Es gibt diese Tage, wo ich eigentlich ganz zufrieden bin mit der Welt und mit mir. Das funktioniert, weil ich dann wenig über die Welt nachdenke oder über mich. Das ist eine Form von Zufriedenheit, die an den Abgründen knapp vorbei schrammt. Weil die Dinge in meinem Körper, die den Haushalt schmeißen, den Abwasch mit den Hormonen irgendwie gut gemacht haben.
Ich glaube, dass Leben so eine Entscheidung ist zwischen spontan und unverbindlich auf der Welle sein und Vertrautheit und Sicherheit auf der anderen Welle. Im Unterschied zu Ebbe und Flut stoßen diese zwei Pole ohne sanften Übergang manchmal hart aneinander. Sie surfen meistens blöd herum wie ziemlich fest und schnell gefrorene Eisberge; erst von einem Wikipedia Artikel zum anderen und dann im tiefen Fall auf der Suche nach Bewegtbildern in die Gletscherspalten von Persönlichkeitstests und plötzlicher Werbung von willigen wie auch fiktiven Personen in deiner Umgebung, die jetzt sofort in diesem Augenblick Sex haben wollen. Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass auf den Spitzen der Eisberge Fähnchen im Wind aufgestellt wurden, die ihrerseits eine comicartige und symbolhafte Abbildung von kleinen schneebedeckten Bergen zeigen. Irgendwie winken sie dir zu.
Wie es so plötzlich warm geworden ist, war ich ganz unschlüssig, ob ich dafür schon bereit wäre. Ich habe schon viele Male offenkundig mein Unbehagen über die Ehe geäußert als Institution als solche. Aber manches Mal will ich Menschen schon einfach heiraten und den Rest meines Lebens mit ihnen verbringen
für circa zwei Wochen.
Im Sommer sind die Steine nachts noch so aufgeheizt, dass sie weiter nach außen strahlen. Sie kühlen dann eigentlich nie ab. Ich erinnere mich gut, auch, wenn das gerade noch schwer vorstellbar ist. Meine Straße bäckt so alles, was sich darin bewegt und was sich darin nicht bewegt, weil Wien ist einfach voller Häuser, die aus Steinen sind. Manche sind auch gar nicht verputzt oder gestrichen, die bedecken nicht ihre Blöße. Im Hof treibt übrigens die kleine Feige ihre ersten Triebe. Es ist komisch, dass es mir gut geht, das war schon lange nicht so.
Ich spreche viel darüber wieder wegzufahren
für circa zwei Wochen. Das erste Mal Verschwinden hoffe ich zu empfinden wie einen Befreiungsschlag ins Gesicht. Oder kaltes, klares Wasser aus dem Kübel
Es ist wahrscheinlich einer der kitschigsten Orte der Welt, der Brunnen in der Ecke vom Volksgarten, wo das Sisi Denkmal in Stein
gehauen wurde. Dort denke ich daran wie unwahrscheinlich attraktiv ich es finde, wenn du zuerst behutsam die Epidermis eines großflächigen Laubblattes berührst und nach kurzer, eingehender Betrachtung die Pflanze mit ihrem Namen ansprichst.
Ich möchte heute ausgehen, aber ich habe keinen Fetzen anzuziehen.
Ich glaube, dass Leben so eine Entscheidung ist zwischen spontan und unverbindlich auf der Welle sein und Vertrautheit und Sicherheit auf der anderen Welle. Im Unterschied zu Ebbe und Flut stoßen diese zwei Pole ohne sanften Übergang manchmal hart aneinander. Sie surfen meistens blöd herum wie ziemlich fest und schnell gefrorene Eisberge; erst von einem Wikipedia Artikel zum anderen und dann im tiefen Fall auf der Suche nach Bewegtbildern in die Gletscherspalten von Persönlichkeitstests und plötzlicher Werbung von willigen wie auch fiktiven Personen in deiner Umgebung, die jetzt sofort in diesem Augenblick Sex haben wollen. Tatsächlich habe ich das Gefühl, dass auf den Spitzen der Eisberge Fähnchen im Wind aufgestellt wurden, die ihrerseits eine comicartige und symbolhafte Abbildung von kleinen schneebedeckten Bergen zeigen. Irgendwie winken sie dir zu.
Wie es so plötzlich warm geworden ist, war ich ganz unschlüssig, ob ich dafür schon bereit wäre. Ich habe schon viele Male offenkundig mein Unbehagen über die Ehe geäußert als Institution als solche. Aber manches Mal will ich Menschen schon einfach heiraten und den Rest meines Lebens mit ihnen verbringen
für circa zwei Wochen.
Im Sommer sind die Steine nachts noch so aufgeheizt, dass sie weiter nach außen strahlen. Sie kühlen dann eigentlich nie ab. Ich erinnere mich gut, auch, wenn das gerade noch schwer vorstellbar ist. Meine Straße bäckt so alles, was sich darin bewegt und was sich darin nicht bewegt, weil Wien ist einfach voller Häuser, die aus Steinen sind. Manche sind auch gar nicht verputzt oder gestrichen, die bedecken nicht ihre Blöße. Im Hof treibt übrigens die kleine Feige ihre ersten Triebe. Es ist komisch, dass es mir gut geht, das war schon lange nicht so.
Ich spreche viel darüber wieder wegzufahren
für circa zwei Wochen. Das erste Mal Verschwinden hoffe ich zu empfinden wie einen Befreiungsschlag ins Gesicht. Oder kaltes, klares Wasser aus dem Kübel
Es ist wahrscheinlich einer der kitschigsten Orte der Welt, der Brunnen in der Ecke vom Volksgarten, wo das Sisi Denkmal in Stein
gehauen wurde. Dort denke ich daran wie unwahrscheinlich attraktiv ich es finde, wenn du zuerst behutsam die Epidermis eines großflächigen Laubblattes berührst und nach kurzer, eingehender Betrachtung die Pflanze mit ihrem Namen ansprichst.
Ich möchte heute ausgehen, aber ich habe keinen Fetzen anzuziehen.