Wednesday, 10 February 2016

Raus die Messer

Am liebsten würde ich mir den Bauch aufschneiden. Eins, zwei, drei, vier gerade Schnitte und dann mit dem Tortenheber hinaus hieven den ganzen Block. 
Weil ich sonst nichts tun kann, oder wenig, bekomme ich das dringliche Gefühl, dass ich zumindest irgendetwas aus dieser Misere machen sollte. Und sei es nur sehr anschauliches, illustratives Schreiben, das vielleicht Ekel erregen-
Wenn ich mich elendig fühle, spüre ich mich schlecht, stehe zwei Menschen neben mir, dritter von links, und bin in meiner Selbstwahrnehmung ganz schön unansehnlich. Das hat wenig mit dem Außen zu tun oder mit dem, wie andere mich ansehen, was andere denken. Das Schöne kommt in dem Fall von innen, nicht. In meinem Kopf ist ein Schwindel, ein ganz langsamer Strudel sich drehend, kein Teig. Keine Lüge, ich würde mich am liebsten mit voller Kraft in die Arbeit stürzen, aus dem ersten Stock einen Stock tiefer. Ich würde mich gerne mit dir einrollen und den Rest drumherum vergessen. Das geht nicht, ich gehe nicht mit, ich muss es über mich ergehen lassen.