Ich war in einem Konzert.
Da ich die Ankündigung dessen nur überflogen hatte, kamen wir zu spät an.
Wir zahlten trotzdem den Eintritt, der verlangt wurde. Es stand am Eingang, jener mit der schönsten Sprache, die ich bisher hier gehört hatte. Er war auch irgendwie ziemlich eindringlich, in den Augen.
Das bleibt für einen anderen Tag, oder einen Abend. Wartend.
Angekommen hielt die Legasthenie, an deren Namen ich mich im Deutschen schon nicht mehr erinnern konnte, Einzug. War der Unterschied zwischen Asturias, Austria und Australia plötzlich kein bedeutender mehr. Gesungen hatte sie über alle diese Orte, ausgenommen Australien, das war dann doch zu weit weg. Wir kamen schließlich genau in der ausgesprochenen Sekunde an, in der es gestimmt hat, da hatte sie die Worte gesagt und erobert, was es an abgebrochenen Herzen gab.
Es war dunkel, das ist in den meisten Fällen besser. Es saßen an Tischen Menschen mit Gläsern und Bechern, die Asche fangen sollten. Zu meiner rechten die Bar, die orangefarbenes Licht hatte und eine Person mit Brille, dazwischen Plastik, das für den Bierschaum oder als Werbung dient. Würde ich Filme machen, wären mir in den letzten Zeiten mehrere Szenen zugeflogen.
Eine begab sich in der Rua de Belmonte, es war ein Bild, das ich nicht genommen hatte. Ein älterer Herr, damit meine ich wirklich alt, stand in der Nachmittagssonne, die ihre Strahlen genau in diese Straße machte, sodass die Pflastersteine auf der einen Seite ganz hell waren, auf der anderen ganz kontrastreich, auf einer Türschwelle in einem Haus, das viele Türen hatte. Jede Tür hat eine andere Hausnummer, wie das hier eigentlich immer so ist. Das verwirrt oft. Die Türschwelle ist aus Stein, oder aus Marmor, das macht keinen Unterschied, sie ist abgeschliffen von den Jahren und von den Schuhen. Er füttert Tauben, die geflügelten Ratten, einige davon sitzen auch tatsächlich auf seinen Armen. Es ist keine Einbildung und ich mache es auch nicht beeindruckender klingen, damit es der Geschichte mehr Aufregung gibt, ich habe das so gesehen. Ich hatte ein Ziel und war auf dem Weg woandershin und fand es deswegen oder trotzdem schön, das so zu sehen.
Eine weitere verging an mir vorbei am gestrigen Weg von einem Ort an den anderen, es war schon relativ spät, aber noch heller. Es muss nach dem Sprachkurs gewesen sein und vor dem Treffen im Garten des Sportklubs, wo die Ausstellung geplant wurde. Die Menschen hatten überall an den Türen der Häuser Zweige angebracht mit gelben Blüten, das ist ein ewig alter Brauch, der böse Geister vertreiben soll; wie üblich. Manche übertrieben es förmlich mit der Menge, da trieben sie bestimmt davon auf dem Abwasser, und der Nudelsuppe, die Dämonen.
Da warf ich einen Blick in einen Hauseingang, gegenüber von dem Musikgeschäft. Und darin saßen auf den Treppen, die nach links hinaufführten, und vermutlich auf einem Stuhl ihnen gegenüber, um das genauer sagen zu können, dafür reichte die Zeit nicht, drei Personen, auch von fortgeschrittenem Alter und sahen sehr authentisch aus, in dem was sie trugen und in dem was sie machten. Das war schon genug. Auf der anderen Seite der Straße saß nur einer, der irgendetwas gegessen hatte, vor einem Geschäft, das schon lange nichts mehr verkauft und auch seine Glastüren nicht mehr automatisch öffnet. Das war Nebensache; Parameter.
Und eben, woher ich zurückkomme, die eignete sich auch, die Szene. Das war Musik, die lebendig gespielt wurde und eine Art von Konzert, wie ich sie schon viele gesehen habe. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie, jedes für sich, etwas Besonderes sind. Es sind Sänger_innen und Liedschreiber_innen, die autobiographisch geprägte Texte verbreiten und Bilder aufzeichnen von verschiedenen Orten. Meistens sind sie eher traurig, ganz oft verschroben und haben mit Randgruppen und selten besungenen Themen zu tun. "I am sorry, for everything" und "The next song, it is nearly in Portuguese. I am going to pronounce it very clearly."
Ich bin sofort für sie gefallen, gut. Das funktioniert in dieser Sprache nicht. Wir saßen auf einer Kommode neben dem Tonmischtechniker, dessen einziges LED Licht den Raum auch nicht erhellte.
Davor hatten wir die Brücke überquert. Ich machte es klingen wie ein Abenteuer und trotzdem wollten nicht alle mit, die ich gefragt hatte.
Die Brücke ist etwas Besonderes, sie trägt abends Schmuck aus Licht, wie Perlenketten. Von innen sieht sie dem Eiffelturm ähnlich und die eisernen Platten, die den Boden ausmachen, wo die Füße auf der linken Seite gehen sollen, die rosten und durch die Löcher kann man den Fluss sehen. Das kann mitunter Unsicherheiten schaffen. An den Geländern sind deshalb Schlösser, die Namen tragen, angebracht, damit es für immer hält. Oben fährt die U-Bahn, und wie es Brücken, die zwischen zwei Hügeln liegen, und diese miteinander verbinden so als Charakteristik haben, nimmt sie die Arbeit ab, das Tal mit Höhen und Tiefen zu durchqueren. Das jenseitige Ufer bietet die bessere Aussicht, es wird die Stadt plötzlich ganz übersichtlich, in der Draufsicht. Wobei, von dort sieht sie ganz anders aufgestellt aus.
Geschrieben habe ich diese Zeilen in einem Zustand von schlafloser Halbwache, in der weder klarer Gedanke noch unklare Träume mir als richtige Lösung erschienen sind wie Heilige, die in unmöglichen Fällen helfen sollen. Ich weiß überhaupt nicht, woher all diese Wörter plötzlich kommen.
Eine der Strategien für ein glückliches, gesundes Leben konstituiert sich durch regelmäßige Mahlzeiten, geordneten Schlafrhythmus und möglichst wenige konsumierte Transfettsäuren.
Da ich die Ankündigung dessen nur überflogen hatte, kamen wir zu spät an.
Wir zahlten trotzdem den Eintritt, der verlangt wurde. Es stand am Eingang, jener mit der schönsten Sprache, die ich bisher hier gehört hatte. Er war auch irgendwie ziemlich eindringlich, in den Augen.
Das bleibt für einen anderen Tag, oder einen Abend. Wartend.
Angekommen hielt die Legasthenie, an deren Namen ich mich im Deutschen schon nicht mehr erinnern konnte, Einzug. War der Unterschied zwischen Asturias, Austria und Australia plötzlich kein bedeutender mehr. Gesungen hatte sie über alle diese Orte, ausgenommen Australien, das war dann doch zu weit weg. Wir kamen schließlich genau in der ausgesprochenen Sekunde an, in der es gestimmt hat, da hatte sie die Worte gesagt und erobert, was es an abgebrochenen Herzen gab.
Es war dunkel, das ist in den meisten Fällen besser. Es saßen an Tischen Menschen mit Gläsern und Bechern, die Asche fangen sollten. Zu meiner rechten die Bar, die orangefarbenes Licht hatte und eine Person mit Brille, dazwischen Plastik, das für den Bierschaum oder als Werbung dient. Würde ich Filme machen, wären mir in den letzten Zeiten mehrere Szenen zugeflogen.
Eine begab sich in der Rua de Belmonte, es war ein Bild, das ich nicht genommen hatte. Ein älterer Herr, damit meine ich wirklich alt, stand in der Nachmittagssonne, die ihre Strahlen genau in diese Straße machte, sodass die Pflastersteine auf der einen Seite ganz hell waren, auf der anderen ganz kontrastreich, auf einer Türschwelle in einem Haus, das viele Türen hatte. Jede Tür hat eine andere Hausnummer, wie das hier eigentlich immer so ist. Das verwirrt oft. Die Türschwelle ist aus Stein, oder aus Marmor, das macht keinen Unterschied, sie ist abgeschliffen von den Jahren und von den Schuhen. Er füttert Tauben, die geflügelten Ratten, einige davon sitzen auch tatsächlich auf seinen Armen. Es ist keine Einbildung und ich mache es auch nicht beeindruckender klingen, damit es der Geschichte mehr Aufregung gibt, ich habe das so gesehen. Ich hatte ein Ziel und war auf dem Weg woandershin und fand es deswegen oder trotzdem schön, das so zu sehen.
Eine weitere verging an mir vorbei am gestrigen Weg von einem Ort an den anderen, es war schon relativ spät, aber noch heller. Es muss nach dem Sprachkurs gewesen sein und vor dem Treffen im Garten des Sportklubs, wo die Ausstellung geplant wurde. Die Menschen hatten überall an den Türen der Häuser Zweige angebracht mit gelben Blüten, das ist ein ewig alter Brauch, der böse Geister vertreiben soll; wie üblich. Manche übertrieben es förmlich mit der Menge, da trieben sie bestimmt davon auf dem Abwasser, und der Nudelsuppe, die Dämonen.
Da warf ich einen Blick in einen Hauseingang, gegenüber von dem Musikgeschäft. Und darin saßen auf den Treppen, die nach links hinaufführten, und vermutlich auf einem Stuhl ihnen gegenüber, um das genauer sagen zu können, dafür reichte die Zeit nicht, drei Personen, auch von fortgeschrittenem Alter und sahen sehr authentisch aus, in dem was sie trugen und in dem was sie machten. Das war schon genug. Auf der anderen Seite der Straße saß nur einer, der irgendetwas gegessen hatte, vor einem Geschäft, das schon lange nichts mehr verkauft und auch seine Glastüren nicht mehr automatisch öffnet. Das war Nebensache; Parameter.
Und eben, woher ich zurückkomme, die eignete sich auch, die Szene. Das war Musik, die lebendig gespielt wurde und eine Art von Konzert, wie ich sie schon viele gesehen habe. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie, jedes für sich, etwas Besonderes sind. Es sind Sänger_innen und Liedschreiber_innen, die autobiographisch geprägte Texte verbreiten und Bilder aufzeichnen von verschiedenen Orten. Meistens sind sie eher traurig, ganz oft verschroben und haben mit Randgruppen und selten besungenen Themen zu tun. "I am sorry, for everything" und "The next song, it is nearly in Portuguese. I am going to pronounce it very clearly."
Ich bin sofort für sie gefallen, gut. Das funktioniert in dieser Sprache nicht. Wir saßen auf einer Kommode neben dem Tonmischtechniker, dessen einziges LED Licht den Raum auch nicht erhellte.
Davor hatten wir die Brücke überquert. Ich machte es klingen wie ein Abenteuer und trotzdem wollten nicht alle mit, die ich gefragt hatte.
Die Brücke ist etwas Besonderes, sie trägt abends Schmuck aus Licht, wie Perlenketten. Von innen sieht sie dem Eiffelturm ähnlich und die eisernen Platten, die den Boden ausmachen, wo die Füße auf der linken Seite gehen sollen, die rosten und durch die Löcher kann man den Fluss sehen. Das kann mitunter Unsicherheiten schaffen. An den Geländern sind deshalb Schlösser, die Namen tragen, angebracht, damit es für immer hält. Oben fährt die U-Bahn, und wie es Brücken, die zwischen zwei Hügeln liegen, und diese miteinander verbinden so als Charakteristik haben, nimmt sie die Arbeit ab, das Tal mit Höhen und Tiefen zu durchqueren. Das jenseitige Ufer bietet die bessere Aussicht, es wird die Stadt plötzlich ganz übersichtlich, in der Draufsicht. Wobei, von dort sieht sie ganz anders aufgestellt aus.
Geschrieben habe ich diese Zeilen in einem Zustand von schlafloser Halbwache, in der weder klarer Gedanke noch unklare Träume mir als richtige Lösung erschienen sind wie Heilige, die in unmöglichen Fällen helfen sollen. Ich weiß überhaupt nicht, woher all diese Wörter plötzlich kommen.
Eine der Strategien für ein glückliches, gesundes Leben konstituiert sich durch regelmäßige Mahlzeiten, geordneten Schlafrhythmus und möglichst wenige konsumierte Transfettsäuren.