Ich hatte schon wieder Gefühle, für ein paar Momente.
Eigentlich bin ich zu müde, um das zu beschreiben, was gestern war.
Es liegt mir leider an, ist mir ein Anliegen, liegt mir am
Herzen.
Ich bin allein ins Kino, das eigentlich eine Bar ist, weil es hier kein Kinos gibt. Trotzdem hat es einen Saal mit gepolsterten, dunkelgrünen Sesseln und eine Leinwand und erfüllt eigentlich alle Kriterien für mich, ein solches zu sein, wo es auch damals eins war, das trägt da noch mehr auf; zu diesem Erscheinungsbild, Schminke.
Es hat da jedenfalls einen Film gegeben, genau genommen zwei an der Zahl. Sie waren beide wunderschön, das sei voraus geschickt. Angekündigt war nur einer und gekostet hat es auch nichts, das Betreten des Raums, das eingelassen werden. Beim Beginn der zweiten Projektion dann, da habe ich plötzlich bemerkt, dass ich den schon mal gesehen hatte. In Wien.
Da ist mein altes Leben wie eine gefüllte Hundefutterschüssel auf mich draufgefallen, hat sich mir ins Gesicht übergeben. Teilweise war er als Draufgabe auch noch deutsch. Und die Medien, speziell diejenigen, welche Bild und Ton verbinden, die ich hier konsumiere sind das nicht. Die haben entweder gar keine Sprache, oder sie ist eine andere.
Also kam mir das noch näher.
Für mich weiß ich, dass ich mir derzeit nicht vorstellen kann einen Kinofilm zu machen. Da halte ich es ähnlich wie mit der Architektur. Das sind Monumente, sich Denkmäler bauen und nicht vergessen werden wollen; lieber bin ich im Moment flüchtig und verflossen, oder eingeäschert in meinem Ableben.
Vielleicht nehme ich diese Rolle an, in Italien im April, wo ich einen jungen Menschen spielen soll, der Musik macht und sich gerne in der Nähe von Weltmeeren aufhält. Vielleicht war ich auch zu lange unentschieden.
Tatsächlich ging es dann gar nicht so sehr um mein altes Leben. Es ging darum, dass ich üblicherweise leugne, dass ich zu Emotionen fähig bin, diese die allermeiste Zeit eigentlich unter einer Schicht, einer Art von Wachs oder Kunststoff konserviert liegen, und relativ selten hervor brodeln. Sie sind dann wie Lava auf dem Kunststoff und riechen entsprechend angeschwärzt.
Und ich kann es nicht einmal auf den Punkt bringen, welche Momente das waren. Möglich, der, wo er gesagt hat, dass die Beziehung zu Ende ist, ja, tatsächlich und das aber mit Sicherheit nicht der einzige Grund ist, für das Tief. Und, dass dieser Punkt, dieser geschlossene Strich, eher ein Katalysator sein kann für Überlegungen; was anderweitig schief läuft und ausrinnt. Aber das war eigentlich zu rationalisiert. Eher die, wo die Musik, die - das trifft zu - zu viel war, eingesetzt hat und das Denken ausgesetzt hat.
Ich habe auch versucht ihnen das zu sagen, den beiden, die das gedreht haben und gewendet, das Material, das bilderne; beschlossen mit ihnen Freunde zu werden.
Ich habe auch versucht ihnen das zu sagen, den beiden, die das gedreht haben und gewendet, das Material, das bilderne; beschlossen mit ihnen Freunde zu werden.
Für die nächste Nacht und den nächsten Tag bin ich auf einem Landgut in der portugiesischen Provinz, in welcher auch sonst, und helfe bei der Weinernte. Davon habe ich eine bizarr romantische Vorstellung.
Ich finde es eigenartig ein Liebesleben zu haben. Das würde ich manchmal lieber den anderen lassen, die von sich glauben, sie würden so etwas verstehen.
mfg
no, i'm not.