Saturday, 18 June 2011

Milde Sorte

In der Nacht als der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten gewählt wurde, befand ich mich mit 7 Frauen in einem Bett.
Nicht zu vergessen zwei Katzen und einem Hund.
Das ist kein Geheimnis.

Wir haben fern gesehen, die Ergebnisse abgewartet und geraucht.
Das ist schon eine ganze Weile her.

Dieser Freitag Abend hingegen ohne Worte:
















Überlegungen zu Cocktail-Schirmchen


Alternativ Titel: Bitter Nötig (2)

Samstag.

Bitter nötig, das ist sie zweiffellos, keine Frage,
die Parade.
Budapest ist keine 250km von Wien entfernt.

Besonders spannend war's dieses Jahr nicht,
nass schon.
Erstmals unter 35 Grad.

Was bleibt: die letztjährige ewiggestrige Kontemplation in der Luft zu zerreißen:

Ich lese mich vom 3.7.2010 und denke Mann! und frau und person war ich da im Selbstmitleid versunken.
Im weltweitenwetz die Pulsadern aufgeschnitten und rausgekommen ist nichts als Buchstaben, die allen sagen wollen, wie schrecklich leer und unsagbar ich war und bin.
Furchtbar.
Und schon wieder bin ich dabei alte Laster zu schultern, und sie dann runterzuschubsen, das funktioniert wie das Gleichnis von den Zwergen auf den Schultern von Riesen, nur umgekehrt.
Teilweise echt kluges Zeug, das ich da getippt, natürlich vieles nur für mich lesbar /skizziert habe.
und nicht unbedingt selbsterklärend, da müsste ich damals bei der Lektüre schon daneben gestanden haben.
Von außen sehe ich mich viel zu selten selber.
Nicht, weil ich mich so schön finde, wenn ich in den Spiegel schaue, das ist nicht das richtige außen.

Ich zitiere mich selbst vom 3.7.2010

Einerseits gab es da einen Teil meines Beziehungskriterienkatalogs:

Ganz ohne Block und Vorbehalt von meiner Seite geht es nicht, ein Gespräch, eine Freundschaft, eine Beziehung. Wenn ich so weit bin und wirklich feststellen kann, dass ich auch zu zweit alleine bleiben kann, ein bisschen du, ein bisschen ich, so wie zwischenmenschliche Beziehungen eben funktionieren; wenn ich die Angst vor mir selbst, die da sicher auch eine Rolle spielt als natürlichen Teil der Persönlichkeit akzeptiert habe, ja dann.
Hier und heute find ich das gar nicht blöd.
Zu bedenken wäre; wenn die Reflexion so weit fortgeschritten sein soll, wie mein Selbstmehrwertgefühl gerne hätte, müsste mein Genie mal über seinen eigenen Schatten springen, ungut aufkommen, stolpern und sich ein paar Knochen brechen - wegen der High Heels.
Und wenn ich naiv als so fern von mir empfinde, warum zieht mich dieser Gegensatz so gerne an?
Minus plus Minus ist Minus.

Zweierseits eine Selbstanalyse mein Profil betreffend vom Kinn bis zum zurückweichenden Haaransatz:

Zum Profilieren möchte ich auch noch ein paar unbedachte Worte formulieren, nein niederschreiben, zum Niederknien (!)
Wenn ich mich positiv, erfolgreich profiliert habe - dann lasse ich nach, glaube ich aus Selbstbeobachtung (die leider nie akkurat, objektiv oder treffend sein kann, obwohl man doch so viel Zeit mit sich selbst verbringt) gelernt zu haben.
Deshalb müsste ich - um meine Motivation, meine Leistung, meinen natürlich vorhandenen Wunsch es allen recht zu machen, nicht mich anzubiedern, sondern Erwartungen zu erfüllen und der Welt unendliches Glück und Frieden zu bringen, zu bereiten - ständig hören, dass ich im Grunde nur Scheiße baue und alles der letzte Dreck ist, was ich so produziere, schreibe und oder in irgendeiner Form ins kritische Licht und vor die Augen der Öffentlichkeit stoße.
Fühl mich schwach und zeige Stärke.
Amen!
Ich bin religionslos.
Vermittlung, ich würde gerne Alfred Adler sprechen.
Hallo Alfred.
Das allerärgste ist es ganz einfach seine Ansprüche und Ideale an sich selbst und an andere so überhoch anzusetzen, wie sie nie und nimmer ganz und gar nicht vorne und hinten nicht erreicht werden können und deshalb
die Hemmschwelle den Grundstein zu legen
den Spatenstich ins mit Tagetes gefüllten Beet zu machen,
- e schon klar -
lieber nichts zu tun als zu scheitern,
oder?
Ja, danke, ich weiß, darüber habe ich schon mal ne Arbeit geschrieben.

Last and least:
Wie schnell das passiert, so institutionspolitisch relevant zu werden.
Und brotlose Arbeit, das kenn ich am besten.
Irgendwann fange ich dann an Selbstportraits zu machen und Frauenlieder (...) zu hören.

]mfg[