Wo jahreszeitlich alles Staub schluckt.
Da war ich am Zentral spazieren und habe meine Familie besucht.
Die Schleife, wo die Bim im Kreis fahrt, das ist schon super mit diesen Blumenstandln.
Dazu irgendwann.
Dort ist Wien noch in Unordnung, wie es sich nicht gehört, wie es authentischer schon sein kann, mir das so aber am meisten zusagt.
Der Touristifizierung/Gentrifizierung der Kipferlbezirke stehe ich kritisch gegenüber wie ein Stachelschwein dem Luftballon, nur weniger fatal.

Der Fatalismus kommt nicht von meiner Seite.
Mors vitam non delet.
Jedenfalls alles sehr prägend; dehydriert und ohne Schuhe
Staub fressend. wie durch die Wüste wandern in Paris, Texas (nur halt fast mit der U erreichbar)
Ich mags dort, ruhig und beschaulich.
Vorstellen, wie schön Wien ohne Wiener wäre.
Und diese nicht nachahmliche Art, wie die Lady mit der zerdrückten etikettlosen grünen Flasche die ganze betonierte Fläche von links nach rechts geht, kurz verschwindet und zurück; auf die eine Art selbstvergessen.
Die Denkblase über ihrem Kopf, die natürlich im Kopfkino nicht vorgestellt werden soll, weil die das Ende der Ästhetik bedeuten würde, sagt immer nur Warum tu ich mir das an? Es tut ja sonst keine_r und in Wirklichkeit gefällt ihr das, diese Selbstaufopferung und dieser Moment der Ruhe und dann auch noch diese kleine gewohnte Anstrengung sich da hinüber zu schleppen, das Behältnis aufzufüllen und über die Plastikblumen neben den roten Plastikkerzen zu schütten, auf dass sie für immer blühen!
Einschub. das kann im Theater keine_r wobei ich das gar nicht beurteilen kann, denn dort gehe ich ja nie hin, weil ich das ja nicht mag, bekanntlich, alles Lüge, alles gelogen und alles Selbsthilfegruppe. Einschubende.
und der (und den Theatertreibenden genauso) gibt das ja auch irgendwo ein gutes Gefühl, obwohl niemandem damit etwas Gutes getan wird, viel mehr ist es für die Hinterbliebenen oder die für eine kurze Zeit noch Angehörigen
also niemandem etwas Gutes getan wird, indem sie da Plastikblumen gießt, außer ihr selbst und ihrem Selbstmehrwertgefühl, oder den Hinterbliebenen, oder den für eine kurze Zeit noch Angehörigen, die alle in riesengroßen Ratlosigkeiten, sich um sich selbst drehen und auf Kleinigkeiten, kleinkarierte Unbedeutsamkeiten sich versteifen, sich fragen, wo es denn besser wäre zu liegen auf der Couch oder dem Bett und sich gegenseitig auf die gepolsterten Schultern klopfen, Tränen trocknen, Augen auswischen.
Und sich schick zu machen und die scheinbare Normalität aufrechtzuerhalten, die gar nicht mehr scheinbar ist, nicht mehr zu halten, nicht tragbar ist und nach innen und außen schrecklich wie auch der Kaffee, der Kuchen und die Katze, die alle nichts dafür können,
benutzt, genutzt, gebraucht werden als Ablenkung, Beschäftigungstherapie für die anderen.
Und egal ist es ihnen nicht, nur mitbekommen tun sies auch nicht mehr, ob bewusst oder unbewusst wird das alles abgelehnt, umgestoßen, weggewischt,
ob da noch Entscheidungen getroffen werden
wenn es soweit ist, dass die Schläuche da und dort um den Körper gewickelt sind.
Sich auf den Kopf zu stellen, zu schütteln und zu drehen hilft da nichts, vielleicht ein paar Münzen, Knöpfe und schlecht gemachte Flugblättchen.
Sich die Frage zu stellen, was bei Option A, B, C und P das 'Beste' wäre, das heißt nicht das Gut Gemeinte und nicht das Beste Für Alle; nämlich das Erträglichste für sich selbst.
Zu entscheiden.
mfg
The Other Side of Life