In gekürzter Fassung mein Standpunkt.
Nein, Lüge, nicht in gekürzter Fassung, sondern in einer simpel gehaltenen Kurzfassung - so muss es heißen - weil ich in derzeitigem physischen Zustand keine geistigen Höhenflüge riskieren sollte.
Hier zusammengestückelt aus älteren, verstaubten Blogeinträgen, wo ich schon Ähnliches verfasst habe, eine Idee. Und Ergänzungen in Paragraphen, wo früher durch Punkte gesetze, metaphorische Mauern standen.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich im Grunde alles um das dreht, was du im Laufe deines Lebens - klarerweise möglichst früh - erreicht hast. Errungenschaften, von denen man eben so erzählt.
So, dass sich am Grunde deiner geleerten Teetasse nichts anderes mehr findet als
Materielles - über teure Fahrzeuge, eine nette Postadresse bis hin zum abgeschlossenen Doktortitel innerhalb der Mindeststudienzeit.
Mit oder ohne finanziellem Polster, auf dem jene mit reichen Eltern herumgetragen werden.
Anzunehmen, dass Prestige solcher Art wirklich zählt -
Das passiert, wenn du nicht zuerst dein Herz, dein Gewissen, deine Ideale befragst, was die dazu sagen. Vieles ist Papier, das du dir an die Wand hängen kannst, nichts anderes.
Sagt nichts über dich aus. Wie schon die Schulnachrichten kaum deine wirklich vorhandenen Fähigkeiten zu beurteilen wussten.
Vielmehr sollte Ausbildung darauf hinauslaufen, dass du lernst, dich selbst zu akzeptieren, wie du bist.
Dass du deinen Charakter bildest, dass sich deine Persönlichkeit so weit und wunderschön entfaltet hat, wie möglich, wie sie heute ist, und, dass dieser Entwicklungsvorgang nie ein Ende findet, sondern du weißt, dass es immer weiter geht, du nie auslernst und du alles an dir verändern, verbessern, umformen kannst, wenn du möchtest. Und du das in erster Linie nur für dich möchtest.
So sollte sich ein gelungenes Gesellschafts/Bildungssystem auf die Berücksichtigung individueller Bedürfnisse spezialisieren, unterschiedliche Talente und Interessen fokussieren; Freiheiten, Freiräume zulassen, wo sie gebraucht werden.
Manche nennen es Faulheit, zu tun und zu lassen, andere nennen es Freiheit.
Vor allem auch sich möglichst früh bewusst zu machen, was sicher nicht dein Ding ist, oder sich abzugrenzen von Meinungen, Lebensstilen - das sollten Ziele sein.
Du selbst zu sein und niemanden dafür zu brauchen, der dich bestätigt.
Nicht jemand anderen zu mimen, um sich so seine Anerkennung zu erspielen. Oder zu koksen und im Hipsterland untergehen.
Die volle Energie in das hineinzustecken, im Müll wühlen, sich in den Dreck knien, das dir wirklich etwas bedeutet und so zu erreichen, was du suchst.
Punkt.
Ein perfektes System, eine vollkommene Gesellschaft gibt es nicht.
Klar steht es um Wien gut. Aber das Wissen um die Möglichkeiten, wie man verändern, verbessern könnte, ist vorhanden, warum soll es also nicht angewandt werden?
In eine Sache hineinzugehen mit der Einstellung
'So ist es. Da passe ich mich mal voll und ganz den Gegebenheiten an.'
ist schlichtweg dumm.
Deshalb bedurfte es mal eines kleinen, großen Aufstands.
Ja.
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Einmal ist es mir passiert, dass ich, mangels anderer Ausdrucksmittel, beim Ansehen einer Photographie zu Tränen gerührt war.
- mfg
für immer dein
tee
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Winterschlaf wird jetzt fortgesetzt.