Vorvergangenes Wochenende fanden sich die Teile von thee zusammen, um sich von der Kamera einfangen zu lassen. Auf keiner Bühne, sondern in einem aufgelassenen Theater. Und nicht nur photographisch, sondern filmisch, beinahe cineastisch.
ist ein in der Öffentlichkeit stattfindendes Versammeln mehrerer Personen zum Zwecke der Meinungsäußerung.
Angefangen hat das ja alles auf meiner Akademie.
Weil Kunststudierende gar nicht anders können.
Da war das Ganze berechtigt, sinnvoll und eindeutig. Weil das Diplomstudium einfach viel mehr Freiraum zulässt. Und nachdem das Künstlerische Lehramt auf Bachelor/Master umgestellt werden soll, eine Tatsache, die der Rektor anfangs lieber unter den Tisch kehren wollte, ging das eben immer weiter. Und trieb seltsame Blüten.
Eine der Forderungen, die mir besonders am Herzen liegt.
Und schlussendlich gibt es wieder mal ein Bild aus der Serie ' Vor dem Parlament '
Am 12. und 13. November gibt es wieder Vorstellungen von thee zu sehen. Einmal im Weberknecht, dort am Gürtel gegenüber vom Chelsea. Und einmal im Bergwerk, irgendwo in der Provinz. Ziemlich im Keller die beiden Locations. Der Punkt ist der : Zweiteres ist ein Bandcontest, wo es um eine England Tour geht. Und wo natürlich auch das Publikum zählt. An dieser Stelle setze ich vollstes Vertrauen in meine Leute. Die Entscheidung, ob man lieber in Wien zu einem mehr oder weniger 'full concert' gehen möchte, oder nach Neusiedl fährt, um dort wieder mal eine 20 min Show zu sehen, ist im Grunde nicht schwer. Aber, da unsere Band-Contest-Shows noch impulsiver und weltfremder ablaufen, also um einiges sehenswerter sind, als die üblichen, hier mein Vorschlag. Kommt am Freitag Abend in die Provinz, wo es weder Zugverbindungen noch öffentlichen Verkehr gibt. Bildet Fahrgemeinschaften, mietet Fiaker oder kauft euch ausreichend viele mit Helium gefüllte Luftballons. Stoppt Autos, überfallt Postkutschen und borgt Dreiräder von Minderjährigen. Warum und wofür ? Weil ich mich so bemüht habe und ihr mich so gerne habt.
Am 12. wäre es natürlich auch nett ein paar bekannte, und noch mehr unbekannte Gesichter zu sehen. Zusammen mit My Sister's Name Is Frank und noch einer anderen Band werden wir dort das musikalische Programm für die 1. Emdis Music Label Night liefern. Als Headliner sozusagen. Ist nicht unser Label, aber unsere Auftrittsmöglichkeit.
Aus meinem Briefwechsel mit Boston -
starting this fall everything has been set in motion until my life became a little avalanche i am sliding on at the moment. to find the balance between extremes is something i know well enough to master it. or at least to keep my heart and head from bursting and / or falling apart.
Trotzdem haben sie es gewagt sich von der Kamera in den Händen eines Mädchens namens Mona einfangen zu lassen. In Form von hochwertigen Bildern für die tiefgründige Klatschpresse. Und
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Gerade habe ich wieder ein Interview gegeben. Und fühle mich wie ein Star, der Kritik an der Weltpolitik, der Menschheit im Allgemeinen und ihrer Beschränktheit im Besonderen übt.
Ein Zitat von mir.
Eigentlich geht es nur darum, möglichst sachlich dabei zu bleiben, wenn du Menschen beibringst, dass sie eigentlich nur Blödsinn reden.
Und eines vom Nino.
Aber hinter dir und vor dir doch am meisten noch daneben steht der Himmel stehen die Wolken steht die Stadt nur deinetwegen.
Heute spielt der Nino aus Wien nämlich im Rhiz 1 2 Lieder. Später bin ich in der Villa auf eine Nachspeise. Das ist der Plan.
In der Arbeit - Zivilcourage und Antirassismusarbeit für jene welche unter euch, die noch nichts davon wissen - gibt es eine verrückte, alte Frau, die täglich mehrfach mit unterdrückter Nummer anruft und nicht auf Antworten reagiert, sondern in einer Endlosschleife vor sich hin redet. Manchmal stundenlang, oder so lange bis das 'Band' aus ist. Dann folgt ein Piep - Ton und es fängt von vorne an. Heute morgen am Anrufbeantworter begrüßt mich folgende Nachricht.
Wer entschädigt mich? Die Huren, Huren, Huren Ausländer-Gfraster? Die sollen doch alle elendig verrecken. Und die Inländer - Gfraster dazu. Weil ma e genug Inländer - Gfraster haben. Da kann man doch nicht das ganze Ausländer-Gsindel auch noch hereinlassen Wer entschädigt mich für alles bitte? Alles, was mir gestohlen und geraubt wurde? Auch vom äh seelischen Effekt, den ich davon getragen habe. Wer bitte zahlt mir eine Therapie? Diese Huren-Ausländer. Wer zahlt mir eine Theraphie, eine Wiedergutmachung? Dafür hamma wieder aufgebaut und gehungert. Dafür hamma Schutt gfiaht nachm Krieg? Diese Huren-Ausländer sollen verrecken. Und ihr Gutmenschen dazu. Huren, Huren, Huren. Krepierts doch! Krepierts!
Und das war noch nicht mal das Schlimmste, nur eine wortgenaue Dokumentation, Wiedergabe. Schockierend daran ist, dass sie sicher nicht der einzige Mensch in diesem Land ist, der so denkt. Gerade deshalb bin ich der Meinung, dass solche und ähnliche Aussagen bzw Texte zu verbreiten sind. Keinesfalls, um zu unterhalten, sondern um Denkanstöße zu liefern, um wachzurütteln. Ihre Verrücktheit gepaart mit ihrer Stimme vermitteln zwar einen komischen Effekt, verharmlosen oder rechtfertigen aber ihr in Worte gefasstes mehr als rechtsradikales Gedankengut ganz und gar nicht. Shake them and awake 'em.
Fräulein Smillas Gespür für Schnee ist wieder gefragt. Sogar in der Stadt. Kursiv, weil es dem Wort Fräulein an politischer Korrektheit mangelt. Der Politik fehlt dafür die Korrektheit.
Ich liebe das zweite Video.
Gestern Nacht bin ich wieder einmal im Zug eingeschlafen, diesmal in Floridsdorf wieder aufgewacht. Ich muss aufhören ständig Taxis zu nehmen. Züge zu verpassen Und Rotwein zu trinken.
Danke fürs da sein. Spezielle Danksagungen gehen an Tagfalter und Nachtschwärmer, die sich in unseren Abgrundzirkus verlaufen haben.
An unsere Ansage Lady, die doch nächstes Mal ein bisschen öfter still halten soll. Und sich in Pose werfen - für die Kameras. Oida, eigentlich. Für die netten Worte, die Rosen und die Komplimente. Besten Dank auch der Jury, die uns das Prädikat 'grottenschlecht' verliehen hat. Dafür vom Publikum 15 Minutes Of Hate bekommen hat.
Unsere 15 Minutes Of Fame haben gereicht für einen Hauch, eine Prise, eine Messerspitze von Thee. Auf ein baldiges Wiedersehen.
Rewind. Zu deutsch : Der Wind kommt wieder. Ich hege den Verdacht, dass die Straßen und Gassen in Wien so angelegt wurden, sodass möglichst viel Zugluft, Luftzug entsteht.
Until one winter day a sly wind blew in from the North.
Eine Zeit, wo Dinge passieren.
Wie ich aus verlässlicher Quelle weiß, ist draußen am Land schon Winter. Aus Regen mach Schnee.
Was ich heute in der Arbeit mache -
Hollywood is like being nowhere and talking to nobody about nothing.
War das gestern. Mein Pedal ist dort, wo es hingehört. Auf dem Weg zur Deponie. Punkt. Wien gehört uns.
Besten Dank an unsere Supportband, unsere wunderbare Crew, bestehend aus Karten-Abreißer-Ladies, Ansage - Mädchen, Photographin, Make-Up Artist, das Street Team - Flyer-unters-Volk-BringerInnen - und klarerweise vor allem und besonders ans Publikum. Jene welche, die mir zustimmen, dass Musik genauso gemacht werden muss, wie sie gefühlt wird. Alle, die das auch noch gut finden, wenn wir die Hälfte des Konzerts am Boden liegen, oder, wenn ich nur noch mit einer Hand irgendwie an meinem Klavier hänge.
Für Verständnis, weil ich einfach aufgeregt rumlaufen muss; wie ein geköpftes Huhn. Weil Kopf war gestern nicht viel vorhanden. Kein Kopf, kein Kopf. Dafür heute mit einer Auswahl an Gedanken aufgewacht, die, wenn in Wasser umgewandelt, den Durst in dieser Welt für einen halben Tag löschen könnte.
Auch dafür mit mir auf den Stufen vorm Franz-Josefs-Bahnhof zu sitzen mit 'zu boykottierendem Essen' (it's not food really, it's only something to eat') von einer Fast-Food-Kette, und mir mein Leben ein kleines bisschen lesbarer zu machen. Ich bin ein offenes Buch.
Eine Feststellung am Rande : Auf der Bühne können wir eigentlich alles machen - es wird automatisch als Teil der Vorstellung gesehen. Auch unter einem Keyboard rumkrabbeln, mit einem Kabel zwischen den Zähnen, und schwarzer flüssiger Farbe im ganzen Gesicht. Und meine Boys In The Band - unwahrscheinlich gut eine solches Ensemble in vorhandener, einzigartiger Kombination zu finden. Die Stimmung, die Kommunikation. Die Verstimmungen und die Antikommunikation. Die Freiheit. Die Worte.
Untot triffts ganz gut; als Beschreibung meines Zustandes. rain, that's what i feel
Nachricht an mich selbst: Ich muss aufhören ständig Taxis zu nehmen. Zu teuer. Und Rotwein zu trinken. Zu gut.
For a second I was nervous, boy. In etwa drei Mal im Jahr passiert es, dass ich aufwache und weiß, was heute für ein Tag heute ist, oder was generell so abgeht - neben dem Aschenbecher im Mund, dem Griesbrei im Kopf und dem Unwillen sich der Welt zu stellen.
Darum geht bezüglich dieses außergewöhnlichen Ereignisses noch einmal ein Rundschreiben raus, an alle, die an ihrem Weltschmerz zu ersticken drohen, an die planlosen Nachtschwärmer und kopflosen Tagfalter, jene welche ihre Flügel² der Musik trotz allem noch öffnen und unbekannte Töne auf sich wirken lassen möchten. Denn wir möchten in unserer fabelhaften Welt niemanden ausgeschlossen wissen. Bis auf die eine da.
Die Melodika - das Blasklavier - ist bereit !
² 'Does the flap of a butterfly's wings in Brazil set off a tornado in Texas?'
Wie Amanda schon sagte the blogs have been too soulless lately.
Ging mir genauso. Deshalb heute once more with feeling und damit nebeneffektiv Myspace am Leben erhalten.
Aus dem Leben eines Zivildieners:
Gestern war ich beruflich auf der Post, wo ich sonst eigentlich nie hingehe, weil Briefe nicht mehr so Old School sind, wie sie einmal waren - brown paper packages tied up with strings sind viel schöner, und Strichcodes sind auch keine Briefmarken mehr - im Copy Shop, wo ich sonst eigentlich nie hingehe, weil Kopien immer teurer werden als erwartet, im Institut für Menschenrechte, wo ich wirklich nie hinkomme und im Rathaus, den einen Zettel von dort nach da bringen. Dazwischen wurde eine Menge telefoniert, hauptsächlich Anrufe privater Natur. Danke fürs Zuhören. Ich sage nur soviel : Oida, fick dich, eigentlich. Heute hat Frau Till wieder 7 Nachrichten am Anrufbeantworter hinterlassen und mir noch drei weitere Male die Ohren voll geschrien. Huren, Huren, Huren.
Aus dem Leben eines Kunststudenten:
Und ich hatte meinen ersten Auftritt auf der Akademie der Bildenden Künste. Im Semperdepot, einem wunderschönen Gebäude, früher Kulissenlager und Atelier, heute Schaffensräume für Studierende. Mir wurde unter anderem die Birne gezeigt, wo Robbie Williams und Madonna (?) ihre Musikvideos gedreht haben. Ein Gebäude, dessen Grundriss der Form des Kernobstes entspricht. Siehe : http://www.youtube.com/watch?v=TYhBRPGjU5A
'Sie sollen nicht frei und selbstständig arbeiten, Sie müssen.'
hat der Matthias gesagt. Und 'Die Akademie ist momentan handlungsunfähig' weil wir kein Geld mehr haben. Hört sich zumindest dramatisch an. Und Akademie kling auch viel besser als Universität.
Aus dem Leben eines Rockstars:
Auch die Aufnahmen für unser Lied Transister sind gestern im Studio abgeschlossen worden. Mit zwei Flaschen Wein, 20 Flaschen Bier und ein bisschen Aqua naturale senza gas. Hat zu einigen aufschlussreichen Gesprächen geführt; gute Stimmung, gutes Gefühl. Endlich wieder lohnende Gespräche über Sternzeichen. Dreharbeiten zum dazugehörigen Video beginnen nächstes Wochenende, nur unterbrochen von einem Auftritt in den Hofstallungen, MQ.
Geendet hat das Ganze damit, dass ich im Zug voll weggepennt bin, wieder aufgewacht bin in Wien Matzleinsdorferplatz, dann mal ausgestiegen, zu Fuß die Reinprechtsdorfer runter, bis zum nächsten Bankomaten, was ja erst irgendwo Höhe Arbeitergasse ist, rein ins nächste Taxi, filmreif herangewunken mit meinem Hut, und zu Hause angekommen um 2. Glücklicherweise musste ich heute erst ab 11 arbeiten.
Meine letzten Worte an die Bildende. Danke fürs Zuhören.
Über meine Kunst kann ich nicht reden. Habe ich im Voraus schon gewusst, danke.
Und jetzt zurück an den Start.
Wie alt sind Sie ?
19.
Und Sie kommen direkt von der Schule ?
Nein, ich habe zwei Semester Theaterwissenschaften hinter mir.
Sie auch ? Sie sind schon der Dritte. Kennen Sie sich alle, oder ist das so groß, dass man sich nicht kennt ?
Halb, halb. Das ist eine Art Übergang, wenn man dort nicht zugelassen wird, wo man eigentlich hinmöchte.
Waren Sie letztes Jahr auch schon hier?
Ja.
Aber an diese Mappe kann ich mich nicht erinnern.
Ja, diese ist auch ganz anders. Die Bilder stammen alle aus den letzten 9 Monaten. Ich habe dieses Jahr für mich festgestellt, dass gute Bilder nicht reichen, und wollte deshalb zeigen, dass ich sie auch anwenden und verarbeiten kann. Ich wollte nicht nur Passepartouts abgeben. Habe hier deshalb über den Bildrand hinausgearbeitet, oft sind zB die Motive in Papierform noch einmal auf der gegenüberliegenden Seite.
Was erwarten Sie sich von diesem Studium ?
Etwas mehr als von Theaterwissenschaften, womit ich absolut nicht glücklich geworden bin. Im Grunde, einfach diese unvergleichliche Atmosphäre, die in einer Gruppe von Kunstschaffenden entsteht, wo wahnsinnig viele Einflüsse auf dich wirken und Ideen um vieles einfacher kommen. Weil ich denke meine eigene Linie gefunden zu haben, möchte ich mich hier einfach nur noch weiter entwickeln.
Diese Angst hatten wir alle. Das ist nur eine Phase. Ich habe das Gefühl, dass sie eigentlich das Gegenteil der Photographie zum Thema ihrer Mappe erhoben haben. Üblicherweise ist das Wesen der Photographie das Eingeschlossene. Das ist die Welt, hier ist der Rand. Sie lassen die Photos auf die Umgebung wirken, öffnen diese Grenzen...
Ich hätte noch eine Frage. Haben Sie ein Vorbild, eine Geschichte oder ein Bühnenstück für ihr Portfolio, weil ich vermute, dass ihre Bilder irgendwie eine durchgehende Geschichte erzählen.
Nein, die Bilder sollen für sich selbst sprechen, ihre eigene Geschichte erzählen, zum Nachdenken anregen.
Und einen Überbegriff, wenn sie ein Thema einklammern wollten, gibt es den?
Nein. Natürlich gibt es einen Hintergrund. Sie sollen zum Nachdenken anregen. Man muss sich die Zeit nehmen ein zweites Mal hinzusehen. Ich denke, dass, wenn man hier die Mappe abgibt, passiert es häufig, dass sie einfach schnell durchgeblättert werden und deshalb oft ein großer Teil dessen verloren geht, was man eigentlich ausdrücken will. Und bei meinen Photos ist es eigentlich immer der Fall, dass man erst beim zweiten Blick erkennt, worum es mir eigentlich geht. Darum auch die Betonung, Wiederholung von manchen Elementen.
Was hat es mit den Guckfenstern auf sich?
Das ist eine Art Einladung. Die Vögel durch das Umblättern freizulassen. Einfach der Anfang. Oft habe ich auch noch Schnitte gemacht, die die einzelne Seiten miteinander verbinden sollen, die durchgehende Serie, den Zusammenhang, verdeutlichen sollen.
Das habe ich schon bemerkt.
Und die letzten beiden, wo man nur die Rückseite sieht?
Haben nicht in die Serie gepasst. Ich hätte sie aber sehr gerne in der Mappe gehabt. Deshalb kleben sie rückseitig.
Haben Sie noch Fragen, möchten Sie noch etwas sagen?
Ich freue mich, dass meine Bilder angekommen sind.
Wie meinen Sie das?
Dass sie gut angekommen sind. Und so, wie ich sie gemeint habe. Danke fürs Zuhören.