Das schwarze unter den Fingernägeln
ist jetzt auch schon von hier und nicht mehr aus Wien.
Einmal mehr muss ich in der nächsten Woche meine Angst vor dem festgedrückten Wort überwinden, es auf dem Papier hinterlassen, in eine kleine Kiste stopfen und zurück an den Nabel der Welt schicken, damit es feil geboten werden kann.
In einem Buch, so eines, welches ich auch gerne mal als Arbeit gemacht hätte, es heißt Photographs Not Taken, habe ich ein paar Zeilen gefunden, sie gehen so:
You don't like the word "then". When you read you scribble little null sets over all the thens, embarrassed at how simple the formulas are for describing time passing. But as the sun comes down below the slab of sky, gilding all you can see, you realize you've been saving all your thens for now.
Dieses Wort des Zeitvergängnisses ist ein Instrument, auf dessen einer Taste ich gerne und vielleicht zu oft spiele. Das Klavier vermisse ich im Übrigen schon ein wenig.
Der Sonnenbrand hat sich in so genannte tan lines umverwandelt. Es hat einmal einen australischen Film gegeben, der hat diesen Titel getragen, wahrscheinlich gibt es ihn noch immer. Der war ein bisschen sonderbar.

Dieses Still ist bis jetzt mein Stück gesichtete Lieblingskunst gewesen. Es hatte Müll und Wind und Blätter, die geflogen sind.

Diese stoffbedruckte Lady hat unter ihrem Ballkleid einen Motor mit Rädern. Sie fährt beständig gegen die Grenzen, die ihr gesetzt wurden, wie ein Bildschirmschoner. Ich habe sie persönlich getroffen.
Der andere, in Serralves, der immer alles mit schwarzem Edding beschmiert, der ist auch in Ordnung, nach meinem Empfinden.
Außerdem habe ich mein erstes portugiesisches Buch erworben. In der Handlung, in der ich beinahe gefragt hätte, ob sie auch postkoloniale Theorie hätten, wenn ich die wollte. Davor war ich im kontemporären Kunstmuseum, es ist wunderschön und unheimlich beruhigend; so down to earth im Sinne von geerdet fühle ich mich sonst nur auf Friedhöfen. Daneben gibt es ein Haus, das ist fast lachsfarben, so auch der klein geriebene Schotter auf den Wegen, die zu ihm führen und zum Teehaus. Dort habe ich überteuerten Kaffee getrunken, der auch gar nicht so unglaublich gut war wie sonst.
In der Papelaria habe ich es geschafft einen ganzen Einkauf auf portugiesisch zu absolvieren. Es muss bedauerlich und grauenhaft geklungen haben. Trotz allem habe ich bekommen, was ich wollte. Später beim Arbeiten habe ich bemerkt, dass ich besser gleich mehr genommen hätte vom Nützlichen und weniger vom Schönen.
Langsam liebe ich es hier ein bisschen.
Erst vor kurzem habe ich entdeckt, dass es auch einen Balkon gibt, dort wurde dann Fisch gegrillt, alle hier tun das und manche zünden dabei das Haus an, und über die Nachbarin mit dem Dackel gelästert. Überall hier sind kleine Winkel versteckt und Gadgets eingebaut, die das Leben einfacher und schwerer machen, je nachdem wie das Wissen mit dem Machen verbunden wird.
Ich schätze Häuser, verehre sie ein bisschen, die Geschichten haben und die hat es hier nicht zu knapp.
Rituale und makabre Tänze
Womit ich nicht aufhören kann ist, an den Strand zu gehen. Warum auch.
ist jetzt auch schon von hier und nicht mehr aus Wien.
Einmal mehr muss ich in der nächsten Woche meine Angst vor dem festgedrückten Wort überwinden, es auf dem Papier hinterlassen, in eine kleine Kiste stopfen und zurück an den Nabel der Welt schicken, damit es feil geboten werden kann.
In einem Buch, so eines, welches ich auch gerne mal als Arbeit gemacht hätte, es heißt Photographs Not Taken, habe ich ein paar Zeilen gefunden, sie gehen so:
You don't like the word "then". When you read you scribble little null sets over all the thens, embarrassed at how simple the formulas are for describing time passing. But as the sun comes down below the slab of sky, gilding all you can see, you realize you've been saving all your thens for now.
Dieses Wort des Zeitvergängnisses ist ein Instrument, auf dessen einer Taste ich gerne und vielleicht zu oft spiele. Das Klavier vermisse ich im Übrigen schon ein wenig.
Der Sonnenbrand hat sich in so genannte tan lines umverwandelt. Es hat einmal einen australischen Film gegeben, der hat diesen Titel getragen, wahrscheinlich gibt es ihn noch immer. Der war ein bisschen sonderbar.

Dieses Still ist bis jetzt mein Stück gesichtete Lieblingskunst gewesen. Es hatte Müll und Wind und Blätter, die geflogen sind.
Diese stoffbedruckte Lady hat unter ihrem Ballkleid einen Motor mit Rädern. Sie fährt beständig gegen die Grenzen, die ihr gesetzt wurden, wie ein Bildschirmschoner. Ich habe sie persönlich getroffen.
Der andere, in Serralves, der immer alles mit schwarzem Edding beschmiert, der ist auch in Ordnung, nach meinem Empfinden.
Außerdem habe ich mein erstes portugiesisches Buch erworben. In der Handlung, in der ich beinahe gefragt hätte, ob sie auch postkoloniale Theorie hätten, wenn ich die wollte. Davor war ich im kontemporären Kunstmuseum, es ist wunderschön und unheimlich beruhigend; so down to earth im Sinne von geerdet fühle ich mich sonst nur auf Friedhöfen. Daneben gibt es ein Haus, das ist fast lachsfarben, so auch der klein geriebene Schotter auf den Wegen, die zu ihm führen und zum Teehaus. Dort habe ich überteuerten Kaffee getrunken, der auch gar nicht so unglaublich gut war wie sonst.
In der Papelaria habe ich es geschafft einen ganzen Einkauf auf portugiesisch zu absolvieren. Es muss bedauerlich und grauenhaft geklungen haben. Trotz allem habe ich bekommen, was ich wollte. Später beim Arbeiten habe ich bemerkt, dass ich besser gleich mehr genommen hätte vom Nützlichen und weniger vom Schönen.
Langsam liebe ich es hier ein bisschen.
Erst vor kurzem habe ich entdeckt, dass es auch einen Balkon gibt, dort wurde dann Fisch gegrillt, alle hier tun das und manche zünden dabei das Haus an, und über die Nachbarin mit dem Dackel gelästert. Überall hier sind kleine Winkel versteckt und Gadgets eingebaut, die das Leben einfacher und schwerer machen, je nachdem wie das Wissen mit dem Machen verbunden wird.
Ich schätze Häuser, verehre sie ein bisschen, die Geschichten haben und die hat es hier nicht zu knapp.
Rituale und makabre Tänze
Womit ich nicht aufhören kann ist, an den Strand zu gehen. Warum auch.
Dort sitze ich dann mit meiner Ukulele und spiele mit ihr, werfe ihr Stöckchen oder kraule sie zwischen den Ohren. Als Plättchen habe ich manchmal die Vazka benutzt, das sind tschechische Zigarettenpapiere, auf denen eine Libelle abgebildet ist, meine Lieben, die Drachenfliegen.
mfg
scenic world