Sunday, 27 September 2009

Ecke

Mich um die Ecke bringen.
Das braucht niemand.
Das mache ich schon selbst, indem ich an Überarbeitung - japanischer Fachausdruck karoshi - zu Grunde gehe.

Heute bin ich nicht im WUK bei Juli Zeh und Slut.
Nicht in der Fledermaus.
Nicht auf irgendeiner Ausstellung.
War nicht beim Tag des Denkmals und habe sehenswerte Gebäude besichtet, die man nur an diesem einen Tag zu sehen bekommt.
Und habe keine einzige Veranstaltung der Vienna Fashion Week besucht.

Morgen ab 9:00 Uhr früh - um nicht zu sagen nachts - lasse ich zu, dass mich die Zulassungsprüfung für die Akademie der Bildenden Künste ruiniert.
Danach werde ich weiter für meinen Zivildienst eingeschult, wo meine Computerkenntnisse wahrscheinlich für nicht vorhanden erklärt werden, wobei glücklicherweise ein Großteil meiner Arbeit mit diesem Gerät verbunden sein wird.
Die ersten beiden Termine überschneiden sich auch noch wunderschön.
Sobald es sich ausgeht sprinte ich dann zum AKH, um jemanden zu besuchen.
Und abends geht es dann noch zu Wallis Bird ins B, insofern ich als + 1 genehmigt werde.
Dienstag
nimmt die Prüfung dann fröhlich ihren Lauf, danach habe ich einen
erfrischenden Termin mit meinem Psychologen, dem ich innerhalb einer
halben Stunde meinen Sommer - mein schönstes Ferienerlebnis [Ferien
hatte ich keine] erzählen sollte.
Es lebe das Café Sperl.
Es wäre ja nicht so, dass Mittwoch nichts los wäre, oder ich nichts vor hätte.
Schließlich dauert die Prüfung drei Tage und Termine, die sich aufschieben lassen
werden auf Mittwoch Abend verlegt, nachdem kommende Woche die Probe ausfällt.
Und ich nicht Donnerstag meinen tagesfüllenden Zivildienst antrete, danach noch unseren Drehort besichtige, mit Taschenlampe und Kamera.
Oder Freitag das Drehbuch noch einmal durchbespreche.
Und das ganze nächste Wochende geprobt wird, unterbrochen von hochoffziellen Feierlichkeiten, weil nächste Woche aufgenommen wird.
Für unser Musikvideo, das nach dem Wochenende, wo wir selbst eine Vorstellung geben, also auftreten, gedreht wird.
Montag, den 5. Oktober, gibt Patrick Wolf ein Konzert im Wuk.
Dazwischen werden noch ein paar andere Gigs photographiert, haben eine Menge Leute Geburtstag und werde ich haufenweise Zeit in der Arbeit vergeuden.

Schlussstrich.
Ich stehe offiziell kurz vor dem Burn Out.
Aber solange ich motzen kann, ist die Welt noch in Ordnung.
Nur nicht klein kriegen lassen.

mfg

ich kenne meinen namen nicht mehr.

ecken und kanten.