlig verdreckten Billiardtische mit ihren unzähligen Brandlöchern, die sie, von oben gesehen, durch das Loch im Parkettboden des darüberliegenden Stockwerks, wo Kabel und Rohre ihre Köpfe in den Raum strecken, aussehen lassen wie das Gemälde eines misslungenen Sternenhimmels, mit dem dunklen Holz als Rahmen.
Ein Aufflackern von ungebändigtem, unkontrollierbaren Lebenswillen schallt her von der kleinen Kabarettbühne, vor der die drei leeren Sitzreihen, geliehen aus einem Theater, ihrer Funktion entbunden sind. Wie Funken in der Nacht vergeht auch dieses Aufbegehren, geht unter, taucht ein in den abwechselnd schwarz und weiß gelegten Fußboden.
Dreht sich im Kreis und erschlägt sich selbst.
Die durchgebrannten Glühbirnen der Neon-Reklame am Eingang haben schon bessere Zeiten gesehen als die Augen der offensichtlich stilisierten Nachtfalter, die aus reiner Gewohnheit immer noch ihre Kreise um sie ziehen.
Eine verblasste Reklametafel wirbt für Schuhcreme.
Wie wir klingen ?
Genau so.
thee is coming to town.
mfg
pierre

Monday, 21 September 2009
You Don't Know

Du weißt noch nicht, dass du da sein wirst.
Aber du wirst da sein.
So sah das letztes Jahr aus
Plan A : Angewandte
Plan B : Bildende
Plan C : Cunstgeschichte
Plan D : Dheater Film und Medienwissenschaften
Wobei Folgendes passiert ist :
A wollte mich nicht.
B wollte mich auch nicht.
C hat mich nicht interessiert.
D hatte den Reiz des Unbekannten.
Eben den hat es innerhalb des ersten Monats verloren -
Für eine Menge andere auch.
Gibt sicher ein paar gute Sachen daran.
Hat allerdings für mich einfach zu viel Theorie.
Ist zum Wegschmeißen.
So sieht das dieses Jahr aus
Plan A : Angewandte
Plan B : Bildende
Plan C : Civildienst
A scheidet aus wegen C.
B scheidet aus wegen C.
C gewinnt.
Deshalb, weil die
Erzählungen und Instruktionen meines Vorgängers
Für ausgesprochen
Gute kommende 9 Monate sprechen.
Hin und wieder soll dein größtes Problem sein
Irgendetwas zu finden, das du tun kannst.
Ja, damit die Langeweile dich nicht umbringt.
Könnte mich zwar unterfordern, doch
Leben lässt es sich so leichter, die Zeit dort wird gedanklich genützt.
Mfg
T
Wednesday, 16 September 2009
Motte und Licht
Zweifach plus eins.
Der Künstler sagt Nietzsche wählt seine Stoffe aus: das ist seine Art zu loben.
Aus: Eine illegitime Kunst.suhrkamp verlag : frankfurt am main 1983.
Heute spreche ich mit Bildern.
Drücke mich aus.
Anbei eine Polaroid - Photographie, die ich kürzlich geschenkt bekommen habe.

Meine politische Haltung. Nicht unbedingt ins rechte Licht gerückt, weil viel zu hohe Lichtempfindlichkeit; trotzdem schafft es dieser Aufkleber mit links zu überzeugen.

In Gedanken, im Kopf geht es nicht um Realisierbarkeit.
Deshalb hoffen wir.
In der Kunst auch nicht.
mfg
verlorene gedanken vs profiltiefe
Tuesday, 15 September 2009
Elektronik
Läuft eigentlich alles.
Wenn du Anrufe á la Möchtest du Samstag in der Szene photographieren? Bekommst nen Photopass. oder Anfragen erhältst á la Möchtet ihr mal im B spielen? Wäre kein Problem.
Da lässt sich das vielleicht doch alles irgendwie vereinen, unter einen Hut bringen.
Wofür du üblicherweise drei Hüte bräuchtest.
Sombreros.
Doch.
Was wäre eines meiner Rundschreiben ohne gewohntem Zynismus, einer Prise Schwarzseherei oder dem gewissen etwas ?
Nicht ich und nicht mein Leben.
Denn, was bringt dir das alles, wenn dir genau das fehlt, worum sich die ganze Welt schlussendlich dreht ?
when i love you baby
i mean it more
than just the whole world
Minimalistisch gesagt.
mfg
Ideenspender und Korrekturleser
Saturday, 12 September 2009
In Gedanken
Nur nicht
Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich dich
gar nicht getroffen hätte
Weniger Trauer
jedes Mal
wenn wir uns trennen müssen
weniger Angst
vor der nächsten
und der übernächsten Trennung
Und auch nicht soviel
von dieser machtlosen Sehnsucht
wenn du nicht da bist
die nur das Unmögliche will
und das sofort
im nächsten Augenblick
und die dann
weil es nicht sein kann
betroffen ist
und schwer atmet
Das Leben
wäre vielleicht
einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben
- Aus : Erich Fried : Als ich mich nach dir verzehrte. Wagenbach : Berlin 1990
Friday, 11 September 2009
Oscar
I wanna thank the Academy.
[Wischt sich Tränen aus dem Gesicht]
I wanna thank my parents for believing in me and supporting me in every way they could, and also, for always doubting me, when I wasnt sure about things either, but pretended that I was.
I dont wanna thank god, since he does not exist.
I dont wanna write the g in god with a capital letter.
I want to thank our growing numbers of announcing ladies of the past and all those to come for telling the world that we're there.
I want to thank our loyal and lovely crew, simply for existing.
I want to thank those people, who solve the problems I create beforehand.
I want to thank those people, who help me out, when I am going nuts.
I want to thank those people, who are orbiting around me, even, when I'm ice.
[Schluchzt]
I want to thank my beloved readers, actually interested in what I've got to say, even tho I dont know what I've got to say, I'll say it anyway.
I want to thank anyone and everybody in the whole world, except for those who harbour homophobia, racism and sexism in their thoughts. That pretty much covers up the worst, but I am sure there are some things missing and people who dont deserve my acknowledgement and should therefore be excluded.
[Schaut böse]
I want to thank the boys in the band for having me.
I love the truck they gave us, forget about money, fame and everything.
Give me that truck, or a light blue volvo with a "worst president ever sticker".
I want to give my dearest, most honest and most loving regards to Amanda Palmer.
[Bricht neuerlich in Tränen aus und muss beim Gehen gestützt werden]
Fondly yours,
mfg
t
und die oscar - rede
Thursday, 10 September 2009
Name
Eintritt frei, Problembär.
So hin.
▲
Der Niels hat gestern gemeint : Das einzige, was ich in meinem Leben im Griff habe ist das Tuning meiner Gitarre.
Kürzlich habe er, verkühlt, ans Bett gefesselt, eine Soap Opera gesehen in der eine Frau gemeint hat : Das einzige, was ich in meinem Leben im Griff habe ist mein Gewicht.
Und dann ging sie sofort aufs Klo kotzen.
▲
Gestern, also heute morgen eigentlich, hat mir mein Taxifahrer verraten, dass er nur ein mal im Monat Gras raucht.
Und Alkohol eigentlich überhaupt nicht mag.
Schmeckt auch nicht, aber die Wirkung ist so toll, deshalb macht er das.
Obwohl er beim Rauchen immer nur die Hälfte schafft, dann fühlt er sich gar nicht mehr so gut.
Und Menschen transportiert man nicht, die befördert man.
Einer von den Guten.
▲
Wien ist meine Stadt.
Die Welt ist mein Land.
- Gefunden auf einer Bank in der U6 Station Währinger Straße Volksoper
Wie wahr, wie wahr.
▲
Es gibt wieder so ein Voting.
On
September 9th 09
the voting for
VSDS (Volume Sucht Den Superstar)
starts and it ends on
October 7th 09
Gather all your people and ask them to vote for us at the following link:
http://www.volume.at/vsds/m22/1/?no_cache=1
Every registered user is able to place their vote once a day.
Hopefully we can count on everyone here on myspace to get under 5 best newcomer-bands!
Flatterly yours,
thee
Wednesday, 9 September 2009
Monday, 7 September 2009
Free
Mit der heutigen bestandenen Ich bin jetzt berechtigt ein Auto zu lenken, obwohl es mir auf Grund meiner geistigen Verfassung lebenslänglich verboten werden sollte. Bindestrich Prüfung ist einer dieser Schritte getan.
Zurück zu
Unfinished Business
Sogar, wenn man Worte auf Papier niederschreibt sind diese ans Papier gebunden, und ich somit an die Worte.
Die nicht unabänderlich, aber festgeschrieben sind und somit auch in Stein gehauen sein könnten.
Sogar dieses scheinbar unscheinbare Detail postuliert die These, dass etwa auch dadurch eine Art Einschränkung der gedanklichen Beweglichkeit, ja, Freiheit zustande kommt.
Beschäftigt mich nur deswegen, weil ich die Ungebundenheit und Verpflichtungslosigkeit zu einer Kunstform erhoben habe.
Es gleichzeitig aber irgendwie schaffe meines Wissens als halbwegs verlässlicher Mensch zu gelten und ich mir gerne zu viel Ding auf den Schultern lasten lasse, dass es dann - Wortwiederholung - gilt, wieder abzuarbeiten.
--- Diesmal wirklich ins Museumsquartier, dem Wetter trotzend.
mfg
drink you pretty
Sunday, 6 September 2009
Fehler
Tut mir leid.
Schrattenbach.
Ein Hoch auf die Provinz !
In dem Moment, wo unser Sänger sich im Ortsnamen irrte, der Gitarrist nur
noch ausgelassen am Boden rumrollte und mit seinem Instrument versuchte
Löcher in den Bühnenboden zu schlagen, wobei er sich auch noch eine fette Beule und eine leichte Gehirnerschütterung am Kopf zuzog, als ebendieser mit dem Bass kollidierte, gleichzeitig auch noch mein Lieblingsbassist sein Bier über die ganze Bühne verschüttete, nein, versprühte - da war's vorbei mit mir.
Geil war's.
Angefangen bei der Anreise, durch Wald und Wiese, schließlich vorbei am kackefarbenen Schlossteich, im rostzerfressenen Tourbus, die war schon abenteuerlich genug.
Dann kam dieser rustikale Stadl - wenn jemals irgendein Gebäude diesen Namen verdient hat, dann dieses; bis dahin hatte ich nur eine vage Vorstellung, wie so etwas nun
aussehen sollte - unter dem die totale Zerstörung ihre Vollendung
finden sollte.
Ehrlich gemeinte und tief empfundene Bewunderung gehen an dieser Stelle an unsere erste Ansage Lady. Eine gelungene Premiere.
Geblendet, und behindert durch eingeschränktes Denkvermögen, ist allerdings Ästhetik, Sinn und Zweck ihres glänzenden Auftretens wiederum einem Großteil der Anwesenden entgangen.
Geliefert haben wir ihnen eine außergewöhnliche Freak - Show á la thee.
Gehört habe ich selbst sehr wenig davon, am Klavier habe ich sowieso praktisch taub gespielt, der vordere Teil der Bühne ist dafür blind aufgetreten.
Synthesizer habe ich zwar gehört, Einsätze trotzdem relativ willkürlich begonnen,
weil für mich der Rest des Ensembles unerhört leise klang.
Die Reaktionen des Publikums waren erstaunlicher, sowie verdächtigerweise durchwegs positiv.
Sogar dieser eine von der Freiwilligen Feuerwehr - beschwören kann ichs nicht, aber ich bin mir sicher, dass er diesen Beruf ausübt und nebenbei arbeitslos bzw Alkoholiker ist, meinte, dass wir
uns wahrscheinlich hier unverstanden fühlen, aber, wenn es gemeint ist, so Richtung Cure und Doors, dann habe es ihm sehr gut gefallen.
Impressionen - die trotz allem sehr gut wurden und einen etwas anderen Eindruck geben - dieses unvergesslichen Auftritts, der am besten bald aus unser aller Gedächtnisse verdrängt sein wird, folgen. Besten Dank an unsere Photographin.
Hier mein Eindruck -


Seinen passenden Abschluss hat der Abend damit gefunden, dass wir ein Allgemeines Fahrverbotsschild überfahren haben.
Obwohl es deutlich mit schwarzen Filzstiftstrichen und Pfeilen bemalt war und behelfsmäßig in der Wiese - dem Parkplatz - stand.
Und deshalb von der Polizei verfolgt, aufgehalten, auf Alkoholkonsum getestet und gestraft wurden.
Fuck you.
Jenes Auto, welches dem Staatsorgan direkt vor uns entgegengekommen ist, wurde leider übersehen - höchstwahrscheinlich ein Stammtischkollege.
Noch einmal eine Medaille für stark eingeschränkte Denkfähigkeit, kleinen Horizont, ungelöste Frustrationen gepaart mit Langeweile und der schlichten provinziellen Ereignislosigkeit.
Punkt.
Ich hasse das Land.
Inbrünstig.
mfg
einseitig









