Liebe Anne,
Mein Tagebuch würde Anne Frank heißen.
Aus ersichtlichen Gründen.
Und meinem Auslandsaufenthalt in Amsterdam.
ZUKUNFTSPLÄNE UND ENTSCHEIDUNGEN
Tippe ich hier ab, weil ich mich für eine immens interessante Person halte.
Kann ich deshalb behaupten, weil mir in manchen Situationen das Gefühl fehlt, interpersonelle Feinheiten zu respektieren und diplomatisch zu behandeln.
Es gibt da einerseits die Photographie, das Studium, das ich gewählt hätte, wenn das funktionieren würde, wie die Sendung Sie wünschen - Wir spielen auf Radio Niederösterreich. Leider ist das auch ein bisschen so, denn ich vermute stark, dass dort auch nicht jeder Anrufer durchkommt.
Oder es ist, um eine passende Metapher zu finden, wie bei Martin Blumenau, der dir dann sagt, du hättest keinen Musikgeschmack und 'das spielt's nicht'
Weil ich ja damals auf die angewandte wollte, auch heute gibt es da noch diese Spezialeffekte (auf englisch klingt das viel besser) wenn ich den Namen dieser Lehranstalt hören, nämlich: engelsgleiche Chöre, vergleichbar mit dem Intro der ungeheuer beliebten Sendung The Simpsons aber, ob ich das heute noch möchte, weiß ich selbst nicht mehr so genau.
Wie Francoise (?) Cactus, die Sängerin von Stereo Total, in ihrem Lied Ich Weiss Nicht Mehr Genou sehr treffend ausdrückt. Minus der Liebesgeschichte.
Klarerweise drängt sich an dieser Stelle die Frage auf, ob es in Wien die Grundlagen, die Möglichkeiten gibt, die mir ermöglichen dorthin zu
kommen, wo ich hinmöchte.
An diesem Punkt muss ich auch klarstellen, dass ich zwar Blog-Einträge und Bulletins sehr schätze, aber wenn dann diese entweder rhetorischen oder auch nicht rhetorischen Fragen eingemengt werden, die eher auf ein Selbstgespräch oder eine gespaltene Persönlichkeit hinweisen, zucke ich immer zusammen und denke: Zu viel Information, viel zu intim, ne danke.
Daher folgt hier: Nur wo ist das eigentlich?
Eine Frage ans Glückskeks.
In London, Berlin, New York, St. Petersburg, Barcelona, Boston oder Tokyo?
Wäre doch gut mal für n Jahr irgendwo hinzugehen, einfach nur um weg zu sein, nen klaren Kopf zu bekommen u.ä. Allerdings brauche ich auch dort ne Beschäftigung, weil only play and no work make me a dull boy.
Hier kommt dann auch die PLUS MINUS LISTE ins Spiel.
Schlecht an der Photographie ist die Werbephotographie.
Weil Werbung = seine Seele zu verkaufen.
Wie gut ein Bild auch immer sein mag, beruht es auf einem Auftrag und dem damit einhergehenden Austausch von Geld.
Außerdem: Ist es mein Wunsch vor oder hinter der Kamera zu stehen?
Die Kunst desSchauspielens
ist, wage ich zu behaupten, doch eines meiner größten Talente. Der
Trick ist, ganz großes Geheimnis: Du brauchst die richtigen Augen.
Oder doch in die Regie, auf die Filmakademie, nach Hollywood, um vor einem Starbuck's entdeckt zu werden?
Die Stimme, die meine, ist ja nicht die schlechteste, kann ja auch nichts dafür. Fürs Radio sollte es doch noch reichen, bei fm4 haben sie auch keine Ahnung, dafür noch weniger Konzept. Deshalb mag ich die dort. Wortkotze ist mir auch selten schwer gefallen [Zitat: Girls Club]
Im Notfall werde ich Model,
behalte meine angeschlagene Seele und verkaufe dafür meinen Körper.
Oder hänge an mein Fenster ein Preisschild, dort wo ich e am liebsten
den ganzen Tag verbringe, wobei das einzige, das mich von dort weg
bewegt, die Musik ist - und prostituiere mich.
Die Literatur.
Journalismus, doch irgendwo in diese Kategorie einzuordnen, spricht mich vor allem in Form der Glosse
an. Weil man ungehemmt böse, sarkastisch und direkt sein kann, unter
dem Deckmantel des ... ja, warum eigentlich ist sowas gesellschaftlich anerkannt?
Echte Literatur. Wo?
Das einzige, wirklich einzige, Hindernis ist die Zeit. Ein Buch zu
schreiben braucht einfach zu viel Zeit, zu viel Geduld und zu viel
Konzentration auf eine Sache. Das entspricht nicht meinem Charakter.
In 25 Jahren werde ich dann eine gesammelte Bulletin-Kollektion der Jahre 2007 - 2010 veröffentlichen. Unter dem Titel: Jessica Fletcher is always the gardener. Gerda Rogers spricht. Gekürzte Fassung.
Und Beistriche, das zweite etwas kleinere Hindernis, aber Elfriede Jelinek verzichtet ebenfalls auf etwas, die Großschreibung.
Aber Lieder zu schreiben, das geht.
Auf jeden Fall geht es mir darum, etwas Neues zu machen.etwas
Einzigartiges; Weitere Definitionen sind auf Amanda Palmer's myspace Seite zu finden in ihrem Essay.
Die Musik.
War in meinem Leben immer wichtig.
Aber hauptsächlich der passive Vorgang sie zu hören, der doch im Grunde nicht unbedingt passiv sein musste.
Ungefähr das Tollste.
Musiktherapie hat auch etwas sehr Nettes an sich.
Aber ist nicht ganz das meine, weil ja das Herz dahinter sein sollte.
Voll und ganz.
Musik weint, blutet, liebt und stirbt nicht.
Egal, wie momentan sie sein mag.
Wenn. ne, sobald ich meinen ersten Plattenvertrag unterzeichnet habe, mit irgendeinem beschissenen Label, die nur an mein Geld, meine Seele und Sonstiges ran wollen, das obendrein auch noch Katy Perry vermarketet, höre ich auf zu rauchen.
Jawohl.
Und wie das alles zu schaffen ist:
Woran es bei mir ein bisschen mangelt ist die Skrupellosigkei..t, über Leichen zu gehen, dem besten Freund ein Messer in den Rücken zu jagen.
Möchte ich auch nicht haben, lernen, aber, für den Anfang oder für einen
gewissen Zeitraum bringt dich das am schnellsten weiter.
In allen diesen Bereichen ist die Aktualität ein sehr großer Faktor, das
ständige am Ball Bleiben, das im Auge behalten des Geschehens.
Auch Connections zu machen, Arschlöchern in den Arsch zu kriechen [...]
lässt sich nicht vermeiden. Egal wo. Auch wenn du noch so gut bist. Oder?
Zudem, mit
Mut ♥
Selbstvertrauen ♥
Überzeugung ♥
Ernsthafter Auseinandersetzung
Arbeit
Connections
Eigeninitiative
Selbstständigkeit
Ruhm
Enttäuschungen
Kunst in mehrfacher Bedeutung
Guten Menschen, die du auf deinem Weg kennen lernst und dem Gefühl der Welt einen Abdruck, ein Hello Kitty Tattoo nämlich auf
den Hinterkopf gedrückt zu haben, in Form eines Racheakts, nein, in
Form von Kitty.
Aber was passiert, wenn man sich in der Zwischenzeit verliebt?
Dann vergiss den ganzen Plan und werde glücklich.
Oder vergiss die Person und zieh dein Ding durch, so wie die Nippel durch die Lasche.
Weil, was bleibt, ohne der Liebe?
Die Welt.
Der ganze beschissene Rest der Welt.
oh i miss you horribly
i stay awake when i should sleep
mfg
t
Eventuelle Heiratsanträge nach Durchleben dieses Bulletins werden nicht toleriert.
Ich möchte nämlich nicht heiraten, nur die Möglichkeit haben, wen auch immer ich heiraten möchte, naja, zu heiraten.
Und
während ich das hier verfasst habe, warte ich darauf, dass mir
plötzlich die Eingebung in den Kopf schießt, was ich nun schlussendlich
machen sollte, wie ein Ziegelstein aus dem vierten Stock.
Wo sind die, wenn man sie braucht, so wie die Pianos und Tresore.
Danke fürs Zuhören.