Tuesday, 12 January 2010

Eaten Alive

Unter den letzten Gästen, bei halber Beleuchtung und Sesseln, die schon auf den Tischen gestanden haben.
we're back.
Denn, gestern Abend hätte man mich in der Villa angetroffen.
Wenn man gewollt hätte, ganz recht, unserem alten Wohnzimmer.
Und es war genau so, wie es sich für die Villa gehört.
Sogar inklusive Liedwunsch.
Da gab's kein sentimentales "Weißt du noch, damals?" - obwohl, bei genauerer Überlegung gab es eigentlich hunderte solcher Geschichten -
vor allem aber war da ein unvergessliches Hier und Jetzt.

Äußerst einprägsam war auch die Begegnung bei der Würstelbude auf der Hilfer - wo ich schon einmal nach einem Abend wie kein anderer um halb 8 nach dem Weggehen gefrühstückt habe.
Jedenfalls stand dort ein sich offensichtlich unter Einfluss von illegalen Drogen befindlicher Typ; hielt den Lautsprecher - einen von zweien, welche die Würstelbude mit wunderschöner Musik versorgten (Das Geht Ab Wir Feiern die Ganze Nacht) in der einen Hand und deckte mit der anderen immer wieder den Lautsprecher ab,was eigentlich kaum etwas an der Lautstärke änderte; gegen den Takt, gegen den Strich.
Herrlich. Während die Freundin von dem anderen, einem Wiener, wie er immer wieder betonte, der nur noch 1,50 für a Bier gebraucht hätte, die ganze Zeit torkelnd über die Kreuzung lief mit den Worten "Schatziii, Schatziii!"
So funktioniert Wien.

Mein heutiger Titel bezieht sich in keinster Weise auf
Eaten Alive (1977)








Obwohl, bei genauerer Betrachtung, der Film sicher irrsinnig sehenswert ist.
Im Speziellen spricht mich diese Lady bei 2:03 "Carolyn Jones" besonders an.

In Wahrheit geht es mir darum, dass Theresa alleine in einem weißen rechteckigen Raum sitzt, schon recht lange, in der einen Hand ein Weinglas, das schon fast vollständig auf dem Boden entleert ist, sich aber noch lose zwischen ihren Fingerspitzen hält, auf der anderen Seite der Inhalt eines ehemals gefüllten Aschenbechers.
Und dort eigentlich verhungert ist.
Weil sie sich immer gefragt hat, was ihr eigentlich fehlt.
Und dann während ihres Überlegens übersehen hat, dass ihr schließlich doch die Kalorien gefehlt haben.
Merci, Josip.

Werde mich nun daran machen die Bibliothek in Ordnung zu bringen.
Und Termine in meinen Kalender eintragen, die ich dann wahrnehmen könnte, wenn andere ausfallen.

mfg

i google you

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