Tuesday, 30 April 2013

Faden

Stetig verliere ich Worte, verblassen sie; wo sich andere ansiedeln. Und mir fällt Seide ein -
Fasern, Faden, Garn und stringentes Verfolgen;
Und im vom Kaffee induzierten Schwebegefühl werden mir die Augen schwer.

Manchmal am Samstag da gehen wir an einen Ort, wo die Menschen singen. Wir, weil ich da noch nie alleine gewesen bin. Sie sind in der Mehrzahl älter und trinken roten Wein oder essen kleine Speisen. Das trifft sich insofern gut, weil nach dem Flohmarkt, wenn wir es auferstehen, wir dann auch den ganzen halben Liter angeboten bekommen, alles inbegriffen, ihn aber ablehnen, weil es noch viel zu Früh ist, so bald nach dem lebendig werden sich schon wieder zu ertränken.
Mein Kopf wacht nur noch halb auf, der andere träumt neben mir.
Um wirklich gute Sachen zu finden, da muss man in der sprechenden Stimmung sein, in der wühlenden und sich in den Dingen wohlfühlen, sie durchzugehen, zwischen den Menschen und den Angeboten. Aber das ist ein anderer Ort, der Markt, der Grasbüschel in gehälfteten Plastikflaschen hat, davon schreibe ich vielleicht ein anderes Mal. Auch die Stelle, an der früher Wäsche gewaschen und aufgehangen wurde, die wird ihren Auftritt abwarten müssen.
In der Nähe der späteren Samstage also, sind die Gärten vom Kristallpalast, die sind ganz barock um eine Betonhalbkugel herum und haben Aussicht; Brücken und Palmen.
Ab und zu bewegen sie sich von den Stühlen, die sich in dem Raum drängen zwischen den Tischen, die Schweigenden, die Tratschenden, um sich zu erheben in der Stimme, höher. In einer Ecke sitzen Drei, die Instrumente verspielen. Einer ist meistens trauriger als die anderen. In der Pause bekommen sie Suppe mit kleingeraspeltem Grün zu essen, das ist als Gage zu verstehen; wenig Gewalt, möglichst laut in der Stimme.
Sie wirft, vorgestellt, ein Tuch um ihre Schultern, das als Requisit dient und als Hinweis, dass es ab hier Ernst wird. Es ist das auch ein Schauspiel.
Andere durchbohren ihre Anzugjacken mit goldenen Anstecknadeln, um zu signalisieren, wo der Spaß aufhört. Alle hatten ausreichend Zeit, um sich ihre Strategien zurechtzulegen und durch Jahre der Erfahrung affirmieren sie einander ihr Recht zu haben.
Sagen wir, zu Beginn habe ich mich gefühlt wie ein fremder Körper. Mittlerweile fühle ich mich wie ein bekannter, fremder Körper, der auch weiß, was Knoblauchbrot heißt und mehr von den Texten versteht als nicht.
Meine Großmutter hat es sehr treffend ausgedrückt als sie dort gesessen hat. Sie findet zudem, dass ihr diese Bezeichnung, die ich hier attribuiere, nicht steht. Sie mag die Musik, jede Sorte, sei es nur die gute; die Ella hat das ganz genau so gesagt, das ist mir im Ohr hängen geblieben, schon lange. Ich war beeindruckt.
Zwischen den Fliesen im Keller, dort, ein Kaffee mit Wendeltreppe, die zum Lager führt, auf kleinstem Raum überfüllen sie den Platz mit den Noten, die ihr Ausatmen formt.
Es ist der Ort ein derartig funktioneller, dass auch die Dinge, die an der Wand hängen zum allerhöchsten Maße dieser Aufgabe nachzukommen suchen.
Später an der Bushaltestelle haben sie Wiener Lieder gesungen und es hat der Kontext sich ungefähr so gut vertragen wie zwei Rechtecke, die wie Teile eines Puzzles ineinander sich legen sollten. Sie haben sich schlussendlich auf ein Überlappen geeinigt, die Formen. Die Mehrspurstraße, das Nachtlicht und die gefliesten, uralt Häuser haben sich verschmolzen zu einer lauen "Everybody's Gotta Live" Sensation, die tatsächliches Verstehen in den Untergrund gerückt hat.

Ich sitze in einem Zimmer, das auf beiden Seiten Richtung Decke eine Reihe von Fenstern hat, und darüber eine weitere. Sie sind unterteilt von Rahmen. Auf der einen Seite gibt es Glühbirnen, schöne, die leuchten und Decke. Auf der anderen gibt es es grüne Bäume, Wind und Blätter, Himmel. Im Raum, Druckerpressen und Sessel und Papier.
Meine Verbindung zum Ballet war immer höchstens eine indirekte. Das ist sie noch immer.
War es zu einem Zeitpunkt die ehemalige Anstellung, die er, wie gleichsam andere vorzeitig gekündigt hatte, der Professor, den ich einmal hatte; oder zu einem anderen, es jenes das Fach war, das ein anderer unterrichtet, immer noch, den ich aber nur für die kürzeste Zeit kannte.
Wie ich mich dazu verhalten soll, dass, wenn ich schreibe, ich die Geschichten anderer verwende, ihnen die Zunge verdrehe, und mir das Wort im Hals stecken bleibt, das kann ich noch nicht sagen.
Ob das ist, wie Autos zu stoppen, oder sich an die Pläne anderer anzuknüpfen, sich selbst einzuladen.
Wo die feine Linie ist und wie weit das mit Macht zu tun hat und mit visueller Produktion durch bildgebende Prozesse, die fotografischen Verfahren ähneln, sofern diese auch das Repräsentieren von menschlichen Körpern beinhaltet. Eingreifen, Freiheiten;
In jedem Fall, sind wir in einer tanzenden Unterrichtsstunde gelandet, mit Spiegel, Stange und Plastikhüllen für die Schuhe, selbst, oder Verstärkungen für die Zehen, die anderen. In mir wurden alle möglichen Fragen aufgeworfen.
Und Tasten, schwarze Schlüssen und weiße Schlüssel.
Er tastend sucht.
(Abgang)
Meine Finger sind taub und unbrauchbar. 

Tuesday, 23 April 2013

Alle Saiten verstimmt, alle Farben verfälscht.

Es war mir dann wieder ganz bewusst, was Entscheidungen sind. Und, dass die Welt in der ich am liebsten leben würde, die hier nicht ist, aber es die nicht gibt.
An dem Tag hatte ich nichts anderes gemacht, als aufgewacht zu sein, viele Farben in Gläser zu füllen, die mein Frühstück waren und dann einen Film zu sehen.

And of course, New York is where everyone comes to be forgiven.
the same feelings of emptiness and disconnect
a shadow of a shadow 
Of a shadow

Sunday, 14 April 2013

Be still, my beating heart.

Von zwei Vergebenheiten
Ich wandere den Grat vom Verschweigen und vom Preise vergeben, es ist das dünnes Eis.
Schritte möchten mit Sorgenfalten gesetzt sein. All das hat ungezählte Gesichter, sodass ich es in ganz vielen Formen gesucht habe, die ich mit manchen geteilt habe, mit anderen nicht.

Von einem Tag auf den anderen war dann Sommer.
Ich bin mehrmals aufgewacht und war neben jemandem, der sonst nicht da ist.
Es war auch woanders.
Die Gläser zur Terrasse standen offen und es hat geklungen, als ob der Kaffee hochkochte; ein Morgenmantel und eine Art Vermutung.
Als ich das Haus verlassen hatte, da war alles voller Sonne und die Stadt schien eine ganz andere.
Mit kleinen Augen in der Metro.
Es ist das hier unheimlich schön, der Saisonwechsel. Und ich möchte eine Arbeit machen, in denen ich über Ruinen schreibe und über zerfallende Häuser und Gesellschaften. Das wird ganz gefährlich in all den Problematiken in denen ich mich dann angreifbar mache und wo ich Abwege begehe und verfehle, mache. Es werden dann sogar die Pflanzen verfänglich.
Mit diesem Mal ist auch der Zeitpunkt gekommen, wo ich die Zahl verloren habe, oder es für mich schon gleich ist. In einer seltsamen Weise, einem Weg, kann mir das kaum Schmerz zufügen, bin ich in diesem Fall eine harte Schale ohne Kern, beruht das wohl somit auf der Gegenseite.
Es ist jetzt Nacht, nicht geworden, es war das schon länger, und ich hatte die Tür für einen solchen Zeitrahmen offen, bis der Außenraum den Innenraum mit seiner Temperatur gefüllt hat und das war gar nicht kalt.
Die Menschen, die nicht mich umgeben, deren Wege sich mit meinen mit Absicht kreuzen, über die freue ich mich, das wollte an dieser Stelle auch als Stein abgelegt worden sein.
Let's see how fast this thing can go
In der Linie würde ich das vor zwei Wochen setzen.
Tatsächlich waren wir schlussendlich geparkt in meiner Straße, zwischen dem Haus, welches das Schild trägt und hält, mit "Zu vermieten", aber in einer anderen Sprache, selbstverständlich.
Die Fassade neben der Galerie und somit auch dem Haus, wo eine gute Freundin wohnt, die den größten Teil der Geschichte kennt, zumindest den aktuelleren Stand, und mit der ich auch in Kontakt war, den Abend, persönlich früher und später in Schriftfunkennachrichten. Eine andere, die schon lange nicht mehr da ist, die hat den Anfang erlebt, zwischendrin, und das Ende, das aber nicht gültig war im Sinne von Schlüssen, hatte ich mich an Stellen geirrt, oder war zu schnell im Abhacken von Möglichkeiten. Glatter Schnitt, golden.
An dem Abend habe ich auch immer besser verstanden, wie jemand schön werden kann durch gemeinsames Verbringen und Vertragen von Zeit.
Oder wie ein Geruch ein Bild sein kann, das gerade erst vorbeigegangen ist.
Mein gesellschaftspolitisches Gewissen wollte mir den Kopf abbeißen.
Es hat natürlich geregnet. Rosaoranges Licht
Und ich habe mich aufs Trottoir hingekniet, das war Teil des Theaters, um eine Umarmung zu geben, weil wir auf der Türschwelle gesessen hatten, von einem fremden Haus, dessen Haustür offen gestanden hatte, zuvor, es hat ins Treppenhaus gehallt; und in dieser wunderschönen Sprache habe ich verstanden und geantwortet und gemischt; ich wollte das Gefühl vermitteln, dass es nichts Schlechtes macht und in guten Ordnungen ist.
Die Scheiben waren angelaufen, von innen. 

Sunday, 7 April 2013

Offene Arme

und Wunden
Und es hat mir so gut getan, weil es auch in Ordnung war mich nicht zu hinterfragen
Natürlich habe ich mich ständig in Frage gestellt und mein Handeln
und mir überlegt, wie ich in anderen Kontexten, mich verhalten würde
aber ich war schließlich und endlich in dem Umfeld, in dem ich war
Und dort hat es so gestimmt
Und ich konnte da auch manche Dinge gehen lassen, vorbei gehen lassen, die ich sonst am Ärmel ziehen würde und ihnen ins Gewissen reden, die Ohren lang, die Politik
Es ist eine andere Freiheit, und es sind schöne Augen, eine Hand am Hals und es ist Nähe

Schichten

Es begab sich so, dass ich mit einer Freundin über Sprache geredet habe.
Ich hätte gerne, dass es vor dem transparenten Gebäude gespielt hätte an dem Tag an dem ich Verspätung hatte.
Es hatte sich aber an einem anderen Ort abgespült, das Geschirr und die Gläser. Dort, wo sie die Aschenbecher mit Wasser füllen, mit größter Sicherheit, vor der wandhohen Glasscheibe, die nicht die Tür ist, die den Eingang macht und schon mehrere Monate vergangen.
Sie war in mehreren Zungen fließend, von Bissen möchte ich nicht reden.
Es war demnach so, zusammenhängend, dass der ihre Vater zu ihr gesagt hatte, dass sie eines Tages enden würde wie der Seemann in der Hafenstadt, der viel herum gekommene, alleine wandernd und mit sich selbst im Gespräch in 7 verschiedenen Sprachen, weil er mit den meisten, die ihn umgeben, nicht auf dem grünen Ast sitzen würde.
Die Wiederholung der Worte vergebe ich mir insofern, da das Deutsche in diesen Fällen nicht differenziert.


Tuesday, 2 April 2013

Kaffee zum Tote aufwecken

(Tote ausgesprochen wie auf wienerisch also mit "d")

To all of the texts, lyrics and words I never wrote, never thought and/or never published; published outside of commercial means, which does of course throw up the earth, the soil and the question
raises the dead, if that is even possible, this state of being outside of commerce; but then, thinkable could suffice; for me.
And to those, maybe thought, maybe written, but not shared
And to the hints, the clues, the indications -








Ich hatte selbst den wiederkehrendsten Traum, der mich eines nachts besucht hat, er macht mich uneinfach, allein schon in seiner repetitiven Natur; er passiert mit Reihen von Publikum, die Rücken der Sitze sind Schutz, sight and warfare and such, irgendjemand hat auch Information. Selten erinnere ich mich derer. Und ich musste ihn nach der Iteration erst im Wachen betrachten, bevor er sich endlich verflüchtigt hat.

Nun ist es mal so, dass ich relativ selten herkömmliche Kunstbedarfsartikel verwende. Mit herkömmlich meine ich das, was ich dem Volksmund in eben diesen lege.
Damit möchte ich mich nicht als besonders hervortun, es vertatsächlicht sich lediglich.

Ich war in einem Glashaus, zwischen Glashäusern mit dreckigen Fenster und fehlenden Gläsern. Und Pflanzen in hängenden Gärten und wie regnendes Gold, die Kakteenfrüchte.
Und der Boden war ganz grün, hell bemoost, und der Zugang war verboten, die Tür aber offen. Oder Kiesel, der Grund.
Danach, nach den California Maki, und der Kunst, der anderen, habe ich ihnen dann eine Nachricht geschickt, eine superlange, formulierte, um ihnen zu sagen, dass ich gerne die Pflanzen besuchen würde in ihren Unterbringungen und mit ihnen atmen und so, ich erwarte noch die Entgegnung.

Ich glaube wir erkennen uns schon, die, die außen sind, die, die das nicht anders können, und die, die, das sein möchten und die, die keine Wahl hatten und auch keine haben werden.
Nach dem Warum möchte ich nicht fragen. Oder nach der Wahl.
Und in einem sich von selbst auserkorenen Schrifstellerzirkel, die nur kluge Bücher lesen, da möchte ich auch nicht sein; Dichter, pá!

and things of people who are not coming back
and things of people who will return
and things of people