Tuesday, 27 August 2013

Publikation Baustellenwagen

Ich wollte gerne einen Text in die Publikation geben. Während des Schreibens habe ich bemerkt, dass, wenn ich mich der Sprache, der Schrift bediene, sehr bald bei mir das Anliegen entsteht, das zu thematisieren, die Verwendung dieser und den Stand der Diskussion, das Stadium in dem ich mich befinde, im Clinch mit ihm, dem Werkzeug, das zu vermitteln. Zudem war ich nicht sicher, welchen Gestus ich adoptieren möchte, damit nichts auf der Strecke bleibt, würde ich zu abstrakt; damit Platz bleibt auf der Strecke, nur nicht zu buchstäblich, didaktisch;
Wollte ich doch das geschriebene, gesetzte, gedruckte Wort zum Vermitteln verwenden, einen weiteren Zugang schaffen zum Geschehenen. 
Das greift gelegentlich nicht so gut. 
Ist die meiste Kommunikation im Gespräch passiert, hat es kaum Notizen gegeben, waren die Dinge relativ klar, innerhalb.  
Zur Stunde würde ich ein Interview vermutlich vorziehen; legt es nicht so viel Wert auf Wiederholungen des Wortes auch; gewährte ich den Formulierungen weniger Schliff und weniger Sorgfalt im Sprechen.
Die Umstände lassen das leider nicht zu
nach vergangener Zeit spräche ich gänzlich anders darüber, retrospektiver noch, mehr Reaktionen berücksichtigend und schon in Nebeln und Schwaden die Erinnerung. 
Auf der Suche nach einer Struktur versuche ich mich vergeblich und ohne Vollständigkeit an eine chronologische Reihung der Ereignisse zu heften, sie aneinander zu klammern, wie in einem Buch zu binden. 
Ich verwende hier mehrere und fremde Stimmen und kennzeichne sie nicht, hoffe, dass der Hinweis ausreicht. 
Es war eine Einladung an mich ergangen, eine Gruppe von Menschen zu fragen, ob sie einen Raum nutzen wollen. 
Wir überlegen auch gerade, wie wir in Sachen Repräsentation der Freien Klasse auftreten wollen, oder wie sehr wir diesen Aspekt mit uns herumtragen möchten, also, ob wir vielleicht einfach als wir selbst ohne diesem Mantel darüber arbeiten könnten.
Uns ist es auch recht , wenn ihr als Freundesgruppe agiert.
Das ganze kommt also aus meiner Vergangenheit. In dem Moment taucht es deshalb wieder auf,
der Vorschlag, womit auch ich den Punkt endlich erzähle, nämlich, dass wir, wenn wir wollten den "Baustelllenwagen" bespielen könnten, im Sommer
es ist das so ein Container mit Rädern, der ohne Aufsicht zugänglich ist, eigentlich immer
dadurch soll sich natürlich aber auch niemand verpflichtet fühlen mitzumachen, oder davon abgehalten werden Vorschläge zu machen weitere Menschen 
Vielleicht war ich mir der möglichen Rückkoppelungen nicht bewusst, die es haben könnte, oder ich hatte eine Menge Vertrauen, ausreichend viel Ahnung, wie die Menschen, die ich ein Jahr lang nicht gesehen hatte, oder bei denen ich aufgewachsen bin, wie die miteinander umgehen würden; ob das funktionieren kann und, 
mutig sein oder naiv
Ein Abschätzen, ein Abtasten. 
Ein soziale Umfelder ineinander krachen lassen und sehen was passiert; 
Es hätte auch nach ein, zwei Tagen eskalieren können, oder abgebrochen werden
wir hätten eine Woche in der Wiese sitzend, am Fluss, am Lagerfeuer verbringen können und einander kennen lernen, oder einander fern bleiben. Uns entfremden, weniger fremd werden --
Aufholen, was in der Zwischenzeit passiert ist 
den Rahmen der Zusammenarbeit  zuerst aus verhandeln, sich wieder zueinander positionieren 
es gibt fast immer die Möglichkeit etwas bereits Vorhandenes zu nehmen und hineinzustellen  
Anstelle davon und deshalb entschieden wir uns etwas aus dem Boden zu stampfen; orts-, zeit und menschenspezifisch und basiert zu arbeiten; 
ein Format finden, hinter dem alle Beteiligten stehen wollen 
Es kamen zuerst Reden, Bilder von gesammelten Ästen, gefundenem Material, von Kränen herum gehobene Container, Wohnsitze, Asyle, später Meldeadressen, Sockel, die Baugrund sind und der Kunst gewidmet, Gastronomie am Dach, ein Miniaturskulpturenpark; Schneckengemälde, sogar 
Es war das noch mehr ineinander als sonst, sichtbarer die Überlagerungen, das Untrennbare -
Auf engem Raum zusammen leben, aufeinander Acht geben, aufeinander einstellen
manches davon galt es dem Außen bekannt zu machen, vorzustellen
Themen, die alle von uns betreffen und interessieren
Wertigkeiten von Arbeit;
Unsichtbare Arbeit, geleistete Arbeit, künstlerische Arbeit, Lohnarbeit, Hausarbeit, getane Arbeit, eine ein sichtbares unmittelbares Ziel verfolgende Arbeit, Prekariat 
-- nach dem Kapitalismus
Ich fand, dass genauso mehr über die körperliche Arbeit geredet werden sollte; weil die sonst oft weg geschwiegen werden, wenn sie einmal erledigt wurde, die Reaktionen, die da hervorgerufen werden;
Nachdem wir etwa das Loch gegraben hatten, die erste Hälfte davon und Grasziegel umgeschichtet, da spürte ich fast jeden Teil meines Körpers mit einem unterschiedlichen Gefühl von Schmerzen oder ungewohnten Sensationen. Ein Ziehen, ein Brennen, ein Jucken, ein Pochen oder ein wund Sein; emotional
Die Unterschiede, die Kindheit am Land verbracht zu haben; an solche Arbeitsweisen gewohnt zu sein, die Handgriffe, die Vorgänge zu kennen
Und ich, der eine Art Doppelrolle übernommen hat, keine Reihung;
als Kind, als Familienmitglied, als in dem Dorf gewohnt Habender, als die Kategorie Wiener, als Kunststudierender, als Studierender der Akademie, als eingeladener Künstler, als Lohnarbeiter, als Gast, als Teil eines Kollektivs, als Teil einer Gruppe, als singuläre Position, nicht zuletzt als Teil der Freien Klasse,, und nicht, als Freund
Die in sich selbst gefundenen Ideen von Arbeit; die physische Leistungsfähigkeit, die sonst nie eine Rolle gespielt hat; das Commitment, das immer eine Rolle gespielt hat; sich den anderen zu erklären
Die Dinge, die man tut. 
Die Unterschiede in der Sprache, ob es Schubkarre heißt oder Schiebtruhe, oder Scheibtruachn
Dazwischen haben wir, in diesem Zusammenhang und noch mehr in anderen, Kreise gemacht, in die man seine Herzen werfen soll. 
Wir als Menschen, die tendenziell enorm viel Zeit in immaterielle Arbeit stecken; Entscheidungsprozesse, Strategien entwickeln, 
eine Position, die als singuläre in den weiß gestrichenen Räumen ausstellt, und stellvertretend für einen Typus 
Der Wagen ist nicht abschließbar 
Eine Menge schmerzhafter Erfahrungen mit zerstörter, gestohlener Kunst
Die Täter_innen nie konfrontieren, bzw. nie sicher sein können, wer es war, haben sie, glaube ich, das Bedürfnis diese auch einmal direkt zu adressieren (oder irgendwie mit einzubeziehen) 
Verbrenne das Bild nicht, verkaufe es lieber in der Stadt, das bringt viel Geld


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