Wednesday, 30 September 2009

Und das Herz

Das lässt das Fühlen nicht
sein.

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Sunday, 27 September 2009

Ecke

Mich um die Ecke bringen.
Das braucht niemand.
Das mache ich schon selbst, indem ich an Überarbeitung - japanischer Fachausdruck karoshi - zu Grunde gehe.

Heute bin ich nicht im WUK bei Juli Zeh und Slut.
Nicht in der Fledermaus.
Nicht auf irgendeiner Ausstellung.
War nicht beim Tag des Denkmals und habe sehenswerte Gebäude besichtet, die man nur an diesem einen Tag zu sehen bekommt.
Und habe keine einzige Veranstaltung der Vienna Fashion Week besucht.

Morgen ab 9:00 Uhr früh - um nicht zu sagen nachts - lasse ich zu, dass mich die Zulassungsprüfung für die Akademie der Bildenden Künste ruiniert.
Danach werde ich weiter für meinen Zivildienst eingeschult, wo meine Computerkenntnisse wahrscheinlich für nicht vorhanden erklärt werden, wobei glücklicherweise ein Großteil meiner Arbeit mit diesem Gerät verbunden sein wird.
Die ersten beiden Termine überschneiden sich auch noch wunderschön.
Sobald es sich ausgeht sprinte ich dann zum AKH, um jemanden zu besuchen.
Und abends geht es dann noch zu Wallis Bird ins B, insofern ich als + 1 genehmigt werde.
Dienstag
nimmt die Prüfung dann fröhlich ihren Lauf, danach habe ich einen
erfrischenden Termin mit meinem Psychologen, dem ich innerhalb einer
halben Stunde meinen Sommer - mein schönstes Ferienerlebnis [Ferien
hatte ich keine] erzählen sollte.
Es lebe das Café Sperl.
Es wäre ja nicht so, dass Mittwoch nichts los wäre, oder ich nichts vor hätte.
Schließlich dauert die Prüfung drei Tage und Termine, die sich aufschieben lassen
werden auf Mittwoch Abend verlegt, nachdem kommende Woche die Probe ausfällt.
Und ich nicht Donnerstag meinen tagesfüllenden Zivildienst antrete, danach noch unseren Drehort besichtige, mit Taschenlampe und Kamera.
Oder Freitag das Drehbuch noch einmal durchbespreche.
Und das ganze nächste Wochende geprobt wird, unterbrochen von hochoffziellen Feierlichkeiten, weil nächste Woche aufgenommen wird.
Für unser Musikvideo, das nach dem Wochenende, wo wir selbst eine Vorstellung geben, also auftreten, gedreht wird.
Montag, den 5. Oktober, gibt Patrick Wolf ein Konzert im Wuk.
Dazwischen werden noch ein paar andere Gigs photographiert, haben eine Menge Leute Geburtstag und werde ich haufenweise Zeit in der Arbeit vergeuden.

Schlussstrich.
Ich stehe offiziell kurz vor dem Burn Out.
Aber solange ich motzen kann, ist die Welt noch in Ordnung.
Nur nicht klein kriegen lassen.

mfg

ich kenne meinen namen nicht mehr.

ecken und kanten.

Thursday, 24 September 2009

Gedanke

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Gestern hatten wir Probe.
Wo ich das rote Licht manchmal förmlich vor mir gesehen habe.
Und die mindestens 50-jährigen Zweit-Job-Prostitutierten an der Bar mit ihrem Gin Tonic.
Und Zigarettenstummeln in den Haaren.
Die auch keinen Unterschied mehr machen, ihnen dementsprechend egal sind, im unendlichen Wiederkehren und Wiederholen der Abende, die auch mit Zuhilfenahme von permanent Make-Up nicht schöner werden.
Wobei die abgewetzten mit schwarzem Leder überzogenen Hocker im Rhythmus ihres rauhen Gelächters quietschen.
Ihre Berufswahl verbreitet übrigens keine sex sells Stimmung, ist nicht mal auf irgendeine Art verrucht, genausowenig soll sie die Nähe an welche Form eines Etablissements auch immer suggerieren.
I won't lie to you, I don't see that things are getting any better. sagt die eine zur anderen. Und über den Typen, dessen Hemdkragen sich langsam, mit verschüttetem Bier vollgesogen, in eine Art schwer definierbares Beige verfärbt, während seine Wange, wie in einem seit Ewigkeiten dauernden Vorgang, mit der Tischplatte verschmilzt.
Bis man keinen Unterschied mehr ausmachen kann, zwischen dem Kerzenwachs, das die Weinflasche, damals mit ausgezeichnetem Inhalt, schon vollkommen überzogen hat, in einer Vielzahl von farbigen Linien und Strukturen, um sich mit dem grauen, steinernen Untergrund zu vermengen, seinem Arm und dem Aschenbecher.
I really don't care.
Die Geldbörse liegt unbeachtet neben ihm, weil hier ohnehin alle Hoffnung längst gestorben ist, aus sich noch irgendetwas zu machen, einen Neubeginn zu versuchen.
Zwischen den verlorenen, vergessenen Gestalten verwesen die völlig verdreckten Billiardtische mit ihren unzähligen Brandlöchern, die sie, von oben gesehen, durch das Loch im Parkettboden des darüberliegenden Stockwerks, wo Kabel und Rohre ihre Köpfe in den Raum strecken, aussehen lassen wie das Gemälde eines misslungenen Sternenhimmels, mit dem dunklen Holz als Rahmen.
Ein Aufflackern von ungebändigtem, unkontrollierbaren Lebenswillen schallt her von der kleinen Kabarettbühne, vor der die drei leeren Sitzreihen, geliehen aus einem Theater, ihrer Funktion entbunden sind. Wie Funken in der Nacht vergeht auch dieses Aufbegehren, geht unter, taucht ein in den abwechselnd schwarz und weiß gelegten Fußboden.
Dreht sich im Kreis und erschlägt sich selbst.
Die durchgebrannten Glühbirnen der Neon-Reklame am Eingang haben schon bessere Zeiten gesehen als die Augen der offensichtlich stilisierten Nachtfalter, die aus reiner Gewohnheit immer noch ihre Kreise um sie ziehen.
Eine verblasste Reklametafel wirbt für Schuhcreme.

Wie wir klingen ?
Genau so.

thee is coming to town.


mfg

pierre

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Monday, 21 September 2009

You Don't Know

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Du weißt noch nicht, dass du da sein wirst.
Aber du wirst da sein.

So sah das letztes Jahr aus

Plan A : Angewandte
Plan B : Bildende
Plan C : Cunstgeschichte
Plan D : Dheater Film und Medienwissenschaften

Wobei Folgendes passiert ist :

A wollte mich nicht.
B wollte mich auch nicht.
C hat mich nicht interessiert.
D hatte den Reiz des Unbekannten.
Eben den hat es innerhalb des ersten Monats verloren -
Für eine Menge andere auch.
Gibt sicher ein paar gute Sachen daran.
Hat allerdings für mich einfach zu viel Theorie.
Ist zum Wegschmeißen.

So sieht das dieses Jahr aus

Plan A : Angewandte
Plan B : Bildende
Plan C : Civildienst

A scheidet aus wegen C.
B scheidet aus wegen C.
C gewinnt.
Deshalb, weil die
Erzählungen und Instruktionen meines Vorgängers
Für ausgesprochen
Gute kommende 9 Monate sprechen.
Hin und wieder soll dein größtes Problem sein
Irgendetwas zu finden, das du tun kannst.
Ja, damit die Langeweile dich nicht umbringt.
Könnte mich zwar unterfordern, doch
Leben lässt es sich so leichter, die Zeit dort wird gedanklich genützt.
Mfg

T

Wednesday, 16 September 2009

Motte und Licht

Das war mal wieder eine Überschrift mit mehr als einem Wort.
Zweifach plus eins.

Der Künstler sagt Nietzsche wählt seine Stoffe aus: das ist seine Art zu loben.

Aus: Eine illegitime Kunst.suhrkamp verlag : frankfurt am main 1983.

Heute spreche ich mit Bildern.
Drücke mich aus.
Anbei eine Polaroid - Photographie, die ich kürzlich geschenkt bekommen habe.

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Meine politische Haltung. Nicht unbedingt ins rechte Licht gerückt, weil viel zu hohe Lichtempfindlichkeit; trotzdem schafft es dieser Aufkleber mit links zu überzeugen.

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In Gedanken, im Kopf geht es nicht um Realisierbarkeit.
Deshalb hoffen wir.
In der Kunst auch nicht.

mfg

verlorene gedanken vs profiltiefe

Tuesday, 15 September 2009

Elektronik

Zu gut.

Läuft eigentlich alles.
Wenn du Anrufe á la Möchtest du Samstag in der Szene photographieren? Bekommst nen Photopass. oder Anfragen erhältst á la Möchtet ihr mal im B spielen? Wäre kein Problem.
Da lässt sich das vielleicht doch alles irgendwie vereinen, unter einen Hut bringen.
Wofür du üblicherweise drei Hüte bräuchtest.
Sombreros.

Doch.
Was wäre eines meiner Rundschreiben ohne gewohntem Zynismus, einer Prise Schwarzseherei oder dem gewissen etwas ?
Nicht ich und nicht mein Leben.

Denn, was bringt dir das alles, wenn dir genau das fehlt, worum sich die ganze Welt schlussendlich dreht ?

when i love you baby
i mean it more
than just the whole world


Minimalistisch gesagt.

mfg

Ideenspender und Korrekturleser

Saturday, 12 September 2009

In Gedanken


Nur nicht

Das Leben
wäre
vielleicht einfacher
wenn ich dich
gar nicht getroffen hätte

Weniger Trauer
jedes Mal
wenn wir uns trennen müssen
weniger Angst
vor der nächsten
und der übernächsten Trennung

Und auch nicht soviel
von dieser machtlosen Sehnsucht
wenn du nicht da bist
die nur das Unmögliche will
und das sofort
im nächsten Augenblick
und die dann
weil es nicht sein kann
betroffen ist
und schwer atmet

Das Leben
wäre vielleicht
einfacher
wenn ich dich
nicht getroffen hätte
Es wäre nur nicht
mein Leben

- Aus : Erich Fried : Als ich mich nach dir verzehrte. Wagenbach : Berlin 1990

Friday, 11 September 2009

Oscar

[Schluchzt]

I wanna thank the Academy.

[Wischt sich Tränen aus dem Gesicht]


I wanna thank my parents for believing in me and supporting me in every way they could, and also, for always doubting me, when I wasnt sure about things either, but pretended that I was.
I dont wanna thank god, since he does not exist.
I dont wanna write the g in god with a capital letter.
I want to thank our growing numbers of announcing ladies of the past and all those to come for telling the world that we're there.
I want to thank our loyal and lovely crew, simply for existing.
I want to thank those people, who solve the problems I create beforehand.
I want to thank those people, who help me out, when I am going nuts.
I want to thank those people, who are orbiting around me, even, when I'm ice.

[Schluchzt]


I want to thank my beloved readers, actually interested in what I've got to say, even tho I dont know what I've got to say, I'll say it anyway.
I want to thank anyone and everybody in the whole world, except for those who harbour homophobia, racism and sexism in their thoughts. That pretty much covers up the worst, but I am sure there are some things missing and people who dont deserve my acknowledgement and should therefore be excluded.

[Schaut böse]


I want to thank the boys in the band for having me.
I love the truck they gave us, forget about money, fame and everything.
Give me that truck, or a light blue volvo with a "worst president ever sticker".
I want to give my dearest, most honest and most loving regards to Amanda Palmer.

[Bricht neuerlich in Tränen aus und muss beim Gehen gestützt werden]

Fondly yours,

mfg

t
und die oscar - rede

Thursday, 10 September 2009

Name

Mit einem verblassten Edwin auf der Hand und einem abgewaschenen Bären mit Untertitel, Prädikat : >Sehr Brav ! auf derselben geht's heute weiter ins Fluc zum Nino.
Eintritt frei, Problembär.




So hin.



Der Niels hat gestern gemeint : Das einzige, was ich in meinem Leben im Griff habe ist das Tuning meiner Gitarre.
Kürzlich habe er, verkühlt, ans Bett gefesselt, eine Soap Opera gesehen in der eine Frau gemeint hat : Das einzige, was ich in meinem Leben im Griff habe ist mein Gewicht.
Und dann ging sie sofort aufs Klo kotzen.



Gestern, also heute morgen eigentlich, hat mir mein Taxifahrer verraten, dass er nur ein mal im Monat Gras raucht.
Und Alkohol eigentlich überhaupt nicht mag.
Schmeckt auch nicht, aber die Wirkung ist so toll, deshalb macht er das.
Obwohl er beim Rauchen immer nur die Hälfte schafft, dann fühlt er sich gar nicht mehr so gut.
Und Menschen transportiert man nicht, die befördert man.
Einer von den Guten.



Wien ist meine Stadt.
Die Welt ist mein Land.


- Gefunden auf einer Bank in der U6 Station Währinger Straße Volksoper

Wie wahr, wie wahr.



Es gibt wieder so ein Voting.

On

September 9th 09

the voting for

VSDS (Volume Sucht Den Superstar)

starts and it ends on

October 7th 09

Gather all your people and ask them to vote for us at the following link:

http://www.volume.at/vsds/m22/1/?no_cache=1

Every registered user is able to place their vote once a day.

Hopefully we can count on everyone here on myspace to get under 5 best newcomer-bands!

Flatterly yours,

thee

Wednesday, 9 September 2009

Coffee and Cigarettes


Monday, 7 September 2009

Free

Gerade bin ich dabei die letzten Stricke zu zerreißen, die für mich unfinished business darstellen.

Mit der heutigen bestandenen Ich bin jetzt berechtigt ein Auto zu lenken, obwohl es mir auf Grund meiner geistigen Verfassung lebenslänglich verboten werden sollte. Bindestrich Prüfung ist einer dieser Schritte getan.

Zurück zu
Unfinished Business

Sogar, wenn man Worte auf Papier niederschreibt sind diese ans Papier gebunden, und ich somit an die Worte.
Die nicht unabänderlich, aber festgeschrieben sind und somit auch in Stein gehauen sein könnten.
Sogar dieses scheinbar unscheinbare Detail postuliert die These, dass etwa auch dadurch eine Art Einschränkung der gedanklichen Beweglichkeit, ja, Freiheit zustande kommt.
Beschäftigt mich nur deswegen, weil ich die Ungebundenheit und Verpflichtungslosigkeit zu einer Kunstform erhoben habe.
Es gleichzeitig aber irgendwie schaffe meines Wissens als halbwegs verlässlicher Mensch zu gelten und ich mir gerne zu viel Ding auf den Schultern lasten lasse, dass es dann - Wortwiederholung - gilt, wieder abzuarbeiten.



--- Diesmal wirklich ins Museumsquartier, dem Wetter trotzend.

mfg

drink you pretty

Sunday, 6 September 2009

Fehler

Schrattendorf.
Tut mir leid.
Schrattenbach.

Ein Hoch auf die Provinz !

In dem Moment, wo unser Sänger sich im Ortsnamen irrte, der Gitarrist nur
noch ausgelassen am Boden rumrollte und mit seinem Instrument versuchte
Löcher in den Bühnenboden zu schlagen, wobei er sich auch noch eine fette Beule und eine leichte Gehirnerschütterung am Kopf zuzog, als ebendieser mit dem Bass kollidierte, gleichzeitig auch noch mein Lieblingsbassist sein Bier über die ganze Bühne verschüttete, nein, versprühte - da war's vorbei mit mir.
Geil war's.

Angefangen bei der Anreise, durch Wald und Wiese, schließlich vorbei am kackefarbenen Schlossteich, im rostzerfressenen Tourbus, die war schon abenteuerlich genug.
Dann kam dieser rustikale Stadl - wenn jemals irgendein Gebäude diesen Namen verdient hat, dann dieses; bis dahin hatte ich nur eine vage Vorstellung, wie so etwas nun
aussehen sollte - unter dem die totale Zerstörung ihre Vollendung
finden sollte.

Ehrlich gemeinte und tief empfundene Bewunderung gehen an dieser Stelle an unsere erste Ansage Lady. Eine gelungene Premiere.
Geblendet, und behindert durch eingeschränktes Denkvermögen, ist allerdings Ästhetik, Sinn und Zweck ihres glänzenden Auftretens wiederum einem Großteil der Anwesenden entgangen.

Geliefert haben wir ihnen eine außergewöhnliche Freak - Show á la thee.
Gehört habe ich selbst sehr wenig davon, am Klavier habe ich sowieso praktisch taub gespielt, der vordere Teil der Bühne ist dafür blind aufgetreten.
Synthesizer habe ich zwar gehört, Einsätze trotzdem relativ willkürlich begonnen,
weil für mich der Rest des Ensembles unerhört leise klang.

Die Reaktionen des Publikums waren erstaunlicher, sowie verdächtigerweise durchwegs positiv.
Sogar dieser eine von der Freiwilligen Feuerwehr - beschwören kann ichs nicht, aber ich bin mir sicher, dass er diesen Beruf ausübt und nebenbei arbeitslos bzw Alkoholiker ist, meinte, dass wir
uns wahrscheinlich hier unverstanden fühlen, aber, wenn es gemeint ist, so Richtung Cure und Doors, dann habe es ihm sehr gut gefallen.

Impressionen - die trotz allem sehr gut wurden und einen etwas anderen Eindruck geben - dieses unvergesslichen Auftritts, der am besten bald aus unser aller Gedächtnisse verdrängt sein wird, folgen. Besten Dank an unsere Photographin.
Hier mein Eindruck -








Seinen passenden Abschluss hat der Abend damit gefunden, dass wir ein Allgemeines Fahrverbotsschild überfahren haben.
Obwohl es deutlich mit schwarzen Filzstiftstrichen und Pfeilen bemalt war und behelfsmäßig in der Wiese - dem Parkplatz - stand.
Und deshalb von der Polizei verfolgt, aufgehalten, auf Alkoholkonsum getestet und gestraft wurden.
Fuck you.
Jenes Auto, welches dem Staatsorgan direkt vor uns entgegengekommen ist, wurde leider übersehen - höchstwahrscheinlich ein Stammtischkollege.
Noch einmal eine Medaille für stark eingeschränkte Denkfähigkeit, kleinen Horizont, ungelöste Frustrationen gepaart mit Langeweile und der schlichten provinziellen Ereignislosigkeit.

Punkt.
Ich hasse das Land.
Inbrünstig.

mfg

einseitig

Friday, 4 September 2009

Fersengeld

Hier, mein Herz, bittesehr.

Tibet.
Es war als hätte man mein Wohnzimmer umgestellt, neu dekoriert, nach dem Urlaub.
Mein Tibet - namentlich eigentlich Songtsen Gampo - das ich seit mittlerweile 12 Jahren kenne und liebe.

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Photographie vor dem Umbau.

Ein Restaurant an dem ich hänge, festhänge, wo ich tief und fest verankert bin.
Wo ich meinen dritten Sommer in Folge verbracht habe.
Wo ich Lästern zu meiner Hauptbeschäftigung erhoben habe.
Wo du Geld verdienen und gleichzeitig einen kleinen Teil dazu beitragen kannst, die Welt zu retten.
Wo mir Fersengeld bezahlt wird. Bildbruch.
Wo dir per e-mail neben Angeboten an Viagra und anderen schönen Dingen auch sinnvolle Informationen, schockierende, schreckliche Geschichten über und aus Tibet geschickt werden.
Wo du täglich die unsagbar hässlichen Plakate der volksoper nebenan bewundern darfst.

Dort behältst deine Gedanken so lange für dich, bis du an Tisch 9 vorbeikommst.
Wo du dann wohlwollende Zustimmung bekommst.

So etwas gibt es selten.

Letzte Woche wurden wir sogar im Falter erwähnt. Mit Bild und, sage und schreibe, einem Satz.

Anlass dieses Schreibens ist das diesjährige Ende meiner beruflichen Verpflichtung in besagtem Gastronomiebetrieb, das immer mit Wehmut verbunden ist, weil du gerade dann erst so richtig drin bist, wie man so schön sagt.
Du hast deine unwahrscheinlich lieben Gäste mit denen du gut auskommst, du weißt fast alle verdammten Speisen auswendig, sogar ein paar Preise.
Du hast Routine. Jeden Tag dasselbe.
Du bringst morgens dem Koch seinen Kaffee, er antwortet Oh, supper.
Auf eine Weise entspannend.
Du hast dort Sicherheit, eine Aufgabe, wie unbedeutend sie auch sein mag.
Und dann wirst du wieder ins echte Leben entlassen, weil du weißt, dass du nicht ewig Kellner bleiben möchtest.
Oder.

Aus dem Kapitel : Linguistische Feinheiten

Tibetisch, nicht tibetanisch.

Englisch ist Tibetan, ja, aber tibetanisch ist nicht deutsch.

Wir haben übrigens Fische - Vollmond.
Weird fishes.
Gefühlstiefe, Emotionalität.
Viel zu sentimental die ganze Kacke.

mfg

reckoner.
videotape.
all i need.

Thursday, 3 September 2009

Leere

In Wien kann man alle Farben tragen;
vorausgesetzt : sie lassen sich aus schwarz und weiß mischen.

Heute bin ich in erster Linie Photograph.
Und nur ein kleines bisschen Rockstar.

Habe mir ein 85mm Objektiv zugelegt.
1 : 2.0 85
Habe dabei festgestellt, dass mein, zwar auch eher beschränktes Fachwissen, in diesem Gebiet meine Kenntnisse im Bereich der Tontechnik bei weitem übersteigt.
Indiz 1 : Ich konnte mich mit dem Verkäufer der photoboerse - lerchenfelderstraße, sehr zu empfehlen - mehrere Minuten lang über Objektive unterhalten ohne irgendwelche Wörter zu hören mit denen ich nichts anfangen konnte und bin durch meine doch eher ungewöhnliche Art zu photographieren - mit fester Brennweite, alles manuell - positiv aufgefallen und habe Interesse geweckt.
Gegenprobe : In der Klangfarbe hörte sich meine Anfrage in etwa so an :
Ich suche ein Kabel, das nicht Midi und nicht Klinke ist, vielleicht XLR, das weiß ich nicht. Das ganz gerne an den Enden rot und weiß ist, und das ich deswegen brauche, weil der Tontechniker mich letztens angemotzt hat, dass er mit dem anderen Kabel nichts anfangen kann und es außerdem auch noch zu kurz ist.
Ja und für ein Yamaha E - Piano brauche ich das bitte.
Fuck wires.
Verwunderlich ist : Ich habe - vermutlich - auch in zweitem Fall das Richtige bekommen.
Kellner bin ich heute auch gewesen. Das vorletzte Mal. Mit wahrscheinlich mehr Gästen als wir den ganzen Sommer hatten und bin nur durch meinen ausgesprochen fähigen Kurz-Zeit-Kollegen nicht ins Schleudern geraten.
Tibet und Tirol. E fast das Gleiche. Fängt beides mit T an und die Berge erst [...]

Im MQ wurde einfach schon zu oft photographiert, dort ist die photographische Energie auf eine Art ... aufgebraucht. Da muss man anders rangehen.
Deshalb checke ich noch ein paar Bierchen und begebe mich dann runter.
Oder es fängt an zu gewittern und wir reden übers Wetter.
Leere Gespräche.

You came on your own
That's how you'll leave


mfg

motte.

und.
Gerda Rogers.