Tuesday, 10 April 2012

Mischtechnik

Wenn es ganz still ist, höre ich die Besoffenen aus dem Lokal unter uns reden,
de facto lallen.
Statt eines Ausblicks habe ich jetzt Kunststofffolie, weiße. Sie macht ganz schön was her. Ich hoffe, dass sie nach ein paar Wochen in den Great Pacific Garbage Patch wandert, dort, wo das Ende vieler Dinge zu Hause ist, und nicht ich.

Letztens bin ich durch die Innere Stadt gewandert, wo es kalt war, weil es in der Nacht war. Dann hat da jemand hinter verschlossenen Türen Someone Like You von Adele gesungen, Karaoke.

Ich möchte über die Anhänglichkeit und die Abhängigkeit, die Dépendance und das Commitment schreiben. Die Dépendance, die Zweigstelle, ist dort, wo sich ein Ast teilt und in zwei Richtungen wächst. Das wäre mal halbwegs leicht abzuhandeln.
Das Commitment zu einer Sache ist im deutschen wahrscheinlich am ehesten nicht zu übersetzen. Selbstverpflichtung klingt ein wenig zu viel wie Ausbeutung, was sie vielleicht auch ist, wiederum, im zweiten und engeren Sinne, altruistisch und selbstorganisiert. Manchmal ist es gut einen Schritt zurückzutreten und zu sehen, was dann passiert. Wenn die Dinge ihren Lauf nehmen. Leider nehmen sie selten die Beine in die Hand. So sterben sie hin und wieder in den Kinderschuhen, von denen wundersam welke Blüten und Blätter abfallen. Hin und wieder, nicht.
Die Abhängigkeit, wovon es abhängt, ob ich den Schritt in diesem, anderen Falle nicht zurück, sondern nach vorne mache, lässt sich festmachen, verorten an meiner Angst vor Zurückweisung, der Nichtliebe, und der Bindungangst, einem Übermaß an Liebe.
Die Anhänglichkeit ist das, was ich am liebsten von mir stoße.

Später wird es dann Zeit werden sich wieder ins bunte Treiben zu mischen.

mfg

take and keep