Sunday, 28 February 2010

Dear Someone

Listening in the Shadows.

Eine Stärke, eine Schwäche.
Nicht nur - I'll try anything once -
Ich glaube, ich muss alles einmal ausprobieren.
Und dann, um sicherzugehen, dass es so war, noch mal.
Das hat nichts mit Spontanität zu tun. Doch auch.
Nicht einfach loszurennen und in den See zu springen.
Doch, das war doch alles schon mal da.
Aber nicht mit dem Vorsatz - beispielsweise jedes Produkt aus dem Süßwarenregal einmal gegessen zu haben; wobei das ein interessantes Projekt wäre - und dem Plan das zu tun. Es passiert und da kann man wirklich nichts machen.

Ich schiebe das auf mein persönliches Horoskop.
Wenn du den Wassermann in der Sonne hast, bleibt dir keine andere Wahl als begeistert zu sein, wenn dich jemand in die abgefuckedeste Location der Stadt einlädt, als hinzugehen, oder dort gleich ein Konzert zu spielen, oder eine Fetish-Bar zu besuchen, und gleich darauf den Geschäftsführer zu fragen, ob du dort photographieren darfst, nur, weil du immer etwas Neues brauchst, willst, suchst.
Oder zwei Wochen lang eine neongrüne Sonnenbrille zu tragen. Weil du für eine Woche Revolution spielen möchtest und die darauffolgende eine heftige Trotzphase durchlebst.
Und mit einem Löwe-Aszendenten hast du dann keine Chance mehr auf Normalität, weil du zwangsläufig Recht hast, rücksichtslos bist und keine Kritik verträgst. Du trotz allem dazu veranlagt bist, dass dich alle lieben und schätzen.
Und mit dem Mond in der Waage bist du dir schlussendlich nicht mehr sicher, ob du das wirklich wolltest, oder wie es eigentlich war und machst das ganze höchstwahrscheinlich noch einmal. Siehst dafür wahnsinnig gut dabei aus.

Heute versuche ich weder Rockstar noch Kunststudent zu sein.
Aber was macht man denn da den ganzen Tag?
Fenster putzen.

mfg

Come on, bartender
Won't you be more tender?
Give me two shots of whiskey
And a beer chaser
Love will be the death of me
Love is so fickle
It starts with a flood
And it ends with a trickle.

Lokalhelden IV

Ihr gehört eigentlich gar nicht hierher, ihr gehört irgendwo dorthin. Ihr solltet in der Arena spielen.
haha.

Erstmals auf der Bühne und nicht vor der Bühne, das ganze auch einmal bei über 5°C zu erleben, das war ein anderes Gefühl.

Ich danke für das doch zahlreiche Erscheinen unserer persönlichen Menge.
Für das Zerstören des Hello Kitty Posters, das dieses verrückte Mädchen ständig kreischend in unsere Richtung gehalten hat.
Die bedenkliche MIAU - Einlage.
Unserer Ansage, die sich den mitleiderregenden Haufen Müll inkl. Gras um den Hals legen hat lassen, und ihn wirken hat lassen wie eine Federboa.
Merci - Niederländische Schwammerl, Apfelmus (ohne Zimt), Kartoffelsalat oben drauf gepampt, und draußen auf dem parkplatz 'sach ma, habenwa hier ne schanze auf ne technoparty?'
Ah ja, schließlich für Verständis meiner Neben-mir-Standhaftigkeit.
Eingeweihte wissen um die Geschichte.

A (blondes, betrunkenes Mädchen) : Darf ich ein Autogramm haben?
B (Typ von irgendeiner Band) schreibt ihr INSERT COIN auf den Arsch.

Schön wars.

mfg

take a walk on the wild side.
'wenn man drauf steht'
Black-eyed subway ride home.

Saturday, 27 February 2010

Ein Film -

- Mein Leben.
Aber das gefällt.
Isabelle Huppert spielt eine Nebenrolle.
Es gibt Nächte, über die spricht man nicht.
I'll try anything once.
Ob das gut oder schlecht sein mag, oder ob es sich in die eine oder die andere Richtung entwickelt, wird sich zeigen.
Heute wird in der Arena aufgetreten.
Für mich solls rote Rosen regnen.

mfg

beer, smokes and jazz.
credits: the strokes.

Thursday, 25 February 2010

Jonasreindl

La nuit passée dans le Bim auf dem Heimweg, ein Teil eines ziemlich zerlegten, zerstreuten Buches.
Ich tippe auf frustrierte Studierende.

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Hier war ich ein bisschen Künstler und Weltverbesserer:
Ein Buch, das mich ausgesprochen aufgeregt hat.
Das mit 'berühmt' angepriesen wird. das mir geschenkt wurde.
Alles als 'falsch' und 'armeslige Versuche' zu bezeichnen, was nicht der eigenen Doktrin entspricht.

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Ich werde es zu Ende lesen, weil ich im mir im Laufe des Buches eine Entschuldigung erwarte. Wie jene von Lessing zum Beispiel, das wäre eine Genugtuung, eine Wiedergutmachung.

NEXT ANNOUNCEMENT.

THE SCARABEUS DREAM / HELLA COMET 4.3.2010
IM CHELSEA VVK: 7,-/AK: 9,-

Und die sind super.
JAJAJA.
Eine Band, die nur aus Stimme, Klavier und Schlagzeug besteht, alles, was man bekanntlicherweise braucht um wahnsinnige und auch wahnsinnig gute Musik zu machen. [siehe The White Stripes, The Dresden Dolls, womit ich keinen Vergleich ziehen möchte, sondern auf das breit gefächerte Spektrum und die Vielfalt an Möglichkeiten hinweisen möchte, die sich aus dieser Kombination ergeben können.]
Die parallel existierenden Gemeinsamkeiten und Widersprüche vereinen sich zu einer energiegeladenen, unangenehm schönen Welt.

Die Stimme von THE SCARABEUSDREAM als unverwechselbar zu erklären ist zu hoch gegriffen, die bohrende Intensität und der hemmungslose Einsatz dieser ist es zweiffellos.
Das Gefühl, das unter den Klang gelegt ist, ereignet sich in einer fesselnden Körperlichkeit, einem Ringen mit dem Instrument. Das Klavier wird mit einer der vermutlich anderweltlichen, agressiven, zutiefst verletzlichen Gefühlslage und ensprechender Hingabe bespielt, benutzt, wie es sich gehört.
Düstere Abläufe, die keine Melodien im herkömmlichen Sinne ergeben, einmal unter die Haut gegangen, aber lautstark um Anworten suchen, die prompt vom Schlagzeug gegeben werden, ohne eine Frage abzuwarten.
Ein Auflehnen, ein gegeneinander miteinander Raum und Grenzen sprengen wollen.

Gesamtbildlich gesehen bedienen sie meine Sehnsucht nach dunklem Cabaret ohne wahrscheinlich ein einziges theatralisches Element, sieht man ab von der Bühne, zu benutzen.
Sie wecken mein Interesse, weil sie praktisch von hier sind, schon seit Jahren existieren und, man muss sagen, dank ihrer besonderen Qualitäten nur gewissen Kreisen bekannt sind. Ja und weil eine Art Mysterium sie umgibt, man kaum Information über sie findet, außer
der Hometown Pinkafeld, welche, als solche anzugeben, mir eine Menge Mut abverlangen würde.

[Ein Tonträger mag mit hoher Wahrscheinlichkeit existieren - Betitelt ist er mit '
sample your heartbeat to stay alive'.
Der Merch-Teil der homepage sagt dazu: coming soon.]

Schwierig fällt es mir eine Ankündigung über diejenigen zu schreiben, weil ich sie gerne photographieren würde. Photogen sind sie den Pressephotos nach zu schließen nicht.
Aber das Video spricht doch sehr für sie.
Mit einfachsten Mitteln gemacht und nicht umsonst prämiert.
Naja, jetzt ist es doch passiert mit der Ankündigung. hoppla.



music clip / THE SCARABEUSDREAM. strollerstore from the album "Sample your heartbeat to stay alive"

Cast:
The ScarabeusDream
Daniel Terler
Kathrin Mayer
Lukas Kalmar

Director/DOP: wolfgang schellnast
Camera Operator: lukas kalmar
Costume Design: kathrin mayer
Make Up: flora klonner


mfg

By now people on the street are pissing me off.
Plötzlich haben sie wieder Zeit rumzustehen.
Und sind draußen.
Ich liebe den Frühling.

Wednesday, 24 February 2010

Sing

Gespräche übers Wetter.
As usual.

Ich bin hingerissen.
Von der Sonne.
Wenn auf der linken Wienzeile die Türe weit offen steht und vor derjenigen zwei Menschen an einem Tisch sitzen und Backgammon/Schach/Brett-spiel-en, mit Bio-Trauben-Saft, Wein, Zigaretten und Musik.music.
dann wird es Frühling.
Da hebt sich diese Dunkle-Wolken-in-meinem-Kopf-Stimmung hin und wieder.
Heute bin ich nämlich in die Trafik und "Ein kleines BIC Feuerzeug" bitte - Farbe? egal.
Bekomm ich ein schwarzes :)
weil wenn ich das gleich dazu gesagt hätte, wären die aus gewesen.

eine Melange.
ein Standard-Rätsel.
eine Zigarette.

Mehr Utensilien braucht man nicht.
Wer möchte mit mir eine Aida besetzen?
To make a political statement against the lack of joy on the planet.
Vorzugsweise in der Neubaugasse.
Weil die nicht so weit ist.
278 Schritte.

If I should take the notion and jump into the ocean.
Aint nobodys business if I do.

- Da ist nur noch hinzuzufügen - I cabaret all through monday.

EIN WEITERES THEE KURZKONZERT AM SAMSTAG IN DER ARENA.
ICH VERSPRECHE : ALLES UND NICHTS.
DAS LETZTE FESTSTEHENDE DATUM FÜR ZUKÜNFTIGE BÜHNEN.

My recommendation for a short but intense obsession every once in a while is VOGERLSALAT.

mfg

and then you blog about it and waste more time.

credits: amanda palmer, billie holiday.

Tuesday, 23 February 2010

Wien im Frühling

Es wird Frühling in Wien.
Nicht mehr eisig, nur noch kühl, so wird dann mit der Welt interagiert.

Wie ich mich auf diese Zeit freue. wie mich diese Zeit freut.
Wenn die Aida sich wieder mit ihren Sessel auf den Gehsteig traut.

mfg

strahlen.
alles einmal versuchen.

Monday, 22 February 2010

Modeschule

Wenn ich mal alt bin. also in Pension - nicht, dass ich vorhätte irgendeine Profession auszuüben, die einer Pension würdig wäre - spiele ich ausnahmslos Lady Gaga Covers.

In der most fucked up location ever haben thee letzten Samstag das für mich bisher
unterhaltsamste Bühnenereignis gegeben. Erstmals hatte ich mehr Ahnung als der Tontechniker. Ahnung definiert sich in diesem Fall mit: Wenn man ein Kabel aussteckt, dann ist es nicht angesteckt.
Weniger Glitzer, dafür noch mehr Kostüm, Solidarität mit der Ansage, betrunkenem Gestotter und der Rauchwolke über unserer Posse.

Unbedingt sehenswert - nächsten Samstag das vorerst letzte Konzert der, den Spitznamen Contest-Tour verpassten, Konzertreihe.
Bringt Nähmaschinen, wir feiern 10 Jahre Modeschule!
haha.

Jetzt gehe ich auf Filmsuche und dann wieder auf eine Weltreise.
Mir wurde nämlich unerhofft vom Storch ein neues Baby gebracht.
Das kommt davon, wenn man sich nichts wünscht.

- >

mfg

New York, New York.
Und in Dachrinnen singen. Am Kanal.

There I go again, pretending to be you und hier im Anhang der Blog, der nie geschrieben wurde.

Dieser Blog wurde eigentlich nie geschrieben. Falls er jemals irgendwo auftachen sollte, wurde er gefälscht. Oder ist eine automatische, autoerotische E-Mail-Antwort, wie eine Abwesenheitsnotiz, nur ohne Abwesenheit und mangelhaft, was Notizen angeht. Denn ich habe ein Solo Konzert gegeben - nur um es gegeben zu haben, eigentlich. So kurz vor meinem Tod. Und ganz ehrlich, ich fands grottenschlecht.
Immerhin befand man sich auch im Stockwerk - 2.
Das Bühnenbild von und mit meinem Ablenkungstechniker - direkt aus der Kiste hat allerdings gehalten, was es versprochen hat.
Ansonsten kein Plan von nichts, keine Übung und zu wenig Improvisationstalent bei gedämpfter Zu-Viel-Wasser-Stimmung.
Immerhin habe ich meinem Mit-Musiker die Tontechnik eingerichtet und so wahrscheinlich seinen Auftritt gänzlich ruiniert.
Ihm aber trotz allem zu seinem Mut gratuliert.

mfg

backstage im robbyhaum wo man eigentlich nur kiffen kann.
es aber trotzdem nicht tut.
sowie
körpermasse vs weinflasche
+ die schwarze farbe im gesicht & der heimweg.

Thursday, 18 February 2010

sich zu gut sein

Etwas nur tun, um der Sache willen.
Zum einen nicht wegen der Anerkennung und der Prestige, zum anderen Teil nicht wegen ihrem Gegenteil, das meines Wissens nicht mit einem Wort beschrieben werden kann.
Skandal, Schock, der Suche nach Aversion und Ressentiment.
Wie man eigentlich alles machen sollte.
Und sich nicht andauernd die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Tätigkeit stellen - unter der Bedingung, dass die Entscheidung diese zu verfolgen auf freiem Willen basiert; was mir klarerweise eine exaktere Definition abverlangt, worauf ich aber keinen Bock habe. Punkt.
Sich nicht für alles zu gut sein -
Do exactly as you feel.

meine favorisierte amanda aussage von heute :
i didn't even GO to art school. i'm just naturally pretentiously profound.
well. i DID go to art school.
and still am nothing more than naturally pretentioulsy profound.
nothing but hot air.

Übermorgen bieten thee in der Art & Fun Factory in Tribuswinkel (wherever the fuck that is) ein Bühnenereignis.
God forbid, come visit us.

: Ich glaube, dass man seine Erwartungen an die Welt einfach runterschrauben muss.

mfg

t
und die maus.

Tuesday, 16 February 2010

nicht schön sein wollen

ich fange wieder bei null an.
ungemütlich empfand ich die stimmung bei der rückkehr.
das erste mal habe ich mich nicht auf wien gefreut.
nicht einmal beim aussteigen, volkstheater, orange, u3, mq, roter stern, rote bar, 49er, die statue von hansi wasweißich, plakatwand, das bellaria, der friseur, grüne ampel, asia restaurant mit dem hinweis - wir übersiedeln (datiert mit 4.6.2006) der spittelberg, hinauf bis zum möbel, dieses geschäft mit den gestrickten hauben, wo früher das übergroße wollknäuel war, die apotheke, st. ulrich, die schule, zeitloos, das kleine asiatische bistro das bald wieder zumacht, dort wo früher meine nachbarin gewohnt hat, erinnerungen, espresso, bei der linda die gerade eine party gefeiert hat, bung bui - der fette mann -
vielleicht wird es mir zu klein.
zu vertraut.
und was mir zu nahe geht, kommt, das stoße ich bekanntlicherweise von mir.

ich liebe wien. ihre unfreundlichkeit, das grau, den verfall, je schlimmer desto besser, alles. diese stadt.
nur habe ich mich viel zu lange schon hier aufgehalten, fast ein ganzes jahr in österreich, nur mit kleinen unterbrechungen, das ist zu lange.
vor allem, weil nur wien, wien nur du allein, das einzige ist, was dieses land an attraktion zu bieten hat.
ich möchte weg - ohne bestimmtem ziel.

gerade gefunden habe ich etwas, das reicht zurück bis an den anfang.
als ich im roten ziegelbau um asyl angesucht habe. mit den kirschblüten im hof.

looks like that -

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- and says :

unter anderem.

gelb

wo anfängt ich selbst zu sein

dornen

eigener blick

das hat mich wieder in ein gedankenmeer gestoßen.
mein kopf ist eigentlich so leer.
und so voll.
zu allem fähig.
und zu nichts zu gebrauchen.

mfg

now i'm gonna run the risk of being free.

pragisch

Süßer Vogel Jugend -

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Entgegen kursierender Gerüchte, in puncto meinen Gesundheitszustand, ersuche ich die Weltöffentlichkeit darum allfällige solche zu dementieren. Im Gegensatz zu ihm (siehe oben) bin ich von keiner Schreibmaschine, die aus einem Heißluftballon geworfen wurde, erschlagen worden.

Ich altere jetzt mit Würde und begegne der Jugend mit offener Skepsis - was Vokabular, Geschmack und Windeln betrifft - möchte am liebsten ständig Putzwasser aus Kübeln aus meinem Fenster im Gemeindebau auf spielende Kinder schütten und dabei Dinge schreien wie 'Schleichts eich, Gfraster.'



Brennend heißes und eisig kaltes Leben.
So möchte man älter werden.

Was mich ausmacht.
Von Stadt zu Stadt ohne Grenzen, ohne Verpflichtungen.
Die Welt ist mein Land.

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Frei wie ein Vogel.
Das Leben der anderen kennen lernen.
Um fünf Uhr Früh mit Pilsner Urquell am Küchentisch.
So hat mein Geburtstag geendet in -

Prag.

'Actually I spent most of my time drinking' - Das trifft es ziemlich genau.

beer, smokes and jazz.
Die Anreise war einmal mehr abenteuerlich. Mit betrunkenen, singend und tanzenden Amerikanerinnen, gekoppelt mit Wiener Wirtschaftsministerbonzensöhnen.
Durch das Niemandsland und das der Plattenbauten.
Mit den schicken statt den guten Schuhen rutschte man später durch die Gassen, aus Kopfsteinpflaster, wo man anfing all the small things so sehr zu schätzen.
wie etwa die Vögel die vor den Panoramafenster des www.jazzdock.cz wo die Points mit 'original jazz' ihr Album tauften, über die Wasseroberfläche flogen.
Und die Adresse, die man auf Zigarettenpapier geschrieben hat.
Es war eine Reise von Bar zu Bar zu Bar.
Fast noch netter war das poetische Beiselchen www.balbinka.cz dessen Besitzer immer eine schwarze Melone trägt



und schwarze Kleidung und eine Zigarette im Mund.
Die Wände waren gepflastert mit Schreibmaschinen, Klaviaturen, Postern, Fahnen, Uhren und Ramsch und Rosen.
Der Boden bestand aus Pflastersteinen, die Lampen aus Holzgerüsten.

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Hin und wieder habe ich auch photographiert. ein wenig.
wenn ich kein Bier in der Hand hatte.

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t (20)

Thursday, 11 February 2010

Mein letzter Sargnagel

Es ist Zeit, im Schlepptau ihre hässliche kleine Schwester, das Alter.
Ist auch wirklich kein schöner Vorname, Alter.
Beide lässt man lieber draußen warten, bis sie grau werden.
Es ist an der Zeit.
Ich verlasse die Stadt.
Ich verlasse das Land.
Ich nehme das Fenster. Mit Zuhilfenahme zusammengeknüpfter Laken.
Mit letzter Kraft, in den letzten Zügen liegend, werde ich verreisen und die Stadt der goldenen Dächer zum Grab meiner Jugend machen.
Denn, was in Prag passiert, das bleibt in Prag.
Und, woran ich mich nicht erinnern kann, das ist nie passiert.
Das wandelnde Wrack, der emotionale Müllhaufen, die tickende Zeitbombe macht's nicht mehr lange.
Mit 13. Februar diesen Jahres wird der Silberlöffel abgegeben.
Streut Blumen, dem bittersüßen Vogel Jugend, seht, wie er fällt, wie er bricht.

Endstation Zentralfriedhof, Tor 3 - 'mid’n 71er foahn' heißt das.

Since I was born, I started to decay.
Und wie ihr wisst, würde ich meine Hinterbliebenen nie einfach so zurücklassen.
Nicht ohne eine Menge Ramsch und Rosen, oder wenigstens einer Anhäufung von Objekten, die zu nichts zu gebrauchen sind, aber toll aussehen oder wenigstens besonders; im seltensten Fall kann man sie als Filmrequisiten zurück ans Tageslicht zerren.
Bei der bevorstehenden Auktion kommen wir zuerst zu meinen legendären Memoiren.
Erstmals datiert im Jahre 1989, in etwa zum Zeitpunkt des Falles der Berliner Mauer als die Leute im Westen etwas Neues fanden, erst jetzt wieder entdeckt, weil versteckt in einer silbernen Taschenuhr; zwischen den Zeigern, klammern sie sich bei jeder Springenden Stunde verschreckt ans Ziffernblatt.
Bis zuletzt wurden sie vom Verlag unter Verschluss gehalten; in einer mittlerweile vermoderten Kiste überlebten sie Erdbeben, Wundbrände und Vulkanausbrüche. Wegen der Brillanz ihrer Szenenschilderungen und satirischen Portraits sowie der generell betont zynischen Weltanschauung relativ bissig, sogar Edith Klinger gegenüber; hoffen trotz allem zahlreiche Regisseure auf das Exklusivrecht.
Das Mindestgebot liegt bei einem schweren Herzen.
The highest bid wins!



Kommen wir zum nächsten Punkt. Meinem Ruf, meiner Reputation.
Meist ist er mir vorausgeeilt, manchmal hat er auch den Zug verpasst, oder wurde mir im Laufe nachgeworfen, wie gute Schuhe, leicht abgetreten.
Damit brauchte man auf keiner Gästeliste stehen, damit reichte die Hintertür.
Ja, kenn ich. Ja, hatte ich schon. Ja, danke. Ja, ich weiß. Ja, das ist mein Vater.
Jede Ampel wurde grün, wenn sie nur wollte.
Ewiges Rampenlicht garantiert.
Etwas staubig, müsste in die Reinigung.
Mindestgebot: 10 Groschen, 5 Pfennig jeweils aus dem Jahr 1969 und 2 Packungen Zigaretten ohne Gesundheitswarnungen und dem Pferd aus der Marlboro Werbung; lasse auch die Gebeine des selbigen gelten.

Als Draufgabe habe ich im Falle meines Ablebens ein bodenloses Fass voller Liebeskummer, gezimmert aus den Brettern, die die Welt bedeuten - so viel Sie tragen können - plus meine Buffy DVD-Sammlung;
Schall und Rauch, gefüllt in kleine Glasviolen, nicht verschütten, inklusive einigen Tonaufnahmen der legendären Frau Till.
Nicht zu verwechseln mit der heißen Luft, die in kleinen Flaschen, gemeinsam mit dem Schiff mit acht Segeln und 50 Kanonen, hinter schweren Gardinen, auf einen Gastauftritt im Burgtheater wartet. Bitte vorerst trocken zu lagern und nur messerspitzenweise einzunehmen. Vermittelt eine Neigung zur Selbstüberschätzung.
'it's a dangerous thing believing in yourself. even more so - not to.'
eine halbe Altbauwohnung im 7. zu vergeben, geschmackvoll gestaltete Toilette, nein, lieber nur die obere Hälfte des WC;
Weiters eine Nikon Spiegelreflexkamera mit 3 klassischen, manuellen Objektiven, klarerweise Wechselobjektivfassung, plus einmal Fischauge, zu verschenken, einen Studienplatz in der Klasse Photographie und Kunst an der Akademie der Bildenden Künste, jemandem, dem dieser Aufgabe gewachsen ist, zu überlassen; Einzige Voraussetzung ist der Blick fürs Unwesentliche;
spende ich mein Gedächtnis dem Altwarengeschäft 'Erinnerungen' in meiner Straße - auf, dass sie meine gut sortierten Gedanken den ewig in Frieden ruhenden Restposten hinzfügen - dort fühlen sie sich wohl und fristen ein zwielichtiges Dasein, erhaben über jegliche Kritik und ohne Zukunftsaussichten, ever;
biete ich zwei Yamaha Klaviere - eines davon vom Klang her gut und dekoriert inkl. (my little / Porno) Pony aka [das Pony] - zur freien Entnahme, als Draufgabe die Kiste, komplett mit den Resten der Ansagen und oberer Hälfte einer Schaufensterpuppe namens R37;
für die faule Haut eine Zivildienststelle bei ZARA - Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit;
ich bitte zudem meinen Platz und die randvoll mit Zigarettenkippen gefüllte Flasche im Proberaum von thee, zur neuerlichen Ausschreibung freizugeben; vorzuweisen ist in erster Linie ausreichende Taktlosigkeit, den Rhythmus sowie die Manieren betreffend.
Habe zudem eine durchaus beachtliche Sammlung von rund 200.000 Photographien - meist in digitaler Form - abzugeben und als found footage zu deklarieren, nein doch lieber mit Credits;
endlich ersuche ich euch einen schwarzen Sarg mit rotem Samt zu bestellen.
Abholung oder Bezahlung ist unwahrscheinlich.
Und ich wünsche, dass Amanda mir den Trauermarsch spielt.
Falls meine verprassten Millionen irgendwie ihren Weg zurück in mein Vermögen finden sollten, möchte ich diese einer meiner politischen Haltung angebiederten Organisation spenden - und ein politisches Statement against the lack of joy on the planet machen.

Tatsache ist : Unkraut vergeht nicht. Falls ich also nicht von der Karlsbrücke stürzen sollte und erbärmlich ertrinke - bin mir nämlich nicht sicher, ob ich noch schwimmen kann oder ob ich am Kazoo ersticken soll - kehre ich als Untoter in die morbideste Stadt der Welt zurück.
Wien, Wien nur du allein.
Das steht fest.
No such details as my sudden and unexpected death will ruin my plan.
Bis jetzt hat es auch ein flying head first into a car wind shield incident nicht fertig gebracht; genauso wenig verschiedenste schwere Krankheiten.
Frida Kahlo kann einpacken.

'Zwischen dem Schicksal und dem Stand der Sterne' -
Wir sehen übrigens dem Neumond im Zeichen Wassermann
entgegen, am 14. Februar.
Jajaja. Mond gibt es also folglich keinen.
Neumond steht immer für Neubeginn, ein neuer Zyklus startet.
Am 14. Februar ist tibetisches Neujahr!
Falls die Welt entgegen jeder Wahrscheinlichkeit da noch stehen bzw sich drehen sollte, wünsche ich ein wunderschönes Jahr des Eisen-Tigers.
Whatever, Tibet zu befreien - das fehlt noch in meinem Lebenslauf!

Fuck Valentine's Day.

euer update 2.0

Frage am Rande. Hat jemand eine vage Vorstellung -
Was kostet die Fälschung einer Geburtsurkunde?

Oh god, I'm 16, no I'm ten, I'm 17 and a Bank of Boston Beauty Queen -

Falls ich doch jemals von einem öffentlichen Verkehrsmittel überfahren werden sollte, dann vom 49er in der Siebensterngasse.

Was ich noch teilen möchte, ein schönes Stück Leben - das ich gefunden habe:

Did not go down in a plane accident. Did get hit by a car. Set a microwave on fire. Realized how much I hate talking on the phone. Tried to talk on the phone more. To more people. Miss Cali. Convinced people that I have no time for a relationship. Completely true. Financial fears. Drink most of my calories. Had more days hungover than not. Quit and started smoking again.

Immer wieder erinnern mich solche Exzerpte an mein eigenes.

--- mfg

Thomas Schütz
von Freud
und Leid
tragisch
en begereenswardig
Astronaut
Antagonist
Kosmopilot
Farbfilm
Das hässliche Entlein
Love, Insanity and Disaster
Fünf Pfennig Zigarette
over and out.

ps.
ich liebe politik.

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--- AB HIER BERICHTE AUS DEM JENSEITS ---

Tuesday, 9 February 2010

Mein erster Sargnagel

1, 2, 3, 4 - Hades is my Homeboy.
Starting next week - möge man sich bei Terminanfragen betreffend meine Person an die Unterwelt wenden.
Give Persephone a personal call (2010/152102-13).
Or talk to her auto-erotic response machine thing, which will tell you:
No, I dont care what youre saying.
No, I do not want to talk.

Mein erster Sargnagel.
Das ist die Ehrlichkeit.


Und das Antonym, die Unaufrichtigkeit.
Ich beneide dich um deinen Sternenhimmel
Eigentlich denke ich mir 'dont throw it all away'.
Was ich bisher alles geschaffen, geschafft habe in meinem jungen Leben. Das ist schon beeindruckend.
Da kann man auf einen beachtlichen von Leichen gepflasterten Weg von fast zwei Jahrzehnten zurückblicken.

Heute hat mich beispielsweise der Besitzer vom Westlicht, der renommiertesten Photographie-Gallerie des Landes, umsonst reingelassen, mich als Kollegen bezeichnet und mich nach meiner Meinung nach der von ihm kuratierten Ausstellung gefragt, die ich als teils gut und teils als wirklich schlecht und nicht im geringsten auf mein ästhetisches Emfpinden und meinen erlesenen Geschmack passend, bezeichnet habe.

Ich stehe an einem Punkt - da entwickelt sich so vieles in die falsche Richtung, da fügen sich Szenarien zusammen, die gefallen mir nicht.
Wenn du einmal dort bist, wo du immer hin wolltest, da beginnst du dich zu fragen.
Warum nicht einmal zufrieden sein, mit dem was man hat. Warum nicht einmal in der Materie aufgehen, aus der dein ganzes Leben besteht. Warum nicht einfach aufblühen, und nicht immer das Interesse verlieren, verblühen und weiterziehen.
Abgegrast, wie eine Kuh, die alle Haare verloren hat.
Ein Astronaut, der seine Rakete verlassen hat, wie das sinkende Schiff.
'Wo ist der Ausgang aus dieser Stadt, die niemals pennt?'

Ich war's, der dein Haus niedergebrannt hat und der es trotzdem geschafft hat, dass es dir leid getan hat. Ich bin der, der sich schuldig fühlt, aber nicht so sehr wie du es tust.
Ich bin der, der innerlich zittert und in sich zusammenbricht und den es äußerlich nicht im Entferntesten berührt, während du schluchzend am Boden liegst und die Fingernägel in den Asphalt krallst.
I'm my best friend that hates me.
No, I don't hate you, I just don't care.

Diese Freundschaften, die ich ruiniert habe. Wobei da immer zwei dazugehören.
Diese Last an Verantwortung, die ich mir immer wieder von den Schultern habe nehmen lassen, weil ich Angst vor Verpflichtungen habe.
Klar geht's mir in Wirklichkeit ausgesprochen dreckig. und ich kann nicht mit dem Finger drauf zeigen und sagen: deshalb.
Zugänglich bin ich von Fall zu Fall.
Vertrauen habe ich in alles und jeden.
Nur nicht zu dem Zeitpunkt.

mfg

'Willst du streiten?
Ich hab nie offen über meine Gefühle gesprochen.
Warum jetzt damit anfangen?'

Monday, 8 February 2010

All Tomorrow's Parties








Photobucket

wie nach einem dreitägigen festival.
gibt dir ein gutes gefühl.

mfg

t

Sunday, 7 February 2010

abc

a: 'dont thee want to learn the alphabet?'
b: 'no.'
c: am schönsten fand ich eigentlich den unplugged-blogotheque-acoustic-session-ungefilmt teil des abends. als sich im backstageraum unterschiedliche bands zusammengefundnen haben und gemeinsam musik gemacht haben. mit bechern, kühlschränken, kazoo, bisschen gitarre vielleicht auch und stimme. und sich nicht um die meinung der jury gekümmert haben. während mr m mit brennender zigarette in der einen und bierdose in der anderen hand am sofa geschlafen hat.
das war wirklich gut.

nett fand ich auch die konversation -
"die sind gut, oder? die sind doch gut?"
"nein die sind scheiße. du hattest zu viel bier."
"gut, die sind scheiße, danke."

photos eines auftrittes mit dem wir doch ganz zufrieden waren (wir haben unser ding gemacht, scheiß drauf) folgen. erstmals mit echten blumen. glitzer. aerobic-kurs und allem was dazugehört. es geht noch mehr, es geht noch besser :)
glitzer, der sogar in meine wohnung gefunden hat.

wunderbar war auch die NEW YORK NEW YORK improvisation auf der simmeringer hauptstraße - wo man nur um haaresbreite dem tod durch taxi entgangen ist.

einen truck haben wir trotzdem 'gewonnen'.

danke für alles, an alle.

mfg

i see glitter.

Saturday, 6 February 2010

Zähne zeigen.

Was ich mir von einer Beziehung erwarte:

Ich würde noch schlafen, meine Beziehung würde schon aufgestanden sein, ohne mich geweckt zu haben. Und hätte mich erst dann geweckt, wenn das Frühstück fertig wäre.
Und mit dem Kaffee in der Hand würde meine Beziehung dann vor meinem Bett stehen und sagen 'Frühstück ist fertig, ich hab extra xxx gekocht'
Und ich würde sagen 'gott, ist mir schlecht.' mich umdrehen und weiterschlafen.
as a lover i would be a disaster.



Szene zeigen.

Dieser Blog ist leider gehaltlos.

Meine Einkaufsliste:
Draht, Glitzer, Milch und eventuell Wein.

Myspace wird eigentlich immer schlechter.
Vielleicht einer der Gründe, warum das niemand mehr benutzt.
Aber für ein Blogtagebuch reicht das noch immer :)

mfg

Bang Bang You're Dead.
'Diese Frau ist ein Notfall.'

Friday, 5 February 2010

Kapitel 10

Morgen feiert mein 10. Bühnengeschehen mit thee
in der Wiener ((szene)) seine Wirklichwerdung.

Nur eine Woche vor meinem Ableben.
Das heißt, das ist die letzte Chance uns als Teenie-Band zu erleben.
Danach wird jeglicher Anspruch auf diesen wirklich nicht begehrenswerten Titel für nichtig erklärt.
Es werden in Zukunft vielleicht nicht von vornherein alle Erwartungen, die an Können und Professionalität gestellt werden, im Keim erstickt, sondern erst, sobald wir zu spielen beginnen ;)
Bringt weiße Lilien und feiert mit mir mein Ende!

An dieser Stelle möchte ich unseren bisherigen Ansagen herzlichst danken und mit einer Kurzbeschreibung, wo alle wichtigen Details vergessen wurden, zusammenfassen.

Mitgeteilt wurde der Welt, dass wir da sind auf Englisch, Französisch, Ungarisch, Tschechisch, Spanisch und manchmal auf Deutsch
mit Gesang
mit Tanz
mit Akrobatik
- die Anweisungen (keine) wurden grandios gemeistert.

Beim ersten Mal ungeplanter Weise im Backstage in einer sehr englischen Nacht und einem relativ hohen finanziellen Schaden - James

Geglänzt hat im äußerst provinziellen Stereodorf mit den ausgestopften Tieren und Bauern, sowie einem Konflikt mit der Polizei - Patrice

Beim spärlich besuchten, aber vom Gefühl her besten, doch auch legendären Auftritt in der Szene wo wir einige Auftrittsangebote bekommen haben - Eve

Im Shelter mit Unterstützung von Wein, Vorband und Make-Up Artist mit ein bisschen Chaos - Bella

Im Museumsquartier vor dausend viel Publikum und mit unglaublich vielen Komplimenten, wo die Jury hinauseskortiert wurde - Alex

Im Weberknecht, ein volles Konzert lang und mit unvergleichlich viel Enthusiasmus und Begeisterung - Sophia

In der ersten Runde im Bergwerk, mit Rotweinflecken und mit Marionettentanz und der Mobilboxnachricht - Carina

In der zweiten trotz allem unvergesslichen Runde mit den toten Fliegen im Bergwerk - Nora

Im Andino wo es nur Wasser gab und wir uns wieder ein bisschen mehr wiedergefunden haben mit Mut und Herz - Caro

mfg

another rainy day.
ich gehe zum arzt.

Thursday, 4 February 2010

I wish -

- you could remind me who I was
because every day I’m a little further off.

Heute versuch ich's mit ein wenig mehr Text.
Und werde aufhören Paf le Chien zu spielen.

Lieben.
Den Mittelweg zu finden zwischen dem offenen Buch auf der ersten Seite und dem Buch mit den sieben Siegeln auf der letzten. Das ist der Punkt.
Sich selbst so weit preiszugeben, wie es vertretbar ist.
Sich in die Karten sehen lassen.
Sich selbst so weit zu verschließen, wie es vertretbar ist.
Dabei ehrlich zu bleiben.
Die Karten zu spielen, die Karten zu halten.
Im selben Moment verletzlicher sein als in irgendeinem anderen.
Sich nicht verlieren.
Und sich nicht verlieren.















mfg

it's a very nice reminder.
Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band

Wednesday, 3 February 2010

Vorzeichen

13. Februar 1945: Am Faschingsdienstag beginnen alliierte Luftangriffe auf Dresden, die drei Tage dauern werden. Bei den Luftangriffen mit Flächenbombardement und dem darauf folgenden Feuersturm kommen zwischen 18.000 und 25.000 Menschen ums Leben, Dresdens Innenstadt wird nahezu zur Gänze zerstört.
At some point, the name became The Dresden Dolls. The name, according to Palmer, was "inspired by a combination of things," including the firebombing of Dresden, Germany and the porcelain dolls which were a hallmark of pre-war Dresden industry;

























mfg

Vorzeichen zum Weltuntergang


Monday, 1 February 2010

Put that in your fucking commercial!

Put that in your fucking commercial!
Ein Blick.
Ein Herz.
Ein Moment.

Bevor ich mich in unendlichen Schilderungen über eine unvergessliche, unbeschreibliche Konzertnacht verliere, fasse ich mich kurz.

Ich bin mir der Ironie natürlich bewusst, dass ich einer von vielen bin.
Aber nachdem mir viele immer schon egal waren ist diese Tatsache vernachlässigbar.
Es war nämlich so, dass sie mich zuerst schon gesehen hat, dann aber dazwischen nicht mehr, sondern eine Konzertkarte zu meiner Linken signiert hat, sich dann meinem Buch zuwandte und ihr Autogramm sowie ein Herz hinzufügte, es somit zu einem Einzelstück machte, wie ich aus Beobachtung lernte, und dann erst ihren Kopf hob. Mehr als tausend Worte.
Über Sprachblockaden, Gehirntod und Herzstillstand möchte ich hingegen keine verlieren.

Begonnen hat sie das ganze ja auf der Galerie. Mit einem Bein über das Geländer geschlungen, einem einzigen Scheinwerfer auf sie gerichtet. Und einem Heintje - Cover. Auf deutsch. Ein wahnsinnig schlechtes Lied.
Das, sobald sie es mit der Ukulele bearbeitet hat, sich von meiner Warte aus - Kunst lässt sich sowieso nicht bewerten - in meiner Bewertung ins Gegenteil umkehrte.
Und als einzelne Personen solche Massen in den Bann zu ziehen.
Was auch die Momente so ausmacht, wenn ihre Aufmerksamkeit auf dich als Einzelperson zentriert ist. Obwohl die auch schon damals, als sie erst nur kleinere Hallen füllte, mehr als etwas ganz Besonderes waren, also hängt das nicht mit den Massen zusammen, sondern mit ihrer von mir mit Superlativen beladenen Figur.
Erst kürzlich habe ich mich mit jemandem über die Faszination von Amanda unterhalten. Die eigentlich nur aus Interesse an ihrer Person entsteht; autobiographische Texte, Geschichten aus ihrem Leben; persönliche, authentische Eindrücke. Preisgeben von Geheimnissen und Ängsten, aber nicht auf die billige Art und Weise.

I do respect Gaga in a weird fucked up way.

Meine Rede!
Ich mag das.
Es kommt da natürlich die Frage auf: Warum sollte ich mich so für eine Person und deren Privatleben interessieren?
Keine Ahnung. Und es ist mir auch vollkommen egal :)

I can even fuck him in the ass - Put that in your fucking commercial!

Wie gut. Klarerweise musste sie sich wieder über die Darbo-Werbung auslassen, die für sie und Brian die Gesundheitsversicherung für das nächste Jahr finanziert. Wie sehr sie dieses Lied eigentlich hassen muss.
Diesmal ohne Marmelade, dafür mit umso mehr Wein.

Und sie weiß ganz genau, wie man seine Fehler einfach ignoriert und darüber hingwegspielt. Den Text vergisst, seinen Ex-Freund geradewegs aus einem Lied löscht, ausradiert und mit Zuhilfenahme ihrer Liebenswürdigkeit, diesem unglaublichen Accent gewinnt sie einfach eine ausverkaufte Arena für sich, bis auf den letzten Platz.
Wahrscheinlich sogar den bösesten Mann der Welt, der am Anfang mit einem derartig offensichtlichen Fehlen an Liebe an der Tätigkeit Blumen auf der Bühne gestreut hat.
Die Tontechnikerin hat jedenfalls applaudiert.
Nach der letzten Zugabe musste sie zwar irgendwann die Musik anmachen - eine Nebensächlichkeit, die erst nach einer halben Minute wahrgenommen wurde, weil der Jubel einfach zu laut war - durfte diese dann nach kürzester Zeit wieder abschalten - und es folgten die nächsten letzten Zugaben.
Die letzte war wirklich perfect, as intended.
Und diese ungebremste Emotion.

Meine Standards, Prinzipien und Vorgaben sind hoch.
Wenn ich versuchen würde es mir bildlich vorzustellen, wäre das so eine Art Pyramide, obwohl ich mit geometrischen Formen nie besonders gut war, deshalb würde ich es mir bildlich ganz anders vorstellen. Vielleicht auch nur sprachlich. Nennen wir es eine Anhäufung von guten Sachen, Erlebnissen, Gefühlen. Angefangen, am Boden bei den schlechtesten, so wie Die Kronen Zeitung mitgehen lassen, nur um der Institution zu schaden, eventuell die Leserschaft um 1 zu reduzieren und gleichzeitig hoffen, dass die Kolporteure - die für eine Zeitung arbeiten, die gegen Menschen mit migrantischem Hintergrund arbeitet, aber keine Hemmungen hat, solche für sich arbeiten zu lassen - keinen Schaden daran nehmen oder Pistazieneis. Weiters trifft man auf dem Weg nach oben auf ein Glas kalte Milch, alte Koffer, rote Vorhänge, Zuckerwatte, Tagträume und - Darf ich vorstellen - den tollsten Mensch der Welt.

mfg

Ein Auszug aus einem Konzert Review, das ich gefunden habe, lässt mich wieder einmal an der Urteilsfähigkeit gewisser Menschen zweifeln, egal ob explizit auf Subjektivität hingewiesen wird, oder nicht.

Amanda lieferte an diesem Abend die bestmögliche Show, die man von ihr erwarten durfte. Nur leider ist Brian zumindest mir sehr abgegangen. Die Dolls Songs ohne ihn haben einfach nicht dieselbe Kraft und Energie. Meine Hoffnung ist immer noch, dass die angekündigte Reunion früher als später kommt. So gut diese Show war, die Dresden Dolls Shows waren besser.

Blödsinn.

Sämtliche Tippfehler und unvollständige, das gleiche gilt für sinnfreie, Sätze seien mir vergeben, ich fordere Amnestie für die kommenden Tage und Wochen.
Zumindest für die nächsten zwei.
Denn dann ist es sowieso gelaufen.
Bis dahin habe ich eigentlich e fast alles hinter mich gebracht, was ich so vorhatte.
Die Oscar-Rede habe ich gehalten.
Ein Solo Konzert habe ich gegeben - nur um es gegeben zu haben, eigentlich. Ganz ehrlich, ich fands grottenschlecht.
Ich hatte meine erste Ausstellung, nicht alleine, aber umso besser.
Tibet zu befreien - das fehlt noch!

Hör auf zu grübeln und lebe wieder.