Sunday, 23 February 2014

Vielleicht Gepäck

Der Bus ist ein bisschen dunkel, draußen ist es ziemlich kalt, und die Luft riecht nach dem Inneren von Koffern, wenn ich darüber nachdenke.
In meinem Inneren sitzt schon wieder ein Kater mir in den Knochen und maunzt, 
wahrscheinlich bis spät abends.
Ich muss wieder in das Wien zurück, weil mir das Geld ausgegangen ist und die Zeit vielleicht ein wenig, die nicht still steht an dem anderen Ort, an dem ich gerade nicht bin. Kriege beginnen, Langzeitbeziehungen zerbrechen an unüberbrückbaren Problemen. 
Die Sprache ist eine Brücke, eine Wand, eine Barriere und eine Krücke.















Das muss ich mir immer wieder sagen, das mit der Zeit und dem Stillstand, wo es doch gleich sich weit weg anfühlt und an Wahrheitsgehalt verliert.
Beim Nachrichten Lesen von Plätzen, die mir nah sind, andere, die mir vorstellbar sind, beim Nachrichten Lesen von Menschen, die mir vorgestellt wurden und andere, die ich mir vorstelle.

Städte sehen gleich aus. 
Manche mehr wie Blöcke, manche mehr wie graue Altbauten, die so viel Verkehrsgase auf sich gesammelt haben, dass ihnen der Verputz herunter gefallen ist, wie eine Laus von der Leber. Nackte Ziegel. 
(Gloomy. Głowny. Mein Polnisch ist richtig schlecht.) 
Ästhetiken des Prekariats; Mac Computer, Regale aus geklautem Baustellenzubehör;
Zu den Themen, um die es immer geht, habe ich Bücher gekauft. In irgendeiner Hoffnung. 
Eines ist queer, das andere ist prekär, das dritte ist populär. 
Es war tatsächlich eine Forschungsreise.
Gegessen habe ich auch viel und gut.
So.

The Living Room

I know the most amazing people. 
Es hat sich mein 17. wiederholt; Zuerst haben wir wenig geschlafen, dann haben wir uns umgezogen, Kleidung, Dinge und Ort, hinüber, hinauf. 
Über Dächer
geschaut. 
Die Bücherorte haben wir besucht, manche habe ich auch dort gelassen, wo sie prominent jetzt aufliegen. 
Es gab Tee mit Rum und Luken im Boden, Menschen, die in Kästen verschwinden; Ein Sofa
vor Wien. Über die Häuser sich hauen.
Ein Genre in der Musik, das bestimmt einen Namen hat. 
Das hat einen Schalter in meinem Kopf umgelegt, umgedreht. 
Es gibt bekannte Dinge
es gibt unbekannte 
und dazwischen
Für mich haben sie gewonnen in der Kategorie:
best outfit
best stage design
best overall performance
holding the attention of the audience
and it was not a contest. even

Lacken, Pfützen. 
Ein Vorderhof, Büsche, ein bisschen Licht, schalldichte Türen. 
Es hat etwas gemacht, es war etwas, das meinem Geisteszustand geähnelt hat
Und diese fantastischen Menschen, bei denen kann ich mich darauf verlassen, dass sie mich in einen Lebensraum bringen, den ich gerne als mein Wohnzimmer habe. 
Es war Ausland für mich.  
Ein unerwarteter, exklusiver Ort, eine Geheimgesellschaft (wie http://youtu.be/RHpSTYn6nyg daher kommt das)
zwischen nahe und fern war es ganz nahe

but you somehow understood
my oversaturated skin
you raised your hand up to my neck
and played me like a theremin

Die Finger waren so schnell auf dem Saxophon, die Luft, die Lungen.
Das ist der Weg nach draußen.
(Nach: perfection isn't real.)
Eben so eine Art 'Grad von Perfektion' erreicht zu haben, dass nur noch 'das' Abstrakte interessiert.
Plötzlich löst das etwas in mir aus, löst das in mir etwas; Ich war wie verkorkter Wein, verkorkster und dann bin ich ganz frei geschwommen, die Post nicht mehr in der Flasche; keine Schale, kein zurück halten.
Gefühle; wann habe ich die? (I can do it without the dope.)
Das emotionale hang-over hatte mich komplett überrumpelt. 
Das graue Sakko und das nasse Handtuch, wie ein Waschlappen auf die Trommel. Präzision, Alter, Übung. 
(hitting a bucket with a stick)
Alles war mit Absicht manchmal Absicht und manchmal nicht und deshalb so gut, gut, gut.
Körperbewusstsein, body awareness. Wie sich alle anderen auch ein kleines Stück nach vor beugen in Erwartung; sich die Beine nicht vertreten, nicht ausstrecken, sich spiegeln, sich entgegenwirken, das neben sich fühlen. 

Aneinander krachen, nebeneinander herlaufen, mit jemandem gehen, bei jemandem sein, ganz bei jemandem sein, auf jemandes Seite sein, an jemandes Seite sein.

Es hat begonnen mit einer Bewegung der linken Hand, den Arm gehoben, ein Wink.
Die Lüftung war nämlich noch an, das hintergründige Dröhnen in den metallenen Quadratröhren. Ich war daran gelehnt, im Sitzen, auf der Treppe. 
Sag das mal mit deinem Körper (Die Lüftung ist zu laut, sie stört, bitte sie abzudrehen, das hätte schon passieren sollen, davor.) in einer Geste. 
Auf dem Boden der Bühne liegt eine Schuheinlage auf welcher der Fuß, der Stachel, vom Cello nicht ruht, rutscht, ab und auf, ab und an. 
take me to places
the one way out
the living room
Es war ein Tag im Jahr, den ich gerne ignoriere, wo ich mitunter unfassbar bin. 
Es war vermutlich das Beste, wohin es mich verschlagen konnte. 
Vielleicht sind es diese konstruierten Situationen, die mich am besten fühlen machen.
Bedingungen; diesmal fremdbestimmte, die mit meinen überein gekommen sind. 
Da. 

Es relativiert sich, das Städtebild, in der Nacht sind sie alle Katzen. 
Das Rattenrennen, Transit und Fluktuation, geflügelte Ratten (sich wiederholende Bilder)
Konzentration von Aufmerksamkeit, Politik von 
Zeiten und Ressourcen auf manche Nenner bringen, mit Prioritäten jonglieren.
Gefühle, die Interessen machen, bilden. 
Mehr in etwas hineinstecken ---
Die Geste des Hineinsteckens, das kommt vom Jelinek lesen. 
Wie immer; Wo eine derartig hohe Anzahl von Menschen ständig ankommt und wieder verschwindet, wird das Leben im Moment und das Chancen, die sich bieten, Wahrnehmen, noch viel wichtiger.
Das Commitment, das sich einander verantworten verfliegt zusehends, 
ich habe da auch bisschen dabei zugesehen. Fliegend, mich herausnehmend. 
Es ist seltsam wie mir manche soziale Umgangsformen so grundlegend und unersetzlich erscheinen. 
Da bin ich vielleicht wieder naiver und vertrauensseeliger als großstädtisch geprägtere Menschen.
Es ist mir nichts passiert, nichts Schlimmes, noch weniger. 
Ich habe aus Beobachtung gelernt. 
Ängste verstehen vor dem alleine sein, vor dem alleine gelassen werden, vor dem sitzen gelassen Werden; sich verbinden, Verbände. 
Nicht nur eine Angst vor dem sich Öffnen, sich bloss stellen;

Vor der Tür weg geschickt werden (das passiert dir vielleicht öfter; soziale Selektion)
Und in Relation einmal lesen von denen, die vor der Grenze ertrinken, das passiert dir nur einmal; soziale Selektion. 
Da habe ich nicht mehr die Kurve gekriegt.

Themen gewechselt; Reifen.
So viel Druck, wie auf andere wirken. Codes von Kleidung, veganer Kuchen, DJs und Architektur. Müde werden.
Aufwachen, ausgehen und im Dunkeln tappen; Laute Musik, die du in jeder Faser deines Körpers spürst. Dich spüren wollen. 

Ich komme vom Hundertsten ins Tausendste. 
Die beiden Wörter sind besonders gut, sie sind beide wie ein Gebirge, wenn ich sie anschaue. Ein Gebirge auf dem Hunde, Wasser und Tauben sind, und das Tosen von Wasserfällen, das Gesäusel, die Undinen. 
Das ewige Rauschen in der Sprache, das ich immer noch nicht in seiner Vollständigkeit gelesen habe. Gehört vielleicht schon, überliefert, übertragen, eingeschrieben bekommen. Gehört sich so. 
Was die letzten Wochen passiert ist, das ist schwer zu fassen. Talfahrten und Hochschaubahnen. 

Alles hängt miteinander zusammen, sowieso. Sogar buchstäblich. Auf der Rückseite des Papiers, auf dem Liedtext und Akkorde standen, noch einmal die Ausstellungsüberlegungen aufgeschrieben. Und die leeren ersten Seiten aus dem Buch gerissen und beschrieben; also Beschreibungen. 

Am Ende durchfahre ich das metropolitäre Gebiet zwischen Bratislava und Wien, darin leben sicher so 3 Millionen Menschen.
Die meisten von denen kenne ich nicht.
Nothing ever lasts forever. 
Genug Soviet Kitsch;
die Raffiniere in Schwechat und die Wissenschaftsfiktion wie die sie ausschaut.

Nach zu vielen Stunden in einem geschlossenen Fahrzeug mit den selben Stimmen, den gleichen Leuten, dem Rücken, der aussteigen möchte, sich lösen aus dem Körper; ich brauche das noch.

In ganz kurzen Intervallen bin ich ziemlich oft weitergezogen.
Einmal Non-Stop Zahnpasta, dort, was ich immer frequentiere. Magic.  
Enten, Schwäne; Sauerkraut, Bier und Sonne
Prag, am Flussufer, es ging sich nicht einmal der Hermelin aus. 
Diese roten und schwarzen Haribo Himbeeren, respektive Brombeeren, im Gehen. 
Ja, die Theaterbar. Sie war ein bisschen befüllter als beim letzten Besuch. Früher war sie noch farbloser, was sie mir am schönsten gemacht hat. Getränke, Ginger. 
Die Elfriede hasst das Wort schön auch. Ich nicht, eigentlich. Lese sie wieder ein bisschen an, das Widerliche macht mich weiter rollen mit den Augen nach unten.

Ich habe ein Konzert gespielt, aber gar nicht alleine.
Es hat schon Publikum gegeben, auch Eisbären. 
Eine Palme, Wimpel, Neon und ein Zelt.
Konstruierte Situationen. 
Ich habe darüber geredet in einem Berliner Wohnzimmer. 
Auf Englisch, weil alle anderen, die gespielt und gesungen haben Dänisch waren in der Sprache. 
Als Intro 
True Love Will Find You In The End (Daniel Johnston)
auf der Ukulele 
Auf einem Teppich, der durch die halbe Stadt getragen werden musste, manche nennen ihn Perser.
The setlist was a very reduced one. It was a pre-show, middle-show.
I realized that my voice was shaky, at times. 
So, I decided to talk away my nervousness. I told people about an exposition, that was happening two weeks before. In a big hall. And there, inside, we built a tent, creating a safe space. Und die Menschen, die da waren, die ich nicht Publikum nennen will, da gab es gleichermaßen Stille und Zuhören; *to belong. #theoriginoflove
One more circle, taking these really happy pop songs and turn them into really sad piano ballads (drawing from the capital, that pop culture offers, the range of coverage, the vogue, a simple and wonderful method).
Then I played Starships (Nicki Minaj) on a real instrument. It sounded loud to my ears, the keys felt substantial and real. You could see the strings with the boards of the piano dismantled. 
Finished off with a request: Yolo (Tom Rosenthal) which I, when announcing it, called more upbeat. 
The morale of the song isn't such a happy one, though, still slightly anticapitalist, in my reading.

Am Sonntag musste ich die Fortsetzung der Tour dann absagen, weil ich so eine Party Queen bin.
What did you do last night?
Oh, I went out so late, now I'm so tired. 
Dabei war es gar nicht so spät, höchstens 10.
In meiner Ein-Personen-Band gab es sozusagen interne Differenzen, mein Magen hat das auch gesagt zu meinen Stimmbändern.
Anyway, Do It With A Rockstar


Ich habe ein Konzert gespielt, aber bei weitem noch weniger alleine.
Bei dem, was ich mache, geht es am Rande wahrscheinlich um Musik.
Es hatte mehrere Akte, die aufgetreten sind; erschienen.
Eine Stimme, eine von denen, die problemlos Gläser zum Zerspringen bringen könnte.
Sofern sie das wollte.
Einer, der seinen Bogen wie eine Säge verwendet hat. Und wahrscheinlich eine intime Beziehung hat zu seinem Cello, so intim, dass er es verwendet wie andere einen Gebrauchsgegenstand; würden.
Eine Trombone. (language)
Und ein verträumter Blick mit Blue Jeans.
Die Achtsamkeit, der Respekt, das behutsame Jetzt-Nicht-Einmal-Kauen-Wollen-Weil-Es-Ist-Zu-Laut und die Avocadopflanze in der Küche, die trotz Kahlschlag überlebt hat.
Sich sichere Orte bauen; Bezüge.

Der Moment kam:
Actually, we're in a band. 
Nur, nachdem wir in drei verschiedenen Ländern gelebt haben für mindestens eine Schwangerschaft, da ist es schwierig wieder zu einander zu finden. Ein Teil ist die Stiegen hinuntergefallen und geht sie langsam wieder nach oben, Schritt für Schritt, behutsam, ein anderer versucht eine Bar aufzumachen und probierte gleichzeitig unterschiedliche Wege aus, um wieder anzukommen, sich fest zu machen. Daran ist er natürlich gescheitert, (don't tie me down, 'cause I'd never stay)
und noch ein Teil macht Musik, die fröhlicher ist als früher, weniger apokalyptisch, kenternd, in der Mitte zerbrechende Kreuzfahrtschiffe. Alle Menschen in seinem Leben, die am Ende schlecht für ihn waren, kannte er über mich. Das wurde am Telefon so besprochen.
Das ist deine Geschichte und nicht meine. Ich habe kein Recht sie zu verwenden, sie an mich zu reißen, deshalb streife ich sie nur und hoffe, dass  das keine Fahrer (Fahrer) macht. 
Es tut mir Leid, weil es früher auch Leid gemacht hat. 

In jedem Bus sollte es diese digitale Zeitanzeige geben mit roten Ziffern, aus höchstens 7 Strichelementen, die verrät, wann die Bombe hoch geht. 
In der Ferne steht zum wiederholten Male eine beleuchtete Burg im Nebel. Ein Einkaufszentrum, es sagt Billa, ein weiteres Baumax, IKEA und es hat grünes Neon, spiegelnde Glasfassaden. 
Lastwagen; Container.
Ich war zu einem Shooting gebucht, ich bin zu einem Behältnis geworden. In meiner Jackentasche trage ich ein Dia, das vor '89 geschossen wurde und mir zum Abschied zugesteckt wurde. Es ist ein Fenster von einem Plattenbau, der gerade erst im Entstehen ist. Sonne, die durch das Betonquadrat scheint.
Social Design
Ein paar Tage mit einem verheirateten Paar leben; die alles doppelt haben, Weingläser zum Beispiel. Und geregelte Schlafenszeiten, die zu einem stabilen Lebensrhythmus dazugehören wie fristgerecht gemachte Steuererklärungen. Nicht, dass ich mit solchen Dingen in Kontakt gekommen wäre, jemals. 

When I was younger, I used to break hearts all the time, including my own.
What starts out like a bad teenage poem, a bad teenager or a bad poem, I could not decide, goes on like a bad teenage poem, ends up a bad teenage poem. 

Ich bin wieder im Westen. Westen als Konstruktion. Nicht wild. 
Wie Kamillentee. 
So viele Dinge wurden gesagt, wie wir über die Pflastersteine gelaufen sind.
Was machst du heute? Und 
Das Reisen, ich liebe das schon. Es ist anstrengend, ermüdend, kostspielig, zuweilen sogar dreckig und ich schlafe noch weniger, aber darum geht es auch. 
Ich nehme das auf mich, auf meinen Rücken, auf meine Schultern, über die Gebühren!
Um die Hüfte. 
So tun als würde man in der selben Stadt leben zur selben Zeit und als gäbe es kaum etwas aufzuholen.
Einfach mal auf einen Kaffee gehen.

Wie das eher passiert, genauso die Sache mit der Intonation und dem Annehmen von Ausdrücken. (Kaffee)
Aus Sympathie; manche Male wohl aus Berechnung, Höflichkeit. 
Eine Übergabe, von Hand zu Hand, Hand in Hand, Hand in den Mund, Faust. 
Die Zeilen sind Linien, Streifen, schwarz und weiß. 
Sich im selben Raum befinden und Gewohnheiten voneinander adoptieren, stehlen, imitieren, kopieren. 
Ich nehme Bilder von Pflanzen (transplants), weil diese vielleicht weniger inhärente Bedeutung in sich imprägniert haben;
Mehr noch, von verlassenen Orten, Rückstande, Zurückgebliebenes von sozialer Interaktion.
Statt Schwanentretbooten, ein Schwanenkarussell.
Vergnügungsparks im Winter; Wochenendmärkte am Mittwoch.
Übers Fotografieren geredet.
Mehrere Vorsätze, mehrere Übungen.
Ich werde mich hinsetzen. Gedämpftes Licht. Blumen gießen. Stille trinken. Mir meine Schale wieder zusammen bauen, 
Ich habe mit mehreren Menschen das Bett geteilt, es war ganz seltsam alleine drei Decken zu haben, die eine Nacht.
Wo wache ich morgen auf
Und, vergangene Tage, in ein riesiges Zimmer zurückzukommen, mit den Pflanzen.
Der Oleander hatte inzwischen ur viel ausgetrieben.