- where will we be
?
Eigentlich ist es vollkommen egal, wo man steht.
Und wie.
Ob auf einem Bein oder auf dem Kopf.
Ob die Welt sich um 180 Grad gedreht hat, oder man auf der anderen Seite lebt.
Es passiert einfach.
Wofür einen Plan haben?
Paris je t'aime.
Und diesmal mit Sicherheit.
Das ist die Stadt, wo ich mal hinziehen werde.
Weil Wien mir zu klein geworden ist.
Damit schließe ich Barcelona und Berlin nicht im geringsten aus.
Genausowenig Marseille.
Zumindest ein Auslandssemester, weil ne Wohnung kaufen/mieten sich eventuell nicht so gut mit meiner Begabgung 'Geld auf sehr schnelle Art und Weise los zu werden' verträgt.
Aber Paris - un petit peu plus excentrique, würde wohl vollkommen zutreffen - diese Stadt hat ES.
ES; was das kleine Schwarze hat.
Man kann dort nicht anders als zu photographieren, zu cinematisieren, zu improvisieren; etwas aus sich zu machen, etwas aus der Stadt zu machen.
Was auch wunderschön ist : es funktioniert, der eine Hip Hop Typ mit der fetten Goldkette, der tanzende alte Mann und die Lady im roten Kleid, nebeneinander, miteinander.
Wo auch zu sagen ist; ein Blog gespickt mit Lücken und Dominosteinen, die nur mit Hintergrundwissen richtig zusammengefügt werden können, wie zum Beispiel, dass 1 und 1 ganz gut zusammenpassen :
The boy is back in town.
But totally wants to go back, to sit in front of a closed cinema in Montmartre and drink red wine.
Wir haben über den Dächern gewohnt; geschlafen; geliebt.
In den Hotels, die schlicht und einfach bezogen werden
müssen, die mit Charakter und Kakerlaken (zweiteres ist optional und war in unserem Fall nicht vorhanden).
Wo man die Tür nicht aufbekommt, oder die Dusche ein Vorraum ist.
Und wenn man darauf besteht, kann man wirklich alles haben.
Sogar geweckt werden von einem alten schreienden Hotelbesitzer, oder einem Selbstgespräche führenden Fischer, der nachts an der Cote d'azur rumläuft; Staubsauger ist auch ne Option oder ein Telefon, mit schrecklichem Klingelton und Franzosen am anderen Ende der Leitung.
Wir haben am Strand geschlafen; ein bisschen davon mitgenommen.
Vor den Nobelhotels, in Nice.
Zum Frühstück gab es Croissants avec Café creme direkt an der Straße, mit sehen und gesehen werden. auch im 4. Arrondissement, wo das Design nicht nur zu Hause ist, sondern geboren wurde.
Wie schön ist es, wenn man sich auf die Farben schwarz, grau, marineblau, schwarz, grau, hellgrau und weiß beschränkt? Manchmal ein wenig rot, ein wenig Jeans, obwohl ich Jeans nicht mag.
In Marseilles hatten wir Baguette am Hafen, neben der alten Lady die den Möwen Fischköpfe zugeworfen hat, die somit neben uns in der Sonne gefrühstückt haben.
Haben am Strand gelegen und Sommersprossen bekommen, die Füße ins kalte Wasser gestreckt.
Walked up to Sacre Coeur at night and had Kir Royal.
Ich glaube es gibt keinen Grund, warum man das alles macht.
Das kommt von hier, wo man die Hand drauflegt.
♥
Wenn man nach dem Weg fragt, bekommt man mit heftigem französischen Akzent gesagt - You have to cross this fucking thing! the bridge.
Am Kanal isst man, neben den Lagerfeuern der Obdachlosen, sein asiatisches Take Away Dinner mit 1664 Bier aus dem Kiosque.
Centrepompidou - wunderbar.
Ich habe ein wenig Kunst angesehen.
Und ein wenig Kunst gemacht.
Weil ich nicht anders kann; weil man das nicht abschalten kann; diese anderweltliche Wahrnehmung, diesen Blick für gewisse Dinge.
Kunst, das ist mal ein Wort, da beißt man sich die Zähne aus, wie an diesen roten mit Zuckerguss überzogenen Äpfeln.
Die Mode - das ist eine andere Sache, übrigens - eine Sache über Kleidungsstücke.
Es erweckt in mir ein Unbehagen - gleichartig gekleidete Menschen.
Genauso, wissentlich, bewusst das gleiche Teil zu kaufen, das jemand anderer bereits trägt; das ist Imitation.
Anders läuft das, wenn derjenige jenes Teil bereits verlegt hat.
Alternativtitel : Paris is dead.
'Paris is dead. Don't go to Paris for the nightlife.'
- möchte ich einen Bewohner dieser Stadt zitieren.
Wobei von derselben Person auch jener Ausspruch stammt :
'This music is shit. I can't dance to this music.'
Während er unter Einsatz eines jeden Körperteils zu dieser Musik getanzt hat
(i like to move it).
Was erstere Aussage jeglicher Glaubhaftigkeit und argumentatorischer Grundlage beraubt.
Kaum zu glauben, aber wahr, bevor ich diesen Blog angefangen habe, wurde sogar die Schmutzwäsche in die Maschine geworfen.
Und die Post durchgesehen.
Die Postkarte gelesen, die Postkarte.
Es gibt Szenen, die lassen sich nicht in Worte fassen.
Nicht einmal in Bilder; manche können das, die meisten nicht.
Ich würde mich trauen einfach so jemanden zu küssen, nur weil mir danach ist.
Ja, doch.
- Ich steh' nicht so auf Drama.
Lüge.
Ich weiß, wie du es meinst, aber ich möchte es anders verstehen.
Und ich bin echt schon zum wegwerfen, aber erhebe trotzdem den Anspruch ernst genommen zu werden.
Komisch wird das erst, wieder alleine in einem Bett; in einem Zimmer zu schlafen.
Und ein Tag ohne Crepes, Baguette, Lasagne oder Filmabend.
Frankfurt ist eine der hässlichsten Städte der Welt.
Mit dem schlechtesten Wetter, den eigenartigsten Menschen und ohne Kultur.
Kann man mit vollkommener Sicherheit nach 1 h Aufenthalt sagen.
Tatsache, unabänderlich.
Die klauen sogar die Wiener Kaffeehäuser.
In nächster Zeit werde ich es vermeiden die Stadt zu verlassen; weil einfach zu viel zu erledigen ist.
Ich habe Angst vor dem Alltag.
Weil : weg will ich, immer nur weg.
Unzufriedene Menschen suchen extreme Situationen; aber so unzufrieden bin ich gar nicht.
Reisen erfüllt mich immer mit einer Art Leere.
Einem Durst, der nur mit mehr Reisen gestillt werden kann.
Ich glaube, das ist so wie Liebe.
Aber ich weiß nicht, was das ist, diese Liebe.
mfg
ich melde mich sicher nicht zuerst.
040410
WIEN - FRANKFURT - PARIS
PARIS - MARSEILLE
MARSEILLE - NICE
NICE - VEINTIMIGLIA - GENOVA - VERONA - MILANO - IMST
IMST - WIEN
110410