Thursday, 30 June 2011

Die Türen

Und die ältere Dame sucht immer noch die Tür
die es nicht gibt
Da bin ich falsch!
sagt sie und läuft weiter zur nächsten
und nächsten
und sie steht vor der großen Ein
und Ausgangs
Haus
und Hoftüre
und klopft
und fühlt ein bisschen
nach
und sagt
Nein, da bin ich falsch!

mfg

adaptiert
das ist keine metapher
we are not scaremongering.

Arts and Photography



Nicht nur die Personenkonstellationen, auch die Sterne und die Zuckerkristallformationen im Kaffeesatz geben mir zu denken.
Das ist jedenfalls alles nur Beiwerk.
Gehaltloser
und noch weniger Zucker als Windgebäck.

Es geht nämlich wirklich und endlich darum Menschen zu verlieren, die tatsächlich versucht haben die vielen vielen Teile deiner Selbst irgendwie in Relation zu setzen.
Banal, wie trivial, dir selbst dabei halfen, dich zu verstehen.
Wo du stehst.
Warum du das alles machst.
Was du bist.

Ich falle in ein tiefes emotionales,
bodenloses Loch.

I wish you could remind me who I was
'Cause everyday I'm a little further off.

mfg

Die Situation ist unangenehm, aber auch eigenartig.

Monday, 27 June 2011

Was ich am allerwenigsten mag.

Das sind Graphiken wie diese:





Mit nichts anderem kann man meine Aufmerksamkeit schneller auf alles andere lenken als auf the matter at hand.
Ehrlich gesagt wird mir da ein bisschen übel.
Das passiert sehr selten, das ich etwas so widerlich finde.
Ob das an einer Vorbelastung durch meine schulische Ausbildung liegt, kann ich nicht genau sagen.
Das spielt da sicher mit rein.
Dass ich Wissenschaften seitdem ich 13 bin nicht mag und nicht daran glaube, könnte damit auch zu tun haben.
Manche Dinge, die sind einfach so, das muss man ja nicht dauernd hinterfragen.
Lasst doch die Frösche Frösche sein und die Sterne Sterne.
Mir ist die Frage gar nicht so wichtig, wie das Licht in die Kamera kommt.

Sunday, 26 June 2011

]f[ Aufruf zur Solidarisierung I Call for solidarity

SEE ENGLISH VERSION BELOW

[ Einwurf zur Fotoprofessur:
Ein Einspruch des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen der Akademie wurde erhoben und das Verfahren wird nun von einer Schiedskommission geprüft. Aufgrund des Verdachts der mittelbaren Diskriminierung der beiden, vom Rektor nicht nominierten Positionen, des von der Kommission erarbeiteten Dreiervorschlags.

Die IGfotoprof wartet gespannt auf das Ergebnis und behält sich weitere Protestmaßnahmen vor.
Die Möglichkeit, dass alles noch mal umgeworfen wird, besteht.]

In der letzten Vollversammlung haben wir beschlossen, möglichst viele Meinungen von Studierenden in einem gemeinsamen Text zu sammeln, der sich mit den gehäuft auftretenden Problemen an der Akademie auseinandersetzen soll.

Thematisiert wird die drohende Schließung der Klasse für Kunst und Film (Farocki), die bevorstehende Entfristung der Institutsvorständin des Instituts für Kunst und Architektur (Seraji), das Berufungsverfahren der Professur Kunst und Fotografie sowie der Objektbildhauerei, andere autoritäre Entscheidungen vom Rektorat, die der Meinung der Studierenden entgegenlaufen und immer wieder ausgesprochene Pläne, Klassen zu schließen.
Dieses Statement wird dem neuen und dem alten Rektorat übergeben.

Der Wechsel des Rektorats bietet uns jetzt die Möglichkeit, unsere Meinung kundzutun, Probleme zu benennen und Lösungsvorschläge zu kommunizieren. Da sich die designierte Rektorin Eva Blimlinger bereits jetzt mit den Abläufen im Haus vertraut macht, möchten auch wir auf sie zugehen. Mit konstruktiven Vorstellungen und konkreten Modellen versuchen wir, ihr unsere Anliegen für die Zukunft näher zu bringen. Hier bietet sich auch die Möglichkeit, fragwürdige Entwicklungen während der Amtsperioden Schmidt-Wulffens zu kommentieren.

Aus diesem Grund rufen wir euch auf, eure Frustration nicht weiter in euch hineinzufressen, sondern diese in Worte zu fassen und möglichst bald, bis Mittwoch 29.6. 24 Uhr an uns, die IGfotoprof, zu schicken. Das Sammelstatement soll unbedingt noch vor den Sommerferien abgeschickt werden.

Die IGfotoprof protestierte mit einer groß angelegten Plakat-, Flyer- und Info-Aktion in den letzten Wochen gegen den Entschluss des Rektors, der sich im Berufungsverfahren zur Professur der Klasse Kunst und Fotografie gegen die Argumente und Anliegen der Studierenden
entschieden hat. Wir wurden während dieser Proteste wiederholt mit Zensur und Respektlosigkeit konfrontiert. Bis zur Bekanntgabe der Ernennung Dr. Yair Martin Guttmanns wurde den Studierenden das Gespräch verweigert und Informationen zum Stand des Verfahrens
vorenthalten.

Das Übergehen der Interessen und Forderungen von Studierenden ist kein Einzelfall an der Akademie, was zahlreiche bestärkende Rückmeldungen und Solidarisierungserklärungen von Kommiliton_innen und Lehrenden verschiedener Institute zeigen. Lasst uns gemeinsam über Lösungen und mögliche Veränderung universitärer Strukturen nachdenken.

Wir setzen auf eure Unterstützung, denn wenn wir unsere Forderungen durchsetzen wollen und tatsächlich Veränderungen stattfinden sollen, muss der Protest von einer breiteren Basis ausgehen. Nur so können wir mehr Druck ausüben und dem Rektorat als starke Position begegnen. Unsere Argumente und Vorschläge müssen ernst genommen werden und dürfen nicht als singuläre Meinungen einiger Studierender abgetan werden.

RAISE YOUR VOICE
RE*CLAIM YOUR EDUCATION

Falls ihr Kontakte zur anderen Interessierten habt, leitet den Aufruf bitte auch an diese weiter.
Wer sich beim Verfassen des endgültigen Statements beteiligen möchte, oder bei Fragen bitten wir um Rückmeldung an igfotoprof@gmail.com

Liebe Grüße
IGfotoprof

igfotoprof@gmail.com
igfotoprof.tumblr.com

In yesterday’s plenary meeting we decided to collect opinions of as
many students as possible in a collective text, which will deal with
accumulated problems at the academy.

We will tackle the imminent closing of the art and film class
(Farocki), the forthcoming permanency of employment of the chairwoman
of the art and architecture institute (Seraji), the process of finding
new professors for the arts and photography class as well as of one
sculpture class (Althamer), other authoritarian decisions made by the
rectorate, which go against the students’ opinion and repeatedly
mentioned plans to shut down classes.
This statement will be given to the new and the old rectorate.

The change of rectorate provides us with the opportunity to state our
opinion, to name problems and to communicate proposals for solution.
The designated rector Eva Blimlinger already gets familiar with
internal affairs, we also want to take a step in her direction. We try
to introduce constructive ideas and concrete outlines for the future
to her. We are provided with the possibility to comment on
questionable developments during the period of office of
Schmidt-Wulffen.

For this reason we call on you not to swallow your frustration, but to
put it into words as soon as possible and send it to IGfotoprof
(igfotoprof@gmail.com) until Wednesday 29th of June 12pm. The
collective statement must be sent before summer holidays.

During the last weeks the IGfotoprof protested against the rector’s
decision with a large scale campaign putting up posters and flyers as
well as sending e-mails. In the process of finding a new professor for
the art and photography class the rector has made his decision against
the students’ arguments and requests. We were repeatedly confronted
with censorship and ignorance during our protests. Until the final
decision to nominate Dr. Yair Martin Guttmann we were denied talks and
we were given no information regarding the state of the proceedings.

The fact that interests and concerns of students are being overlooked
is not a single case at the academy, which is proven by much
confirming feedback and many declarations of solidarity made by
colleagues and teaching staff of several institutes. Let us think
about solutions and possible changes of institutional structures.

We depend on your support, because, if we really want to get our
demands through and inspire actual change, the protest must come from
a broader base. Only then we can apply more pressure and face the
rectorate as a strong position. Our arguments and proposals must be
taken seriously and may not be considered singular opinions.

RAISE YOUR VOICE
RE*CLAIM YOUR EDUCATION

If you are in contact with other people possibly intereted, please
forward this call.
If you want to take part in formulating the final statement, or if you
have questions or feedback of any kind, please write to
igfotoprof@gmail.com

Kind regards and thanks for listening
IGfotoprof

igfotoprof@gmail.com
igfotoprof.tumblr.com

Friday, 24 June 2011

All that you feel but it never shows.

Bekanntlich muss in Wien alles früher mal ein Bordell/rotlicht gewesen sein, um dann mal erfolgreich zu sein.
Um Gefühle gehts da nicht.

Zur Kunst und zur Wirtschaft

Das ist natürlich nicht mal halbwegs fertig gedachter Blödsinn:
Irgendwann habe ich behauptet, dass es im freien Raum der Kunst viel leichter und viel schwerer ist sich zu orientieren , weil es da keine Grenzen gibt; die Strukturen/Konzepte/Regelments der Wirtschaft viel leichter zu erlernen wären.
In beiden Fällen gibt es Menschen, die einfach machen ohne dem Anspruch, dass ihre Arbeiten jemals gesehen oder gezeigt werden.
Da gibt es in beiden Fällen Menschen, die ganz genau wissen, mit welchen Konzepten und Ideen sie unglaublich erfolgreich sein können.
Diese Welten sind sich eigentlich ur ähnlich, nur besteht der Unterschied darin, dass sie beide für nichts gut sind.

Coming up this week : Das Ende.



Wiener Stückerl : das EKH ist der Anfang vom Ende, das Jelinek so gut wie der Nussstrudel, die Mama vom Würstlstand Ecke Neubaugasse Hilfer die allerbeste.

Diese Woche haben wir gelernt : Eintritt zahlt man, oder nicht.

mfg

Sunday, 19 June 2011

Frauenlieder

you look like a photograph of yourself
taken from far far away

Ich habe ein Photo meiner Urgroßmutter appropriiert,
eines, das nicht sie zeigt,
eines, das sie gemacht hat.
Jenes welches ist super.
Extremer lila Stich und komplett schief.
I love your work. -----

Other than that, artistically.
Taking pictures away from their homes.
Ist ein working title und Sammelbegriff für Bilder, die ich und ganz selten noch jemand anders gemacht hat, als ich und wir auf Reisen waren.
Die Bilder wurden somit ab dem Zeitpunkt ihrer Entstehung und auf der Weiterreise immer weiter weg von ihrem Zuhause genommen.
Während die Bildermacher gleichzeitig weg von ihrem Zuhause waren.
Ich dreh mich im Kreis.

Und ich hab schon wieder Angst.
Und nicht.
Ich krame in meinen Archiven und bin konfrontiert mit einer Masse von Bildern, Installationen, allem Möglichen wo die Worte fehlen.
Ich befürchte, dass da noch viel mehr ist und war, von dem ich gar nichts mehr weiß.
Ich ertrinke.

mfg

so fuck you
and your untouchable face
and fuck you
for existing in the first place
and who am i
that i should be vying for your touch
and who am i
i bet you can't even tell me that much

Credits: Ani DiFranco

Saturday, 18 June 2011

Milde Sorte

In der Nacht als der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde, befand ich mich mit 7 Frauen in einem Bett.
Nicht zu vergessen zwei Katzen und einem Hund.
Das ist kein Geheimnis.

Wir haben fern gesehen, die Ergebnisse abgewartet und geraucht.
Das ist schon eine ganze Weile her.

Dieser Freitag Abend hingegen ohne Worte:
















Überlegungen zu Cocktail-Schirmchen


Alternativ Titel: Bitter Nötig (2)

Samstag.

Bitter nötig, das ist sie zweiffellos, keine Frage,
die Parade.
Budapest ist keine 250km von Wien entfernt.

Besonders spannend war's dieses Jahr nicht,
nass schon.
Erstmals unter 35 Grad.

Was bleibt: die letztjährige ewiggestrige Kontemplation in der Luft zu zerreißen:

Ich lese mich vom 3.7.2010 und denke Mann! und frau und person war ich da im Selbstmitleid versunken.
Im weltweitenwetz die Pulsadern aufgeschnitten und rausgekommen ist nichts als Buchstaben, die allen sagen wollen, wie schrecklich leer und unsagbar ich war und bin.
Furchtbar.
Und schon wieder bin ich dabei alte Laster zu schultern, und sie dann runterzuschubsen, das funktioniert wie das Gleichnis von den Zwergen auf den Schultern von Riesen, nur umgekehrt.
Teilweise echt kluges Zeug, das ich da getippt, natürlich vieles nur für mich lesbar /skizziert habe.
und nicht unbedingt selbsterklärend, da müsste ich damals bei der Lektüre schon daneben gestanden haben.
Von außen sehe ich mich viel zu selten selber.
Nicht, weil ich mich so schön finde, wenn ich in den Spiegel schaue, das ist nicht das richtige außen.

Ich zitiere mich selbst vom 3.7.2010

Einerseits gab es da einen Teil meines Beziehungskriterienkatalogs:

Ganz ohne Block und Vorbehalt von meiner Seite geht es nicht, ein Gespräch, eine Freundschaft, eine Beziehung. Wenn ich so weit bin und wirklich feststellen kann, dass ich auch zu zweit alleine bleiben kann, ein bisschen du, ein bisschen ich, so wie zwischenmenschliche Beziehungen eben funktionieren; wenn ich die Angst vor mir selbst, die da sicher auch eine Rolle spielt als natürlichen Teil der Persönlichkeit akzeptiert habe, ja dann.
Hier und heute find ich das gar nicht blöd.
Zu bedenken wäre; wenn die Reflexion so weit fortgeschritten sein soll, wie mein Selbstmehrwertgefühl gerne hätte, müsste mein Genie mal über seinen eigenen Schatten springen, ungut aufkommen, stolpern und sich ein paar Knochen brechen - wegen der High Heels.
Und wenn ich naiv als so fern von mir empfinde, warum zieht mich dieser Gegensatz so gerne an?
Minus plus Minus ist Minus.

Zweierseits eine Selbstanalyse mein Profil betreffend vom Kinn bis zum zurückweichenden Haaransatz:

Zum Profilieren möchte ich auch noch ein paar unbedachte Worte formulieren, nein niederschreiben, zum Niederknien (!)
Wenn ich mich positiv, erfolgreich profiliert habe - dann lasse ich nach, glaube ich aus Selbstbeobachtung (die leider nie akkurat, objektiv oder treffend sein kann, obwohl man doch so viel Zeit mit sich selbst verbringt) gelernt zu haben.
Deshalb müsste ich - um meine Motivation, meine Leistung, meinen natürlich vorhandenen Wunsch es allen recht zu machen, nicht mich anzubiedern, sondern Erwartungen zu erfüllen und der Welt unendliches Glück und Frieden zu bringen, zu bereiten - ständig hören, dass ich im Grunde nur Scheiße baue und alles der letzte Dreck ist, was ich so produziere, schreibe und oder in irgendeiner Form ins kritische Licht und vor die Augen der Öffentlichkeit stoße.
Fühl mich schwach und zeige Stärke.
Amen!
Ich bin religionslos.
Vermittlung, ich würde gerne Alfred Adler sprechen.
Hallo Alfred.
Das allerärgste ist es ganz einfach seine Ansprüche und Ideale an sich selbst und an andere so überhoch anzusetzen, wie sie nie und nimmer ganz und gar nicht vorne und hinten nicht erreicht werden können und deshalb
die Hemmschwelle den Grundstein zu legen
den Spatenstich ins mit Tagetes gefüllten Beet zu machen,
- e schon klar -
lieber nichts zu tun als zu scheitern,
oder?
Ja, danke, ich weiß, darüber habe ich schon mal ne Arbeit geschrieben.

Last and least:
Wie schnell das passiert, so institutionspolitisch relevant zu werden.
Und brotlose Arbeit, das kenn ich am besten.
Irgendwann fange ich dann an Selbstportraits zu machen und Frauenlieder (...) zu hören.

]mfg[