Thursday, 30 April 2015

MITTWOCH 29 AB 19 BOOK RELEASE PARTY IM ADLERHOF



Das heißt konkret: Ich habe einen Tisch mit 6 Sitzplätzen reserviert und kurz mit dem Wirten gesprochen. Der hat mir wiederum versprochen Namensforschung zu betreiben und herauszufinden, woher mein Nachname (wirklich) kommt.
Zu sehen gibt es ein paar Bücher und alles, was ich sonst noch über die Straße trage.
Es zahlt sich aber auch schon aus wegen der Neonröhren, die die Lampen sind, zu kommen.
Wenn irgendwem das Klo zu grausig ist, gibt es im Espresso auch eins.

Thursday, 16 April 2015

Ausziehen

Dich und mich.
Meine lieben, deine Lieben,

An den Worten habe ich mir noch immer nicht den Spaß verdorben,
mir die Zehen gestoßen, viele Male.

Mein letztes Buch hat so aufgehört, dass ich dann eine Bar aufmachen würde, wir dann eine Bar aufmachen würden, wenn das nächste rauskommt.
Es hat sich um ein Jahr und mehr verzögert, es ist etwas dazwischen gekommen, es steht noch immer nichts
fest. Aus dem dazwischen habe ich viel gelernt. Das dazwischen hat mich mitunter auch sehr erschreckt, erschrocken
das Salz in den Wunden schmeckt
nicht
Ich trete vorsichtig auf, Ballen, Spitzen, Knöchel, trete vorsichtig ab,
kleine Schritte.
So viel hat sich abgespielt und aufgewickelt, dass ich die Rolle (siehe unten) auf Papier bringen will. Es reicht für zwei. Der Objektfetisch macht, dass ich es mag die Druckerschwärze auf dem Trägermaterial zu spüren, ihr mit den Fingern zu folgen anstatt Sehnenscheidenentzündung vom Scrollen zu bekommen.
Es geht um meine Rolle als sozialer Akteur, eingebettet, im Bett liegend mit Gesellschaft, mit einer Gesellschaft, einer Gesellschaft aus Polsterfedern und Kapitalsorten, aus Veranlagungen, Anlagen und Einlagen in den Schuhen, in die ich alsbald stapfen würde.

Liebes Wien, welches du mein Spielplatz bist auf dessen Schaukel ich gesessen bin, als die Kette, die Schraube, die Mutter sich gelöst hat und das Holz vom Balken zerborsten ist, Späne rieselnd, Stauben in der Sonne. Ich liege jetzt in deinen Rindenmulchen und beschaue den angrenzenden tennisplatzähnlichen Belag auf dem sich die Knie (Mz.)
Ende nie
aufschürfen.
Das ist wiederum eine Metapher.
Es hat blauen Himmel, es macht warmes Wetter, tagsüber kann es schauern. Eine Stimme, deine Stimme, ein Vergleich, kein Vergleich.
Das ist wiederum keine Metapher.
to test the waters
Die Schlieren auf dem Fluss, ölig, schmierig, farbig; das, was die geschlossenen Augen sehen.
Platz halten
Dir im Licht stehen, dir aus der Sonne gehen.
Und weiters geht es darum, wie dieses Treiben einen Halt findet, das Nachdenken Form,
das macht es nicht von selbst.
Ich ziehe wieder aus
aus meiner Wiener Wohnung, das ist Grund genug.
Das vierte Mal ziehe ich heraus, das fünfte aus den Texten, die ich schreibe. 

Sunday, 12 April 2015

Eine Turnübung

Bei da U Herrengasse gibt es eine Reklametafel, die ganz nah an der Einfassung von der Station steht; über der Erde. Ich kann mich seitwärts hindurch bewegen durch den Abstand zwischen Schild und Mauer. Von der Ferne sieht das nicht so aus, als ob
I'm sorry, but this is how I learn.

Thursday, 9 April 2015

Wenn man bedenkt in welchem Rahmen sie stehen

Ich kann mich noch nicht so genau erinnern wie deine Stimme klingt und freue mich dann, dass ich sie mag, wenn ich sie wieder höre.  

Es gibt Menschen, die, wenn sie schreiben, das so tun als würden sie sprechen. Zumindest fast. Ich höre sie das sagen,
in Tonfällen. Es geht dann weniger verloren
im Mittel
im Durchschnitt
im Zweck.
Ich weiß nicht, ob das eine Qualität ist.

Ab hier, der Titel: Ein Weg, 18 Min. 

Hamburg ist am Ende 150€ weit weg. Ich bin mir wie immer unsicher, was mein letzer Blick sagt, bestimmt etwas anderes als ich gerne verschickt hätte, laufe los über die Kaiserstraße
Das Licht im Auto ist so hell, dass die blonden, langen, glatten Haare noch heller leuchten am Beifahrer_innensitz. Er bremst, bleibt stehen, legt den Rückwartsgang ein, es ist ein sehr dynamischer Vorgang, er zeigt seine Vorzeigemännlichkeit vor.
Wenn man bedenkt, in welchem Rahmen sie stehen
Ich biege um die Ecke, es riecht zuerst nach Bratenfett, dann nach Gras, der Typ, der mit seinem Hund über eine Leine verbunden ist, spuckt auf den Boden. Ich denke kurz an das Telefon aus zwei Bechern und einer Schnur,
dann wieder Bratenfett.
In der Entfernung quietschen Reifen.
Wenn du jemanden vor dir hast von dem du weißt, der möchte das eigentlich, aber aus irgendeinem Grund tut er es nicht. Diese Leute lasst du am besten (in Ruhe? Das müsste ich mir in Gedanken ergänzen, weil sie schon so weit waren die beiden. sein? also im Sinne von sein lassen oder einfach? nur einfach), sagt eine rauchige Stimme im Tonfall einer guten Freundin, die es entweder mit ihrer Begleitung gut meint, oder sich selbst davon zu überzeugen sucht. Sie sind aneinander eingehängt, die beiden. Sie geben ein schönes Bild ab wie sie sich entfernen
Aus einem Kellerloch, es hat natürlich eine Verkleidung an, denn wo kämen wir denn dahin, am Ende noch in den Keller aus dem die Musik kommt, sie ist düster und industrial; Ungewöhnlich für die Zeit, die Stadt und die Gesetzeslage, weil ich sie auf der Straße, dem Gehsteig und dem Trottoir und dem Bürgersteig hören kann. 
Ich bin schon fast vor dem Haustor. Die ältere Dame im Pelz proklamiert, reklamiert, es wäre so nieder, das Taxi. Das Licht aus dem Auto scheint ihr auf den Rücken, auf die Tierhaare. Da muss sie sich bemühen beim Aussteigen. Ich frage mich unterdessen, ob es eine treffsicherere Bezeichnung gibt für die Fahrzeuginnenraumbeleuchtung, die ein wenig weniger sperrig ist.
In der Küche angekommen riecht es nach Filterkaffee, eigentlich eh permanent. Das ist angenehm, es fühlt sich bewohnt an und nicht nur besucht.
Draußen kreischt jemand. Ich öffne das Fenster und stelle erstaunt fest. Auch in 2015 singen die Menschen manchmal noch betrunken Lieder von Die Ärzte auf der Straße. Du hast nie gelernt dich artizukulieren, gröhlen sie. Schmerzlindernd ist das irgendwie. 
Wir kennen einander schon länger als 57 Zeilen.
My loneliness ain't killing me no more