Saturday, 21 December 2013

California

Manchmal tue ich gerne so als ob mein Körper keine Nahrung brauchen würde. Am Nachmittag bekomme ich dann Kopfschmerzen davon und fühle mich weder gesellschaftsfähig noch als Teil von irgendetwas.
Ich esse als Konsequenz meistens 12 Stück California Maki, ganz viel Plastik, drum herum.

Eigentlich soll es hier aber nicht um Calfornia (que deriva del nombre de la regente de un paraíso ficticio) oder den heißen Brei gehen, beide Begriffe sind zudem nicht mein stripper name, nombre artístico; es gibt einen Ort, den ich besucht habe und wo ich mir Notizen gemacht habe auf die sechsfach gelochten Papiere, am Meer liegt sie, die Stadt und es gibt Boote, die linienmäßig verkehren. Das war auch die Parallele zum Portugiesischen Pavillon.
Einstweilen, oder zwei;
Diese Randbemerkungen werden manchmal schlecht, wenn sie länger liegen bleiben. Beigemengt habe ich ihnen deshalb nur noch ein paar Ergänzungen, also in kleinen Buchstaben, mit einem Auslassungszeichen, darüber hin gefuzelt.
Speisen aus Dialogen in letzten Zeiten.

Das Ding mit der Sprache; und warum ich es eigentlich nicht ausstehen kann, Menschen neben mir zu haben, die unablässig in einer, die meiner nahe liegt, aber nicht zu nah, ich stelle sie in eine andere Ecke des selben Raumes, diese laut reden zu haben.
Es hat sich der Auslöser von diesem Gedanken in einem Zug zugetragen; wir wechselten die Sitzgelegenheit.
Ich habe dann einen Text übers kollektive Verlernen von Fahrradfahren gelesen.

Warum sich Venedig damit jetzt zusammenraufen muss, das weiß ich nicht und kann ich nicht beantworten.
Das Ding mit der Sprache aus Wörtern und Worten. Dinge erleben, um über sie zu reden. Dinge erleben und dann erst über sie schreiben, um sie (in erster Linie erst) erleben zu können.
Dinge zu tun, um über sie erzählen zu können. Dinge der Dinge wegen tun, for the sake of. Momente gar nicht erst erleben wollen, sondern gleich eine Geschichte daraus machen, oder darüber erzählen.
(Theoretisieren
Verbalisieren
Oder es nur nicht so weit kommen lassen, dass es ums Wollen geht, sonder/n allem schon vorbeugen im darüber geredet haben, im Vorhinein)
Passieren lassen, passieren machen, vorbei gehen lassen, Gelegenheiten;
über Dinge reden, über das Reden reden, sich von der Distanz entfernen, de-emotionaliseren
Fühlen, nicht Fühlen
Sich Situationen konstruieren
über etwas nachdenken
Momente mit jemandem teilen
soll ich das Bild jetzt machen, nicht malen! oder nicht
eine Fahrt im Schwanentretboot
Entscheidungen dagegen treffen (sich darüber den Kopf zerbrechen, oder rekursiv darüber wieder ewig nachdenken; erst recht Überlegungen anstellen; bewusst machen) diskursiv (in italics)
belong, don't belong (Zugehörigkeiten)
erleben
longing to belong
(Zugehörigkeiten erleben)
sich Situationen bauen, konstruieren, herbeiführen, aneignen
was ist der Unterschied
Performen, posieren, showing off
erleben
schreiben
photographieren
lesen
Situationen konstruieren
müde werden von Textcollagen
die eigene Geschichte schreiben
caught in your own screen play
(ein Kleid aus Absperrbändern)
nicht mehr genießen können, nicht mehr erleben können
theoretisieren
thematisieren
nicht mehr genießen (können)
nicht mehr erleben (können)
woher kommt das Bedürfnis 'sofort' darüber zu reden, zu vergleichen, in Beziehung zu setzen
sich Wissen aneignen
Zusammenhänge verstehen
das Glücksversprechen von den Geisteswissenschaften
you can’t do anything wrong if you don’t do anything at all und ob das einen Unterschied macht
ob das eine Entscheidung erfordert
Menschen zu sehen; immer mehr Inhalt zu generieren
zu lesen, zu Theorie zu machen
oder immer nur zu sozialisieren
und im Gespräch, im Austausch genauso viel lernen
lehren
leeren
füllen
fühlen
sich ein Level von Ignoranz bewahren, um gleichzeitig ein gewisses Level von Glück zu halten
Grenzen von Autor_innenschaft ignorieren, überschreiten, verlaufen (sich)
gemeinsam machen
später von mehreren Seiten anschauen, mehrere Seiten anschauen
ein Produkt von Machtverhältnissen

Die Polsterüberzüge der Sitzbänke sind blau, das sich zum Türkis hinüberlehnt mit Schmerzen im Genick, schwarzem Holz, leicht abgewetzt (gute Schuhe, leicht abgetreten) und darunter holzfarben.
An Orten auf Menschen warten. Alleine. Sich erklären wollen, sich nicht erklären müssen; Zeit haben für Dinge, die sonst nie gemacht werden, keineswegs erledigt werden müssten.
Staub auf der Heizung, alleine auf einem Konzert stehen.
Ich musste da an Radiohead denken und, Richtungswechsel, Brian Molko paraphrasieren; I was in a crowd, but still alone; eigentlich war ich dort mit Freunden und Wasserlacken.
Das Gefühl in einer U-Bahn Station zu warten und keine Drogen zu verkaufen.

sich positionieren
who am I
without you

Keine Sekunde für sich zu haben und wie mich das belastet; unverhältnismäßig, wie Umhängetaschen.
Wenn ich wohlweißlich nicht den gesündesten Lebensstil pflege; unpflege.
Klar, das wirkt sich auch auf das Kunst Machen aus; und aufs Verarbeiten von Erlebtem
Vielleicht kocht das später wieder hoch; oder es ist wie aufgewärmte Suppe, oder das Wasser, das aus dem Kanal zurückkommt (nach oben)
Acqua alta;
Mosaike
Holzstege!

Im Format 'Tagebuch' und taking notes in Bildern, in Text, in Körpererfahrung, akustisch, diametral, synästhetisch;
Konzentrationsfähigkeit und die Absicht etwas aus dem zu machen (relativ direkt, danach, wo 'es' noch präsent ist). Der Moment ist vorbei
Syntax,

Österreich - als definiertes, konstruiertes Feld und Marke - sitzt plötzlich unvermittelt neben dir und schielt dir ins Buch hinein.

Ich warte üblicherweise auf die Momente, wo sich die Flughafentüren öffnen, die Zettel mit den Namen hochgehoben werden, dass die Quoten-Lady plötzlich auftaucht und sagt 'es geht

In Zukunft möchte ich gerne auf die documenta fahren (vielleicht ist dort alles besser)

Einmal dachte ich mir - es war bei Vivianne Sassen - "Wenn sie einen tumblr hätte, würde ich ihr folgen." (Unwissend, ob sie tatsächlich einen kuratiert)
Später bei der internetbasierten Recherche konnte ich feststellen, dass es zumindest einen gibt, der ihren Namen trägt.

Last time I went to Biennale di Venezia, I was not in art school yet. I was 17 and not even finished with high school. High school was something my parents insisted on (…)
Ich habe viel weniger von den Zusammenhängen verstanden; den Enklaven. Und wie die Welt aussehen würde, wenn alle Kunst studierten (dieser Vergleich als Krücke).

I wanted to leave, go traveling, and such; what I did was settle down in a big, old room with two windows (as I did not pay rent; not much now), become unhappy with having settled down, leave and come back, go away and return -

Venedig ist schon ziemlich traurig, eigentlich
Die Bausubstanz ganz ähnlich der in Porto, die Ruinen (jetzt kann ich mir auch besser vorstellen, wie das ist in einer Ruine zu leben; nur halt viel billiger, oder teurer, hängt von der Position ab;

Die Mutter der Ästhetik des Präkariats, das ist Venedig wahrscheinlich; die Mutter, die gibt. Hinkender Vergleich, ein Gehstock und das Brückenproblem, künstliche Hüfte.
Mit langen großen Vorhängen und Faltenwürfen vor oder hinter den hohen Fenstern
Ich war hier schon viele Male (deshalb ist es gar nicht so sehr neu)

Das erste Mal habe ich (jedoch) gesehen, dass es nicht nur ein Museum ist, sondern dort auch Menschen leben.

und ich bin nicht aus New York oder aus London
aus Tokyo auch nicht, oder Buenos Aires,
Johannesburg
jemand sein, der andere sein wollen
soziale Distinktion (der Teufel
trägt

Stadtbild, ästhetisch wie auch akustisch, was das macht, wenn es keine Autos gibt
und, Wien mit dem öffentlichen Verkehrsnetz, so sehr und so stark von Autos geprägt ist
wo Haltestellen nie weiter als 300 Meter entfernt sind
Punkte als Referenz

mein erstes spanisches Kind nenne ich Prevención (zu Deutsch

es gibt bestimmt nicht mehr so viel vida del barrio (würde ich das beschreiben: dass du zum Gemüsehändler [dass es einen gibt, auch, das ist nicht gegebener Fakt] 'Hallo' sagst und mit ihm zu plaudern beginnst und dem Barkeeper von deiner Stammtschummsn zuwinkst auf der Straße und den Namen von der 95jährigen Frau kennst die im 4. Stock wohnt; du auch noch in die Schule gegangen bist, in Gehdistanz;
Wein am Platz trinkst, draußen
also, was es in Wien kaum gibt, dort möchte sich niemand begegnen; am besten sollten alle in walled communities leben mit Portiers und Portessen; oder ich drehe mich in anderen Kreisen auf dem Stand und es existiert das doch, ich kann es nur nicht sehen.

männlich männlich

es ist mir ein PHOTOGRAPH NOT TAKEN zugestoßen; das waren zwei Ausstellungsaufsichten, die in so einer Art Koje saßen, Element von einem white cubish show room
auch weiß gestrichen und mit einem Rechteck ausgenommen; Guckloch wie eine Rezeption, es gab zudem eine ebene Fläche, darauf lag ein technisches Gerät mit glatter Oberfläche
die beiden Menschen hatten ihre Köpfe ganz nah aneinander, vermutlich reflektierte die Beleuchtung ziemlich viel, so konnten sie besser erkennen (oder sie standen sich tatsächlich nahe)
es sah sehr intim aus, das nebeneinander
sie spielten zweidimensionales Schach auf dem Display

Innerhalb der letzten Monate war ich drei mal komplett Pleite; sprich das schnell und leicht zugängliche Kapital, das mir zur Verfügung steht und Handlungsspielräume erweitert oder schmälert, war aufgebraucht. Jeder dieser Nullpunkte holt mir die Zeilen 'Frank n Furter It's all over. Your mission is a failure. Your life style's too extreme.' in Erinnerung. Ich summe sie dann vor mich hin und denke: Gut, dass ich so geübt darin bin mit Resten von Nahrungsmitteln zu improvisieren. Gleichlaufend drängt sich die Frage auf, ob ich nicht doch monetär ertragreicheren Zeitvertreiben nachgehen sollte. Ich schiebe sie schnell wieder weg von mir. Summe, Bilanz, Pfeifen.

Unregelmäßig habe ich mir gedacht 'Keine Zukunft in der Mode' für mich,
aber schon ziemlich oft, wo ich irgendeine Arbeit gesehen habe, die aus Mustern bestanden hat oder Geweben
'I should get a T-shirt made of that!'
(thinking in textures)

Am Ende, am Saum:
Noch ein Schnaps! hat er gesagt, geantwortet, reagiert, gerufen, der ältere Herr, der über die Kunst in 20 Jahren geredet hat.

It's always dark in Central Europe.

Ich habe den Text begonnen als ich irgendwo war.
Ich bin mir schon nicht mehr sicher.
Er war in meinem Kopf fest gesessen.
Unerhört viele Dinge sind passiert.
Ich mache mir besser keine Gedanken und rede weniger.
Es hat sich ein Zweitagesrhythmus eingestellt.
Pause bedeutet nur zu zwei Liedern zu tanzen und ein Bier weniger zu trinken.
Vor kurzem habe ich mir selbst unterstellt, dass ich die meiste Zeit damit verbringe.
Vielleicht stimmt das; aber ich sehe darin lieber kein kein großes Problem.

Ich könnte anfangen für Vice zu schreiben, ich hätte total das Zeug dazu.
Nie wieder so tun, als ob mich der Kapitalismus nur streifen würde wie ein Lastwagen.
Der erste Artikel beginnt so:
Ob es euch interessiert oder nicht, wir (wir als Verb und Exklusionsmechanismus) schildern euch von unserem (das ist das dazugehörige Possessivpronomen) Wochenende.
Wir sitzen an einer Bushaltestelle und ich trage meinen gefälschten Fellüberwurf.
Es ist Samstag, oder was ist es, Freitag und halb 2 oder so. Rebecca Black, die mittlerweile 16 Jahre alt ist und damit immer noch nicht volljährig, weiß das bestimmt besser. Weil sie einfach das gleiche einfallslose Konzept noch einmal verwendet hat.
Ich bin weder in der Stimmung auf eine Party zu gehen noch betrunken.
Am Ende merken wir, dass der Nachtbus an Wochenenden nicht fährt, ich gehe nach Hause und verfluche die Welt ein bisschen. 

Thursday, 12 December 2013

Haut

Ich bin manchmal aufgewacht und hatte dann Bilder im Kopf, zum Teil habe ich sie gesehen, zum Teil ausgedacht.
Es war eines mit Strahlen, ein anderes mit Kugeln und dahinter noch eine große eingefrorene Welle, oder eine gewachsene Struktur, die nicht aus Papier ist und eigentlich die Ecken und Kanten von dem Raum einfach ignoriert. Davor war ein Körper und ein bisschen heiß war mir auch.
Die Nacht davor hatte ich einen Traum, den ich noch erinnert habe am Morgen, die Wörter waren mir gleich.
Und dann war da noch eine Mischung aus Rahmen und Bildern, die genauso Rahmen hatten, weil sie Ränder haben, sie waren assembliert. Eine Draufsicht, näher und weiter.
Ich erwähne keine Namen und meistens gibt es auch kein konkretes Du.
Nach Hause bin ich geschwommen, wie in Watte gepackt, hätte ich fast Menschen angelächelt.
Es braucht echt nicht viel. 

Wednesday, 4 December 2013

Ton

Es ist grün, ich gehe jetzt.
Alles hat ausgesehen wie ein Film.
Ich bin nach Hause gelaufen über die Straßen und sie waren leer.
Bis auf einen Menschen, der Zigarettenreste gesammelt hat.
Und einen, der aus der Tür des Würstelstandes herausgetreten war, er stand im Lichtquader.
Und einen, der sich in den Hauseingang übergeben hatte, zu dem Zeitpunkt als ich ihn passierte, nur noch würgte und spuckte. Er hielt den Schlüssel zum Haus in der Hand, klimpernd.
Einer, der nachts vermutlich meistens ein Taxi lenkt, hat dabei zugesehen.
Ich war schon lange nicht mehr bis zur Sperrstunde in der Villa.
Eigentlich bin ich gegangen, schnell, und die Schuhe habe ich gehört; Pflaster, den Hügel hinauf; Asphalt, Teer,
den Atem sehen und den Nebel.

- Puffs away, and winter comes
http://youtu.be/6M4YEAGJG-0

Wednesday, 27 November 2013

Vor Mittag, vor die Hunde


Deshalb bin ich nicht hingegangen, um mit ihr zu reden. Ich habe nur gesagt, was gesagt werden musste.
Mit dem Schreiben habe ich auch nicht aufgehört, das habe ich ja auch unter anderem und unter anderen von ihr gelernt. Ich verbrachte nur in etwa mehr als die letzten drei Wochen keinen einzigen Abend zu Hause; ohne einer die Regel bestätigende Ausnahme.
Die Nächte stellen eine andere Atmosphäre her, fürs Arbeiten. Eine andere Intensität und eine Konzentration, die ich erst nach langen Stunden von Wachheit erreichen kann.
Fürs Leben, genauso.
Der nächste, dieser eigentlich, Titel müsste den Regeln entsprechend Elefant heißen oder Steine.
Aber das wäre zu aufgelegt.
Ich möchte an diesem Kartenhaus aus Architekturmodellen auch nicht weiterbauen.

Es geht daher besser um eine Tageszeit mit der ich immer noch nicht klarkomme, daher pejorativ eingesetzt in Kombination mit den Tieren, die in einem sprachlichen Bild vorkommen, das ähnlich daherkommt wie Perlen vor die Säue werfen. Dahingehend und daher kommend werfe ich einfach weiter mit Perlen. Wahlweise, wenn es kein Brot gibt mit Kuchen. Das kommt davon, von den Privilegien.

Der alleinige Abend ist gekommen, ich habe ihn mir eingefädelt. Suppe gekocht und ausgelöffelt. Die Nähmaschine mit einer Nadel gefüttert und ein Kleidungsstück aus tropischem Stoffmuster gemacht und verpfuscht, auch. Das ist ein Weg mit dem Winter umzugehen. Mit den Schneeflocken, die sich um den Kopf herum drehen und in die Augen fliegen. Es hat das schon auch gute Seiten, das wurde mir heute beigebracht. Zum Beispiel färben sich meine Backen rot und ich sehe aus, als ob ich ausgeschlafen und gesund wäre. Das liegt daran, dass ich einen beträchtlichen Teil meiner Kindheit im Wald in der Nähe von einem Luftkurort verbracht und Schafe gehütet habe. Oder an der Outdoor Jacke.

Die überrestlichen Buchstaben habe ich in ein anderes Archivsystem geschüttet wie auf die Schaufel gekehrter Staub in den Müll.
Bis zum nächsten Mal.

Tuesday, 26 November 2013

Champagner

Irgendjemand muss im Porgy&Bess direkt hinter mir gestanden sein als ich am Ende wiederholt rief
'Sie ist einfach die coolste Person auf dieser Welt!'
Irgendjemand ist in diesem Fall Ingrid Brodnig, Wolfgang Kralicek, Karin Wasner oder Christopher Wurmdobler. Ich beziehe mich auf Falters Zoo Woche 47/13 und den Wortlaut "Ungefähr die allercoolste Frau auf diesem Planeten ist Amanda Palmer".

Wovon ich rede ist Folgendes:
Es hätte der schönste Tag des Jahres werden sollen. Es war dann der Tag ein ausgesprochen seltsamer und ich war ein bisschen Prinzessin, ein bisschen Erbse und am meisten habe ich mich innen drinnen gefühlt wie ein Möbelstück.
Es wurde die schönste Nacht des Jahres. Sie hat erst so richtig um halb 12 begonnen, obwohl sie bereits früher das Gebäude betreten hatte. Davor hat es geregnet und nach Pferdeäpfeln gestunken auf den Pflastersteinen. Wir überquerten nämlich den Stephansplatz mit den Projektionen unter dem Arm, unter den Arm geklemmt, und in den Augen, auf der Fassade.
Wir mussten den Eintritt regeln, es war eine Liste aus Gästen und ich stand darauf. Drauf und dran war ich, dran zu glauben, dass irgendetwas schief laufen würde.
Ein Lachen an der Garderobe.
Es löste sich dann die eine Spannung, löste die eine Spannung die andere ab.
Hinunter in den Keller sind wir geschlichen, auf das rote Leder und die Spiegel und das Glas und das gedämpfte Licht.
In die parallele Welt, die vier Seiten hat, und vier Ecken und kaum rechte Winkel, die Galerie, der kleine Nivea Creme Dosen Automat, Frittatensuppe.
Ein Weinen im Zwischenstock.
Ein paar Musik machende, bei denen ich mir dachte, wir klatschen nicht für euch, aber für eure Art.
A ring around the roses.
Menschen, die aneinander hielten, die zusammen hielten, etwas aufeinander hielten.
Past the easy crowd
Und es kam dann krachend herein;
Es ist mit Sicherheit der falsche Ort, um Abrissbirnen ins Feld zu führen, gegen die Wand zu fahren.
Erinnerst du dich an die Wände, die ich gebaut habe? Sie stürzen ein und setzen sich nicht einmal zur Wehr, haben nicht einmal ein Geräusch gemacht.
Ich suche nach den freien Stücken aus und mit denen ich hier bin.
Es hat sich ein Gefühl von Verbundenheit eingestellt mit der Welt im Gesamten und im Ganzen.
Ich wusste wieder
Ich kann das nicht in Worte fassen.
Es war ein champagnerfarbener Morgenmantel mit floralen Elementen.
Und das tatsächlich beste Konzert meines Lebens.
Ich habe immer noch Gefühle, wenn ich mich daran erinnere.
So don't stop trying,
promise me


Saturday, 2 November 2013

Glashäuser

Das ist eigenartig. Nicht in Metaphern zu schreiben und Parabeln und in Vagen und Schieflagen.
Keinen Paravent einzuschieben, textile Lösungen überzuziehen.  
Oh, I've got some thinking to do. 
(Und die Frage vom und nach dem dabei gewesen Sein)

Ich war bisher ein einziges Mal alleine im Kino, wo ich das zum Punkt des Stattfindens schon ewige Zeit vorhatte. Daraufhin habe ich mich mit dem Regisseur angefreundet und bin am nächsten Tag zum Frühstück eingeladen worden. Leider war ich dann natürlich zu lange aus und habe die Einladung nicht wahrnehmen können.
Dieses ewige Party Leben bringt mich irgendwann um. Little Big Mistakes

Gerade war ich noch an der Ecke von meiner Straße und so gar nicht alleine. Der Wecker ging dann los, ich musste mich duschen, für 10 Minuten zu Hause sein; war ganz kurze Zeit darauf in Prag aus dem Bus gefallen, immer noch genauso blau, und habe geglitzert. 
Plötzlich haben wir schon Kaffee getrunken mit Techno Musik und auf dem Betonkreis um die Uhr herum gesessen, die über alle Zeiten der Welt uns aufgeklärt hat;
wie schnell sie verrinnt, auch; 
Die Ziffernblätter drehen sich;
hat man nur 45 Minuten bis wir wieder voneinander weggetragen werden wirft man sich die Brocken von Informationen an den Kopf und hofft, dass dieser nicht zerbricht.
Die Blätter der Bäume sind gelb und am Boden, die meisten, und niemand räumt sie weg. Sie haben diese Tage gewählt, um sich fallen zu lassen. Das macht schon etwas mit der Stadt. Und das Pflaster, schwarz, weiß, kleine Steine; wie die Portugiesischen. 
Es ist viel wärmer, noch viel wärmer, als ich mir das vor gestellt hatte. Sonne im Gesicht. 
No regrets, no regrets.
Viele Menschen reden immer noch Deutsch, das holt dich sowieso immer wieder ein. 
Es gibt da und dort einen Fluss, hier einen, der wirklich in der Stadt ist, Teil dieser. Über beide schreiben sie Lieder, die schöne blaue und die goldene. Mein Referenzpunkt ist wieder Wien, wo es kein Meer gibt, und höchstens den Kanal.
Prag ist nicht nur immer eine gute Idee, es ist auch der Notfallplan; wenn alles andere scheitert. 
Nur noch schnell Tschechisch lernen und mehr als Bier bestellen können in Zukunft. 
Weil Scheitern immer umzudeuten und umzuwerten in etwas Produktives und Gutes, das ist auch Unsinn. 
'Man' scheitert ohnehin oft genug; Man ist hier "Ich" und "meine Projektionen auf andere". 
Prag hat etwas Umarmendes. Ich brauche dort nicht einmal so richtig anzukommen, ich bin ja schon dort! 
Ich kenne nur ein paar Orte, die haben sich mir eingebrannt, ich erinnere mich an jedes Kommentar dazu, als ich sie getroffen habe, sie mir vorgestellt wurden und ich komme sie gerne immer wieder besuchen. Sie sind die besten, wie es sich von selbst versteht. 
Für meine Augen war es wieder etwas Neues und all der Soviet Kitsch, den möchte ich sogar fotografieren. 
An visuellen Erfahrungen hat es mir nicht gefehlt, im Bus, durchs Fenster unter anderem.

Ähnlich wie kleine hässliche Möwen sieht meine Beobachtung aus, dass ich dort nicht so sehr anders aussehe als die Menschen, die dort aufgewachsen sind. Die Kleidung ist tendenziell ein bisschen älter, im gesamten, die Fassade nicht so frisch gestrichen und der Drang zur kontinuierlichen Profilierung und Demonstration von Souveränität nicht so ausgeprägt. 
Countenance! 
Der Plan ist durchaus aufgegangen mit dem intendierten Schlafentzug; 
Filter und Mauern. 
Die Tourismusboote reden in vielen Zungen miteinander.
Manchmal ist es vermutlich voll in Ordnung auf einer Bank zu sitzen und zu schreiben. 
Wie viel kann ich meinem Körper zumuten; habe ich mich zu Beginn der Reise schon gefragt.
Seit langem wieder auf mich gestellt, wenn nur für ein paar Momente, neben dem Rudolfinum. 
Sich kleine Aufgaben machen. Sich um Notwendigkeiten kümmern.
Überleben und Formen. 
Am Abend in einer Art aufgelassenem Lagerhaus neben einem Provinzbahnhof in der Prager Vorstadt, es werden die Schienen getrennt, der Gleiskörper, von der Veranstaltung durch ein rotweißes Absperrband. 10 Meter neben der Bühne rattert der Schnellzug an den Neonröhren vorbei. 
Die Queen geht den Hügel hinauf mit einem Plastiksackerl in der Hand und einem mit roten Pailetten besetzten Oberteil um die Schultern. Sie geht an der Stahltonne vorbei in der ein Feuer brennt. Es gibt gegrillten Hermelin und Buchstaben, die durch Löcher ins Stahl gemacht wurden. 
Ihre Liebe ist wie ein Feuer, deine ist wie eine Zigarette. 
Blues is my business and business is good. 

Am Ende lag ich dann im orangeroten Bett in der Wohnung mit Katzen und Klavier. Ohne Jazz, mit ziemlich viel Blues, im Grunde für alles zu müde, sogar erschöpft genug den Luftentfeuchter zu ignorieren; Wie ich es in letzter Instanz noch geschafft hatte mich zu bewegen, kann ich mir auch nicht erklären. 
Ich glaube da habe ich den Atem aus gelassen, von dem ich gar nicht wusste, dass ich ihn hielt. 

In Wirklichkeit bin ich total schüchtern und rede sehr wenig, habe ich noch nicht so viel Vertrauen gefasst, dass ich mich jemand anderem zumuten könnte. Der Grund, warum ich mir das meistens ganz gut überlege, was ich sage, ist der, dass es in anderen Fällen ganz arg wäre und blöd, das Gesagte. So ist es das auch noch oft genug. Simple as that ---

Dieses Grab ist mir zu klein (...)
Nach einem Tag im Pausenmodus bin ich nicht mehr komatös. 
Es gab ein paar Momente, die besonders bezeichnend waren.
Auf der Straße stehen im 15. und einen hellgrünen "Jelly Shot" aus der Tasche ziehen. Das ist ein alkoholisches Getränk mit zähflüssiger Konsistenz. Und ein Bier. Und keine Perücke mehr. Taxi!
Besagte Perücke sitzt vor den Erkerfenstern, neben dem von einem Mantel überdeckten Aquarium, damit die Fische die Bässe nicht hören, rauchend.
Vor dem Billigbrautmodengeschäft im Spiegel sich schminken.
Im Schwanentretboot sitzend darüber reden, wie sich Situationen herbeiführen, erleben oder konstruieren lassen. (Darüber möchte ich noch ausführlicher schreiben).
In der Brauerei von der Biersauce kosten, Karten spielen und eine 4 Liter Flasche bestellen. Liebes Leben, das Paradies lässt sich nicht transportieren. Träume platzen und zerbrechen wie Herzen, am Ende schneidest du dir die Hände auf; nicht wie Teenager, in diesem Sinne.
Nach Hause kommen und die beiden dreifarbigen Katzen liegen gegengleich, sich ergänzend, in ihrem Sessel. Eine heißt Sushi.
Das Zebra klauen mit schlechtem Karma, das Halstuch klauen mit Edelweiß, beides zurückgeben.
Von der Kellnerin im indischen Restaurant dazu genötigt werden Suppe zu essen.
Auf dem Hügel wie immer Kommunikationsprobleme mit dem Grillmeister haben; Grillen und meistern.
Im Dunkeln Lou Reed singen.
In der Pulp Fiction Bar Kartoffeln und geriebenen Käse essen.
Aneinander krachen, miteinander laufen.
I AM THE AMERICAN DREAM T-SHIRT XL WHITE 100% COTTON COLLECTION
Die Theaterbar entdecken (...) und wiederfinden; perfekte Orte, wo alles so ist, wie es sein soll. Marmor.
Den Masseur von Amanda Palmer kennen lernen und ihm zujubeln beim Mundharmonikaspiel. Ja, self-indulgent, egoistic --- YES
Das Magic World Non Stop. Eine Audio Arbeit mit M.I.A. konzipieren. #spielautomatengeräusche
Zahnpasta kaufen, keinen Wodka.
____

Ein Re-blog, ein Re-romantisieren:
Text zu einem Buch mit Bildern
über Häuser aus Glas und Metall
in denen 
Von Überwinterungen und Ruinen
Und wie die Farbe hinter dem Text mitrinnt
Ich war in einem Glashaus, zwischen Glashäusern mit dreckigen Fenstern und fehlenden Gläsern. Und Pflanzen in hängenden Gärten und wie regnendes Gold, die Kakteenfrüchte.
Und der Boden war ganz grün, hell bemoost, und der Zugang war verboten, die Tür aber offen. Oder Kiesel, der Grund.
Danach, nach den California Maki, und der Kunst, der anderen, habe ich ihnen dann eine Nachricht geschickt, eine superlange, formulierte, um ihnen zu sagen, dass ich gerne die Pflanzen besuchen würde in ihren Unterbringungen und mit ihnen atmen und so, ich erwarte noch die Entgegnung.

(Unterschiedliche Ausprägungen und Formationen von prekärer Ästhetik)


http://youtu.be/d3HPvTLmll8

Monday, 21 October 2013

You would never call me 'Baby'

Angeblich ist es ja so, dass Hunde sich in erster Linie an Gerüchen orientieren, wenn es darum geht jemanden kennen zu lernen.
Aus dem Grund halten viele Menschen erst mal die Hand hin, mit der Absicht ihrem Gegenüber die Möglichkeit zu geben, sich ein Bild zu machen mit wem sie es eigentlich zu tun haben.
Es gibt da unterschiedene Ebenen. Eine intensivere Auseinandersetzung mit einer Person kann zum Beispiel durch Abschlecken der Handflächen passieren.
Mir ist das vor kurzem geschehen. Systematisch wurde jeder Zentimeter Haut geschmeckt. Nur einmal inne gehalten, mit einer Geste von "Gimme a minute". Bewegte ich den Arm, übte er leichten Druck aus mit den Krallen, und deutete mir mich besser nicht zu bewegen.
Am Ende; Riesige dunkle Augen, die aus dem kleinen Kopf schauten, der wiederum vom Strass Steinchen Collier gerahmt war, die musterten mich ganz ruhig.
Der kannte mich in und auswendig.

If you knew me true

Wednesday, 16 October 2013

You are a treasure.

Es ist wohl und vor allem übel dem Lauf der Dinge verschuldet, dass nicht ein Hoch nach dem anderen durchlebt werden kann. Aber Tiefen und Untote und Untiefen, das kann es ja auch nicht sein, wenn man, wie man es macht, es falsch macht.
Ich bin oft auch nicht sicher, was in der Kommunikation falsch läuft und, ob es mehr an mir liegt (Punkt)

Schon auf dem Weg hatte ich angefangen diesen Text zu schreiben. Im Kopf und im Köpfen
Ich behandle ihn wohl als Text, weil er aus Buchstaben besteht und ich Sprache auch als Gebäude denke, die aus Worten bestehen (wie aus vielen anderen Dingen)
können.
Es ist ein Problem Dinge mitzudenken und es ist ein Problem Dinge nicht mitzudenken;
es sind mindestens zwei unterschiedliche Probleme.

Bei mir ums Eck (wortwörtlich) gibt es eine Gasse mit Kopfsteinpflaster. Ich habe schon einmal über sie geschrieben und wie gerne ich mich dort hinstrecken würde
auf den Boden. Kürzlich wurde mir wieder bestätigt, dass sie aussieht wie ein ein Filmset (das tut das Café Urania auch, mit dem Hund und dem Wurlitzer und dem Spritzer, der in meiner Erinnerung 1,80€ kostet; und im Schikaneder alleine tanzen mit den durch Reflektieren entstandenen Streulichtern von der Diskokugel, das ist auch eine Szene; einmal war ich dort alleine eingeschlossen, in dieser Bar, die auch ein Kino ist, es war ein seltsamer Moment, es war ein Nachmittag im Herbst, glaube ich, draußen hatte es Sonne, drinnen kein Licht, künstliches, und ich wartete auf jemanden, während die andere Person gegangen war).

Oh how you walked through the dark and love destroyed you

An manchen Stellen ist es voll O.K. sich im Plauderton über nichts zu unterhalten, an anderen Stellen empfinde ich es als extrem störend. Weil ich behaupte, dass da einmal mehr war.
An anderen Stelle empfinde ich es als unheimlich angenehm sich über superwichtige Dinge im Plauderton zu unterhalten;
aber auch sich den Raum zu reservieren und die Zeit zu nehmen aus der Uhr für solche; und sich gegenseitig auf Listen zu setzen, damit die Rechte gleicher sind. Nicht nur darauf zu warten an der Reihe zu sein mit dem Reden.
Oder die Uhr, gemeinsam mit dem Ticken, in die Küche zu legen, weil sonst jemand nicht einschlafen kann.

Die Töne befördern ganz viel Bedeutung, die Stimmung ist mindestens genauso Trägermaterial wie die Stimme. Wörter formen, Zunge, Resonanzkörper.

Ich bin denen gefolgt mit der Gitarre auf dem Rücken, das war mir öfters schon gut geraten, über die Zoller, die Siebenstern, den Stuck.
Das Glück.
Das Glück Menschen zu kennen, die ähnliche Vorstellungen haben und konträre Vorstellungen. 
Die gerne zu haben und Angst davor zu haben die zu verlieren. Was verlieren überhaupt heißt und los lassen; und an Dingen festzuhalten und sie gehen zu --- 
Und sich dann nicht anders zu helfen zu wissen als Rumkokosschokoröllchen zu essen aus einer Papiertüte und unter einer Markise zu stehen und dem Verkehr beim Fließen zuzusehen. Neben einem Blumentopf aus dem irgendeine immergrüne Pflanze wächst. Aus Plastik, vermutlich, also Erdöl. So wie die ÖMV in Rumänien wieder irgendeine upcoming art scene fördert.
Und dann in einen Film gehen; Blutsverwandschaften pflegen.
Material aus Bildern, das mir unter anderem einen Ort zeigt, der mir spukhaft, unheimlich vertraut ist und gleichzeitig so weit weg; es werden die Erinnerungen jeden Tag unklarer, die Namen, die--- alles, was da war, das verschwimmt, ich lasse es auch gehen, in die Wellen, die Tiefen.
Es setzt sich dieser Absatz weiter unten fort, aber es gibt so viele Zwischenrufe
und Mischformen.
Glühwürmchen. 

Kurz, im Blicke austauschen habe ich überlegt, was es bedeutet, jemand anderem eine Geschichte zu erzählen, die gerade mit jemand anderem passiert ist. Die Bedeutung von Vertraulichkeit und, ob es hilft, oder verkompliziert, oder hilft und verkompliziert.
Vertrauen und Vertraute.

Und was ich ernst nehme und, worüber wer lachen darf; und in welcher Blase. Ob die Seifenblase im Dachgeschoss mir wohler bekommt als die geplatzte Seifenblase; oder eine, die am Schaufensterglas klebt und gar nicht mehr rund ist.

Um auch weiterhin Platz zu haben dafür, also Kontemplation und Sachverhalte drei Mal im Kreis zu drehen, mir auf der Zunge zergehen zu lassen, mir das Wort im Munde umzudrehen, ja, dafür (!) habe ich in der Zwischenzeit ein Gespräch darüber geführt, wie ich mir mein Leben erhalten soll; nicht alleine. Am Ende bekam ich daraus, was ich wollte; oder erst recht und erst link nicht, weil ich ein Gefühl daraus bekommen habe, das ziemlich unangenehm war und ist.

So wie auf den Stufen von der Institution stehen für die ich mich entschieden habe, weil sie am Ende das kleinere Übel war (in dem Moment), die ich aber nicht repräsentieren möchte, nicht einmal ein bisschen, nicht mal ein wenig, nicht einmal fast. Im Moment möchte ich mich sogar in deren Inneren kaum mehr über sie streiten; so gering schätze ich das Potential ein, irgend etwas zu verändern an den bestehenden Strukturen. Die Strukturen, die sich wellen auf dem Schaum, der das Meer bedeutet.
Es riecht nach Schnee.

Manche Wörter die sind so gut, wieso sollten die nicht auch in meiner Sprache sein.
Manche Dinge sind so gut, die sollten auch in meiner Sprache sein. (Sprache als solche.)
Gefrorenes Wasser.

Nach einem Jahr in Porto sind Ruinen mit Sicherheit nicht mehr dasselbe wie davor.
As I always said "Those people, who live inside of the ruins certainly don't appreciate them as much as those, who take pictures of them; or, for that matter, as much as those, who install central heating and then (still) admire the flaking wall colour--- do."

Mein Vater hat einmal zu mir gesagt, es war vor etwa einem Jahr und vielleicht ein paar Monaten, ich war dabei zu überlegen, welche Gegenstände ich mit mir nehmen sollte (ein Koffer hat begrenzte Kapazität und eine Fluglinie strikte Vorgaben; Preis, Leistung).
Ein Klavier hat etwas Therapierendes. Ein Synthesizer, das ist mehr etwas zum Spielen
oder so ähnlich. Es ist kein Zitat und nicht Cambridge und nicht Oxford, also beides Fleisch und Fisch. Und ich verweigere mich nicht den Regeln und nicht den Fußnoten und nicht der Kopfstimme, nicht den second thoughts. Ich teile aber trotzdem nicht gerne, ich gebe gerne ab und gerne auf.
Das Klavier hat im Nebenzimmer gewartet, das Instrument, auf das ich Anspruch erhebe. Oder, in verschobenen Koordinaten, West, Süd, Europa, im Haus gegenüber im Yamaha Geschäft; nicht einmal getraut hatte ich mich dort hinein zugehen. Einmal war die Auslage eingeschlagen worden, nicht einmal da hatte ich mich getraut dort einzusteigen.
Der Synthesizer, für seinen Teil, ist in einer Kiste verstaubt.
Einige der eindrucksvollsten Momente hatte ich aber, als ich meine Finger wieder an den Tasten hatte, Lieder gespielt habe.
Eindrücke für mich, heißt das.

Und heute, hier die Fortsetzung, als ich die zu terrassenförmigen Landschaftskörpern gemachten Hügel im Tal, wo der goldene Fluss zum Hafen fließt, wieder gesehen habe. Da war das Wasser in meinen Augen und die Person neben mir hat gefragt, ob ich Heimweh hätte.
Ich habe gesagt, Ja, doch. Ums Herz wurde mir eng.
Nach einem zu Hause, das es dort nicht gibt und da auch nicht.
Es sind Weinberge und Berge von Weinen.

Es geht da nicht um 'So sollte ich mich fühlen, wenn und weil' ---

Mein Leben, das genauso bedeutungslos ist wie deines.
Und dein Leben, das genauso bedeutungsvoll ist wie meines.

Jetzt am Ende, im Tippen, waren ein Schellenkranz und eine Harmonika auf der Straße.
Ich konnte sie deutlich hören. Als ich schließlich los gerissen war vom leuchtenden Rechteck und zum Fenster geeilt, waren sie verschwunden aus meinem Blickfeld.
Sie waren auch nie da, schließlich hatte ich sie nie gesehen, waren sie meinen Augen tatsächlich nicht passiert. 

Friday, 11 October 2013

Im Kaffesatz lesen

Ab und an und zu überlege ich Absätze nicht mich Ich zu beginnen.
Das hält mich aber ab von manchen Anfängen, die in erster Linie zu machen,
zweite Gedanken mache ich mir darüber sowieso, die dritten soll mir dann die Krankenkassa zahlen.

Was meine Geschichte ist und welche deine, das ist eine andere.
Perspektivische Geschichtsschreibung und weiße Männer, Skelette in Kästen unter Museen
und Sieger und Geradlinigkeit. Und vortragen tut der, der sich so gewählt und genau auszudrücken weiß wie sonst niemand, den und die ich persönlich kenne, nämlich scheinbar so mühelos, der, der selbst am liebsten erzählt. Nämlich nicht mit dem Anspruch zu berichten, was wirklich geschehen ist. (Sondern.)

Ich besuche außerdem eine Einführung in die künstlerische Praxis; vielleicht lerne ich jetzt, wie das eigentlich geht, was ich mache oder habe.
Das ist aber nicht mein Beweggrund dorthin zu gehen. Es ist im Dachgeschoss, dort, wo man die roten, geflügelten Löwen auf den Türmen sehen kann, durchs Fensterglas, und die Schornsteine, knarrende Treppenstufen.

In the body of a violin habe ich die Ukulele gebracht. Es ist das nicht irgendein Geigenkasten, es ist das ein besonderer. Bisher hatte ich darin Dinge gehabt, die ich mit einem Zeitraum, mit einer Person verbinde, verbunden habe. Erstanden habe ich ihn in Budapest, das ist eine Stadt in Ungarn, in der es parteipolitisch auch ziemlich arg aussieht.
Ich habe ihn aber ausgeleert, die Erinnerungen in einen anderen Karton Werte-umverteilt, und in ein anderes Haus getragen. Im Badezimmer roten Stift auf das Gin Tonic Glas gemacht, Lippenabdrücke. Auf den Rand der Wanne, im Spiegel noch einmal die Heels angesehen, eine Umarmung und Thank You For Being A Friend gesungen; als Duett, das hat es bisher noch nicht gegeben. Alles hat geglitzert und die Wimpel waren auch mit. Es ist ja ohnehin eine ewige Streitfrage, ob der Text wichtiger ist oder die Melodie; vermutlich lässt sich das e nicht trennen, genauso wenig wie alles andere.
Schnittmuster führen am Ende ja auch nicht zu Trennungen, vielmehr zu Textilien, die am einfachsten auf normierte Körperformen anwendbar sind, für diese gibt es die Puppen, die Maße (das ist mir auf gefallen, den Kopf, im Nähkurs ein paar Tage später; Stecknadeln und magnetische Kissen dafür; ständig muss mit diesen Vorgaben umgegangen werden; diese mit gedacht).
Zurück in der Nacht, bin ich am Schluss die Straße entlang gelaufen, habe vermutlich getanzt mit dem Geigenkoffer, bis sich ein Taxi meiner angenommen hat (Nicht, dass ich es mir leisten könnte; kümmerte ich mich noch immer nicht ums Kapital).
Meine Restgedanken hatten die Entscheidung getroffen mich nach Hause zu tragen (ad: I got home with my imagination).

Ein paar Wochen zuvor bei der Party, die eskaliert ist, habe ich Britney Spears' Lucky (die erste Strophe und der dazugehörige Refrain; I refrained from playing the rest, there) gemacht; Ich habe es als magisch empfunden, es zählt zu meinen liebsten Einlagen.

Es gibt sowieso ganz wenige richtig traurige Lieder; zum Beispiel 'Braille' von Regina Spektor ist eines davon. Ich kann es ganz schlecht spielen, dafür möchte ich am liebsten immerzu nur weinen dabei.

Einen Tag habe ich so viel mit Menschen und der Außenwelt geredet, dass ich nur ein paar Sekunden im Internet war.
Ich wette tumblr hatte mich schon vermisst.

Ja und kontinuierlich versucht, geprobt, mich nach außen zu kehren mit dem Besen auch ein wenig von dem Dreck. Wenn es dann offen da liegt auf dem Tisch neben der Nachspeise mit den Scheiterhaufen mit Marillen, oder dem Käsetoast, wahlweise dem Panino, oder zwischen Kissen und Matratze, da ist es immer noch unsichtbar, aber sich sehen lassen können, das lässt es sich! Und wie viel da noch fehlt zum Nachvollziehen und zum nach sich Ziehen.

Der Kaffee aus Portugal ist den Zeitpunkt übergangen, als er zur Neige war. Jetzt habe ich kubanisches Gold gekauft; dabei rich people performed, bin mit dem Papiersackerl in das die Meersalzflocken und solche Dinge hineingeworfen wurden, über den Graben flaniert. Alles ist importiert und macht mich trotzdem fröhlich. Das hat mir der Konsumerismus beigebracht.
Am Brunnenmarkt habe ich dann Brasil (das ist bestimmt auch nicht kolonial.) gekauft und die teuren anderen Kaffeebohnen auch mahlen lassen; gut sind sie trotzdem nicht, beide.
Weder mit Zimt noch mit Honig lassen sie sich mit dem Aphrodisiakum vergleichen, dem unser Kaffee dort gleich war, um so ein Hundeleben zu lieben, in den ein wenig transparent weißen Keramiktassen.

Thursday, 26 September 2013

Blumen

--- 'dem Geschichte als "eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft"', erscheint, der 'Trümmerhaufen' aber so unabsehbar, daß er bereits 'zum Himmel wächst.'












Es ist dem zufolge noch nicht alles verloren.
Ich habe Konzepte von 'Reue' gezeigt und 'Demut' auch und hoffe, dass ich mich im Zaum halte. Das macht mich denken an den Abend, es war eine Nacht von Sonntag auf Montag um 3 Uhr früh, bevor die Drag Shows begannen, als ich die ehemalige Beziehung meines Gspusis kennen lernte (den Gender nullifzieren). Mir wurden Ratschläge gegeben, mit Gesten, die hatten mit Zügeln zu tun.

*Ich hatte einen unfreiwilligen Ausflug nach Tulln gemacht. Wiewohl ich nie in Tulln gewesen war, wollte ich es, als mir die Möglichkeit gegeben war, gar nicht sehen, habe einfach den Bahnsteig gewechselt und es wieder verlassen. Die Ortsnamen auf dem Weg zurück haben mich gefreut. Im Zug sieht meine Handschrift ein wenig aus wie die meiner Urgroßmutter, wenn sie Glückwunschkarten geschrieben, oder die Außenseite des Kuverts beschriftet hat.
Schluss gefolgert habe ich mir wieder ein Notizbuch zugelegt, auferlegt.
Es ist das ungemein, wie in nicht hinterhältig, wobei ziemlich common, nützlich als Werkzeug, wie ein Hammer; Feder und Pferd. Nur mit dem digitalen, dem Paraphrasieren, die Reinschrift (!) daran scheitert es eher. Vielleicht auch aus dem Gedanken heraus, dass ich 'das' ja schon geschrieben hätte.

Mein Geld neigt sich dem Ende zu, es nimmt eine Verbeugung, hin, eine nach dem anderen. Vermutlich werde ich darum diskutieren.

Ewig, die Ängste.

Aufstehen tut es sich am besten mit Tanzschritten.
Keine Paartänze.
Ich schlafe ab jetzt einfach nie wieder mit irgend jemandem und mit jemandem nur nach Überlegungen.

Am Fluss stehen und in die Weinen, die Wellen sehen; Die Boote, die unten noch zerkratzt blassrot sind, aufgestapelt am Ufer - Die Räder drehen sich weiter und das Gebüsch fliegt vorbei wie eine Kuh im Wirbelsturm. Brechen, brechen, brechen! Dieser Absatz war zur Hälfte fiktionalisiert.

Und so lange habe ich mit keiner Person intensiv über meine künstlerische Praxis geredet, dass ich mich viel mehr Dinge traue! (Das ist gut und schlecht.)

Kleinstgärtner_innen zäunen ihre Wochenenden ein, pflanzen einander Tujenhecken an die Grenzen, damit sie sich auf der Straße auch nicht zu erkennen brauchen. (An dieser Stelle komme ich doch auf die Begegnungszone zu schreiben: In Wien will sich doch niemand tatsächlich begegnen.)
Ich würde gerne einmal ein Buch mit Elfriede Jelinek gemeinsam schreiben.
Ich habe das Gefühl, sie wollte das nicht.
Aber - anybody have bjork's email?

Nachwort
zur Liebe und Freundschaft:
unter einen Glassturz,
studiere sie wie eine Orchidee
und so lange sie nicht mit Außeneinflüssen in Berührung kommt, diesen ausgesetzt wird, funktioniert sie einwandfrei;
die Epiphanie, die ich hatte.
so wie der exotische Garten von Thomas Bernhard durch den er wandert
(Und ich muss es ja wissen.)

Tuesday, 24 September 2013

Federn

Mir hätten einfach die Strategien gefehlt.
Nicht so wie mir die Strategien fehlen, wenn ich jemanden mag. Klar, da gehen mir auch bald die Handlungsmöglichkeiten aus. Ich fliehe dann entweder, oder tue so, als ob mir alles egal wäre. Lustiger Weise ist das Muster, wenn ich jemanden nicht leiden kann ganz ähnlich. Das macht aber nichts. 
Jedenfalls war es für mich nicht vorstellbar und aus dem Grund eigentlich nicht in Worte zu fassen. 
Ich habe mir das schon überlegt; wie ich reagieren würde, viele unterschiedliche Versionen und keine hatte gepasst, keine hätte ich glauben wollen. Davor hatte ich zur Sicherheit Informationen in der Welt verstreut wie Puderzucker auf Berggipfel, wo die Postflugzeuge in der Zwischenkriegszeit ihre Ladung verloren haben. Wohl gemerkt, rede ich schon nicht mehr vom Schnee, der in den Atlantik fällt. 
Als mir letzten Endes bestätigt wurde, dass ich nicht nur in vielen anderen Dingen ziemlich negativ bin, war ich total at a loss for words und stand wenige Meter vor der mentalen meilenhohen Klippe, die mir gerade noch vom Herzen gefallen war. Also eine Art Autopilot-Bindestrich-Reaktion trat an Stelle von Überlegungen; 
Stattdessen, das heißt ersatzweise von dem, was ich mir dachte - das war heißrote Lava mit einem Pausenton, einem monotonen Störsignal, nicht Wut - sagte ich: Ich finde, dass du das total gut und angenehm machst. 
Kurz bevor ich ging, war das. 
Ich hatte meine Kühle in den letzten Schritten schon verloren und konnte die Gleichgültigkeit, die Gelassenheit vollends 
nicht 
mimen. 
Meine Stimme war ein bisschen zittrig, ich war ein wenig außer Kontrolle. Ich war mir gar nicht geheuer.
Wenn mir das nämlich auch noch auf den Kopf gefallen wäre, mir wäre tatsächlich die Welt herunter gekracht gekommen. 
Seelenlaut wäre das gewesen, gewissermaßen. 










(Es ist Zeit die Bruchstücke aufzusammeln.)

Friday, 20 September 2013

Who needs love

Ich habe jetzt zwei Weisheitszähne weniger, das optimiert total meinen BMI, wenn schon nicht mein Selbstbild. 
Lieber hätte ich, es hätte sich das Bundesministerium für Inneres optimiert. 
Der war billig, aber ich bin auf Schmerzmitteln. Und Eiswürfeln. So parteipolitisch würde ich sonst doch nicht. 

Zuerst musst du deine Oberkleidung ablegen und austauschen gegen mintgrün und krankenpfleger_innengrün. This is so not Chanel. 
Nein, zuallererst die zweifarbig grüne Karte mit dem Gold Inlay am Empfang vorlegen, die ewig langen Gänge an ewig vielen, nervös und sich langweilend zur gleichen Zeit, Wartenden vorbeigehen. 
Noch ein weiteres Mal zum Röntgen auf dem Absatz gekehrt werden "Die Strahlung ist genauso viel wie auf einem Flug nach New York!" (Zahl mir den Flug nach New York und ich teste das, Bitch.) 
Dann wirst du in diesen klinisch sterilen weißen Saal geführt und gesetzt auf einen Stuhl, der in alle Höhen, Höllen, Tiefen und Schräglagen verstellbar ist. 
Die erste Spritze ist tatsächlich die schlimmste, sie hat Nervenenden gereizt und beleidigt von denen ich nie vermutet hätte, dass es die dort gibt. Nadeln können tief gehen. 
Die nächsten beiden, oder drei, ich weiß es nicht mehr, die habe ich schon nur noch mit tauber Zunge gespürt, als ob Zement daran kleben würde. Ich denke dann manchmal in solchen Bildern. Es hat mich auch an eine Nachtzugfahrt erinnert an die ich ungern zurückdenke. 
Es kommt eine desinfizierende Creme in dein Gesicht, die abscheulich riecht. Keimfreie Lappen über die Augen gelegt, eine Art von Gloss, kalt, auf die Lippen mit Schwamm oder Watte, das ließ sich dann sogar kaum unterscheiden, eine schwere Decke über den restlichen Körper und Kabel und Dinge und alles, was du schon nicht mehr sehen kannst. Es ist ja dunkel, du weißt nur, dass von oben eine unglaublich helle Lampe in deine Innenräume scheint. Alle tragen weiße Kleidungen und strahlen. 
I believe that the pain would have been unbearable
Ich habe das Sägen, das Pfeifen, das Kreischen gehört
wie eine Kreissäge, die das Zahnbett zersägt
Da fiel auch augenblicklich die Entscheidung nie im medizinischen Bereich tätig zu werden, nie, nie, nie.
Die Zahnfeen haben mir wenigstens verboten Sport zu machen. 

Jemandem zu sagen, er wäre tapfer, das ist ohnehin das Letzte. Das hat mich schon als Dreijähriges nicht aufgeheitert. 
Am Schluss wirst du dann kurz und knapp wieder ausgespuckt, bekommst noch einen Zettel, der sagt, was du zu dir nehmen sollst und was nicht. Meine linke Mundhälfte war indes damit beschäftigt nicht zu sabbern und keinen Tee zu verlieren. 
Ausgerechnet an dem Tag hatte das Internet sich entschieden nicht mehr zu funktionieren. 
And I was like "Shouldnt it just like be there?"

Brei und Suppe!

No Fear

Ich trete dann wieder auf der Stelle, ob ich das überhaupt will an erster St., immer dieses Schreiben und stehe dann wieder auf der Kante der Münze.
Ich habe meine Worte, das kann schon sein; hinter denen ich mich verstecke und hinter denen ich mich hervor tue, 
die ich biege und breche; 
bei weitem lieber biege. 
Gelegentlich frage ich mich, ob beliebige, lesende Person, die meinem Texten ausgesetzt wird, irgendeinen Inhalt oder ausschließlich Form aufnehmen kann, annehmen möchte, oder die Buchstaben lieber gleich vor fremden Türen aussetzt, zu Findelkindern macht; An Raststätten an Leinen an Geländer festmacht, bindet. 
Die Meinungen, die Bedeutungen legen sich indes in ihre Flussbetten und ruhen dort, wo sich die Boote festmachen lassen im Schatten unter dem Steg. 
Und, wenn ich Menschen treffe, würde ich am liebsten für beide Seiten, Kopf und Zahl, das zu einer meist angenehmen Erfahrung machen. Thank you, Google Translate, you inspire me. 

Starting tomorrow, however, I will fade into a painkiller induced high of purest bliss. 

Liebes Wien, ich weiß mittlerweile, dass ich alles von dir haben könnte. Ein bisschen wienerln muss ich nur und schon hat es dich um meinen Finger gewickelt wie das Auto um den Laternenpfahl. Wer braucht Rezepte in Apotheken? Ein bisschen seriös wirken, den Kragen zurechtrücken und Augenkontakt halten, nicht zu vergessen "I" statt "Ich" zu sagen, solange, bis es ernst wird, dann strenges Höchstdeutsch. Yes.

(not a poster girl)

So viele tolle Strategien habe ich, dass ich auf die wichtigsten Dinge vergesse; 
und alsbald vergangen sein wie Schnee, der in den Atlantik fällt.

Am 1. Tag, an dem sich mein Leben entscheiden würde, lag ich jedenfalls in Embryo-Stellung auf dem Sofa unter einem mehrfarbig, marmoriert anmutenden Deckenüberzug in der Sonne und habe danach gesucht mich zu fühlen.
In der Annahme, die Behauptung machend, dass ich das einmal konnte.
Wo ich anfange und, wo ich aufhöre, was schief liegt und was gerade noch funktioniert, im Körper und im Geist; was für Kategorien(,) zur Hölle.
Einatmen, ausatmen. 
Später wartete ich vergeblich auf Ergebnisse zu anderen Fragen, die im Stockwerk unter mir gelöst werden sollten. 

Ich hatte mein Telefon über Nacht die letzten 12h nicht beachtet, es war folglich auf silencioso; wurde ziemlich bald mit den Konsequenzen konfrontiert. Am Abend davor freute ich mich noch, dass Treffen auch auf Grund von Kreisen und Wellen
im Wasser
möglich sind; Steine werfen.












Dazwischen und davor bin ich in politische Agitation in 1070 geraten. Der autofahrenden Lobby fahren zu viele Autos in meiner Straße, was sie selbst davon abhält die letzten Hochburgen des Individualismus und die höchstmögliche Vermeidung zwischenmenschlicher Beziehung herumzufahren, deshalb gehen sie auf ebendiese [Straße] und halten Transparente, die Dinge wie "KUH" sagen in die Höhe, den Fahrzeugen entgegen; wann immer die Ampel auf rot schaltet, versteht sich. Alles im gesetzlichen Rahmen!

Was früher das Lehrmittelzentrum war, was total schön wie auch romantisiert Ostdeutsch geklungen hat, gab mir Karton und einen Diskont, der mir vielleicht gar nicht zustand. Und ein Kuvert, das ich asap nach Ostdeutschland schicke. Es geht um Geographie; offensichtlich.

In combination with those obsessive compulsive, highly addictive, passive agressive streaks of and in my character I am going spend some marvelous time in wonderland, no doubt about that. 

Wasted Youth No Future

Es hat sich mein Rhythmus in die Richtung gedreht, dass es früh ist, wenn ich um halb 4 nach Hause komme. -- Ich war auf einer Party in einem Raum, der so schick ausgesehen hat, dass sogar der Gin Tonic umsonst war; den habe ich abgelehnt; 
Der Verzicht. 
Ich habe ihn jetzt zurück gedreht so wie die Zeit. Ich will ein bisschen bereuen, dass ich daran noch nicht früher gedacht habe --
Es warten dann beim homecoming die Wimpel auf mich und der Lampion, die Lichterkette, meine Wohnung feiert auch ohne mich Feste. Es sind Veranstaltungen, das ist nur eine andere Anordnung der Silben von Verunstalten. Die, wo ich dabei bin, sind allerdings eher dazu geneigt zu eskalieren. Ich performe dann den #wastedyouth #nofuture #partyhost und im schlimmsten Falle speie ich Fontänen aus Sekt, die sich mit dem Glitzer am Boden am Ende gemischt im Handtuch wieder finden. 
An den Kopf greife ich mir erst am nächsten Tag. 

Don't despair, you're there
From beginning to middle to end
Don't despair, you're there
Through my wasted days
You're there through my wasted nights

Oh despair, you've always been there
You were there through my wasted years
Through all my lonely fears, no tears
Run through my fingers, tears
They're stinging my eyes, no tears
If it's all in my head there's nothing to fear
Nothing to fear inside


Tuesday, 17 September 2013

Vielleicht gibt es kein Privates -

- Vielleicht ist es aber auch total fragwürdig(,) Persönliches,
Autobiographisches anderen Menschen ins Gesicht zu halten. Vielleicht wollten die das nie auch nur in der Nähe von ihrem Gesicht haben,
vor Augen geführt bekommen. Leben und lieben und arbeiten nicht zu trennen ist eines,

(Zwischen)
Verschweigen und Preisgeben

etwas anderes
Und nicht zuletzt auch noch auf dieser äußerst fragwürdigen Plattform.
Beistriche als Stilmittel.
Ich beruhige mich damit die Dinge in Worte zu fassen, ihnen eine Form zu geben, wird mir ums Herz ganz eng dieser Tage, wiederholt, als würde jemand die Finger einer Hand darum legen und anfangen zu drücken.
Ich habe heimlich und unheimlich viel Angst vor vielen Dingen, vor wenigen so richtig und vor einem am allermeisten, das lässt sich so herunter brechen.
Zu den wenigen gehören Gefühle,
von dem einen weiß ich noch nicht, wie ich darüber schreiben soll;
es ist mir zu groß und gewaltig, um es anzugreifen, aufzugreifen.
Die de-eskalierende Strategie geht folglich nicht auf.
In der nächsten Woche entscheidet sich mein ganzes Leben, die Schalen und die Waagen kann ich nicht mehr tippen, es ist längst alles gelaufen, nur das Wissen darüber fehlt mir.

Ein sich machen

Es ist eine Eigenart, in allen Sinnen, also eine geeignete und sich zu eigen gemachte, eine wenig gängige, obwohl ein wenig gewöhnliche Angewohnheit; aus Gründen; in Rätseln sprechen.
Sich wiederholende Muster, im Gewebe.
Hin und wieder
in etwa 1x im Jahr
fahre ich zum Zentralfriedhof (* mit'n 71er foan)
Es fällt mir dort relativ leicht Gefühle in mir zu erzeugen, zu erforschen, auf Grund zu gehen
oder sie zu zu lassen
nicht gleich zu zu machen.
Es ist das kein Ort, um sich aufzuhalten (außer für die, die tot sind)
Ich halte mich dort nicht gerne auf, aber gerne ab
davon
ins restliche Leben zurück zu gehen
Ich grundle am Boden meines Herzens
und fühle mich irgendwie geerdet
Wenn ich weit genug gegangen bin
und Wasser in meinen Auge hatte,
tritt eine Art Gleichgewicht ein, ein Lösen von Bedürfnissen
in dem Moment beginnt es zu regnen, dieses Mal
I don't think that I can hold it 
Das Körperliche ist nie zu unterschätzen in seiner ausschlagenden Kraft

Es ist das alleine sein, nicht einsam.
Ein sich zu machen, zuschütten, zudecken,
Abhängigkeiten, Beziehungen und Verhältnisse.
Vor allem in den Teilen, wo niemand ist und sich keiner darum kümmert.
Alles hat Gras über seine Sachen wachsen lassen, Efeu und Lampionblumen.
Sich erinnern, wer jemand war, ein Ende des sich ständig Wandelnden;
sich selbst eine Geschichte erzählen von sich
und riskieren, sich weniger erzählen lassen,
nur von den Guten

Was es an diesen Orten ist,
das mich (mich) wohl fühlen lässt.
Doch irgendwo das Ungestörte
am Leuchtturm
am Strand
auf der Höhe
sich nicht begründen
ergründen
zu müssen
Der Zustand ist höchst instabil, keine Frage

Es saßen dann
Mädchen neben mir, aus der Volksschule und haben beschlossen, das Buch, das ich lese, wäre engländisch.
Am liebsten würde ich mich wieder nur auf all die kleinen, unbedeutenden Dinge konzentrieren und denen Ladungen von Bedeutung zuzumessen für unverfänglich halten. 

Friday, 6 September 2013

An Fahrt gewinnen

New York vermisse ich zum Beispiel gar nicht.
Wie sollte ich auch und wer würde mir das erlauben, ich war dort nur für knapp 2 Wochen und jung, da kann ich doch mein Herz an nichts gehängt haben. 
Diese kleine Zeitspanne befindet sich in einer Zeitspange meiner zerfransten Lebenssträhnen, ich wiederum befand mich damals in einer exklusiven Zweierbeziehung und schlief beim Telefonieren mit dieser ein, weil ich unheimlich viele Stunden in Flugzeugen und Wartezonen verbracht hatte; oder zumindest erzähle ich das so. Ich behaupte ja nicht die Wahrheit zu sagen, wobei ich ungern lüge. 
Ich wohnte für ein paar Tage in so einem Loft mit riesigen Fenstern an der einen Seite und kaum Zwischenwänden, ganz vielen vermutlich teureren Bildern an den Wänden, die ich schon auch mochte.
Man fuhr mit dem Lift direkt ins Vorzimmer im 15. Stockwerk, vorne hinaus hat man auf die Park Avenue geschaut, ziemlich tief unten, wo es in der Mitte Bäume gibt und überall tropfende Klimaanlagen, gelbe Taxis und vielspurige Straßen. 
Es war der Boden aus Holz, Dielen oder so, und eine große palmenartige Pflanze stand an einer Stelle; um einen Wohnraum handelte es sich, der für eine Zeit mit dem Land vertauscht wurde von den Bewohnenden. 
Ich konnte mir weder heute noch damals vorstellen, was 1 Million $ bedeutet und, was der Unterschied ist zu 10 Millionen $ und was der Boom und die Immobilien und die Blase und das Platzen gemacht haben damit; das Platzen war zu dieser fortgelaufenen Zeit noch nicht eingetreten; Dornen im Fuß. 
An einer Wandseite stand eine Stereoanlage, so halb im Raum eigentlich. 
Nachdem ich die selbstgetitelte The Dresden Dolls CD gekauft hatte, zu dieser Zeit, es war 2005 und die materielle Plattenindustrie gerade am Ein und Zusammenbrechen, legte ich sie das erste Mal in das Lesegerät ein. Ich war ein Jahr zu spät, um das Pochen der Zeit zu spüren und als hyper current zu gelten. Mir war das eigentlich egal, mochte ich die Musik. 
Es begann dann mir Good Day, das Toy Piano Intro zu spielen, vorzulesen, und ich begann augenblicklich zu schmelzen; saß am Boden an der Ecke zwischen massiver Wand und Fensterglas und hab den Autos in der Tiefe und den Klimaanlage in der Höhe beim ewigen Kreisen zu gesehen. 
Ich war diesen Nachmittag alleine, weil ich mir ein paar Wochen davor das Bein gebrochen hatte, irgendwelche Bänder im Knie waren gerissen und Knochen gesplittert, die Narben haben noch heute bunte Farben; mein Kopf hatte relativ wenig gelitten, obwohl dieser eigentlich frontal gegen die Windschutzscheibe geflogen war in einer Verpackung aus Helm. Erinnern kann ich mich daran nicht. Still und stumm ging ich deshalb weniger weite Wege und schickte nur die anderen auf die Straße. 
Extrem laut und unglaublich nahe kam mir alles vor; es war ein Moment, der schon vieles ausgelöst hat, vieles seine Anfänge genommen hat.

Fußnote: 
http://youtu.be/_UIeooHNvPo
http://youtu.be/Cvrjn_pF9tY

Wednesday, 4 September 2013

Von meiner Tendenz die Dinge zu verkomplizieren

Ein Federbett 

Dieser Tage schlafe ich gerne mit offenem Fenster, es hat dann eine ähnliche Lautstärke, die von der Straße in den Raum dringt, wie die in der Straße des Kaninchen Enkel, wo ich einmal gewohnt habe. Hier gibt es keine Sexarbeiter_innen, die Aufmerksamkeit auf sich rufen und ziehen wollen, die meiste Zeit ist es ruhig, immerhin ist es Wien und es gibt weder Leben auf der Straße noch Leben hinter den verschlossenen Türen. 
Nur heute wurde ich von der Baustelle geweckt von der ich noch nicht wusste, dass es sie gibt; ich kann sie auch nicht sehen von meinem Fensterbalkon, nur hören. 
Manchmal ist das in Ordnung keine Menschen auf der Straße zu treffen, immerhin braucht es dann keine Auseinandersetzung mit ihnen. 

Es ist immer einfach auf die Frage zu antworten, ob ich Portugal vermisse. Ich sage dann: Ja, aber es gibt dort e keine Zukunft. Nicht einmal, wenn ich bleiben wollte. Jedenfalls muss ich bald wieder hin, um Material zu kaufen, also tatsächlich Kaffee
und Papier. Mir fällt langsam auf, was mir abgeht. Hier. Und, was mir ausgeht. 
Es war eine lange Zeit, die dort ---

Ich habe wieder angefangen nachzudenken, das heißt auch zu zweifeln und das heißt auch, dass meine Hypochondrie sich zurückmeldet (diesen Teil möchte ich aber anderswo abhandeln, am besten in meinem Kopf, immerhin geht es meist um den Verdacht auf Krankheiten, die innerhalb weniger Wochen oder Monate unabänderlich zum Tod führen).
Obwohl ich immer noch Glitzer unter meinen Fingernägeln hervor hole, er ist sehr hartnäckig. Manches lässt sich nicht einfach wegwaschen.  
Und, wenn ich einmal anfange zu fragen, hinter und nach, zu, möchte ich immer alles in Worte fassen, weil das ist einer der wenigen Wege, die ich gelernt habe; Dinge zu umgehen und mit Dingen umzugehen.
Die Grätenwanderung zwischen der Bedeutung nicht auf etwas Exklusives abzuzielen, aber schon auch Vertrauen wollen und Nähe zueinander irgendwie. Und die Fischknochen, die sich daraus ziehen lassen. 
Nicht immer ist alles voller Liebe.

I can say lots with a little words or few like

Wie schon Maria Callas gesagt hat: Das Schlimmste, was ich gemacht habe, in meinem Leben, ist gewesen, meine Stimme zu intellektualisieren.

Und fürs Ende, 
hier ist ein Teil von einem Gedicht:

how much of myself I give 
and how little there is

¢¢¢

Monday, 2 September 2013

Losing Things

and regrets 

I have been drunk an skipping dinner, eating skin from off my fingers. (AFP)
It's about time I quit.
Ich habe mir Wien ganz anders vorgestellt.
Jetzt bin ich plötzlich wieder hier und das Leben, das ich mal hatte, das ist auch da. Ich meine, es hat schon seine Socken gewechselt, aber von Schafspelzen kann keine Rede sein. Es sind viele Menschen, noch ein paar mehr, die ich nüchtern noch nie gesehen habe, und einige wenige kleine Orte.
Einen Tag sind wir wieder auf der Höhe gewesen, bei den gefällten, silbernen Bäumen.
Die Decke mit meinen Farben war auch mit, das denial Xylophon, die Mundharmonika und die Ukulele. Ich hatte mir gedacht pick your poison und the two of us we don't have a future. Aus dem zweiten ist dann ein Lied geworden, es ist so ziemlich No Future und der Text ist schon verloren, die Akkorde waren G, C und D, weil Lana del Rey die auch verwendet. Manchmal habe ich es gekreuzt mit Miley Cyrus 'Can't Stop', das hat ihm das gewisse etwas gegeben und es mehr current, contemporary gemacht. Es war zu dem Zeitpunkt schon dunkel gewesen und ich verschwendete kaum Gedanken an die Dinge, mehr ans Singen.
Danach sind wir in den anderen Unterschlupf gefahren, er ist so richtig im Keller. Zuerst musst du eine schalldichte Tür öffnen, dann bist du im bedeutungsleeren Raum, du stehst vor einer weiteren schalldichten Tür, die bringt dich in einen Ort, wo es eigenartig riecht, weil dort niemand raucht. Und später bist du, vorbei an der Bühne bei der schwingenden Doppeltür in einem Raum mit grauschwarzem Boden, der schon bei weitem mehr Bier getrunken hat als ich. An den Wänden ist Holz, darüber Papier mit bunten Buchstaben. Hermelín hatten sie keinen und der Betreiber ist mit einer Besucherin umgesprungen, auf eine Art und Weise, die ich nicht verstehen konnte; deshalb hat es das Kreuz bekommen, wie ich auf Spanisch zu sagen pflege, und wird für die Zeit des Seins, wie ich auf Englisch mit Gerund sage, gemieden werden.
Am Tag danach habe ich erst gemerkt, dass alles weg ist.
Natürlich habe ich aber viele Stunden gebraucht, um mich aufzuwecken und mich dazu zu bringen in die Station 48 mich zu schleppen und weniger an reflexive Verben zu denken. Angekommen habe ich gesehen, dass alles weg war, bis auf einen braunen Filzstift und einer Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters, die österreichischen Dialekt gesprochen haben. Mir wäre auch nicht zu helfen gewesen, hätten die das gewollt.
Die grünen Perlen hätten eine Tarnfarbe gehabt und die Brille, die schwarze, war aus dem Geschäft, wo es die besten Brillen gibt, auf der ganzen Welt in einer Stadt, wo ich nur ein paar Tage verbracht habe. Sie haben für mich eine Zeit bedeutet und eine Persönlichkeitsstruktur unterstützende, Konstanten bringende, Identitätskonstruktionsgeschichte. Und nicht nur für mich alleine.
Klar hat das ein Gefühl über mich gebracht, dass ich nicht lebensfähig bin, nicht auf mich oder meine Besitze aufpassen kann, am besten niemandem gegenüber irgendeine Form von Verantwortung übernehmen sollte und die Welt hinunter krachen kommt.
Alles war verloren.  

Tuesday, 27 August 2013

Publikation Baustellenwagen

Ich wollte gerne einen Text in die Publikation geben. Während des Schreibens habe ich bemerkt, dass, wenn ich mich der Sprache, der Schrift bediene, sehr bald bei mir das Anliegen entsteht, das zu thematisieren, die Verwendung dieser und den Stand der Diskussion, das Stadium in dem ich mich befinde, im Clinch mit ihm, dem Werkzeug, das zu vermitteln. Zudem war ich nicht sicher, welchen Gestus ich adoptieren möchte, damit nichts auf der Strecke bleibt, würde ich zu abstrakt; damit Platz bleibt auf der Strecke, nur nicht zu buchstäblich, didaktisch;
Wollte ich doch das geschriebene, gesetzte, gedruckte Wort zum Vermitteln verwenden, einen weiteren Zugang schaffen zum Geschehenen. 
Das greift gelegentlich nicht so gut. 
Ist die meiste Kommunikation im Gespräch passiert, hat es kaum Notizen gegeben, waren die Dinge relativ klar, innerhalb.  
Zur Stunde würde ich ein Interview vermutlich vorziehen; legt es nicht so viel Wert auf Wiederholungen des Wortes auch; gewährte ich den Formulierungen weniger Schliff und weniger Sorgfalt im Sprechen.
Die Umstände lassen das leider nicht zu
nach vergangener Zeit spräche ich gänzlich anders darüber, retrospektiver noch, mehr Reaktionen berücksichtigend und schon in Nebeln und Schwaden die Erinnerung. 
Auf der Suche nach einer Struktur versuche ich mich vergeblich und ohne Vollständigkeit an eine chronologische Reihung der Ereignisse zu heften, sie aneinander zu klammern, wie in einem Buch zu binden. 
Ich verwende hier mehrere und fremde Stimmen und kennzeichne sie nicht, hoffe, dass der Hinweis ausreicht. 
Es war eine Einladung an mich ergangen, eine Gruppe von Menschen zu fragen, ob sie einen Raum nutzen wollen. 
Wir überlegen auch gerade, wie wir in Sachen Repräsentation der Freien Klasse auftreten wollen, oder wie sehr wir diesen Aspekt mit uns herumtragen möchten, also, ob wir vielleicht einfach als wir selbst ohne diesem Mantel darüber arbeiten könnten.
Uns ist es auch recht , wenn ihr als Freundesgruppe agiert.
Das ganze kommt also aus meiner Vergangenheit. In dem Moment taucht es deshalb wieder auf,
der Vorschlag, womit auch ich den Punkt endlich erzähle, nämlich, dass wir, wenn wir wollten den "Baustelllenwagen" bespielen könnten, im Sommer
es ist das so ein Container mit Rädern, der ohne Aufsicht zugänglich ist, eigentlich immer
dadurch soll sich natürlich aber auch niemand verpflichtet fühlen mitzumachen, oder davon abgehalten werden Vorschläge zu machen weitere Menschen 
Vielleicht war ich mir der möglichen Rückkoppelungen nicht bewusst, die es haben könnte, oder ich hatte eine Menge Vertrauen, ausreichend viel Ahnung, wie die Menschen, die ich ein Jahr lang nicht gesehen hatte, oder bei denen ich aufgewachsen bin, wie die miteinander umgehen würden; ob das funktionieren kann und, 
mutig sein oder naiv
Ein Abschätzen, ein Abtasten. 
Ein soziale Umfelder ineinander krachen lassen und sehen was passiert; 
Es hätte auch nach ein, zwei Tagen eskalieren können, oder abgebrochen werden
wir hätten eine Woche in der Wiese sitzend, am Fluss, am Lagerfeuer verbringen können und einander kennen lernen, oder einander fern bleiben. Uns entfremden, weniger fremd werden --
Aufholen, was in der Zwischenzeit passiert ist 
den Rahmen der Zusammenarbeit  zuerst aus verhandeln, sich wieder zueinander positionieren 
es gibt fast immer die Möglichkeit etwas bereits Vorhandenes zu nehmen und hineinzustellen  
Anstelle davon und deshalb entschieden wir uns etwas aus dem Boden zu stampfen; orts-, zeit und menschenspezifisch und basiert zu arbeiten; 
ein Format finden, hinter dem alle Beteiligten stehen wollen 
Es kamen zuerst Reden, Bilder von gesammelten Ästen, gefundenem Material, von Kränen herum gehobene Container, Wohnsitze, Asyle, später Meldeadressen, Sockel, die Baugrund sind und der Kunst gewidmet, Gastronomie am Dach, ein Miniaturskulpturenpark; Schneckengemälde, sogar 
Es war das noch mehr ineinander als sonst, sichtbarer die Überlagerungen, das Untrennbare -
Auf engem Raum zusammen leben, aufeinander Acht geben, aufeinander einstellen
manches davon galt es dem Außen bekannt zu machen, vorzustellen
Themen, die alle von uns betreffen und interessieren
Wertigkeiten von Arbeit;
Unsichtbare Arbeit, geleistete Arbeit, künstlerische Arbeit, Lohnarbeit, Hausarbeit, getane Arbeit, eine ein sichtbares unmittelbares Ziel verfolgende Arbeit, Prekariat 
-- nach dem Kapitalismus
Ich fand, dass genauso mehr über die körperliche Arbeit geredet werden sollte; weil die sonst oft weg geschwiegen werden, wenn sie einmal erledigt wurde, die Reaktionen, die da hervorgerufen werden;
Nachdem wir etwa das Loch gegraben hatten, die erste Hälfte davon und Grasziegel umgeschichtet, da spürte ich fast jeden Teil meines Körpers mit einem unterschiedlichen Gefühl von Schmerzen oder ungewohnten Sensationen. Ein Ziehen, ein Brennen, ein Jucken, ein Pochen oder ein wund Sein; emotional
Die Unterschiede, die Kindheit am Land verbracht zu haben; an solche Arbeitsweisen gewohnt zu sein, die Handgriffe, die Vorgänge zu kennen
Und ich, der eine Art Doppelrolle übernommen hat, keine Reihung;
als Kind, als Familienmitglied, als in dem Dorf gewohnt Habender, als die Kategorie Wiener, als Kunststudierender, als Studierender der Akademie, als eingeladener Künstler, als Lohnarbeiter, als Gast, als Teil eines Kollektivs, als Teil einer Gruppe, als singuläre Position, nicht zuletzt als Teil der Freien Klasse,, und nicht, als Freund
Die in sich selbst gefundenen Ideen von Arbeit; die physische Leistungsfähigkeit, die sonst nie eine Rolle gespielt hat; das Commitment, das immer eine Rolle gespielt hat; sich den anderen zu erklären
Die Dinge, die man tut. 
Die Unterschiede in der Sprache, ob es Schubkarre heißt oder Schiebtruhe, oder Scheibtruachn
Dazwischen haben wir, in diesem Zusammenhang und noch mehr in anderen, Kreise gemacht, in die man seine Herzen werfen soll. 
Wir als Menschen, die tendenziell enorm viel Zeit in immaterielle Arbeit stecken; Entscheidungsprozesse, Strategien entwickeln, 
eine Position, die als singuläre in den weiß gestrichenen Räumen ausstellt, und stellvertretend für einen Typus 
Der Wagen ist nicht abschließbar 
Eine Menge schmerzhafter Erfahrungen mit zerstörter, gestohlener Kunst
Die Täter_innen nie konfrontieren, bzw. nie sicher sein können, wer es war, haben sie, glaube ich, das Bedürfnis diese auch einmal direkt zu adressieren (oder irgendwie mit einzubeziehen) 
Verbrenne das Bild nicht, verkaufe es lieber in der Stadt, das bringt viel Geld


✂✂✂

Stoff

Einmal, nachdem wir uns ganz viel gesagt hatten, im Vorraum mit den weißen doppelten Fenstern sitzend, da fiel mir ein, dass ja der Vorbesitzer meines Elternhauses ein Wurstfabrikant war, der sich vermutlich umgebracht hatte, nachdem seine Firma in Konkurs gegangen war. Seine Leiche wurde nie gefunden. 
Verbindungselement und einziger Hinweis auf das tatsächliche Bestehen eines solchen Unternehmens, den ich stets mit Gedanken an diese Informationen verband, war ein ausgebleicht roter, großer Sonnenschirm. Er trug einen weißen Schriftzug, der sowohl Nachname wie auch Bezeichnung der Firma war und hatte weiße Fransen. 
Relativ kurze Zeit nach dem Erwerb des Grundstücks, bei den Umbauarbeiten, als besagtes Haus adaptiert und umgebaut wurde, rechneten meine Eltern im Scherze damit, irgendwo die sterblichen Überreste dieser Geschichte zu finden. 
Ich, persönlich, hielt mehrere Orte, die wie darauf zugeschnitten, wie dafür gemacht waren, um einen toten Körper verschwinden zu lassen, für sehr verdächtig.  
Viele Jahre später, als ich selbst auf Besuch dort war, hatte ein Musiker die Idee einer Präsenz im mittlerweile zum Gästehaus transformierten Gebäude, wo er für eine Weile gewohnt hat; ohne an erster Stelle über die Geschichte zu wissen. 
Es gab Schnaps für den Geist, alles ging besser. 
In den Tagen, wo wir dort waren, gab es auch viel Gerede über Albträume und Alpträume.

# Leichen im Keller

Monday, 26 August 2013

Schilf

Die Tage versuche ich mich von der Matratze zu trennen, wenn ich aufwache. Spätestens beim zweiten Mal Augen Öffnen. Das Wetter macht nicht mehr mein Gesicht am Stoff des Polsters, des Kissens, kleben und beim Erwachen langsam ablösen; Face lift, face drop, Bindegewebe.
Ich könnte eigentlich wieder klar denken, kenne aber zu viele Strategien, um das zu verhindern.
So auch die Geschichte des Jemanden in seine Nähe zu lassen; dieses, worüber ich schon unzählige Male geschrieben habe. Und die Strategien das zu verhindern zu wissen.
Auf Armeslänge -

Der Besuch ist gekommen und gegangen, es verging fliegend; sich ewig lange nicht sehen und trotzdem voneinander wissen, wie die Dinge zueinander stehen. Sich in unterschiedlichen Städten besuchen, unterschiedliche Orte besuchen und die zwischenmenschlichen Beziehungen durch diese Transition durcheinander gewirbelt sehen.

Nicht nur auf Facebook lebe ich wieder in Wien; Mit Lippenstift an den Augenbrauen, gelehnt ans glitzernde DJ Pult hatte ich die, aus ihrer Head Shot Aufnahme eingefrorene, strahlende Madonna, die religiöse, im Rücken und habe erkannt, dass ich hier schon überleben kann, wenn ich mir eine Blase baue und alles andere rundherum möglichst ausblende.
Unter anderem auch deshalb, weil ich in den letzten Monaten gelernt habe, mir wieder klarer geworden ist, dass alleine sein genauso möglich ist, wie sich noch viel mehr vermischen, für mich; es sind Phasen. Gute Funde;
und Blasphemie.

Ich bin bis zu den Knöcheln im warmen Flusswasser gestanden und habe die aufgekrempelten Hosenbeine natürlich trotz dieser Vorsicht ins Wasser getaucht und nass gemacht; die Natur. Von unten hat sie sich in den Stoff geschlichen, getränkt. Das Wasser war süß, nicht salzig. Es gab ein weißes Bettlaken, das zwischen Ästen aufgespannt war, damit das Spielzeugplastikklavier nicht kaputt wird; fast nichts ist besser als solche Instrumente.
Auf meiner Kleidung waren Kolibris in Mustern und ich hatte wie ein Singer/Songwriter eine Ukulele in meinen Händen. Spielen kann ich diese nicht, ich mute es, und mich, meiner Umgebung trotzdem hin und wieder zu. Gesungen habe ich vom zweiköpfigen Jungen und auf Film ist es auch, im Wasser fühlt sich das anders an. Der Wind in den Halmen und „Gin a body meet a body, comin’ through the rye“ - Ich denke da zuerst an Queen Mum. A Cover of a Cover of a Shadow of a Shadow.
Oder the wind in the wires.
Zu Abend habe ich Hermelín gegessen, es hat mich so froh gemacht, dass ich an einem ganz anderen Ort war in meinem Kopf; tschechisches Bier.

Mir wurde eine Kopfbedeckung angeboten, die mich Fühlen gemacht hat, das ich vor allem Bösen im Universum geschützt wäre. Sie hatte goldene Pailletten und Bärenohren und war um 90% reduziert gewesen auf Mariahilferstraße. Der Moment war ein schöner; hohe Welle oder high tide, eigentlich.
Gezeiten!

Habe auf den Bäumen gesessen, die so ausgeblichen sind wie Knochen; wir haben die Wolle des Königs gesungen und Wasser getrunken im Sonnenuntergang neben dem Baum, der aussieht wie im Märchen oder einem Buch von Neil Gaiman und einer Schaukel, die daran hängt. #feetdontfailmenow
Blumen in den Haaren und Disteln als Accessoires an Baumwollstoffen.

Zu alkoholischen Getränken habe ich ein Selbstportrait genommen. Es zeigt mein von den Rundungen des Behältnisses verzerrte Gesicht hinter einer grünen etikettlosen 2 Liter Glasflasche; ich werde es nicht publizieren.



Auf dem Weg von einem Ort zum anderen habe ich meine Stimme verloren, sie liegt jetzt auf der Straße. Ich vermisse sie ein wenig, dieser Zustand konfrontiert mich mit einer Menge Fragestellungen zu Stille und sich durch geschriebene Nachrichten mitteilen; Intonation und Erwartungshaltung, was Stimme betrifft.
Am zweiten Tag war es schon erheblich besser, ich machte schon am Morgen ein Cover von Tom Waits "I Hope That I Don't Fall In Love With You", die mir zur Verfügung stehende Stimmlagen eigneten sich hervorragend. Tiefer.
Wenige Stunden Schlaf später "In The End" vom Scott Matthews; ziemlich traurig. Interkontextualität und transdisziplinär arbeiten heißt das wahrscheinlich; der Nowhere Man in Yellow Submarine hat davon schon geredet; Und Referenzen.

Derzeit gibt es in meinem Leben ziemlich viele Tränen; im Vergleich zu anderen Zeiten. Nicht, dass sich so viel geändert hätte, es kommt anscheinend nur mehr raus.
Außerdem habe ich schon wieder auf einer Leiter gestanden und mit dem Efeu gekämpft.
Ständig hatte ich Staub in Augen, Nase und Lunge; genug von Kletter- und Schlingpflanzen.

Es hat auch ganz viele Firsts gegeben, die ich gerne benannt habe als solche, oder an Stellen eventuell provoziert. Ich mache keine Beispiele, die Geschichten anderer Menschen zu verwenden, die Worte und die Blicke; wie weit kann ich da gehen;

http://therumpus.net/2012/10/the-lonely-voice-19-on-the-beauty-of-not-writing-a-reluctant-homage-to-juan-rulfo/

Has anybody ever given a better answer?



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Das führt zu nichts; das Schreiben; den Punkt nach Hause fahren.


#incrediblyclose