Ich kann mich noch nicht so genau erinnern wie deine Stimme klingt und
freue mich dann, dass ich sie mag, wenn ich sie wieder höre.
Es gibt Menschen, die, wenn sie schreiben, das so tun als würden sie sprechen. Zumindest fast. Ich höre sie das sagen,
in Tonfällen. Es geht dann weniger verloren
im Mittel
im Durchschnitt
im Zweck.
Ich weiß nicht, ob das eine Qualität ist.
Ab hier, der Titel: Ein Weg, 18 Min.
Hamburg ist am Ende 150€ weit weg. Ich bin mir wie immer unsicher, was mein letzer Blick sagt, bestimmt etwas anderes als ich gerne verschickt hätte, laufe los über die Kaiserstraße
Das Licht im Auto ist so hell, dass die blonden, langen, glatten Haare noch heller leuchten am Beifahrer_innensitz. Er bremst, bleibt stehen, legt den Rückwartsgang ein, es ist ein sehr dynamischer Vorgang, er zeigt seine Vorzeigemännlichkeit vor.
Wenn man bedenkt, in welchem Rahmen sie stehen
Ich biege um die Ecke, es riecht zuerst nach Bratenfett, dann nach Gras, der Typ, der mit seinem Hund über eine Leine verbunden ist, spuckt auf den Boden. Ich denke kurz an das Telefon aus zwei Bechern und einer Schnur,
dann wieder Bratenfett.
In der Entfernung quietschen Reifen.
Wenn du jemanden vor dir hast von dem du weißt, der möchte das eigentlich, aber aus irgendeinem Grund tut er es nicht. Diese Leute lasst du am besten (in Ruhe? Das müsste ich mir in Gedanken ergänzen, weil sie schon so weit waren die beiden. sein? also im Sinne von sein lassen oder einfach? nur einfach), sagt eine rauchige Stimme im Tonfall einer guten Freundin, die es entweder mit ihrer Begleitung gut meint, oder sich selbst davon zu überzeugen sucht. Sie sind aneinander eingehängt, die beiden. Sie geben ein schönes Bild ab wie sie sich entfernen
Aus einem Kellerloch, es hat natürlich eine Verkleidung an, denn wo kämen wir denn dahin, am Ende noch in den Keller aus dem die Musik kommt, sie ist düster und industrial; Ungewöhnlich für die Zeit, die Stadt und die Gesetzeslage, weil ich sie auf der Straße, dem Gehsteig und dem Trottoir und dem Bürgersteig hören kann.
Ich bin schon fast vor dem Haustor. Die ältere Dame im Pelz proklamiert, reklamiert, es wäre so nieder, das Taxi. Das Licht aus dem Auto scheint ihr auf den Rücken, auf die Tierhaare. Da muss sie sich bemühen beim Aussteigen. Ich frage mich unterdessen, ob es eine treffsicherere Bezeichnung gibt für die Fahrzeuginnenraumbeleuchtung, die ein wenig weniger sperrig ist.
In der Küche angekommen riecht es nach Filterkaffee, eigentlich eh permanent. Das ist angenehm, es fühlt sich bewohnt an und nicht nur besucht.
Draußen kreischt jemand. Ich öffne das Fenster und stelle erstaunt fest. Auch in 2015 singen die Menschen manchmal noch betrunken Lieder von Die Ärzte auf der Straße. Du hast nie gelernt dich artizukulieren, gröhlen sie. Schmerzlindernd ist das irgendwie.
Wir kennen einander schon länger als 57 Zeilen.
My loneliness ain't killing me no more
Es gibt Menschen, die, wenn sie schreiben, das so tun als würden sie sprechen. Zumindest fast. Ich höre sie das sagen,
in Tonfällen. Es geht dann weniger verloren
im Mittel
im Durchschnitt
im Zweck.
Ich weiß nicht, ob das eine Qualität ist.
Ab hier, der Titel: Ein Weg, 18 Min.
Hamburg ist am Ende 150€ weit weg. Ich bin mir wie immer unsicher, was mein letzer Blick sagt, bestimmt etwas anderes als ich gerne verschickt hätte, laufe los über die Kaiserstraße
Das Licht im Auto ist so hell, dass die blonden, langen, glatten Haare noch heller leuchten am Beifahrer_innensitz. Er bremst, bleibt stehen, legt den Rückwartsgang ein, es ist ein sehr dynamischer Vorgang, er zeigt seine Vorzeigemännlichkeit vor.
Wenn man bedenkt, in welchem Rahmen sie stehen
Ich biege um die Ecke, es riecht zuerst nach Bratenfett, dann nach Gras, der Typ, der mit seinem Hund über eine Leine verbunden ist, spuckt auf den Boden. Ich denke kurz an das Telefon aus zwei Bechern und einer Schnur,
dann wieder Bratenfett.
In der Entfernung quietschen Reifen.
Wenn du jemanden vor dir hast von dem du weißt, der möchte das eigentlich, aber aus irgendeinem Grund tut er es nicht. Diese Leute lasst du am besten (in Ruhe? Das müsste ich mir in Gedanken ergänzen, weil sie schon so weit waren die beiden. sein? also im Sinne von sein lassen oder einfach? nur einfach), sagt eine rauchige Stimme im Tonfall einer guten Freundin, die es entweder mit ihrer Begleitung gut meint, oder sich selbst davon zu überzeugen sucht. Sie sind aneinander eingehängt, die beiden. Sie geben ein schönes Bild ab wie sie sich entfernen
Aus einem Kellerloch, es hat natürlich eine Verkleidung an, denn wo kämen wir denn dahin, am Ende noch in den Keller aus dem die Musik kommt, sie ist düster und industrial; Ungewöhnlich für die Zeit, die Stadt und die Gesetzeslage, weil ich sie auf der Straße, dem Gehsteig und dem Trottoir und dem Bürgersteig hören kann.
Ich bin schon fast vor dem Haustor. Die ältere Dame im Pelz proklamiert, reklamiert, es wäre so nieder, das Taxi. Das Licht aus dem Auto scheint ihr auf den Rücken, auf die Tierhaare. Da muss sie sich bemühen beim Aussteigen. Ich frage mich unterdessen, ob es eine treffsicherere Bezeichnung gibt für die Fahrzeuginnenraumbeleuchtung, die ein wenig weniger sperrig ist.
In der Küche angekommen riecht es nach Filterkaffee, eigentlich eh permanent. Das ist angenehm, es fühlt sich bewohnt an und nicht nur besucht.
Draußen kreischt jemand. Ich öffne das Fenster und stelle erstaunt fest. Auch in 2015 singen die Menschen manchmal noch betrunken Lieder von Die Ärzte auf der Straße. Du hast nie gelernt dich artizukulieren, gröhlen sie. Schmerzlindernd ist das irgendwie.
Wir kennen einander schon länger als 57 Zeilen.
My loneliness ain't killing me no more