Sunday, 12 August 2012

Inhalt und Form

Ich bin schleißig geworden, beim revidieren.
Vielleicht auch müde.

Der pechfarbene Kaffee passt wunderbar in die schneeweiße Tasse.
Er ist bitter und schwarz wie das Leben
Manche Sachen, so wie Soziogramme oder das Innenleben eines Kopfes lassen sich dreidimensional nicht darstellen, repräsentieren. Sie stoßen an Grenzen.

Da konnte ich mich noch so viel vorbereiten.
Gut, dass ich mich schon so weit in die Wege geleitet hatte.
Denn, das Nest, das ich mir gebaut habe, welches ich in diesem Moment und dieser Zeiteinheit mit größter Sorgfalt wieder zerlege in seine Einzelteile, das war mir zu bequem, zu eng und zu klein geworden. Erst, als ich im Begriff war es zu verlassen und andere Landstriche zu beschmutzen, hatte es   unversehens stark eingebüßt an seiner Unliebsamkeit. 
Wahrscheinlich sollte ich einfach mehr österreichische Zeitung lesen. 

Ein paar Tage später war ich auf einer wunderbaren Feier.
Es hat Zahnstocher mit Weintrauben und Käse gegeben.
Geteilte popkulturelle Geschichte und ein Pool, das mit Naturwasser befüllt war.

Dann habe ich im wunderbaren Café Jelinek eine Person getroffen, die war dort, wo ich hin gehe und hat mir ein bisschen mehr von der Unsicherheit weggenommen. Sie hat dort eine wunderschöne Wohnung, die ich gerne beziehen würde. Aber dann wäre ich vielleicht allein.

mfg

ttt