Saturday, 3 July 2010

Bitter nötig.

'... aber es gibt noch viel zu tun' - Fick dich, liebe SPÖ.
Sage ich wenig elegant und wenig differenziert und meine es auch so.

Schöner fand ich da schon : Mein Körper ist nicht euer Absatzmarkt.
Aber ganz entsprechen die Aussagen der Soho trotzdem nicht der des 'Parteiprogramms'.

Habe heute wieder Körperteile zu Gesicht bekommen nach denen ich nie gefragt habe.
Was immer, freie Liebe und so, yeah.
Und sich im Grunde freuen, dass es zB keine Gegenveranstaltungen, bzw gewaltsame Übergriffe gegeben hat.
Eine Art Freak Show ist sie ja doch, die Parade; deshalb geht man leider auch hin, zum Teil.
Am liebsten sind mir persönlich die älteren Herrschaften, meist nur Zuschauer.
Klarerweise auch die netten Damen im besten Alter, die sich fragen, wo sie da wieder hineingeraten sind.

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Irgendwie hat sie für mich allerdings etwas verloren, weil sich doch nicht viel verändert über die Jahre.
Früher war alles größer, manchmal etwas erschreckend, eindrucksvoller.
Wahrscheinlich einer der Gründe, warum ich nicht erwachsen werden möchte.
Egal, ich versuche mich an den roten Faden zu klammern.
Denn : Bitter nötig, das ist sie zweiffellos, keine Frage.
Auch, als Erinnerung an die 80er, welche sicher keine schöne Zeit waren.
Vom Party-Charakter abzulenken und etwas mehr auf gesellschaftspolitische Probleme hinzuweisen, das gelingt den OrganisatorInnen immer noch nicht; soll und muss auch nicht (immer) sein, weil ein bisschen sich selbst feiern, das steht dir gut, und einmal im Jahr ist auch nicht so oft, außerdem, wie oft wird man denn schon 15 (...).
Der Hintergrund und an sich auch Auslöser, im gesamten, ist bis heute nicht schön.
Ein bisschen provokant ist sie sicher, zeigt eben auch viele Gesichter und blah und gut so.
- Das war ein ziemlich schwacher Absatz -
Mir war (und ist) schlicht und einfach zu heiß, um mir irgendetwas zu überlegen.
Ich muss aber anmerken, auch, wenn mich niemand danach fragt : Wenn Liebe schon so viele Gesichter hat
- Where has your love gone? It's not in your music, no.
Denn die Musik, die ist immer schlecht.
Es lebe das Clichée.

Was nichts mit hier folgendem Video zu tun hat.



I'm in a crowd and I'm still alone.
Später, nach einem zweistündigen Strandurlaub mit Nachos, war mir danach mein Herz rauszureißen und mir selbiges von jemandem sezieren zu lassen.
Wie Kaffeesatz, lesen zu lassen.
Gedanken und beinschwer, dann nach Hause, mich fragend, wie die Welt in einem Moment so bunt, im nächsten so grau und mit nichts als glänzenden Straßenbahnschienen versehen sein kann.
Wissen, dass du jeden haben kannst, den du willst.
Nur wen willst du schon?
Und, am wichtigsten, was sollen die Leute denken?
Hohe Ansprüche haben ist eine Sache.
Als Gesamtkunstwerk nicht mehr viel zu fühlen, eine andere.
Nach außen hin kühl und doch harmonisch zu wirken, de facto, leer, hohl sein.
Abgestumpft sein, immer nach etwas Neuem suchen, alles einmal ausprobieren, weil die Gegenwart schon Vergangenheit ist, was dich eben noch zur Weißglut gebracht sich schon in der Asche suhlt, was dir eben noch Freudentränen ins Gesicht getrieben hat schon im Fluss ertränkt wurde.
No one cares if your back is bleeding.

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I think I could last at least a week without someone to hold me.
Das schlimmste auf der Welt (note to myself: ich muss aufhören ständig Superlative zu verwenden) ist übrigens Routine. Nicht Sicherheit und/oder Rückhalt, das ist schön und gut, aber Routine, das will ich jetzt nicht haben und auch später nicht. Nie und nimmer.
Abenteuer!

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Am allerschlimmsten (Superlativ totalis) ist es glaube ich Interesse zu verlieren, an allem.
Das passiert mir nicht so schnell, also schon ziemlich schnell, aber nicht an allem, ne, ne.

Ganz ohne Block und Vorbehalt von meiner Seite geht es nicht, ein Gespräch, eine Freundschaft, eine Beziehung. Wenn ich so weit bin und wirklich feststellen kann, dass ich auch zu zweit alleine bleiben kann, ein bisschen du, ein bisschen ich, so wie zwischenmenschliche Beziehungen eben funktionieren; wenn ich die Angst vor mir selbst, die da sicher auch eine Rolle spielt als natürlichen Teil der Persönlichkeit akzeptiert habe, ja dann.

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i love how he looks like people imagine jesus to look like

Zum Profilieren möchte ich auch noch ein paar unbedachte Worte formulieren, nein niederschreiben, zum Niederknien (!)
Wenn ich mich positiv, erfolgreich profiliert habe - dann lasse ich nach, glaube ich aus Selbstbeobachtung (die leider nie akkurat, objektiv oder treffend sein kann, obwohl man doch so viel Zeit mit sich selbst verbringt) gelernt zu haben.
Deshalb müsste ich - um meine Motivation, meine Leistung, meinen natürlich vorhandenen Wunsch es allen recht zu machen, nicht mich anzubiedern, sondern Erwartungen zu erfüllen und der Welt unendliches Glück und Frieden zu bringen, zu bereiten - ständig hören, dass ich im Grunde nur Scheiße baue und alles der letzte Dreck ist, was ich so produziere, schreibe und oder in irgendeiner Form ins kritische Licht und vor die Augen der Öffentlichkeit stoße.
Fühl mich schwach und zeige Stärke.
Amen!
Ich bin religionslos.

Außer Kontrolle sind des Königs Banditen,
doch außer Kontrolle haben sie nichts zu bieten.
- Tag, Andreasgasse.

last and least : lucky me, soccer is of no interest to me.

mfg

just a fish in the atlantic

Credits : Brian Molko, Amanda Palmer, Adam Green, Neuschnee, Peaches.