Thursday, 10 January 2013

Boring things to moths.

Tear by tear, rip by rip.

Ich habe eine Kunst gemacht für eine Ausstellung, die mich gar nicht so stark interessiert hat. Sie hat einen fürchterlichen Titel, der gar nicht viel sagen möchte, und ansonsten hatte sie keine weiteren Ansprüche. Trotz allem werde ich darin vertreten sein mit einer Arbeit; der Platz ist da, die anderen haben auch welchen; manche, derer Dinge kenne ich schon und einige mag ich auch.
Diese Arbeit hat keinen Namen, weil sie mehrere Bilder ist und zwei Teile, die einen Rahmen bilden. Es gibt natürlich noch keine Repräsentation, abseits der Beschreibung, davon, die ich hierher abladen könnte.
Es ist da ein bisschen herumgegangen, um das Archiv, das mir bekanntlich ein großes Thema ist, ein Bereich aus Schubladen und Platten, die einem den Rücken freihalten sollen, wenn die Schreibmaschine explodiert. Das war kürzlich wieder der Fall, mir liegt ja wenig an der Technik, also sie fällt nicht gut auf mich zurück, brauchen kann ich sie schon, viel und oft. Es hatte weniger Funken und Rauch, als beim letztjährigen Absterben, dafür mehr Verluste und Unerklärungen.
Ich mache selten Versicherungen, wenn es um große Dinge geht, um wichtige; da, wo Menschen, die verantwortungsvoll und umsichtig handeln, Kopien an ihnen Nahestehende geben, damit diese sie aufbewahren. Ähnlich benimmt sich ja auch die menschliche Verhaltensweise, was Erzählungen betrifft. Ich möchte mich gerne weiterreichen und aufgeschrieben werden, ich gebe dir dafür meine Zeichnungen zurück, ist da vielleicht eine Richtlinie; dieses sich archivieren lassen wollen. Da wird auch selten die selbe Geschichte zwei Mal aufgedruckt; Tischmanieren haben.
Also, einer der besagten Teile ist aus Holz und war vermutlich für Dokumente, oder Dinge gedacht, die darin aufbewahrt werden sollten, damit sie nicht zu schaden kommen, aber trotzdem einfach wieder auffindbar sind, in einem System der Ordnung. Er, der Geteilte, besteht grundsätzlich aus 5 Stücken, die verschränkt sind und verleimt, an ihren Schnittstellen. Etwas Metallenes an der einen Seite lässt Beschriftungen auf kleinstem Papier, kleinstem Raum, hereingelegte, eine geschobene Partie, zu.
Der Zweitere trägt ganz viele Klebemittel in sich, die jeden seiner Bestände durch einen dünnen Film trennen, sowie sie gleichsam aneinander halten; keineswegs wie Paare, die ewig bestehen, aber nicht funktionieren, da ist der Film schon schlechter. Es sind Gehölze aus dem Abfall, den ich zu mir genommen habe, aus der Tonne, die neben der Säge steht. Jemand hat mich angesehen, durch eine dicke Schutzbrille, als ich nach den passenden, mir zusprechenden Maßnahmen gesucht habe, die dem Format eine Unterlage geben könnten. Das Gros dieser oft gequaderten Abfallspäne sitzt dieser Tage auf einer Schachtel, die schon sehr alt ist, sodass ihr schwarz an ungezählten Stellen weniger schwarz ist, als der Humor, den ich manchmal brauche, um mich von meinen Gefühlen abzutrennen. Sie hat auf einem riesigen Stapel von Buchhaltungen auf mich gewartet, hatte früher einmal Werkzeuge in sich getragen, eine Art von blauem Samt mit Unterteilungen und Umverteilungen.
Zusammengeführt durch die Windungen zweier Schrauben sind sie das Rückteil und auch der Grund für die Bilder. Also ein Auswählen aus der Sammlung. Die Sammlung, deren größte Teile mittlerweile in Bruch gegangen sind, in die Luft!
Es gibt sie zu sehen, sie haben wenige Farben, aber diejenigen, sichtbaren, die sind schön anzusehen. Ich versuche wieder möglichst viele Ecken auszumalen von dem Bild, die Felder abzudecken.
Alles hat sich gefunden.