Mit Rotwein in die Viennale. viel zu bürgerlich. Einen etwas verstörenden, grundsätzlich ur schlechten - ich habe noch nie so viele Menschen den Kinosaal vorzeitig verlassen sehen - zum Teil doch seltsam unterhaltsamen Film gesehen, 'Wie sichs dieses Ladies gegeben haben zu der Musik, das gibts doch nicht.' Gut fand ich ja : LA VIE AU RANCH. Ach, was ich schon ur lange machen wollte. Filmempfehlungen der letzten ... Monate.
Und: Fraeulein von Haneke. Ein Film, den Youtube nicht kennt, den ich bis 2 Minuten vor Schluss einfach gehasst habe.
Filmnichtempfehlungen der letzten ... Monate.
Except, when drunk and not 11.30 pm
Ja und dann Musik, das heißt, stundenlang Torte essen, Kaffee trinken, Texte schreiben=Ideen aufmalen, ins Blaue planen, Bier trinken, auf die Tasten hauen, lernen eine Geige zu halten, Bier holen, Wein trinken, Akkorde suchen, transponieren, diskutieren, reden, Wasser trinken, schlafen. Das war gestern, buchstäblich bildlich.
Am heutigen Tage - da war doch was, sich kostümieren, das tut man doch dauernd. Reflexive Verben benutzen auch.
Zugelaufen ist mir gestern ein überlebensgroßes rosa fettes Plastikschweinchen, getragen von tausenden von Händen. Last Tuesday, ich fand ja die BOKU toll.
Findet heute eine Fortsetzung.
TONIGHT : Protestkundgebung vor "im Zentrum" gegen Kürzung der Familienbeihilfe
thee - dort, wo sie meiner bescheidenen Meinung und Einschätzung ausgesprochen gut hinpassen. Eine Berliner-Nach-Mitternachts-Sendung, gespielt zwischen Bands mit Namen wie The Prostitutes, Italoporno, Fenin, Gay Fight Club usw.
Auch noch antennen-thematisch: Das erste mal von Radio Soundportal gehört, sowie interviewt und eine Geschichte vom Dackel auf der Autobahnraststätte erzählt; soll das steirische FM4 sein.
Gratis Frühstück im Deli ab 15.30
Eine rote Schwanenfeder, zwei goldene Engelsflügel, beide offensichtlich von etwas abgebrochen, eine Kartonschachtel mit ziemlich gutem grünen Muster, ein Kassenschein über 50 Heller, eine ganze Reihe Dias, zwei riesige, dreckige grüne Spinde mit einem Spiegel, von welchem in etwa die Hälfte der Folie abgebröckelt ist, ein kleiner Plastiktiger, zwei mal die Nummer 3 einmal rot, einmal gelb, und die Nummern 2 und 5 als Kühlschrankmagneten, die Nachtausgabe der Frankfurter Neuen Presse vom Samstag, 6. Mai 1950, ein briefmarkengroßes Foto in schwarzweiß, ein nicht sperrendes wunderschönes Vorhängeschlos, einige Urlaubs - Foto - Negative und dann noch so ein riesiger Fetzen aus dem ich mir einen Seesack nähen werde. Da nn wären da noch so dreckige 'Spitzen' - das ist eine ganz spezielle Form von Stoff und eine Vorhangkordel.
Ach und eine schwarzweiß Photographie, die in der Mitte zerrissen wurde, links ein Mann, rechts eine Frau, an einem Tisch sitzend.
Umsonst.
Im Anhang finden Sie die Atmosphäre, die Kriegstimmung von Ameisenvölkern, die sich auf zurückgelassene Anhäufungen von Marktwaren stürzen, im Zwielicht von Straßenlaternen mit Kleidung, Koffern und Zeitungspapier eins werden.
Die dann alle von der MA48 mit einem gewaltigen Greifarm oder zwei massiven Schneepflügen entfernt werden, gewaltsam.
Dance around the dark.
Und irgendwie tut das gut, diese Ordnung in meinem Kopf, dieser Unordnung in meinem Kopf.
Just gimme a second to come home. To calm down. Maybe another few weeks. Durch einen kurzen Auslandsaufenthalt habe ich mich, wie ich es zur Gewohnheit lassen werde, selbst ausgetrickst. Fliegen ist ja auch was anderes als Zug fahren, kein Leben auf Schienen. Once again, aus der Bahn geworfen, von Terminen und Stundenplänen Abstand haltend, dreht sich die Wäsche in der Maschine und könnte sich auch mal wieder klar werden, wo sie eigentlich hier wieder angekommen ist. In einer Stadt mit gut 26% Menschen, die dazu bereit sind rechtsradikales Gedankengut ohne Weiteres anzunehmen. In dieser Serie außerdem erhältlich : Neubau - ein Bezirk feiert sich selbst. Grüne Mäschchen an den Ampeln sind nur die Spitze des Eisbergs.
Soho. Picture that. Gerecht werden die Bilder den letzten Tagen nicht, nein. Hier eine Schnellauswahl, Zufallsprinzip! Mir egal, dass das schief ist.
Die Tomate am Fensterbrett lebt immer noch, diese Genmutation der ersten Tomatenpflanze, die den Winter überlebt, ist das christlich? Contains sexual references and strong language - diese Scheinmoral im UK, das ist Brechreiz.
Scheiß doch auf das weiße Kaninchen, einmal die Augen schließen reicht. Ich bin zugegebenerweise komplett planlos, was die Zukunft bringt. Und relativ happy to keep it that way.
[ˈlʌndən] - das war Eichhörnchen jagen, ein Seidl mit da Queen trinken. Sightseeing, wie immer im Vorbeigehen. Hi Ben, das wars dann wieder. Leider zu wenig Zeit fürs echte Leben, abseits der TouristInnenströme, wie die Reiseführer schreiben. Wie durch einen Markt laufen, immer nur einen Moment die Waren begutachten und eventuell beim nächsten Mal wirklich verweilen, echt kennen lernen. Das gute Soho leider nicht mehr von früher, übertouristisches Chinatown mit Herz und Sesambällchen, grausigste Thai-All-You-Can-Eat-Schuppen, über den einen Circus zum anderen.
I loved The Readers, our preshow.
In Camden auftreten, in den Stables, oben drauf über dem unergründlichen Markt, Katakomben und Dachböden, Esoterik-Fetisch-Puppen und Vintage-Trend-Widersprüche. Undefinierbarer Charakter einer Venue deluxe, mir fehlen immer noch die Worte. Als würdest du in eine andere Welt eintreten, eine leuchtende tanzende. Großstädte dieser Welt ich liebe euch, dort, wo du nicht mehr weißt, ob hier eine Ampel ist, weil du einfach gehst, anonym und ignorant, selbsterforschend und wissensdurstig. Und zwar rückwärts gehend mit einem 100kg Stage Piano, welches gerade mit dir im Taxi die halbe Stadt durchquert hat, in der Hand vorbei an unterschiedlichsten Separées in welchen KünstlerInnen, welchem kreativen Impuls sie auch immer gerade befallen hat, nachgehen. Luftballons, kiloweise Eiscreme, KunststudentInnen und dergleichen, the remedy for pretty much everything. Gefangen zwischen Hipstertum, aufgesetzter Langeweile und echter Leidenschaft, gespielten Gefühlen, die echter werden als Lachen, das zum Lachen bringen soll. Und überkochender Espresso!
Resumée : London, you offer the most disgusting eating culture I have encountered in all my life. Anderswo ist es möglich - ich kanns nicht lassen, diesen HIER IST ES SO, DORT IST ES SO Vergleich anzuwenden - sich das Gute rauszupicken, da lässt du eben die Misosuppe weg, die ist dort eben nicht so der Burner, dort schiebst du sogar den blanken Reis ans andere Tischende. Wonderfully weird. London loves thee, London hates thee.
watch out for the shoe.
PLUS : Many thanks for coming, CHELSEA & CAMDEN. Without you, I'm nothing. For real. Wiederkehrendes, treues, umarmendes Publikum, das ist mir am liebsten. Das weniger Publikum ist, vielmehr Mensch und FreundIn. An dieser Stelle, liebe TontechnikerInnen dieser Welt, versetzt euch mal ans andere Ende des Kabels.
Auf einer Welttournee, das war eine Art Vorgeschmack, da werden dir die Menschen, wage ich zu vermuten, irgendwann so egal, genauso all ihre kleinen, petty Vorschriften, Ängste, großkarierten Burberry Schirmmuster. Das ist eine Entwicklung, die durch aktivere Wahrnehmung und Reflexion meinerseits irgendwie verhindert werden muss. Die unanfechtbare unzweifelhaft vorhandene Besonderheit und Wertvolligkeit eines jeden Menschen zu schätzen, that's what I want. Nicht : Auf Funktionen reduziert (etwa sound engineer) und irgendwie abgestempelt. So auf, seh ich e nie wieder. Gleichzeitig nur auch diese Fuck It Attitude damit zu vereinbaren. Rockstar vs Gutmensch vs Freigeist, ach, es leben viel zu viele Seelen in meiner Brust. My body is a cage und Gott, und inner Woche da ist Viennale. Hat sich da schon jemand mal mit auseinander gesetzt?
mfg
Credits : Neil Gaiman and the book about the Londonesque Underground.
Lieben lässt Ihre Haut altern. - das is geklaut von Eugen Fulterer
Ich bin ja ganz schlecht in Werbetexten, vor allem, wenn ich eigentlich etwas anderes zu tun hätte, nichts besseres wohlgemerkt (!), wo ich doch dachte, dass dieser Nachmittag ruhig und endlos wäre, der Weg jetzt erst recht ins tiefst Simmering führen wird, egal, und es ist mir doch ein Bedürfnis eine solche gelungene Veranstaltung (wie folgt) zu beschreiben. Nicht romantisierend, halbwegs objektiv als solches.
Gestern habe ich das mimamusch.at besucht. Angeblich findet das schon zum 5. Mal statt. Mit gutem Grund, mit teilweise spärlicher BesucherInnenanzahl, was ich als sehr schade empfinde. Man stelle sich vor, dass es eine übliche Night Out wäre und du ganz normal dein Bier/Wein/Getränkt trinkst und irgendeiner auf irgendeine Art besonderen Band zuhörst, - gestern war das eine Lady im Abendkleid mit Federboa und lasziven Scherzen mit klassischer Hut und Mascherl tragender Band - dich obendrein entweder selbst für Separées, also Theater-Stücke, entscheidest, die du oben, unten oder drüben ansehen kannst, in einem Fall auch draußen herum, wo der Typ mit der Gitarre sitzt, oder der andere. Ich liebe ja den ragnarhof.at, ist mir noch nie passiert, dass dort irgendwas Schlechtes aufgetreten ist, dort gezeigt wurde. Nochmals danke für die Empfehlung, an dieser Stelle. Über den Eintritt kannst du verhandeln, du kannst verweigern, du kannst würfeln. Pay as you can. Ein etwas ungewohntes Konzept, weil du natürlich üblicherweise ein Ticket for the whole package kaufst und dann unbegrenzt Zugang hast. Hier kannst du aber auswahlen, wen und was du sehen willst, wer dich anspricht, du kannst dir dein eigenes Programm zusammenstellen und es wirkt anfangs irgendwie sehr teuer, ist es auch auf eine Art, nur, irgendwo zahlt es sich aus, fühlt sich gut an. Lieber 20 euro für echts Programm, als 270 euro für U2 mit 30-Lkw-für-den-Transport-Bühne!
Anyway, I'm kind of 'on the run' und ziemlich 'out and about' und werde deshalb wieder einmal jemand anders für mich den Rest hier erklären lassen. Ich war hingerissen, das muss genug überschwängliches Lob sein.
One more thing : Morgen im Chelsea - are thee obsessed? besuchen kommen. am liebsten würde ich das auch mit diesem 'Verkaufskonzept' machen, nur ist die Welt irgendwie noch nicht so weit. Arbeite an dir, liebe Welt.
Besser bin ich übrigens mit Werbetexten nach denen mich niemand fragt, so wie diesem. Keine formalen Vorgaben oder Ähnliches.
Hier angefügt sind zwei Videos, die das Konzept von GEBEN UND NEHMEN vorstellen. Und das zwischen A und B ohne C und F.
I slayed the incubus of viral plague, btw.
Und ich hätte gerne eine Vorstellung davon, wie viel 50,000 ATS mal waren. Also eine Antwort, die nicht mit "Also das ist schwer zu sagen, das hängt erstens davon ab, wann..." anfängt.
mfg
der tod selbst.i'll scream for you Just like Tina Gipsy Queen did, I can bring you back to life.