musst du auch mit meinen Freund:innen können
Thursday, 8 December 2016
Thursday, 1 December 2016
Wenig
Ich glaube alles, was es manchmal braucht, sind ein paar Stunden. Dann will ich wieder Sachen machen und sie tauchen in meinem Kopf auf. Ich kann sogar Telefonanrufe machen und schaffe sie so zu führen, geführt zu werden darin, dass mein einziges Auffallen ein "Wiederschauen" ist anstatt eines "Wiederhörens" - die Irritation bleibt auf ein Mindestes beschränkt.
Wednesday, 21 September 2016
Weich wie Kreide
Es ist mir wie im Traum passiert. In den Augen von einem unschuldigen Vorbeigeher hab ich nach derselben Reaktion gespäht, die mich beim nach Hause gehen gerade heimgesucht hat, und nicht gefunden. Er ging auch in die andere Richtung, was es unmöglich gemacht hätte zu sehen, was ich gesehen habe. Trotzdem erwartete ich, dass die Menschen (alle) in der mittelbaren Umgebung mindestens genauso gerührt wie ich sein müssten. Ur schade der Cowboy, dass er den nicht gesehen hat.
Vor einem Wiener Prestigebau fragt nämlich ein Cowboy seine Begleitung danach ihn zu filmen. Das klingt wie ein Witz, der Anfang von einem, aber er ist als sehr auffälliger, farbenfroher Cowboy verkleidet und kommt wahrscheinlich vom Zirkus, der vor dem Rathaus steht; vielleicht kommen sie, darüber nachdenkend, beide von dort, seine Begleitung auch, die aber ihrerseits nicht als Cowgirl angezogen ist.
Er spielt für das Video als tragendes Element Musik von seinem Telefon ab und tanzt dazu, es ist wohl Stepptanz oder so was, das Step Dance heißt oder den schönen Namen Country verliehen bekommen hat wie eine goldene Wandernadel. Ich bin jedenfalls total hingerissen, weil warum? In meinen Ohren eine andere Filmmusik spielt (diese nämlich: https://youtu.be/ZrmxusD90r8), während all das geschieht! Ich betrete die Szene mit 01:55 und richtig ab, geht es ab - - -
While over and over: rear up, stand down, lay round
Trying to sound-out or guess the reasons
I sleep like a soldier -- without rest
But there is no treason where there is only lawlessness
Lawlessness
Seine Schuhe, kurze Stiefel, Stiefeletten, haben solche silbernen Sporen und klimpern in der Bewegung. Sie mengen sich der Percussion bei. Ich lehne doch tatsächlich, mich zurück, an einen Laternenpfahl und gaffe.
Ich habe keine Kreide gefressen, meine Stimme ist nur so weich, weil ich ein bisschen verkühlt bin. Und trotzdem sage ich beim Schauplatzen kein Wort. Und wanke wieder weg mit weichen Knien, laufender Nase und schweren Schritten, von dannen -
Vor einem Wiener Prestigebau fragt nämlich ein Cowboy seine Begleitung danach ihn zu filmen. Das klingt wie ein Witz, der Anfang von einem, aber er ist als sehr auffälliger, farbenfroher Cowboy verkleidet und kommt wahrscheinlich vom Zirkus, der vor dem Rathaus steht; vielleicht kommen sie, darüber nachdenkend, beide von dort, seine Begleitung auch, die aber ihrerseits nicht als Cowgirl angezogen ist.
Er spielt für das Video als tragendes Element Musik von seinem Telefon ab und tanzt dazu, es ist wohl Stepptanz oder so was, das Step Dance heißt oder den schönen Namen Country verliehen bekommen hat wie eine goldene Wandernadel. Ich bin jedenfalls total hingerissen, weil warum? In meinen Ohren eine andere Filmmusik spielt (diese nämlich: https://youtu.be/ZrmxusD90r8), während all das geschieht! Ich betrete die Szene mit 01:55 und richtig ab, geht es ab - - -
While over and over: rear up, stand down, lay round
Trying to sound-out or guess the reasons
I sleep like a soldier -- without rest
But there is no treason where there is only lawlessness
Lawlessness
Seine Schuhe, kurze Stiefel, Stiefeletten, haben solche silbernen Sporen und klimpern in der Bewegung. Sie mengen sich der Percussion bei. Ich lehne doch tatsächlich, mich zurück, an einen Laternenpfahl und gaffe.
Ich habe keine Kreide gefressen, meine Stimme ist nur so weich, weil ich ein bisschen verkühlt bin. Und trotzdem sage ich beim Schauplatzen kein Wort. Und wanke wieder weg mit weichen Knien, laufender Nase und schweren Schritten, von dannen -
Friday, 16 September 2016
Zweige sind dünn, sie brechen
Zweige sind dünn, sie brechen
Ich mach die Schachtel auf
diesen Topf auch noch
ich nehme jede Karte heraus, es sind zwei Stapel
und sortiere sie nach ihren Farben, ihren Nummern, ihren Bildern. Sie riechen nach alten Händen und schmierig fühlen sie sich an dabei.
Alle sind da, ich mische sie zurück in ihre Verpackung.
Das schreibe ich zuerst, weil es mir Zeit kauft und ich mich davor fürchte, was ich eigentlich schreiben will.
Jemand anderer macht die Schachtel auf
es ist kein Topf
es ist eine Schachtel Pralinen,
ich probiere nur zwei davon aus; vermute, dass jede davon nicht besonders gut ist
und will sie eigentlich lieber nicht mit dem Leben in Vergleich setzen.
Ich mach die Schachtel auf
diesen Topf auch noch
ich nehme jede Karte heraus, es sind zwei Stapel
und sortiere sie nach ihren Farben, ihren Nummern, ihren Bildern. Sie riechen nach alten Händen und schmierig fühlen sie sich an dabei.
Alle sind da, ich mische sie zurück in ihre Verpackung.
Das schreibe ich zuerst, weil es mir Zeit kauft und ich mich davor fürchte, was ich eigentlich schreiben will.
Jemand anderer macht die Schachtel auf
es ist kein Topf
es ist eine Schachtel Pralinen,
ich probiere nur zwei davon aus; vermute, dass jede davon nicht besonders gut ist
und will sie eigentlich lieber nicht mit dem Leben in Vergleich setzen.
Monday, 5 September 2016
Tischbeine
Am Meidlinger Markt ist es wie im Urlaub. Die beste Temperatur sind 23 Grad. Jeden Tag ist Flohmarkt, das heißt 3 Tische mit Ramsch. Ein Viertel der Standln hat zu, entweder, weil Sommer ist oder es rentiert si afoch ned. Mir fällt auf, dass die Menschen hier erstaunlich anders sind als in 1070, wo ich die meiste Zeit wohne. Ich bin fast froh, dass ich ein Aufrubbel Tattoo trage, dadurch belonge ich viel mehr.
Thursday, 11 August 2016
Wenn ich keine Worte habe
Und plötzlich hat das Pfeifen vom Straßenmusiker geklungen wie das Quietschen von einer Straßenbahn; sehr windig, luftig, zugig.
Es hat nicht aufgehört für 5 Sekunden oder so. Das war beeindruckend und verstörend.
Ich bin jetzt in einer Beziehung, aber ich darf nicht über die Beziehung schreiben, weil die Beziehung mitliest und ohnehin jeden Satz, auch die, die rein gar nichts mit ihr zu tun haben, auf sich beziehen würde. Aber das ist wohl zum Teil die Aufgabe von Beziehungen, zu beziehen, sonst würden sie anders heißen.
Mein Leben konnte ich mir bisher nur so leisten, weil es nicht viel kostet und meistens das von einem Teenager geblieben ist. Ich hab keine Kinder, keinen Wunsch, keinen Hund und keine Absicht mir und ihm diese Verantwortung aufzubürden. Das möglichst wenig Geld ausgeben kann man vor dem Datum von dem man weiß, dass da ein bisschen Neues kommt, zur Kunstform erheben, es als solche betreiben.
Leere Aufzüge sind immer größere Freuden als volle; Freuden sind es ohnehin keine.
Es hat nicht aufgehört für 5 Sekunden oder so. Das war beeindruckend und verstörend.
Ich bin jetzt in einer Beziehung, aber ich darf nicht über die Beziehung schreiben, weil die Beziehung mitliest und ohnehin jeden Satz, auch die, die rein gar nichts mit ihr zu tun haben, auf sich beziehen würde. Aber das ist wohl zum Teil die Aufgabe von Beziehungen, zu beziehen, sonst würden sie anders heißen.
Mein Leben konnte ich mir bisher nur so leisten, weil es nicht viel kostet und meistens das von einem Teenager geblieben ist. Ich hab keine Kinder, keinen Wunsch, keinen Hund und keine Absicht mir und ihm diese Verantwortung aufzubürden. Das möglichst wenig Geld ausgeben kann man vor dem Datum von dem man weiß, dass da ein bisschen Neues kommt, zur Kunstform erheben, es als solche betreiben.
Leere Aufzüge sind immer größere Freuden als volle; Freuden sind es ohnehin keine.
Friday, 29 July 2016
Having sex with you (2)
Having sex with you
may not be
the most amazing thing
in the world
Not when your eyes
are nothing like
the colour of the sky
but it certainly looks like
one is green
the other
blue
may not be
the most amazing thing
in the world
Not when your eyes
are nothing like
the colour of the sky
but it certainly looks like
one is green
the other
blue
Thursday, 30 June 2016
Kunstdünger
Ich schätze, dass es dieses Gespräch gebraucht hat, um mich daran zu erinnern, warum wir das damals gemacht haben, uns auf die Hinterbeine zu stellen. Unabhängig davon, was danach passiert ist.
Dieser Wortwechsel hat in mir auch ein Gefühl hervorgerufen oder eine Reaktion, etwas Affektives, nämlich Trotz.
Und Trotz weckt in mir immer eine starke Energie. Ich glaube, dass generell Vieles, was ich mache aus Trotz heraus passiert. Also im produktiven, konstruktiven Sinne. Das ist schwer vorstellbar, aber durchaus möglich.
Dieser Wortwechsel hat in mir auch ein Gefühl hervorgerufen oder eine Reaktion, etwas Affektives, nämlich Trotz.
Und Trotz weckt in mir immer eine starke Energie. Ich glaube, dass generell Vieles, was ich mache aus Trotz heraus passiert. Also im produktiven, konstruktiven Sinne. Das ist schwer vorstellbar, aber durchaus möglich.
Endlich habe ich mal wieder was gefühlt; für und über diese Institution. Das ist mir wie gewonnen so zerronnen von der Eiskugel ins Kanalgitter -
Saturday, 14 May 2016
Getrocknet
Ich glaube der schlimmste Tag in diesem Jahr war der, wo ich mir die Schulter verrissen habe in der Früh; wenige Tage davor hatte ich den großen Zehennagel verloren, nachdem ich mir im Grunde selbst die massiv schwere Holzplatte auf den Fuß habe fallen lassen. Gastritis hatte ich wahrscheinlich, darunter und daran zu leiden, immer noch und fühlte mich also innen und außen auf fast allen Ebenen grässlich, körperlich. Das galt es zu ignorieren.
Wir sind daher herum gelaufen
auf den Markt, wo es keinen Brunnen mehr gibt; zum Otto in den Keller gegangen und haben alte, verstaubte Sachen angeschaut, die ich so gern hab, du weniger.
Auf die Höhe gefahren, die mit den Bäumen und dem Haufen von gefällten Bäumen oder niedergesägten wahrscheinlich, die mich immer an einen Elefantenfriedhof erinnert haben.
Den Baum, bei dem ich oft an das Wort Archetyp denken musste, weil ein anderes du das gerne verwendest hast. Also der wie aus dem Bilderbuch auf gut erste Sprache, den haben sie jetzt auch platt gemacht;
nur noch das Gestrüpp drumherum erinnert sich.
nur noch das Gestrüpp drumherum erinnert sich.
Du fütterst die Krähen und achtest darauf, dass sie alle etwas bekommen, mit dem Brot, das wir gemeinsam mit der getrockneten Ananas essen; ein komisches Menü.
Es ist kalt und windig, meinen Kopf kann ich nur um ein paar Grad und sehr langsam drehen bis es im Nacken schmerzt. Die Sonne scheint,
es ist eigentlich ganz fein dort oben.
es ist eigentlich ganz fein dort oben.
Wenn ich Notizen mache
mache ich sie so, als würde sie jemand lesen, mir
über die Schulter schauen, gelegentlich auf die Finger klopfen
Dieses Gefühl verstärkt sich, wenn tatsächlich jemand neben mir steht
Frei vom Herzen sprechen, sich los
drauf los
Es geht dann nicht los, der Fließtext
stockt
Immer schon geht sie durch den Kopf, die Schere
wie ein Schreibmaschinenband, das sich in der Mitte trennt, beim Drehen
schneidet sie durch die Schleife vom Geschenk
das Band an der Klinge entlang
das Band an der Klinge entlang
auf dass sie sich möglichst ewig ringle
am meisten
um sich selbst sich
um den Hals
um den Hals
Und die Umlaufbahn
in welche Richtung sich wer
weiß ich auch nicht.
Ich sollte eine Fortsetzung schreiben; immerhin orientieren sich die Intervalle, die Auszüge, die Exzerpte an den Begrenzungen, den halbwegs beliebig, halbwegs voller Liebe gesetzten Punkten, die sich an Personen, Plätze und Dinge heften; Peoples, places, things. Also eigentlich meine ich Menschen, Räume und Sachen, gibt nur wieder halb so viel her, was die Buchstaben betrifft. Wie Scrabble nur mit Initialen und / oder Doppelnamen, Bindestrich.
Hinplanen auf etwas, wo ich dann mein Leben hineinschütten würde; nicht verschütten und nicht zuschütten. Mir ist nicht etwas dazwischen gekommen, ich habe mir selbst eine Falle auf gestapelten Honigtöpfen gestellt und der Strick hat mich Sohlen über Kopf den Ast hinauf gezogen, wo ich jetzt hänge mit verschränkten Armen.
Auf den Geschmack komme ich
Wednesday, 20 April 2016
In der Früh (2)
Es ist eigentlich unglaublich
wie weich
und warm sich die Decken anfühlen, wenn du da warst.
Es ist durch die Jalousie noch ganz mattes hellblaues Licht, das sich mit der Farbe von den Fensterrahmen mischt und eine beige verschwommene Randlinie bekommt. Der Rest ist grau und wirft kaum Schatten.
Ein Raum ist die Menschen, die sich darin bewegen, ist die Dinge, die es darin gibt, ist
Du, ein anderes du, warst es nicht, der meinen Blumen Blüten getrieben hat; das war die Sonne.
Friday, 8 April 2016
" I think I have monogamy, I caught it from you people.
Gemeinsam gemachte HIV Tests sind in 2016 wahrscheinlich ähnlich romantisch wie Blumensträuße oder "den Lieblings Italiener bestechen, damit er dem Schatz eine herzförmige Pizza serviert"; wenigstens weniger cheesy. So würde ich eine grässliche Kolumne beginnen, würde ich über Geschlechtsverkehr und die Stadt schreiben oder der Typ in Hunting Season (…).
In dem Bart, der abwechselnd blond und rot ist, habe ich abwechselnd Staub, Wandfarbe und Brösel. Ärger will ich deswegen keinen (wienerisch), Brotkrumen sind gemeint.
Ich frage mich dann einstweilen, ob ich noch irgendwas zu schreiben habe, wenn ich über alles rede
was in meinem Kopf vorgeht.
Wo du meine Höhen noch nicht kennst
und auch nicht meine Untiefen
und Überhänge
und das, was sicher einen Namen hat, was unterspült wird
tiefe Tiefen
und weit unten sowieso nicht
(wobei, nicht wo)
ich nicht über alles rede, was in meinem Kopf vorgeht
ich
(jedoch)
ziemlich wenig Zeit dafür habe meine Gedanken zu ordnen.
Jeder Anfang für jeden Text
den ich irgendwo zu fassen gekriegt habe im Strom vom Bewusstsein, der ist nur ein ganz kleiner Fetzen geblieben, ein Aufwischtuch; alles nur im vorbei gehen und weiter laufen
Ein Reagieren und kein Verschnaufen; ich muss das lernen.
Am besten will ich nie erwachsen werden und immer nur an den See fahren und den Sonnenuntergang anschauen. Bei dem See handelt es sich um keinen See im bestimmten
und um keinen Sonnenuntergang oder Stand der Sonne im Speziellen.
Plötzlich kommt es alles wieder auf mich zurückgerauscht. Ich erinnere mich, warum ich Abende alleine brauche, für mich.
Sicher arbeite ich gerne zusammen, bin ich gerne zusammen
Ich realisiere nur auch wie sehr ich gleichzeitig fast, was manche Menschen häuslich nennen, geworden bin; in einem anderen Haus, auch
Ich dachte, dass du große Anziehungskraft auf mich hättest. Das war eine Illusion. Friday, 4 March 2016
Kupfer
Es ist der Tag im Jahr an dem mich die Lady mit dem unfrisierten Pudel im Burggarten angelächelt hat.
Wir saßen auf der Parkbank, mein Besuch und ich, und eine von uns rauchte.
So finde ich Pudel richtig gut - wenn sie keine Frisuren haben.
Sie kam auf uns zu und hat mir von der Ferne schon fast zugezwinkert.
In der Nähe, im Passieren, sieht sie mir direkt in die Augen und lächelt.
Wir, die zwei auf der Parkbank, sind ziemlich perplex. In Wien lächelt nie irgendjemand irgendjemanden an; vor allem nicht Menschen, die einander nicht kennen und solche, die sich kennen auch nur ganz selten. Naja, vielleicht manchmal, im Balzverhalten oder, wenn sie schwerwiegende psychische Probleme haben (was sich oft eh sehr stark ähnelt).
Wir vermuten, dass es an der silbernen Glitzerschminke, die auf meinen Lidern lag, lag. Oder, es mag eine kosmische Botschaft gewesen sein -
Nach der Feier ist der ranzigste Teppichboden bedeckt von glänzenden Scherben und silbernem Lametta; darunter gepflastert mit Kupfer, kleinsten Münzen, die Menschen in Boxen werfen wollten.
Wir saßen auf der Parkbank, mein Besuch und ich, und eine von uns rauchte.
So finde ich Pudel richtig gut - wenn sie keine Frisuren haben.
Sie kam auf uns zu und hat mir von der Ferne schon fast zugezwinkert.
In der Nähe, im Passieren, sieht sie mir direkt in die Augen und lächelt.
Wir, die zwei auf der Parkbank, sind ziemlich perplex. In Wien lächelt nie irgendjemand irgendjemanden an; vor allem nicht Menschen, die einander nicht kennen und solche, die sich kennen auch nur ganz selten. Naja, vielleicht manchmal, im Balzverhalten oder, wenn sie schwerwiegende psychische Probleme haben (was sich oft eh sehr stark ähnelt).
Wir vermuten, dass es an der silbernen Glitzerschminke, die auf meinen Lidern lag, lag. Oder, es mag eine kosmische Botschaft gewesen sein -
Nach der Feier ist der ranzigste Teppichboden bedeckt von glänzenden Scherben und silbernem Lametta; darunter gepflastert mit Kupfer, kleinsten Münzen, die Menschen in Boxen werfen wollten.
Monday, 22 February 2016
Wie ein Speibsackerl im Wind
Ich sitze oben im B72 auf dem schwarzen Grausesofa auf dem ich auch mit 16 schon gesessen habe und schaue aus dem Fenster auf die Gürtelaußenseite. Ein kleines Plastiksackerl hängt im Baum und bewegt sich im Wind. Ein anderes größeres fliegt von links nach rechts in der Richtung vom Verkehr. Der Wind ist ein Wiener und raunzt immer dann, wenn sich das Wetter ändert; besonders viel.
Neben meinem Bett gibt es einen Luftschacht, bis zum Dach hinauf, der manchmal auch pfeift. Man kann ihn aufmachen bei so einer kleinen weiß gestrichenen Türe in der Wand und hat dann eigentlich ein Geheimfach. Außer, wenn ich es hierhin schreibe.
Neben mir sitzt auch jemand, meine Begleitung N., wir loungen auf dem Sitzmöbel. Wir sind beide etwas mitgenommen; sie vom Wochenende und ich vom Leben.
Mein Bauch, zum Beispiel und zur Veranschaulichung, fühlt sich an wie ein Speibsackerl im Wind; das klingt unschön - im Laufe des Abends wird es langsam besser mit ihm.
Wie so oft im B auf Live Musik Veranstaltungen frage ich mich zu Beginn, wer all diese Leute sind und, warum ich die meisten von ihnen noch nie gesehen habe.
Unten fangen die Junior Boys an zu spielen; sie sind super. Ich wusste nicht, dass sie so vieles von dem, was sie an Tönen und Geräuschen produzieren, live spielen. Oder, dass sie so viele sind auf der Bühne. Sie haben schon mal in Wien gespielt, behauptet der Sänger Jeremy Greenspan, und ich vermute, dass das vor meiner Zeit passiert sein muss. Immerhin gibt es die (auf dem Papier) schon seit 1999, wenn auch in wechselnder Besetzung. Er spricht auch davon, dass er sich zu alt und zu fett fühlt für diesen Club. Nach ein paar Sekunden rufen zumindest ein paar Stimmen aus dem Publikum No! Er fühlt sich wohl, schwitzt sein T-Shirt, das er eigentlich gar nicht tragen wollte, weiter voll. Das hinter der Bühne ist ja hier vor der Bühne und man müsste, um zu frischen Kleidungsstücken zu gelangen das Publikum spalten wie das Meer.
Ich erkenne dann doch ein paar Menschen, die gerade ankommen und wünschte sofort dem wäre nicht so; ich wusste, dass das passieren würde. Sie spielen unten So This Is Goodbye (https://youtu.be/cUijIydN8t8; unten kommen die lyrics) und ich denke mir, das passt ziemlich gut. Weil der oder die gemeinsam auch wirklich großartige Texte schreiben, nicht nur vielschichtig tolle Lieder. Aus meinem Mund kommen solche Wörter wie Synth, Pop, Disco, Indie und Techno und die alle zusammengerollt in eines, irgendwie.
Bei jedem Lied, das kommt, freuen wir uns; über das Songwriting, das ich gerne abwechslungsreich nennen will und die Stimme, der einfach wirklich angenehm zuzuhören ist.
N. und ich können uns sehr schnell sehr gut darauf einigen, dass es mehr Menschen geben sollte, die so eine Stimme haben wie George Michael. Wir sind uns sicher, dass sich Jeremy beim Karaoke singen immer nur Faith aussucht und damit ur der Star ist. Mir fällt das When No One Cares Cover - im Original von Frank Sinatra ein - wo jemand mal darüber gesagt hat sie würden "daher georgemichaeln", ein selten schönes Verb, finde ich.
Bei Parallel Lines, wo ich die Wörter immer schon am schönsten gefunden habe, fällt mir am meisten auf wie unterschiedlich der Song klingt im Vergleich zu dem, den ich von der Platte im Ohr habe. Das mag ich.
Gegen Ende wird es abstrakter und wir fallen beim Zuhören von oben von der Gitterbalustrade immer wieder direkt in die Musik hinein, wenn es so klingt als würden sie einfach so vor sich hin jammen, ohne Frage immer auf dem Punkt, und die Laserlichter dazu selbst Gitter bilden.
Eine Besucherin neben uns beginnt wild zu tanzen; ich wünschte ich wäre sie und wäre körperlich gerade dazu in der Lage mich auch gerade so gehen zu lassen.
Fein war's, alles war dabei zwischen Mitwippen und sich wünschen wieder im dunklen, vibrierenden Club zu sein, am Sonntagabend.
So this is goodbye
No need to lie;
This creature of pain
Has found me again.
So this is goodbye,
So this is farewell,
The fight's final bell
And I fall where I stand
So give your last hand
'cause this is goodbye
Tonight it's goodbye
Now I know why
Our love's lost in the rough
And I've had enough,
So this is goodbye
Neben meinem Bett gibt es einen Luftschacht, bis zum Dach hinauf, der manchmal auch pfeift. Man kann ihn aufmachen bei so einer kleinen weiß gestrichenen Türe in der Wand und hat dann eigentlich ein Geheimfach. Außer, wenn ich es hierhin schreibe.
Neben mir sitzt auch jemand, meine Begleitung N., wir loungen auf dem Sitzmöbel. Wir sind beide etwas mitgenommen; sie vom Wochenende und ich vom Leben.
Mein Bauch, zum Beispiel und zur Veranschaulichung, fühlt sich an wie ein Speibsackerl im Wind; das klingt unschön - im Laufe des Abends wird es langsam besser mit ihm.
Wie so oft im B auf Live Musik Veranstaltungen frage ich mich zu Beginn, wer all diese Leute sind und, warum ich die meisten von ihnen noch nie gesehen habe.
Unten fangen die Junior Boys an zu spielen; sie sind super. Ich wusste nicht, dass sie so vieles von dem, was sie an Tönen und Geräuschen produzieren, live spielen. Oder, dass sie so viele sind auf der Bühne. Sie haben schon mal in Wien gespielt, behauptet der Sänger Jeremy Greenspan, und ich vermute, dass das vor meiner Zeit passiert sein muss. Immerhin gibt es die (auf dem Papier) schon seit 1999, wenn auch in wechselnder Besetzung. Er spricht auch davon, dass er sich zu alt und zu fett fühlt für diesen Club. Nach ein paar Sekunden rufen zumindest ein paar Stimmen aus dem Publikum No! Er fühlt sich wohl, schwitzt sein T-Shirt, das er eigentlich gar nicht tragen wollte, weiter voll. Das hinter der Bühne ist ja hier vor der Bühne und man müsste, um zu frischen Kleidungsstücken zu gelangen das Publikum spalten wie das Meer.
Ich erkenne dann doch ein paar Menschen, die gerade ankommen und wünschte sofort dem wäre nicht so; ich wusste, dass das passieren würde. Sie spielen unten So This Is Goodbye (https://youtu.be/cUijIydN8t8; unten kommen die lyrics) und ich denke mir, das passt ziemlich gut. Weil der oder die gemeinsam auch wirklich großartige Texte schreiben, nicht nur vielschichtig tolle Lieder. Aus meinem Mund kommen solche Wörter wie Synth, Pop, Disco, Indie und Techno und die alle zusammengerollt in eines, irgendwie.
Bei jedem Lied, das kommt, freuen wir uns; über das Songwriting, das ich gerne abwechslungsreich nennen will und die Stimme, der einfach wirklich angenehm zuzuhören ist.
N. und ich können uns sehr schnell sehr gut darauf einigen, dass es mehr Menschen geben sollte, die so eine Stimme haben wie George Michael. Wir sind uns sicher, dass sich Jeremy beim Karaoke singen immer nur Faith aussucht und damit ur der Star ist. Mir fällt das When No One Cares Cover - im Original von Frank Sinatra ein - wo jemand mal darüber gesagt hat sie würden "daher georgemichaeln", ein selten schönes Verb, finde ich.
Bei Parallel Lines, wo ich die Wörter immer schon am schönsten gefunden habe, fällt mir am meisten auf wie unterschiedlich der Song klingt im Vergleich zu dem, den ich von der Platte im Ohr habe. Das mag ich.
Gegen Ende wird es abstrakter und wir fallen beim Zuhören von oben von der Gitterbalustrade immer wieder direkt in die Musik hinein, wenn es so klingt als würden sie einfach so vor sich hin jammen, ohne Frage immer auf dem Punkt, und die Laserlichter dazu selbst Gitter bilden.
Eine Besucherin neben uns beginnt wild zu tanzen; ich wünschte ich wäre sie und wäre körperlich gerade dazu in der Lage mich auch gerade so gehen zu lassen.
Fein war's, alles war dabei zwischen Mitwippen und sich wünschen wieder im dunklen, vibrierenden Club zu sein, am Sonntagabend.
So this is goodbye
No need to lie;
This creature of pain
Has found me again.
So this is goodbye,
So this is farewell,
The fight's final bell
And I fall where I stand
So give your last hand
'cause this is goodbye
Tonight it's goodbye
Now I know why
Our love's lost in the rough
And I've had enough,
So this is goodbye
Wednesday, 10 February 2016
Raus die Messer
Am liebsten würde ich mir den Bauch aufschneiden. Eins, zwei, drei, vier gerade Schnitte und dann mit dem Tortenheber hinaus hieven den ganzen Block.
Weil ich sonst nichts tun kann, oder wenig, bekomme ich das dringliche Gefühl, dass ich zumindest irgendetwas aus dieser Misere machen sollte. Und sei es nur sehr anschauliches, illustratives Schreiben, das vielleicht Ekel erregen-
Wenn ich mich elendig fühle, spüre ich mich schlecht, stehe zwei Menschen neben mir, dritter von links, und bin in meiner Selbstwahrnehmung ganz schön unansehnlich. Das hat wenig mit dem Außen zu tun oder mit dem, wie andere mich ansehen, was andere denken. Das Schöne kommt in dem Fall von innen, nicht. In meinem Kopf ist ein Schwindel, ein ganz langsamer Strudel sich drehend, kein Teig. Keine Lüge, ich würde mich am liebsten mit voller Kraft in die Arbeit stürzen, aus dem ersten Stock einen Stock tiefer. Ich würde mich gerne mit dir einrollen und den Rest drumherum vergessen. Das geht nicht, ich gehe nicht mit, ich muss es über mich ergehen lassen.
Thursday, 21 January 2016
In der Früh
Es ist kurz nach 8:30 und ich trage die Packung Müsli unter dem Arm wie eine Aktentasche. Noch früher habe ich das Haus verlassen und noch früher das Bett, es war nicht mein Haus und es war nicht mein Bett. Die Menschen in der U-Bahn haben alle nicht miteinander gesprochen, nicht einmal mit deren Telefonen.
Sie alle hatten Augenringe oder Polsterabdrücke im Gesicht und sind selbst gerade erst aus der Dusche getorkelt. Einen Kaffee hatte ich schon, einen kleinen aus der kleinen Tasse mit dem kleinen Löffel.
Die Müsli Packung könnte auch ein Schutzschild sein oder ein Clip Board, eine Check Liste, darauf mache ich gedanklich mehrere Kreuzchen in mehrere Kästchen, in andere nicht.
Ich bin in dem Moment der Überzeugung, dass, wenn ich, meinerseits, zum Beispiel frühmorgens aus dem Club stolpere, diese in ihren diametralen Zuständen alle gar nicht dazu fähig wären mich so zu verurteilen wie ich es mir immer vorstelle. Dafür sind sie zu sehr mit ihrem eigenen Miniversum beschäftigt in irgendeinem Beschäftigungsverhältnis zu stehen zu dem sie sich sitzend gerade hin bewegen.
Ich spüre immer wieder den Neid, den ich in mir finde, wenn ich an regelmäßige Eingänge von Gehalt auf Konten höre; ob ich ein Recht habe darauf den zu spüren ist eine andere Frage. Ein genaues Datum und eine genau Summe; und ich spüre die Erleichterung, zur gleichen Zeit, nicht in einer solchen dauerhaften Beziehung zu stehen. Die Sonne scheint mir ins Gesicht, dafür bin ich extra ein paar Stufen vom Volkstheater hinauf gegangen.
Ich möchte schon wieder irgendwo dazugehören und ihnen auch zeigen, dass ich etwas wert bin; Handlungsspielräume, die sich mir eröffnen und verschließen. Eigentlich könnte könnte ich jetzt joggen gehen oder schwimmen oder Yoga machen oder etwas aus meinem Leben. Die mit den Berufen treiben zielstrebig an mir vorbei, ich hänge mich in ihre Arme ein und lasse mich gehen, wir stehen alle unter Strom. Unsere Schuhe fragen sich, ob alle anderen eh auch wissen wie fleißig und wichtig wir sind.
Sie alle hatten Augenringe oder Polsterabdrücke im Gesicht und sind selbst gerade erst aus der Dusche getorkelt. Einen Kaffee hatte ich schon, einen kleinen aus der kleinen Tasse mit dem kleinen Löffel.
Die Müsli Packung könnte auch ein Schutzschild sein oder ein Clip Board, eine Check Liste, darauf mache ich gedanklich mehrere Kreuzchen in mehrere Kästchen, in andere nicht.
Ich bin in dem Moment der Überzeugung, dass, wenn ich, meinerseits, zum Beispiel frühmorgens aus dem Club stolpere, diese in ihren diametralen Zuständen alle gar nicht dazu fähig wären mich so zu verurteilen wie ich es mir immer vorstelle. Dafür sind sie zu sehr mit ihrem eigenen Miniversum beschäftigt in irgendeinem Beschäftigungsverhältnis zu stehen zu dem sie sich sitzend gerade hin bewegen.
Ich spüre immer wieder den Neid, den ich in mir finde, wenn ich an regelmäßige Eingänge von Gehalt auf Konten höre; ob ich ein Recht habe darauf den zu spüren ist eine andere Frage. Ein genaues Datum und eine genau Summe; und ich spüre die Erleichterung, zur gleichen Zeit, nicht in einer solchen dauerhaften Beziehung zu stehen. Die Sonne scheint mir ins Gesicht, dafür bin ich extra ein paar Stufen vom Volkstheater hinauf gegangen.
Ich möchte schon wieder irgendwo dazugehören und ihnen auch zeigen, dass ich etwas wert bin; Handlungsspielräume, die sich mir eröffnen und verschließen. Eigentlich könnte könnte ich jetzt joggen gehen oder schwimmen oder Yoga machen oder etwas aus meinem Leben. Die mit den Berufen treiben zielstrebig an mir vorbei, ich hänge mich in ihre Arme ein und lasse mich gehen, wir stehen alle unter Strom. Unsere Schuhe fragen sich, ob alle anderen eh auch wissen wie fleißig und wichtig wir sind.
Monday, 4 January 2016
Dreck
So als würden die Teile des Puzzles
aus einem ausgebreiteten Tuch
vom Himmel fallen
drehe ich mich im Kreis im Regen und im Schnee
den Hügel hinauf und hinunter und hinauf
reden wir über die Dinge
die Sterne
bis wir über den Berg sind
aus einem ausgebreiteten Tuch
vom Himmel fallen
drehe ich mich im Kreis im Regen und im Schnee
den Hügel hinauf und hinunter und hinauf
reden wir über die Dinge
die Sterne
bis wir über den Berg sind
so als könnte ich es jederzeit machen
oder würden sie mir auf den Kopf scheißen
die Tauben und die Möwen, die den Toast aus deinen Händen klauen, wenn du über den Platz läufst, nach dem Flohmarkt. In der einen Stadt oder der anderen
schießt es mir in den Kopf.
Und so lange bin ich an der einen Sache still gestanden, dass ich mich jetzt vor die nächste Sache gestellt habe, verhalten, mich verhaltend wie ein Holzregal, spröde, müde, statisch klopfe ich drei Mal auf Holz.
die Tauben und die Möwen, die den Toast aus deinen Händen klauen, wenn du über den Platz läufst, nach dem Flohmarkt. In der einen Stadt oder der anderen
schießt es mir in den Kopf.
Und so lange bin ich an der einen Sache still gestanden, dass ich mich jetzt vor die nächste Sache gestellt habe, verhalten, mich verhaltend wie ein Holzregal, spröde, müde, statisch klopfe ich drei Mal auf Holz.
Verschiedene Punkte, die Linien sind, auf einen Punkt bringen, die Linien entlang ziehen, würde es so eine schöne Schleife ergeben.
Ich ziehe die Linien entlang wie ein hinkender Vergleich, nämlich eine Reihe von Menschen, die Tiere haben auf denen Dinge liegen, die sie irgendwo hinbringen, bockend.
Das Wortspiel mit dem Handbuch und dem Handtuch habe ich schon einmal gebracht.
Ein how to
Wie man Ansprüche umschiffen kann:
entweder behaupten es wäre nur eine Skizze
noch nicht fertig
gepfuscht und improvisiert
oder gar nichts machen! JA!
Von manchen Menschen lerne ich gerne, von anderen lasse ich mir gar nichts sagen.
Manche Arbeitsschritte mache ich gerne, von anderen habe ich keine Ahnung und mache deswegen gar nichts.
Ich ziehe die Linien entlang wie ein hinkender Vergleich, nämlich eine Reihe von Menschen, die Tiere haben auf denen Dinge liegen, die sie irgendwo hinbringen, bockend.
Das Wortspiel mit dem Handbuch und dem Handtuch habe ich schon einmal gebracht.
Ein how to
Wie man Ansprüche umschiffen kann:
entweder behaupten es wäre nur eine Skizze
noch nicht fertig
gepfuscht und improvisiert
oder gar nichts machen! JA!
Von manchen Menschen lerne ich gerne, von anderen lasse ich mir gar nichts sagen.
Manche Arbeitsschritte mache ich gerne, von anderen habe ich keine Ahnung und mache deswegen gar nichts.
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