Thursday, 2 June 2011

Träumen vom Meer, vom Meer ist zu wenig!

Meistens ist es aber so, dass ich komplett neben mir stehe
richtig und falsch nicht von oben und unten unterscheiden kann.
Nicht alles so klar sehe, wie ich gerne wollte -
Die regenbogenfarbenen Pflastersteine etwa,
die den Gehsteig einrahmen,
eher wahrnehme als graue Quader,
unregelmäßige
was mir die Wahrheit manchmal flüstert, dass sie das nämlich wären
und nicht mehr
und daran nicht glauben.
Und das nicht, das aus einem Leck entkommene Öl ist, in dem sich die Sonnenstrahlen spiegeln und brechen.
- nicht so ganz ohne Bedenken drauf los laufe.
Weiß, wo der Schritt zu begreifen, wo dieser Griff zu nutzen ist, wie erneutes Beschreiten von alten Wegen von Nutzen sein kann. Stop.
Nämlich als ob ich in meinem ewigen Kreisen
für einen Moment
ankommen würde und wirklich da wäre.
Ähnlich den Kometen, die nie wirklich einschlagen und sich angeblich gefährlich annähern, dem was gemeinhin einschlägigen Angaben nach Erde, Welt und Leben gefährlich ähnlich sieht.
Und da merke ich, was eigentlich alles möglich wäre.
Wo ich mich zu Recht selbst fördern, fordern müsste.
Und da braucht es kein Wissen und keine Gewissheit und kein Gewissen.

In meinem gesundheitlich angeschlagenen Zustand plagt mich das Fernweh besonders.
"Träumen vom Meer, vom Meer ist zu wenig!" Gut gesagt, Eva.
Es wird bald wieder Zeit wegzufahren, wegzulaufen.
Um den Bogen zu spannen, der mich vielleicht zurückschießt, vielleicht in die andere, falsche, entgegengesetzte Richtung.
Draußen sieht es sowieso schon aus wie Urlaub
und es riecht auch so.
Ich will Feste feiern, oder zumindest am Balkon Rotwein trinken.
Im Osten war ich jetzt schon so viel und so oft (klar heißt das nicht, dass ich dort nicht genauso gern hinmöchte, vor allem der äußerste und der südliche Osten winken mir zu, springen auf und ab und kreischen).
und in den Westen will ich auch.
Serbien, Albanien, Griechenland.
Ungarn, Polen, Ukraine.
Frankreich, Spanien, Portugal.
Wer ist dabei außer meinem leeren Geigenkoffer?

Das ist ein Blog, der schon so lange auf seine Fertigstellung wartet wie manchmal das Geschirr.

Partikel:
Medienboykott -
darf ich das in einer entmedialiserten Gesellschaft?
habe ich die Verantwortung mich über all diese Dinge zu informieren, die mich schon irgendwo betreffen?
Und, wieso ich der Überzeugung bin, dass alles ziemlich bald immer schlechter wird.
All das und viel mehr werde ich hier nicht beantworten
können.

Partikel b.
Musik mache ich schon lange keine mehr.
Entweder bediene ich Instrumente, ohne jemals die Anleitung gelesen zu haben,
oder es passiert einfach.
Eigene Lieder habe ich seit Jahren keine mehr geschrieben, so ganz eigene, alleinige.
Wie ich mir wünschte, dass sich mei liabste Weis in meinem Kopf manifestieren würde.
Vor kurzem in der Nacht und in der Früh darauf haben die Melodica und ich ein Lied aufgenommen, das schon ur alt ist, aber es bisher nie auf Trägermaterial irgendeiner Form geschafft hat.
Gut ist es, nach wenig transparenten Maßstäben, nicht geworden.
Dafür weiß ich, es gibt ganz viele Möglichkeiten und ganz wenige wahrgenommene.

Partikel c.
Ich war ja schon mal im Kino.
Also nicht nur so, sondern so.



Partikel d.
Und vor ein paar Monaten habe ich das erste Video meines Lebens gemacht.
Also, ganz selbst.

Title: Müll die Siebte / Trash Quality Video 2011
Voice: Vik.

Und mich gefühlt wie ein Genie,
ein verkanntes.
Zu sehen sein wird das hier aber jetzt gerade nicht.

mfg

Hello, I love you.
won't you tell me your name?