Tuesday, 7 October 2014

Ich glaube ich kann mich zerteilen (1)

ich glaube ich kann auch zerbrechen.
Nicht an meiner Geschichte   zweifeln, nicht zu viel
und ziemlich nah dran sein an meiner eigenen Wahrheit.

Nämlich auf unterschiedliche und unterschiedlich viele Menschen
mich zerteilen, verteilen, vierteilen, vierteln, Viertel, Gebiete und Tätigkeitsbereiche
Wir können Linien ziehen, das ist meine Hälfte und das ist deine. Die Länge, die Kante des Tisches weiterziehen hinein in den Raum und darüber hinaus darf ich nicht treten.

Nämlich auf unterschiedliche und unterschiedlich viele Menschen
(bauen, vertrauen)
nicht treten, auf deren Schuhspitzen.
Diese Menschen sind keine Inseln, keine halben
und im Versuch Brücken zu schlagen zwischen ihnen zwischen die Spalten fallen
und in den Zwischenräumen zwischen denen mich verlieren
sich abholen, sich holen
Schrammen und Schrunden
Schorf und Schrapnell 
Waffen
stillstand

Bei jedem Schritt, den man macht, das Gefühl haben jemandem auf die Füße zu treten
man wäre hier gerne genderneutral, möchte anonym sein (weil du nicht passt).

Ich kann mich in etwas verrennen
und ich kann auch während dem Laufen fallen.
Einmal im Kreis herum wirbeln,
jemandem ins Ohr singen,
blaue Flecken,
ich möchte etwas Sinnvolles aus meinem Leben machen (für mich)
und das ist Musik, zum Beispiel, und immer noch lange Gespräche haben so wie mit 16 schon.

Etwas für dich übrig haben und für mich und für noch wen
Ich möchte nicht drum rum kommen wollen aus mir raus zu gehen. Im Situationen konstruieren geht es ja auch viel, eben, um Situationen, die für dich gut sind, dir das Gefühl geben dir etwas zu geben
und anderen.

Was es bedeutet etwas wirklich zu machen
wirklich zu wollen
wirklich dahinter zu stehen und darauf
und auf
zu
stehen, niemand schaut auf
einander, wirklich, und ich hätte gerne, dass Menschen auf einander schauen und weniger aufeinander einschlagen, auf die eine andere und auf die zweite andere Bedeutung.
Das will ich machen. Und das bedeutet nicht nur, wenn jemand zum Bus läuft auf den Knopf zu drücken, der die Tür öffnet. Den Mensch, der schon am Boden liegt, nicht auch noch zu treten.

Wenn wenige, aber mehrere Menschen eine Utopie gemeinsam haben, sie teilen,
die gesalzene Suppe, diese, dem ungeachtet ausgelöffelt wird,
sich diese Menschen aber zerwerfen, Zerwürfnisse haben und Steinwürfe voneinander sich entfernen, stirbt diese Utopie, geht sie ein wie eine Pflanze, die zu viel gegossen wird und zu wenig.
Sie geht ein, eine Nähe mit dem Boden aus dem sie gekommen ist.
Die Utopie war ja nie eine gemeinsame, sie war wahrscheinlich eine
Annäherung an eine gemeinsame. Alle haben Vorstellungen davon, alle davon sind anders.
Und die Wege, die sich pflasternd ihr annähern.
Das soll mir nicht den Mut nehmen. Und den anderen auch nicht.

Die Fenster von der Nationalbank haben Gitter, sie sind wie Zähne, spitze, von einem Maul.

Ich will lieber die kleinen Lieben, hier jemanden kennen und dort, und dafür auch richtig und echt und wirklich. Die einzige, wahre und eine durch die Käsereibe drücken und auf dem mehlstaubigen Pizzarand zergehen lassen.

Menschen stehen vor Türen und ziehen an Stangen mit blauen Lichtern am Ende,
die leuchten, wenn sie einatmen. An einer Hand ist eine Leine am anderen Ende ein Hund.
Es ist dunkel und ich im Bus. Es ist meistens dunkel, wen ich vor der Tür bin.
Ich möchte Vitamine nehmen.