
Entgegen kursierender Gerüchte, in puncto meinen Gesundheitszustand, ersuche ich die Weltöffentlichkeit darum allfällige solche zu dementieren. Im Gegensatz zu ihm (siehe oben) bin ich von keiner Schreibmaschine, die aus einem Heißluftballon geworfen wurde, erschlagen worden.
Ich altere jetzt mit Würde und begegne der Jugend mit offener Skepsis - was Vokabular, Geschmack und Windeln betrifft - möchte am liebsten ständig Putzwasser aus Kübeln aus meinem Fenster im Gemeindebau auf spielende Kinder schütten und dabei Dinge schreien wie 'Schleichts eich, Gfraster.'
Brennend heißes und eisig kaltes Leben.
So möchte man älter werden.
Was mich ausmacht.
Von Stadt zu Stadt ohne Grenzen, ohne Verpflichtungen.
Die Welt ist mein Land.

Frei wie ein Vogel.
Das Leben der anderen kennen lernen.
Um fünf Uhr Früh mit Pilsner Urquell am Küchentisch.
So hat mein Geburtstag geendet in -
Prag.
'Actually I spent most of my time drinking' - Das trifft es ziemlich genau.
beer, smokes and jazz.
Die Anreise war einmal mehr abenteuerlich. Mit betrunkenen, singend und tanzenden Amerikanerinnen, gekoppelt mit Wiener Wirtschaftsministerbonzensöhnen.
Durch das Niemandsland und das der Plattenbauten.
Mit den schicken statt den guten Schuhen rutschte man später durch die Gassen, aus Kopfsteinpflaster, wo man anfing all the small things so sehr zu schätzen.
wie etwa die Vögel die vor den Panoramafenster des www.jazzdock.cz wo die Points mit 'original jazz' ihr Album tauften, über die Wasseroberfläche flogen.
Und die Adresse, die man auf Zigarettenpapier geschrieben hat.
Es war eine Reise von Bar zu Bar zu Bar.
Fast noch netter war das poetische Beiselchen www.balbinka.cz dessen Besitzer immer eine schwarze Melone trägt


und schwarze Kleidung und eine Zigarette im Mund.
Die Wände waren gepflastert mit Schreibmaschinen, Klaviaturen, Postern, Fahnen, Uhren und Ramsch und Rosen.
Der Boden bestand aus Pflastersteinen, die Lampen aus Holzgerüsten.

Hin und wieder habe ich auch photographiert. ein wenig.
wenn ich kein Bier in der Hand hatte.

t (20)