Saturday, 2 November 2013

Glashäuser

Das ist eigenartig. Nicht in Metaphern zu schreiben und Parabeln und in Vagen und Schieflagen.
Keinen Paravent einzuschieben, textile Lösungen überzuziehen.  
Oh, I've got some thinking to do. 
(Und die Frage vom und nach dem dabei gewesen Sein)

Ich war bisher ein einziges Mal alleine im Kino, wo ich das zum Punkt des Stattfindens schon ewige Zeit vorhatte. Daraufhin habe ich mich mit dem Regisseur angefreundet und bin am nächsten Tag zum Frühstück eingeladen worden. Leider war ich dann natürlich zu lange aus und habe die Einladung nicht wahrnehmen können.
Dieses ewige Party Leben bringt mich irgendwann um. Little Big Mistakes

Gerade war ich noch an der Ecke von meiner Straße und so gar nicht alleine. Der Wecker ging dann los, ich musste mich duschen, für 10 Minuten zu Hause sein; war ganz kurze Zeit darauf in Prag aus dem Bus gefallen, immer noch genauso blau, und habe geglitzert. 
Plötzlich haben wir schon Kaffee getrunken mit Techno Musik und auf dem Betonkreis um die Uhr herum gesessen, die über alle Zeiten der Welt uns aufgeklärt hat;
wie schnell sie verrinnt, auch; 
Die Ziffernblätter drehen sich;
hat man nur 45 Minuten bis wir wieder voneinander weggetragen werden wirft man sich die Brocken von Informationen an den Kopf und hofft, dass dieser nicht zerbricht.
Die Blätter der Bäume sind gelb und am Boden, die meisten, und niemand räumt sie weg. Sie haben diese Tage gewählt, um sich fallen zu lassen. Das macht schon etwas mit der Stadt. Und das Pflaster, schwarz, weiß, kleine Steine; wie die Portugiesischen. 
Es ist viel wärmer, noch viel wärmer, als ich mir das vor gestellt hatte. Sonne im Gesicht. 
No regrets, no regrets.
Viele Menschen reden immer noch Deutsch, das holt dich sowieso immer wieder ein. 
Es gibt da und dort einen Fluss, hier einen, der wirklich in der Stadt ist, Teil dieser. Über beide schreiben sie Lieder, die schöne blaue und die goldene. Mein Referenzpunkt ist wieder Wien, wo es kein Meer gibt, und höchstens den Kanal.
Prag ist nicht nur immer eine gute Idee, es ist auch der Notfallplan; wenn alles andere scheitert. 
Nur noch schnell Tschechisch lernen und mehr als Bier bestellen können in Zukunft. 
Weil Scheitern immer umzudeuten und umzuwerten in etwas Produktives und Gutes, das ist auch Unsinn. 
'Man' scheitert ohnehin oft genug; Man ist hier "Ich" und "meine Projektionen auf andere". 
Prag hat etwas Umarmendes. Ich brauche dort nicht einmal so richtig anzukommen, ich bin ja schon dort! 
Ich kenne nur ein paar Orte, die haben sich mir eingebrannt, ich erinnere mich an jedes Kommentar dazu, als ich sie getroffen habe, sie mir vorgestellt wurden und ich komme sie gerne immer wieder besuchen. Sie sind die besten, wie es sich von selbst versteht. 
Für meine Augen war es wieder etwas Neues und all der Soviet Kitsch, den möchte ich sogar fotografieren. 
An visuellen Erfahrungen hat es mir nicht gefehlt, im Bus, durchs Fenster unter anderem.

Ähnlich wie kleine hässliche Möwen sieht meine Beobachtung aus, dass ich dort nicht so sehr anders aussehe als die Menschen, die dort aufgewachsen sind. Die Kleidung ist tendenziell ein bisschen älter, im gesamten, die Fassade nicht so frisch gestrichen und der Drang zur kontinuierlichen Profilierung und Demonstration von Souveränität nicht so ausgeprägt. 
Countenance! 
Der Plan ist durchaus aufgegangen mit dem intendierten Schlafentzug; 
Filter und Mauern. 
Die Tourismusboote reden in vielen Zungen miteinander.
Manchmal ist es vermutlich voll in Ordnung auf einer Bank zu sitzen und zu schreiben. 
Wie viel kann ich meinem Körper zumuten; habe ich mich zu Beginn der Reise schon gefragt.
Seit langem wieder auf mich gestellt, wenn nur für ein paar Momente, neben dem Rudolfinum. 
Sich kleine Aufgaben machen. Sich um Notwendigkeiten kümmern.
Überleben und Formen. 
Am Abend in einer Art aufgelassenem Lagerhaus neben einem Provinzbahnhof in der Prager Vorstadt, es werden die Schienen getrennt, der Gleiskörper, von der Veranstaltung durch ein rotweißes Absperrband. 10 Meter neben der Bühne rattert der Schnellzug an den Neonröhren vorbei. 
Die Queen geht den Hügel hinauf mit einem Plastiksackerl in der Hand und einem mit roten Pailetten besetzten Oberteil um die Schultern. Sie geht an der Stahltonne vorbei in der ein Feuer brennt. Es gibt gegrillten Hermelin und Buchstaben, die durch Löcher ins Stahl gemacht wurden. 
Ihre Liebe ist wie ein Feuer, deine ist wie eine Zigarette. 
Blues is my business and business is good. 

Am Ende lag ich dann im orangeroten Bett in der Wohnung mit Katzen und Klavier. Ohne Jazz, mit ziemlich viel Blues, im Grunde für alles zu müde, sogar erschöpft genug den Luftentfeuchter zu ignorieren; Wie ich es in letzter Instanz noch geschafft hatte mich zu bewegen, kann ich mir auch nicht erklären. 
Ich glaube da habe ich den Atem aus gelassen, von dem ich gar nicht wusste, dass ich ihn hielt. 

In Wirklichkeit bin ich total schüchtern und rede sehr wenig, habe ich noch nicht so viel Vertrauen gefasst, dass ich mich jemand anderem zumuten könnte. Der Grund, warum ich mir das meistens ganz gut überlege, was ich sage, ist der, dass es in anderen Fällen ganz arg wäre und blöd, das Gesagte. So ist es das auch noch oft genug. Simple as that ---

Dieses Grab ist mir zu klein (...)
Nach einem Tag im Pausenmodus bin ich nicht mehr komatös. 
Es gab ein paar Momente, die besonders bezeichnend waren.
Auf der Straße stehen im 15. und einen hellgrünen "Jelly Shot" aus der Tasche ziehen. Das ist ein alkoholisches Getränk mit zähflüssiger Konsistenz. Und ein Bier. Und keine Perücke mehr. Taxi!
Besagte Perücke sitzt vor den Erkerfenstern, neben dem von einem Mantel überdeckten Aquarium, damit die Fische die Bässe nicht hören, rauchend.
Vor dem Billigbrautmodengeschäft im Spiegel sich schminken.
Im Schwanentretboot sitzend darüber reden, wie sich Situationen herbeiführen, erleben oder konstruieren lassen. (Darüber möchte ich noch ausführlicher schreiben).
In der Brauerei von der Biersauce kosten, Karten spielen und eine 4 Liter Flasche bestellen. Liebes Leben, das Paradies lässt sich nicht transportieren. Träume platzen und zerbrechen wie Herzen, am Ende schneidest du dir die Hände auf; nicht wie Teenager, in diesem Sinne.
Nach Hause kommen und die beiden dreifarbigen Katzen liegen gegengleich, sich ergänzend, in ihrem Sessel. Eine heißt Sushi.
Das Zebra klauen mit schlechtem Karma, das Halstuch klauen mit Edelweiß, beides zurückgeben.
Von der Kellnerin im indischen Restaurant dazu genötigt werden Suppe zu essen.
Auf dem Hügel wie immer Kommunikationsprobleme mit dem Grillmeister haben; Grillen und meistern.
Im Dunkeln Lou Reed singen.
In der Pulp Fiction Bar Kartoffeln und geriebenen Käse essen.
Aneinander krachen, miteinander laufen.
I AM THE AMERICAN DREAM T-SHIRT XL WHITE 100% COTTON COLLECTION
Die Theaterbar entdecken (...) und wiederfinden; perfekte Orte, wo alles so ist, wie es sein soll. Marmor.
Den Masseur von Amanda Palmer kennen lernen und ihm zujubeln beim Mundharmonikaspiel. Ja, self-indulgent, egoistic --- YES
Das Magic World Non Stop. Eine Audio Arbeit mit M.I.A. konzipieren. #spielautomatengeräusche
Zahnpasta kaufen, keinen Wodka.
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Ein Re-blog, ein Re-romantisieren:
Text zu einem Buch mit Bildern
über Häuser aus Glas und Metall
in denen 
Von Überwinterungen und Ruinen
Und wie die Farbe hinter dem Text mitrinnt
Ich war in einem Glashaus, zwischen Glashäusern mit dreckigen Fenstern und fehlenden Gläsern. Und Pflanzen in hängenden Gärten und wie regnendes Gold, die Kakteenfrüchte.
Und der Boden war ganz grün, hell bemoost, und der Zugang war verboten, die Tür aber offen. Oder Kiesel, der Grund.
Danach, nach den California Maki, und der Kunst, der anderen, habe ich ihnen dann eine Nachricht geschickt, eine superlange, formulierte, um ihnen zu sagen, dass ich gerne die Pflanzen besuchen würde in ihren Unterbringungen und mit ihnen atmen und so, ich erwarte noch die Entgegnung.

(Unterschiedliche Ausprägungen und Formationen von prekärer Ästhetik)


http://youtu.be/d3HPvTLmll8