Just gimme a second to come home.
To calm down.
Maybe another few weeks.
Durch einen kurzen Auslandsaufenthalt habe ich mich, wie ich es zur Gewohnheit lassen werde, selbst ausgetrickst.
Fliegen ist ja auch was anderes als Zug fahren, kein Leben auf Schienen.
Once again, aus der Bahn geworfen, von Terminen und Stundenplänen Abstand haltend, dreht sich die Wäsche in der Maschine und könnte sich auch mal wieder klar werden, wo sie eigentlich hier wieder angekommen ist.
In einer Stadt mit gut 26% Menschen, die dazu bereit sind rechtsradikales Gedankengut ohne Weiteres anzunehmen.
In dieser Serie außerdem erhältlich : Neubau - ein Bezirk feiert sich selbst.
Grüne Mäschchen an den Ampeln sind nur die Spitze des Eisbergs.
Soho.
Picture that.
Gerecht werden die Bilder den letzten Tagen nicht, nein.
Hier eine Schnellauswahl, Zufallsprinzip!

Mir egal, dass das schief ist.
Die Tomate am Fensterbrett lebt immer noch, diese Genmutation der ersten Tomatenpflanze, die den Winter überlebt, ist das christlich? Contains sexual references and strong language - diese Scheinmoral im UK, das ist Brechreiz.

Scheiß doch auf das weiße Kaninchen, einmal die Augen schließen reicht.
Ich bin zugegebenerweise komplett planlos, was die Zukunft bringt.
Und relativ happy to keep it that way.
[ˈlʌndən] - das war Eichhörnchen jagen, ein Seidl mit da Queen trinken.
Sightseeing, wie immer im Vorbeigehen.
Hi Ben, das wars dann wieder.
Leider zu wenig Zeit fürs echte Leben, abseits der TouristInnenströme, wie die Reiseführer schreiben.
Wie durch einen Markt laufen, immer nur einen Moment die Waren begutachten und eventuell beim nächsten Mal wirklich verweilen, echt kennen lernen. Das gute Soho leider nicht mehr von früher, übertouristisches Chinatown mit Herz und Sesambällchen, grausigste Thai-All-You-Can-Eat-Schuppen, über den einen Circus zum anderen.

I loved The Readers, our preshow.
In Camden auftreten, in den Stables, oben drauf über dem unergründlichen Markt, Katakomben und Dachböden, Esoterik-Fetisch-Puppen und Vintage-Trend-Widersprüche.
Undefinierbarer Charakter einer Venue deluxe, mir fehlen immer noch die Worte.
Als würdest du in eine andere Welt eintreten, eine leuchtende tanzende.
Großstädte dieser Welt ich liebe euch, dort, wo du nicht mehr weißt, ob hier eine Ampel ist, weil du einfach gehst, anonym und ignorant, selbsterforschend und wissensdurstig.
Und zwar rückwärts gehend mit einem 100kg Stage Piano, welches gerade mit dir im Taxi die halbe Stadt durchquert hat, in der Hand vorbei an unterschiedlichsten Separées in welchen KünstlerInnen, welchem kreativen Impuls sie auch immer gerade befallen hat, nachgehen. Luftballons, kiloweise Eiscreme, KunststudentInnen und dergleichen,
the remedy for pretty much everything.
Gefangen zwischen Hipstertum, aufgesetzter Langeweile und echter Leidenschaft, gespielten Gefühlen, die echter werden als Lachen, das zum Lachen bringen soll.
Und überkochender Espresso!

Resumée :
London, you offer the most disgusting eating culture I have encountered in all my life.
Anderswo ist es möglich - ich kanns nicht lassen, diesen HIER IST ES SO, DORT IST ES SO Vergleich anzuwenden - sich das Gute rauszupicken, da lässt du eben die Misosuppe weg, die ist dort eben nicht so der Burner, dort schiebst du sogar den blanken Reis ans andere Tischende.
Wonderfully weird.
London loves thee, London hates thee.

watch out for the shoe.
PLUS : Many thanks for coming, CHELSEA & CAMDEN.
Without you, I'm nothing.
For real.
Wiederkehrendes, treues, umarmendes Publikum, das ist mir am liebsten.
Das weniger Publikum ist, vielmehr Mensch und FreundIn.
An dieser Stelle, liebe TontechnikerInnen dieser Welt, versetzt euch mal ans andere Ende des Kabels.
Auf einer Welttournee, das war eine Art Vorgeschmack, da werden dir die Menschen, wage ich zu vermuten, irgendwann so egal, genauso all ihre kleinen, petty Vorschriften, Ängste, großkarierten Burberry Schirmmuster.
Das ist eine Entwicklung, die durch aktivere Wahrnehmung und Reflexion meinerseits irgendwie verhindert werden muss. Die unanfechtbare unzweifelhaft vorhandene Besonderheit und Wertvolligkeit eines jeden Menschen zu schätzen, that's what I want.
Nicht : Auf Funktionen reduziert (etwa sound engineer) und irgendwie abgestempelt.
So auf, seh ich e nie wieder.
Gleichzeitig nur auch diese Fuck It Attitude damit zu vereinbaren.
Rockstar vs Gutmensch vs Freigeist, ach, es leben viel zu viele Seelen in meiner Brust.
My body is a cage und Gott, und inner Woche da ist Viennale.
Hat sich da schon jemand mal mit auseinander gesetzt?

mfg
Credits : Neil Gaiman and the book about the Londonesque Underground.
