Tuesday, 28 December 2010

Deux Mille et Plus

Der nicht einmal von mir erwartete Jahresrückblick.

Those who danced were thought to be quite insane by those who could not hear the music.
-- Angela Monet

Ich begebe mich in nie da gewesene Tiefen, zwischen verstopften Abflüssen, Algen und XXY und Q-Chromosomen wühle ich im Urschlamm der letzten 363 Tage.
Auch Dank dieser riesigen Datensammlung, die ich hier angehäuft und wahrscheinlich somit Google meine Seele überschrieben habe, kann ich mich an Ereignisse erinnern, die meinem gegenwärtigen Geist bereits komplett entschlüpft wären.
Daher rührt auch die an sich nicht vorhandene Gliederung, die der Schönheit dieser Postkarte ebenbürtig ist.

Silvesterfeuerwerk (Petra Röder)  - lizenzfrei (royalty free)

Woher nehme ich mir die Freiheit (siehe die Freiheit der Arroganz) über Gott und die Welt zu urteilen? Zu Gott komme ich später noch, keine Sorge.
Nicht zu Gott (und dem Glauben), nein, Gott/die Kirche/die dogmatische Religion.
ICH WEISS ES NICHT; irgendjemand muss mich aufhalten.
Ich möchte hier den Papst; nein Papa Roach translationstechnisch bemühen:

Ich gebe auf
Ich weiß ich war ein Angeber
Du kannst sie haben, diese Schuld dieses Elend, dass ich so gut trage
Ich wehe meine Flagge, Ich lass den Alarm erklingen
Irgendjemand muss mich aufhalten bevor ich Leid anrichte

Ich mag Papa Roach persönlich nicht, persönlich auf mich bezogen und nicht auf seine Person mit der ich das Vergnügen noch nicht hatte und höchstwahrscheinlich nie haben werde, was ich nicht zutiefst bedauere.
Und die Pillen, die ich aß kamen ein paar Jahre zu spät.

Angefangen hat dieses Jahr so:
Wenn man früher von der Arbeit geht, um zur Uni zu gehen, früher von der Uni geht, um zur Probe zu gehen, früher von der Probe weg möchte, weil es dann noch neben Orangen Auspressen, Tierimitationen, Keksen und einer Runde Applaus ein wenig Älter werden gab;
dann habe ich das genau so frei gewählt. oder.

'Augenringe gehören dazu. Wer von uns schläft denn schon?'

Das hat sich dann aber sehr stark gebessert, vor allem in der zweiten Jahreshälfte hat glaube ich Merkur Saturn gerammt und ihm seine Weintrauben geklaut, was sich durchwegs positiv auf mein Befinden ausgewirkt hat.

Rein subjektiv und von der Warte der ersten wirklichen Zeile aus gesehen, wird wahrscheinlich späterzeilig größtenteils Geklautes (found footage, die ich mir aneigne) oder Copy Paste Material verwendet.
Spätestens ab diesen Punkten:
Quelle - Google Bildersuche, die mich auf Wikipedia verweist.

Datei:McBurney-Punkt.jpg

Ähnliches Beispiel :



Dann gäbe es noch den hier.


Sex, which does not necessarily sell.

Wikipedia macht mir unterdessen Konkurrenz.
http://de.wikipedia.org/wiki/2010
Ich kontere mit einem Wahnsinnsargument, das noch niemand schlagen konnte.

Nach Studieren des Best Of Böse bin ich selbsternannter Bachelor des Bösen in Mindeststudienzeit.

und außerdem


!

Auffallend nett fand ich dieses Jahr die Beschreibung - wie ging das?
Stefan Petzner Dunkelhäutiger Mann schläft in Solarium.

Ich bin wahrhaftig einer jener welcher, die dieses kleine Glanzblättchen lesen und aufheben, um eines Tages ein vierstöckiges Haus mit alten Zeitungen und Magazinen zu füllen; Verweis auf The Collyer Brothers.
Großartige Jungens.

[collyer+death+chair.jpg]

Ich liebe übrigens amerikanische Berichterstattung, die Folgendes schreibt.
"This storm simply didn't play fair," über irgendeinen Sturm, der hunderttausende Milliarden an Schaden und an Stunden Wartezeit verursacht hat.
Ich appelliere hier an die niederen Instinkte, die alles Amerikanische grundsätzlich als minderwertig einstufen und ablehnen. Jetzt, ma ehrlich, Wer würde schon, ganz besonders plakative Fragestellung, bei McDonald's essen?

Nachdem diese letzten Absätze gut und gerne übersprungen/gelöscht hätten werden können,
gibt es nun die wichtigsten Ereignisse zusammengefasst.
Wichtig ist schließlich das, was die Medien für uns als wichtig und relevant befinden.
Zuerst gab es da dieses
Erdbeben in Haiti;
diese schlimmste Ölkatastrophe überhaupt (BP - we fill up your golf as well!)
Und kein Ereignis mehr, wie immer diese Jahre des Fußpilzes, oder anderer unliebsamer Dinge wie "Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung"; eine offensichtlich fehlgeschlagene Betitelung.
Mein neuer Lieblingspilz ist die Schleiereule (Cortinarius praestans), Pilz des Jahres.

Chappaquiddick ist der Name einer Insel, irgendwo an der Küste der Vereinigten Staaten, wo jenes liebliche Geschöpf von Senator Edward Kenney anscheinend überfahren wurde?
Mary Jo Kopechne

Ausnahmefälle in Skalen der Schrecklichkeit sind ja Schicksalsberichte und interviewte Einzelpersonen, die dann in einem Satz (möglichst auch noch falsch oder frei erfunden; und mit von der Redaktion geänderten Namen) zitiert werden:
"I thought it was a bomb," Fowler said. "We don't need all that excitement at our age."

MEIN SCHICKSALSBERICHT

Der Schicksalsbericht eines jungen Mannes, der seine Kindheit im totalitären System der Sekte verbrachte und sich vom Psychoterror befreien konnte.

Kirchenaustritte: Kardinal macht es spannend

Ich kann nicht umhin, derartige (untenstehende) Berichterstattungen freuen mein ungläubiges Herz
siehe auch: Ungläubiger Thomas (Apostel).

Der Vergleich mit der Nazi-Zeit; den verstehe ich als brisant, könnte man diesen doch auch so auslegen, dass die gesellschaftliche Stimmung wieder so weit entrückt und fatal ist, wie damals, bzw. aus der Kirche Austretende gleichzusetzen sind mit NationalsozialistInnen, nicht wahr, lieber Herr Kardinal?

Kardinal Christoph Schönborn gibt erst nach dem Dreikönigstag die Austrittszahlen in der katholischen Kirche bekannt. Ein Rekord wird erwartet. Zuletzt hatte er die Austrittswelle mit jener in der Nazi-Zeit verglichen.
Die in diesem Jahr bekannt gewordenen Missbrauchsfälle innerhalb der Kirche dürften zu einem Rekord an Kirchenflüchtigen geführt haben. Voraussichtlich am 11. Jänner sollen die vorläufigen Eckdaten für das vergangene Jahr veröffentlicht werden, hieß es nun aus der Erzdiözese Wien.
Für dieses Jahr rechnete Schönborn mit bis zu 80.000 Austritten. Kommentieren wird er die Entwicklung bei einer Pressekonferenz am Tag der Veröffentlichung.


Anderes Highlight
+ Einmal, da war ich d'accord mit der Kronenzeitung; nämlich in Bezug aufs Rauchverbot.

Soll es möglich sein, hier beginne ich mit meinem persönlichen Ranking.

Unzählige (immer noch viel zu wenig zahlreiche) Auslandsaufenthalte, die mich schließlich kaum mal ein Monat im Lande haben verweilen lassen.
Eine gut gefüllte Jahrestagüberspringungsaktion in Prag mit Hermelin, eine Frühjahrsputzumzugsverzögerungsaktion durch Paris, Marseille mit Möwen und die westlichen Berge, eine Oldtimertour zum Lago di Como über die Schweizer Seen mit einem blinden Hund, eine sobald-die-arbeit-passée-ist-bin-ich-weg-aktion durch halb Europa über Warschau und Berlin nach Helsinki und die Welt ist nicht genug, Barcelona und einem aufdringlichen Doktor, un petit peu de Lyon auf der Couch und ein Mini-Rockstar-Break nach London in die Stables, künstlicher Berlinaufenhalt in Galerien und Plattenbauten, der tschechisches Bier und schwarze Schafe hinter sich hergezogen hat.
Weil zu Hause, gibt es nie so viel zu sehen, nie so viel input, nie so viel zu erleben wie outside.
Silvester, da bin ich glaube ich auch nicht so gerne da.

Photobucket

Nicht zu vergessen, Lady Gaga, die erst dieses Jahr so richtig ihre Wirkung auf diese kleine alpenländische Republik entfalten konnte.
Wie auch immer,
ich mag das. wirklich.
Auch noch den letzten Rest von sich selbst zu verkaufen.
Und das mit einer solchen Selbstverständlichkeit, einer unverbindlichen eigenen Linie.

Es gab auch Ausstellungen; ganz klein im Schikaneder, wo anfangs alles sehr dunkel war, ich außerdem etwas spät dran war, weil etwas betrunken.

davor der Rundgang
, der keine Party mehr sein darf [Schön ist er, dieser Bruchteil der Oberfläche der Wiener Untergrundkunst. An mich selbst vergebe ich 3 von 5 Sterne. Was nichts bedeutet, denn Kunst lässt sich nicht mit Maßstäben messen, bewerten. Im Endeffekt lief es diesmal auf eine Selbstdarstellung hinaus, die sich größtenteils erst durch Rückmeldungen und Reaktionen auf die Arbeit an sich, entstanden ist.
Eine Selbstausstellung und ein Selbstverstecken. Krawall um nichts, Zuschauer, denen nur Leere geboten wird, Motten, die kein Licht umkreisen. Ich glaube, dass sie nicht photographierbar war, meine Bühne.];

die Brotkunsthallensache.
Meine lieben Gäste, es freute mich ehrlich, dass ihr gestern (mittlerweile nicht mehr) alle da wart. Ich hätte gerne mit jeder und jedem einzelnen mehr Zeit verbracht und den Tourist Guide besser vorbereitet gespielt, mit einem bunten regenbogenfarbenen Schirm statt einem Plastikbecher, der kurz darauf auch Teil meiner Arbeit wurde.
Bei etwaigen Rückfragen stehe ich zur Verfügung.


Eine Menge Musik, mehr und mehr Konzerte, mind-blowing one im Aera, ein fertig gestelltes Album, das nur noch darauf warten würde, das es in den 80ern aufgenommen wurde, wo die Musikindustrie noch funktioniert hat.
thee waren also im Studio und haben unter anderem eine 15 min Nummer aufgenommen, die wahrscheinlich entzweit, beinahe eine Trilogie, und jedenfalls instrumentalisiert als Epos die Menschheit, zumindest jene, die noch Gefühle haben und nicht innerlich tot sind, zu Tränen zu rühren wird.
Zu hören gibt es all das und noch viel mehr.
Dasselbe gilt auch (ohne dem audiotechnischen Teil) für das Art Work des Albums, das mir irgendwann einmal wie eine Sternschnuppe auf den Kopf gefallen und somit gelungen ist.
Ich schätze die Aufnahmen als hochwertig ein, habe allerdings noch nicht den notwendigen Abstand gefunden, um sie nicht vollkommen subjektiv und befangen zu beurteilen.
Zumindest in der oberen Hälfte von völlig unzufrieden, da stehe ich.
Nicht unbedingt 'professionell' aber von einer Profession in dem Sinne lässt sich sowieso nicht sprechen.
Enstanden in einem relativ natürlichen Lebensraum mit Biotop, Büffelgras und Leichen im Keller in einer Ortschaft, wo es nur McDonalds und Burger King gibt.

Aera fucking slayed.
Wir sind eine einzige Orgie.
Spielerisch wahrscheinlich total zum vergessen,
gefühlsmäßig wahnsinnig gut.
In einem heruntergekommenen Bordell/Swinger Club würden wir wahrscheinlich am besten funktionieren; würde ziemlich abgehen. Schließlich sind wir purer Sex.
Habe ich mal in einem Interview mit dem Rolling Stone so gesagt (laughs).

Ein sehr schöner Moment war derjenige, als uns zum 8. Mal gesagt wurde, dass wir jetzt aufhören müssten, weil wir andernfalls hochkant rausgeworfen würden.
Ich zum Besitzer der Lokalität gelaufen/getorkelt bin und ihn fragte, ob wir noch ein weiteres Lied spielen dürften, worauf die prompte Antwort erfolgte : ja.
Zitat : Das hat bisher noch niemand geschafft, den zu überreden!

Stimmungsvoll, schön waren die Lampions.
Irgendwo hatte das ganze nämlich eine bizarre Art von Plan in sich.

Mit ein bisschen Kulissen, mit dem Mannequin, dem Berliner Hauptact, den ich persönlich total schlecht fand, no offence intended, in my honest opinion und vor allem dem Leopardenvorhang im Backstage-Raum.
Diese Plastikblumen!

Dass ich mich entkleidet habe hatte wenig exhibitionistischen Hintergrund, vielmehr war es die unerträgliche Temperatur, die mich zu dieser Spontaneinlage animiert hatte, Igitt.

Tontechnik war wie immer Kacke, aber immerhin hätte es der Luxemburger gerne besser gemacht.
Mein besonderer Dank geht diesmal an alle.
Die meine unvorhersehbaren Launen und Stimmungstiefs vor und nach Konzerten, wenn schon nicht respektieren, zumindest ertragen.
An unsere Geigerin magnifique, unsere Ansage, unsere Photographin, die uns außerdem ein wunderschönes Geschenk in Buchform gemacht hat.
An zweiIIständer, die ich echt gut fand, gar nicht wusste, dass die auch so politisch können und mit denen wir uns beim nächsten gemeinsamen Auftritt ein wenig vernichten werden.
Die Kulissendruckerei, die mir nur einen von zwei Drucken verrechnet, als Draufgabe noch weiße Handschuhe und so eine riesige Rolle dazugegeben hat.
Diejenigen ohne die einfach nichts möglich wäre, so wie Süpersexy Supergroupies, die ich nicht unerwähnt lassen möchte!
Es hat fast alles so ähnlich funktioniert, wie beabsichtigt.
Wir sind unsere eigene unkategorisierbare Sub-Sub-Unter-aller-Sau-Untergrund-Kultur.
Umgeben von einer Wolke Rauch und einer Menge Schall, meistens zu viel von beidem.

Bilanz, bisher: 7 vergessene Kleidungsstücke. Ich habe die Ehre diese abzuholen; falls also jemanden noch etwas einfällt, das sie/er gerne wieder haben würde, Meldung an mich.
For one, Concert is a vague term.
thee are more or less an experience, appearance on stage;
a circus outlining the end of the world,
dancing very close to the edge,
a travesty of a theater,
a travesty of a mockery of a sham of a mockery of a travesty of two mockeries of a sham;
a performance and a small death
of a little heart, which is a break.
I'd love to see you, again.



Best Rock Star Experience LINZFEST, BABY

All Rumours Are True!

Rock Star Factor : 10
Rock Star Location : 1
Rock Star Behavior : 10
Rock Star Fashion : 9
Rock Star Bottles of Wine : ?
ergibt eine Gesamtzahl von 30 + ?

The What Rock Star Are You? Test told me I scored 38 points and was an impersonification, no, better still, Jim Morrison reborn.

Ich liebe solche Kurzaufenthalte.
Du gibst es der Stadt einfach voll, bist am nächsten Tag wieder weg und kommst vielleicht nie wieder.
'Ich hasse Linz.'
Geil wars.

Ob es mir besser gefallen hat in dieser kleinen wunderbaren Wohnung zu sein, oder ins Schwimmbad nebenan einzubrechen, kann ich nicht sagen.
So etwas würde ich übrigens nie tun.
Genausowenig mir die Kleider vom Leib reißen und in der Linzer Altstadt mit einer eigensinnigen Abwandlung von Ausdruckstanz anfangen.
Gruselig war es ab dem Zeitpunkt, wo das 15 andere Menschen auch gemacht haben und sich teilweise dafür bedankt haben, weil das so befreiend war.
Mich jemand getroffen hat den ich eigentlich schon ewig lange kenne und der mich gefragt hat, was ich hier eigentlich mache.
Und ich gesagt habe 'Keine Ahnung' und einfach fortgefahren im Prozess des 'es einfach machen und nicht nachdenken'.
Aber das war eigentlich schon ziemlich spät -
trotzdem noch vor einer besonderen Taxifahrt.
"Entschuldigen, Herr Taxi Driver," - "Bitte schnell stehen bleiben!"

Dazwischen bin ich auch mal über Bonaparte gestolpert.
'Hast du die Flasche jetzt alleine ausgetrunken?'
'Nein, du hast auch einen Schluck genommen!'
Schon gut, aber letztes mal fand ich sie um einiges besser.
Und dann ging die Sonne unter.

Oder so.

Es gab auch eine Amanda Experience!
Siehe unter anderem: Put that in your fucking commercial!
oder in beinahe jedem Blog, den ich so schreibe.

Und was macht der Weihnachtsmann jetzt?
Der hat ein Nagelstudio.
In der Hölle.

Schlussstrich : Bewusstseinsverändere Drogen und Substanzen in jeder Form sollten für mich verboten werden. Ganz im speziellen die in Österreich legalisierten.
Ich werde außerdem daran arbeiten meine verschrobene Vorstellung von Kommunkation in Geschenke zu verpacken und diese nochmals in braues, grobes Papier zu wickeln - ab damit auf den Mond.
Bevor ich Zeit habe diese Wortbrühe nochmals zu lesen, gehe ich noch mal schlafen.

mfg

Schlusslicht und Endlicht:

Der ehemalige Fußball-Star Ronaldo hat sich sterilisieren lassen. Wie der 34-Jährige vermeldet, hat er die "Kinderfabrik geschlossen". Mit drei verschiedenen Frauen hat er bereits vier Kinder. Nun soll Schluss sein mit der Nachwuchsproduktion. Dabei hatten die Fans auf viele kleine Ronaldos gehofft.