Thursday, 16 May 2013

Die schöne Kunst

Hiermit behaupte ich, dass ganz viele der Menschen, die sich im Feld und im Bereich und im Kontext der bildenden Kunst und der darstellenden und der angewandten und der Musik
(wenn, und im freien Fall, diese in den vorherigen im Lesen noch nicht inklusive gedacht wurde)
bewegen und arbeiten
immerzu überlegen, oder im Hinterkopf sitzen haben, ob sie diese Form des Lebens und der Zeit und all dem
ob sie das nicht einfach hinter sich lassen wollen, das sein lassen wollen
(was in dem Sinn so nicht funktioniert, weil, wo du auf der einen Seite, du dich stetig wandelst und wendeltreppst in einem endlosen Kreiseln und auf der anderen du eine Tasche, deren Halterungen, über deine Schultern dir wirfst und mit dir herumträgst und diese nicht einfach wo abstellen und Zigaretten kaufen gehen kannst, außerhalb von deinem Verstand; auch die Menschen bleiben, meistens)
und das einfache Leben, scheinbar, aus diesem Blickwinkel, tauschen gegen das ständige Überdenken (von allem)
Wenn sich die Möglichkeit bietet, ob ich das tatsächlich wahrnehmen würde und das Kaffee Kochen in die Tat umsetzen würde, wie das Basilikum in den Übertopf.

The beautiful art

Hereby I claim that a great many of those people, who move and work
in the field and the area and the context of fine arts and performing and applied
and music
(if and free falling she has not been included in the former while reading)
are incessantly thinking about, or having it seated in the back of their heads, what if they just left that behind, leave that be
this form of life and of time and of all that
(which does not work in that sense, because, on the one side, where you are constantly changing and are spiral stair casing in an endless circling movement and on the other you throw a bag, its holders, over your shoulders and carry it around with yourself and you cannot just put it down somewhere and go and buy cigarettes, outside of your mind; also the people stay, most of the time)
and exchange the easy life, apparently, from that point of view, for permanently rethinking (it all)
When the opportunity is being provided, if I seized it, effectively and put coffee making into practice, like the basil into the pot.  

Monday, 13 May 2013

An Orten leben

Ich war gerade dabei darüber zu schreiben, wie wenig ich hier von den Dingen verstehe.
Dabei trug ich Kopfhörer und lauschte manchmal Popmusik. Als ich draußen vor dem Haus eine Stimme hörte, die durch Lautsprecher verstärkt wurde, sodass auch ich im Innenraum den Sprechchor hören konnte und die Kirchenlieder, die Zeilen, die sie nachbeteten. 


Es fällt mir schwer chronologisch zu ordnen, oder zu beschreiben.
Welchem Beweggrund die Schuld zuzuschieben ist, dass mir das wichtig ist, das weiß ich nicht.
Die letzten Texte, die gingen mir zu größeren Teilen nicht leicht von der Hand, sie stellen jeweils mehrere Anfänge, Ansätze und Weiterführungen dar, nehmen Platz und sind wenig kohärent.

Ohne zu überlegen hatte ich alle horizontalen Oberflächen des Raumes mit Sachen bedeckt, sodass es mir unmöglich war das improvisierte Abendmahl, das letzte, (das auch durch die Hilfe der Mikrowelle, mit derer magischer Wunder ich mich erst vor kurzem erstmals auseinandersetzte und der ich seitdem noch skeptischer gegenüberstehe als zuvor) abzustellen und zu mir zu nehmen. Die Woche vor der vorigen Woche hatte ich mir einen ganz niedrigen Klapptisch zugelegt, das ermöglichte mir, auch am Boden sitzend, zu speisen, das kam sehr gelegen.
7 Tage später war es noch ganz genauso. Nur hatte sich das Papier vermehrt.

Ich war durch Zufall im tumblr auf eine Seite gestoßen, die Bilder von einer Tourismusreise zeigte.
Es war darauf meine Stadt zu sehen, die ich hiermit mein eigen nenne. Die Stadt, in der ich seit einiger Zeit lebe. Weil alles, soweit du es siehst, dir gehört.
Sie war dort widergespiegelt durch einige Fotos, die Orte zeigen, die mir mittlerweile sehr familiär sind.
Und der Unterschied, dort zu leben und zu passieren, oder diesen nur zu passieren und woanders weiterzuleben, die Sicht auf die Dinge ist eine andere; massiv

Und in der letzten Woche; man stelle sich vor eine Stadt Dorf, in dem so gut wie die gesamte Bevölkerung in schwarzen Umhängen gekleidet ist, auch bekannt aus einer episch langen Verfilmung in mehreren Teilen, die auf einem Buch beruhen, und die Bevölkerung eben, sich nur in größeren Gruppen bewegt, die allesamt in eine Richtung ziehen, und manche von ihnen tragen Holzstöcke, die Buchstaben zieren. In den Tagen darauf kamen Hüte und Spazierstöcke in bunten Farben, die etwas repräsentieren sollen, dazu. Zumindest war dann nicht mehr alles schwarz und Geheimgesellschaft. Und dennoch, ist das alles ein wenig befremdlich.

Gestern saßen wir unter Geranien und hatten Gläser in Händen gefüllt mit Delikatessen. Wir dachten an viele Menschen und riefen sie auch an, auf dass sie herüberkommen würden in ihren Worten.
Wie ich mich fühle, wenn ich in dieser Sprache über Dinge spreche, die Bedeutung haben, das ist so eine Sache. Es hat einfach nicht denselben Gehalt, in der Signifikanz, das könnte es sein. Und auch, ist es ein Bild! Ein Bild, das ich jetzt in meinem Kopf habe. Es ist zum einen, eine Art Platte, eine Ebene, und darunter eine andere. Sie sind bearbeitet, oder schon von vornherein so beschaffen, dass sie durch eine bestimmte Form von Drehung ineinander gelegt werden können, nicht direkt und außerdem passen sie auch nicht genau. Es scheuert und schabt etwas. Und es hat ganz viele Farben, viele sind grün und manche sogar orange. Zum anderen ist es eine Fläche, die sich durch Schaufeln, oder Anhäufen langsam formt. Sie ist durchlässig und geflochten, ganz unregelmäßige Schlaufen und Flechten. Stabil genug darauf zu stehen, aber es fehlt so vieles zu einer Ganzheit, in Gedanken behält sich, dass nichts niemals komplett ist. 

Sunday, 5 May 2013

Text zu einem Buch mit Bildern

Den Text denke ich als Text zu einem Buch mit Bildern, das ich als Buch mit Bildern sehe. Es ist das alles sehr konventionell. Wobei ich eben finde, dass, nur um des sich aus der comfort zone heraus zu bewegen wegen, sich aus der comfort zone herauszubewegen, das muss nicht sein
weil oft die schönsten Dinge, die produktivsten in eben diesem Bereich entstehen
und man sich nicht immer zwingen muss über alle Schatten zu springen
Manchmal kann man auch auf die Linien zwischen den Steinen treten.
Die strenge Trennung von Bild und Text unter
streichen
Bilder
Von einer Zeit, die passiert ist
Manchmal, wenn ich das
das Mobiltelefon, das die andere Welt verbunden hat
benutzt habe
und daraufhin das andere
getauscht habe
dann war ich zwischen den Welten
und die Sprache die spielte natürlich auch eine Rolle
und die Distanz
oder, was es ausmacht, dass ich bald wieder woanders bin
und, dass die Tage verfliegen
in einem Augenblick ein Monat schon passiert ist
Der Ton, den die Ampel macht
die Alarmanlagen
die Polizeisirenen
die Möwen
die Postkartenstadt

Being more of a thinker

does not necessarily mean being especially clever
or being good at solving problems
or being quick at comebacks
or knowledgeable

mostly it's about complicating things
perhaps

Thursday, 2 May 2013

Schlechte Gewohnheiten

Ich war in einem Konzert.
Da ich die Ankündigung dessen nur überflogen hatte, kamen wir zu spät an.
Wir zahlten trotzdem den Eintritt, der verlangt wurde. Es stand am Eingang, jener mit der schönsten Sprache, die ich bisher hier gehört hatte. Er war auch irgendwie ziemlich eindringlich, in den Augen.
Das bleibt für einen anderen Tag, oder einen Abend. Wartend.
Angekommen hielt die Legasthenie, an deren Namen ich mich im Deutschen schon nicht mehr erinnern konnte, Einzug. War der Unterschied zwischen Asturias, Austria und Australia plötzlich kein bedeutender mehr. Gesungen hatte sie über alle diese Orte, ausgenommen Australien, das war dann doch zu weit weg. Wir kamen schließlich genau in der ausgesprochenen Sekunde an, in der es gestimmt hat, da hatte sie die Worte gesagt und erobert, was es an abgebrochenen Herzen gab.
Es war dunkel, das ist in den meisten Fällen besser. Es saßen an Tischen Menschen mit Gläsern und Bechern, die Asche fangen sollten. Zu meiner rechten die Bar, die orangefarbenes Licht hatte und eine Person mit Brille, dazwischen Plastik, das für den Bierschaum oder als Werbung dient. Würde ich Filme machen, wären mir in den letzten Zeiten mehrere Szenen zugeflogen.

Eine begab sich in der Rua de Belmonte, es war ein Bild, das ich nicht genommen hatte. Ein älterer Herr, damit meine ich wirklich alt, stand in der Nachmittagssonne, die ihre Strahlen genau in diese Straße machte, sodass die Pflastersteine auf der einen Seite ganz hell waren, auf der anderen ganz kontrastreich, auf einer Türschwelle in einem Haus, das viele Türen hatte. Jede Tür hat eine andere Hausnummer, wie das hier eigentlich immer so ist. Das verwirrt oft. Die Türschwelle ist aus Stein, oder aus Marmor, das macht keinen Unterschied, sie ist abgeschliffen von den Jahren und von den Schuhen. Er füttert Tauben, die geflügelten Ratten, einige davon sitzen auch tatsächlich auf seinen Armen. Es ist keine Einbildung und ich mache es auch nicht beeindruckender klingen, damit es der Geschichte mehr Aufregung gibt, ich habe das so gesehen. Ich hatte ein Ziel und war auf dem Weg woandershin und fand es deswegen oder trotzdem schön, das so zu sehen.

Eine weitere verging an mir vorbei am gestrigen Weg von einem Ort an den anderen, es war schon relativ spät, aber noch heller. Es muss nach dem Sprachkurs gewesen sein und vor dem Treffen im Garten des Sportklubs, wo die Ausstellung geplant wurde. Die Menschen hatten überall an den Türen der Häuser Zweige angebracht mit gelben Blüten, das ist ein ewig alter Brauch, der böse Geister vertreiben soll; wie üblich. Manche übertrieben es förmlich mit der Menge, da trieben sie bestimmt davon auf dem Abwasser, und der Nudelsuppe, die Dämonen.
Da warf ich einen Blick in einen Hauseingang, gegenüber von dem Musikgeschäft. Und darin saßen auf den Treppen, die nach links hinaufführten, und vermutlich auf einem Stuhl ihnen gegenüber, um das genauer sagen zu können, dafür reichte die Zeit nicht, drei Personen, auch von fortgeschrittenem Alter und sahen sehr authentisch aus, in dem was sie trugen und in dem was sie machten. Das war schon genug. Auf der anderen Seite der Straße saß nur einer, der irgendetwas gegessen hatte, vor einem Geschäft, das schon lange nichts mehr verkauft und auch seine Glastüren nicht mehr automatisch öffnet. Das war Nebensache; Parameter.

Und eben, woher ich zurückkomme, die eignete sich auch, die Szene. Das war Musik, die lebendig gespielt wurde und eine Art von Konzert, wie ich sie schon viele gesehen habe. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie, jedes für sich, etwas Besonderes sind. Es sind Sänger_innen und Liedschreiber_innen, die autobiographisch geprägte Texte verbreiten und Bilder aufzeichnen von verschiedenen Orten. Meistens sind sie eher traurig, ganz oft verschroben und haben mit Randgruppen und selten besungenen Themen zu tun. "I am sorry, for everything" und "The next song, it is nearly in Portuguese. I am going to pronounce it very clearly."
Ich bin sofort für sie gefallen, gut. Das funktioniert in dieser Sprache nicht. Wir saßen auf einer Kommode neben dem Tonmischtechniker, dessen einziges LED Licht den Raum auch nicht erhellte.

Davor hatten wir die Brücke überquert. Ich machte es klingen wie ein Abenteuer und trotzdem wollten nicht alle mit, die ich gefragt hatte.
Die Brücke ist etwas Besonderes, sie trägt abends Schmuck aus Licht, wie Perlenketten. Von innen sieht sie dem Eiffelturm ähnlich und die eisernen Platten, die den Boden ausmachen, wo die Füße auf der linken Seite gehen sollen, die rosten und durch die Löcher kann man den Fluss sehen. Das kann mitunter Unsicherheiten schaffen. An den Geländern sind deshalb Schlösser, die Namen tragen, angebracht, damit es für immer hält. Oben fährt die U-Bahn, und wie es Brücken, die zwischen zwei Hügeln liegen, und diese miteinander verbinden so als Charakteristik haben, nimmt sie die Arbeit ab, das Tal mit Höhen und Tiefen zu durchqueren. Das jenseitige Ufer bietet die bessere Aussicht, es wird die Stadt plötzlich ganz übersichtlich, in der Draufsicht. Wobei, von dort sieht sie ganz anders aufgestellt aus.

Geschrieben habe ich diese Zeilen in einem Zustand von schlafloser Halbwache, in der weder klarer Gedanke noch unklare Träume mir als richtige Lösung erschienen sind wie Heilige, die in unmöglichen Fällen helfen sollen. Ich weiß überhaupt nicht, woher all diese Wörter plötzlich kommen.

Eine der Strategien für ein glückliches, gesundes Leben konstituiert sich durch regelmäßige Mahlzeiten, geordneten Schlafrhythmus und möglichst wenige konsumierte Transfettsäuren.