Tuesday, 1 May 2012

Vom Fühlen

Der Mai, der ist ja ein Monat, wo der erste Tag rot ist, nicht nur im Kalender. Geschichtlich ist der so aufgeladen wie eine Batterie oder deren Nordpole. Ich hatte da große Bedenken unpolitisch zu sein, für mindestens einen Tag. Nur, unpolitisch sein, das kann ich gar nicht.
Immerhin und wieder, befinde ich mich in einem Umfeld, das mich beflügelt und welches ich befiedere. Wo vielleicht manchmal auch Raps angebaut wird, im Feld. Um.
Also bestehe ich, nur für das Bild in der Sprache hier angenommen, weiter verarbeitet aus Öl. Somit bestehe ich, weiter im Bild, auf gewisse Feinheiten. Und verstehe ich gewisse Grobheiten als Feuer, auf das ich gegossen werde.
Ich bin dann über die Bedenken drüber gefahren wie über eine tote Kröte, die vertrocknet von Vorhergehenden überfahren auf der Straße liegt. Diesen Makel habe ich mir schlussfolgernd aufs Haupt geklebt, dann in Papier gerollt und angezündet; die Zweige waren mit Sicherheit nicht Lorbeer.
Statt also zu agieren, zu agitieren, habe ich die Stadt verlassen und mit Zeitgenießenden das Wasser besucht, wo alle den Grund sehen konnten unter der Oberfläche. Mich ein wenig geekelt vor den Pflanzen, die vom Grund herauf böse sind. Die Bäume wachsen dort langsamer als die Biber
mit ihren Zähnen diese zahlreich zu Fall bringen.
Deshalb müssen sie mit Kleidern aus Metall angezogen werden wie Magneten; Netze zu Fischen. Sie haben es beide nicht anders gelernt, so auch ich. Wenn dann das Feuer übergreift, vor lauter geiferndem Öl, auf das Dickicht und das Unterholz, mag ich von den Schattierungen der Röte nicht mehr schreiben.
Lieber vom Fühlen und vom schwarzen Kaffee, der mich durchbrennt;
Kein Glühen, kein Funken.
Ich sehe, dass der Himmel sich spiegelt.
Ich würde mich gerne an etwas applizieren, ich möchte an etwas hängen, das festgeschraubt ist.
Ich sehe, dass, wenn keine Würde bleibt - dann bleibt auch nichts anderes. Dann gibt es keine Kriterien und keine Kritik, dann gibt es keine Anhaltspunkte mehr.
Dann ist die Vorstellung dahin, die Geschichte, welche ich mir erzähle von mir selbst, obsolet. Vom Menschen, von der Würde.

mfg


I fell for the promise of a life with a purpose.