Monday, 2 September 2013

Losing Things

and regrets 

I have been drunk an skipping dinner, eating skin from off my fingers. (AFP)
It's about time I quit.
Ich habe mir Wien ganz anders vorgestellt.
Jetzt bin ich plötzlich wieder hier und das Leben, das ich mal hatte, das ist auch da. Ich meine, es hat schon seine Socken gewechselt, aber von Schafspelzen kann keine Rede sein. Es sind viele Menschen, noch ein paar mehr, die ich nüchtern noch nie gesehen habe, und einige wenige kleine Orte.
Einen Tag sind wir wieder auf der Höhe gewesen, bei den gefällten, silbernen Bäumen.
Die Decke mit meinen Farben war auch mit, das denial Xylophon, die Mundharmonika und die Ukulele. Ich hatte mir gedacht pick your poison und the two of us we don't have a future. Aus dem zweiten ist dann ein Lied geworden, es ist so ziemlich No Future und der Text ist schon verloren, die Akkorde waren G, C und D, weil Lana del Rey die auch verwendet. Manchmal habe ich es gekreuzt mit Miley Cyrus 'Can't Stop', das hat ihm das gewisse etwas gegeben und es mehr current, contemporary gemacht. Es war zu dem Zeitpunkt schon dunkel gewesen und ich verschwendete kaum Gedanken an die Dinge, mehr ans Singen.
Danach sind wir in den anderen Unterschlupf gefahren, er ist so richtig im Keller. Zuerst musst du eine schalldichte Tür öffnen, dann bist du im bedeutungsleeren Raum, du stehst vor einer weiteren schalldichten Tür, die bringt dich in einen Ort, wo es eigenartig riecht, weil dort niemand raucht. Und später bist du, vorbei an der Bühne bei der schwingenden Doppeltür in einem Raum mit grauschwarzem Boden, der schon bei weitem mehr Bier getrunken hat als ich. An den Wänden ist Holz, darüber Papier mit bunten Buchstaben. Hermelín hatten sie keinen und der Betreiber ist mit einer Besucherin umgesprungen, auf eine Art und Weise, die ich nicht verstehen konnte; deshalb hat es das Kreuz bekommen, wie ich auf Spanisch zu sagen pflege, und wird für die Zeit des Seins, wie ich auf Englisch mit Gerund sage, gemieden werden.
Am Tag danach habe ich erst gemerkt, dass alles weg ist.
Natürlich habe ich aber viele Stunden gebraucht, um mich aufzuwecken und mich dazu zu bringen in die Station 48 mich zu schleppen und weniger an reflexive Verben zu denken. Angekommen habe ich gesehen, dass alles weg war, bis auf einen braunen Filzstift und einer Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters, die österreichischen Dialekt gesprochen haben. Mir wäre auch nicht zu helfen gewesen, hätten die das gewollt.
Die grünen Perlen hätten eine Tarnfarbe gehabt und die Brille, die schwarze, war aus dem Geschäft, wo es die besten Brillen gibt, auf der ganzen Welt in einer Stadt, wo ich nur ein paar Tage verbracht habe. Sie haben für mich eine Zeit bedeutet und eine Persönlichkeitsstruktur unterstützende, Konstanten bringende, Identitätskonstruktionsgeschichte. Und nicht nur für mich alleine.
Klar hat das ein Gefühl über mich gebracht, dass ich nicht lebensfähig bin, nicht auf mich oder meine Besitze aufpassen kann, am besten niemandem gegenüber irgendeine Form von Verantwortung übernehmen sollte und die Welt hinunter krachen kommt.
Alles war verloren.