Es ist wohl und vor allem übel dem Lauf der Dinge verschuldet, dass nicht ein Hoch nach dem anderen durchlebt werden kann. Aber Tiefen und Untote und Untiefen, das kann es ja auch nicht sein, wenn man, wie man es macht, es falsch macht.
Ich bin oft auch nicht sicher, was in der Kommunikation falsch läuft und, ob es mehr an mir liegt (Punkt)
Schon auf dem Weg hatte ich angefangen diesen Text zu schreiben. Im Kopf und im Köpfen
Ich behandle ihn wohl als Text, weil er aus Buchstaben besteht und ich Sprache auch als Gebäude denke, die aus Worten bestehen (wie aus vielen anderen Dingen)
können.
Es ist ein Problem Dinge mitzudenken und es ist ein Problem Dinge nicht mitzudenken;
es sind mindestens zwei unterschiedliche Probleme.
Bei mir ums Eck (wortwörtlich) gibt es eine Gasse mit Kopfsteinpflaster. Ich habe schon einmal über sie geschrieben und wie gerne ich mich dort hinstrecken würde
auf den Boden. Kürzlich wurde mir wieder bestätigt, dass sie aussieht wie ein ein Filmset (das tut das Café Urania auch, mit dem Hund und dem Wurlitzer und dem Spritzer, der in meiner Erinnerung 1,80€ kostet; und im Schikaneder alleine tanzen mit den durch Reflektieren entstandenen Streulichtern von der Diskokugel, das ist auch eine Szene; einmal war ich dort alleine eingeschlossen, in dieser Bar, die auch ein Kino ist, es war ein seltsamer Moment, es war ein Nachmittag im Herbst, glaube ich, draußen hatte es Sonne, drinnen kein Licht, künstliches, und ich wartete auf jemanden, während die andere Person gegangen war).
Oh how you walked through the dark and love destroyed you
An manchen Stellen ist es voll O.K. sich im Plauderton über nichts zu unterhalten, an anderen Stellen empfinde ich es als extrem störend. Weil ich behaupte, dass da einmal mehr war.
An anderen Stelle empfinde ich es als unheimlich angenehm sich über superwichtige Dinge im Plauderton zu unterhalten;
aber auch sich den Raum zu reservieren und die Zeit zu nehmen aus der Uhr für solche; und sich gegenseitig auf Listen zu setzen, damit die Rechte gleicher sind. Nicht nur darauf zu warten an der Reihe zu sein mit dem Reden.
Oder die Uhr, gemeinsam mit dem Ticken, in die Küche zu legen, weil sonst jemand nicht einschlafen kann.
Die Töne befördern ganz viel Bedeutung, die Stimmung ist mindestens genauso Trägermaterial wie die Stimme. Wörter formen, Zunge, Resonanzkörper.
Ich bin denen gefolgt mit der Gitarre auf dem Rücken, das war mir öfters schon gut geraten, über die Zoller, die Siebenstern, den Stuck.
Das Glück.
Das Glück Menschen zu kennen, die ähnliche Vorstellungen haben und konträre Vorstellungen.
Die gerne zu haben und Angst davor zu haben die zu verlieren. Was verlieren überhaupt heißt und los lassen; und an Dingen festzuhalten und sie gehen zu ---
Und sich dann nicht anders zu helfen zu wissen als Rumkokosschokoröllchen zu essen aus einer Papiertüte und unter einer Markise zu stehen und dem Verkehr beim Fließen zuzusehen. Neben einem Blumentopf aus dem irgendeine immergrüne Pflanze wächst. Aus Plastik, vermutlich, also Erdöl. So wie die ÖMV in Rumänien wieder irgendeine upcoming art scene fördert.
Und dann in einen Film gehen; Blutsverwandschaften pflegen.
Material aus Bildern, das mir unter anderem einen Ort zeigt, der mir spukhaft, unheimlich vertraut ist und gleichzeitig so weit weg; es werden die Erinnerungen jeden Tag unklarer, die Namen, die--- alles, was da war, das verschwimmt, ich lasse es auch gehen, in die Wellen, die Tiefen.
Es setzt sich dieser Absatz weiter unten fort, aber es gibt so viele Zwischenrufe
und Mischformen.
Glühwürmchen.
Kurz, im Blicke austauschen habe ich überlegt, was es bedeutet, jemand anderem eine Geschichte zu erzählen, die gerade mit jemand anderem passiert ist. Die Bedeutung von Vertraulichkeit und, ob es hilft, oder verkompliziert, oder hilft und verkompliziert.
Vertrauen und Vertraute.
Und was ich ernst nehme und, worüber wer lachen darf; und in welcher Blase. Ob die Seifenblase im Dachgeschoss mir wohler bekommt als die geplatzte Seifenblase; oder eine, die am Schaufensterglas klebt und gar nicht mehr rund ist.
Um auch weiterhin Platz zu haben dafür, also Kontemplation und Sachverhalte drei Mal im Kreis zu drehen, mir auf der Zunge zergehen zu lassen, mir das Wort im Munde umzudrehen, ja, dafür (!) habe ich in der Zwischenzeit ein Gespräch darüber geführt, wie ich mir mein Leben erhalten soll; nicht alleine. Am Ende bekam ich daraus, was ich wollte; oder erst recht und erst link nicht, weil ich ein Gefühl daraus bekommen habe, das ziemlich unangenehm war und ist.
So wie auf den Stufen von der Institution stehen für die ich mich entschieden habe, weil sie am Ende das kleinere Übel war (in dem Moment), die ich aber nicht repräsentieren möchte, nicht einmal ein bisschen, nicht mal ein wenig, nicht einmal fast. Im Moment möchte ich mich sogar in deren Inneren kaum mehr über sie streiten; so gering schätze ich das Potential ein, irgend etwas zu verändern an den bestehenden Strukturen. Die Strukturen, die sich wellen auf dem Schaum, der das Meer bedeutet.
Es riecht nach Schnee.
Manche Wörter die sind so gut, wieso sollten die nicht auch in meiner Sprache sein.
Manche Dinge sind so gut, die sollten auch in meiner Sprache sein. (Sprache als solche.)
Gefrorenes Wasser.
Nach einem Jahr in Porto sind Ruinen mit Sicherheit nicht mehr dasselbe wie davor.
As I always said "Those people, who live inside of the ruins certainly don't appreciate them as much as those, who take pictures of them; or, for that matter, as much as those, who install central heating and then (still) admire the flaking wall colour--- do."
Mein Vater hat einmal zu mir gesagt, es war vor etwa einem Jahr und vielleicht ein paar Monaten, ich war dabei zu überlegen, welche Gegenstände ich mit mir nehmen sollte (ein Koffer hat begrenzte Kapazität und eine Fluglinie strikte Vorgaben; Preis, Leistung).
Ein Klavier hat etwas Therapierendes. Ein Synthesizer, das ist mehr etwas zum Spielen
oder so ähnlich. Es ist kein Zitat und nicht Cambridge und nicht Oxford, also beides Fleisch und Fisch. Und ich verweigere mich nicht den Regeln und nicht den Fußnoten und nicht der Kopfstimme, nicht den second thoughts. Ich teile aber trotzdem nicht gerne, ich gebe gerne ab und gerne auf.
Das Klavier hat im Nebenzimmer gewartet, das Instrument, auf das ich Anspruch erhebe. Oder, in verschobenen Koordinaten, West, Süd, Europa, im Haus gegenüber im Yamaha Geschäft; nicht einmal getraut hatte ich mich dort hinein zugehen. Einmal war die Auslage eingeschlagen worden, nicht einmal da hatte ich mich getraut dort einzusteigen.
Der Synthesizer, für seinen Teil, ist in einer Kiste verstaubt.
Einige der eindrucksvollsten Momente hatte ich aber, als ich meine Finger wieder an den Tasten hatte, Lieder gespielt habe.
Eindrücke für mich, heißt das.
Und heute, hier die Fortsetzung, als ich die zu terrassenförmigen Landschaftskörpern gemachten Hügel im Tal, wo der goldene Fluss zum Hafen fließt, wieder gesehen habe. Da war das Wasser in meinen Augen und die Person neben mir hat gefragt, ob ich Heimweh hätte.
Ich habe gesagt, Ja, doch. Ums Herz wurde mir eng.
Nach einem zu Hause, das es dort nicht gibt und da auch nicht.
Es sind Weinberge und Berge von Weinen.
Es geht da nicht um 'So sollte ich mich fühlen, wenn und weil' ---
Mein Leben, das genauso bedeutungslos ist wie deines.
Und dein Leben, das genauso bedeutungsvoll ist wie meines.
Jetzt am Ende, im Tippen, waren ein Schellenkranz und eine Harmonika auf der Straße.
Ich konnte sie deutlich hören. Als ich schließlich los gerissen war vom leuchtenden Rechteck und zum Fenster geeilt, waren sie verschwunden aus meinem Blickfeld.
Sie waren auch nie da, schließlich hatte ich sie nie gesehen, waren sie meinen Augen tatsächlich nicht passiert.