Thursday, 24 September 2015

Die Lebensfreude kam mir förmlich aus den Augen gequollen.

Ich gehe wieder am Abend spazieren, diesmal ist es in Wien, wieder. Wien ist, was viele Dinge betrifft, ungeeignet.
Auch mit dem vielen Wind
ist es viel leichter in Wien wenig Luft zu bekommen, viel schwerer in Wien viel Luft zu bekommen
Es handelt sich hierbei um keine Wien Wien Situation.
Die engen Gassen, die kleinen Straßen, die Wände vor dem Kopf.
Ich kann zwei gespaltene Gefühle abrufen. Von Geborgenheit oder von Eingeschränktheit, Limitation.

Im Vorbei Laufen wird ersichtlich, wer wem hinterherschaut; das dient nicht der Reproduktion. Ich sitze auf der Parkbank.
Ist es schon dunkel genug. Spucken. Es ekelt mich vor deren Stimmen, deren Jeans Hosen, deren Kurzhaarfrisuren, deren Körperhaltung, deren Art zu sprechen, deren Melodie, die ich nicht bereit bin mit zu singen, im Kanon oder im Trio nicht. Das Geräusch, ein Blick
All die einsamen Menschen, wo die alle her kommen.

Wie es nicht die Kehle zuschnürt, die Kehle wenig, mehr die Wirbelsäule hinauf bis hinter die Augen, ich lokalisiere.

Lasst mich doch dort hängen, wo ich bleibe. Eure Räume sind andere, sind größere, sind breitere, sind solche, die legalisierter sind, weniger stigmatisiert und bevor es zu konkret wird, weiter
Jeder Schritt, jede Seite, jede Draufsicht. Ich wusste bis vor kurzem eben davon nichts, zum Beispiel.
Wiewohl ich es ständig passiere, wiewohl es hinter aller Rücken permanent stattfindet. Was man nicht erwartet, was man nicht sehen will, womit man nicht rechnet, was man nicht verstehen kann. Wenn man weiß nach welchen glitches ich Ausschau halten muss. Abweichungen. Auffälligkeiten, Aufweichungen und, wann ein Ort und wann ein Ort
Annäherung und Anbahnung, Runden drehen und Land gewinnen. Einen Satz gewinnen, Risiken und Nebenwirkungen, die du eingehst, das Schlimmste, das passieren könnte
Und was ist das Beste

Abwägen, abschätzen, abschätzig, abschüssig, anmaßend. Welche Orte für wen funktionieren, für wen geeignet sind, von wem angeeignet werden, die ohne Kontrolle, die außer Kontrolle, die meinen Interessen, die meinigen
Wer da Teil nimmt, wer da im Weg steht, wer da Wege bereitet, wer da Pfade trampelt, von Wegen

Wird es noch dunkler als das
Ich möchte solche Texte schreiben können wie sie, wie Anne Clarke, so nah dran am eigenen Geschehen, am Geschehen im Metropolen, dem Verstädtischem. Man eilt, man wirkt als würde man ein Ziel haben, man hat ein Ziel, man gehört zu denen, die nicht so ganz dazugehören, man ähnelt sich darin, abgesehen davon ähnelt man sich nicht. Es erschwert sich mir zusehends eine Situation nicht permanent abzuklopfen, durch zu thematisieren, durchzukopfen
Kann es nicht mehr mit ansehen, nur zu zu sehen oder sehe eben geradewegs mehr zu, genauer hin
Sehe zu, dass ich mich wegrationalisiere mit dem Verstand, es wurde geschrieben, dass solche entfernt werden, oder besser, als Garnierung am Tellerrand bleiben dürfen solange sie hübsch aussehen. Es ist eine triste Stimmung, Grund
Grundeln, diese Fische, deren Augen auf eine Seite wandern, Flundern? So tief am Boden, dass es mir genauso ergeht, mich Ähnliches erwandert, ich grüble, grundle