Sunday, 11 March 2018

Eigentlich, sich erinnern

Es gab einen Moment, wo du einen ganz kurzen Absatz vorgelesen hast und alle ganz andächtig gelauscht und zugehört haben. Ich war mir inzwischen sicher, was deine Pronomina sind und der ganze Abend verlief insgesamt ziemlich angenehm. Du bist mittig gesessen und so haben sich dir die anderen zugewandt. Den Mittelteil von diesem Vortrag hab ich verpasst, aber der Anfang und das Ende haben großartig geklungen. Und, irgendwie, den ganzen Inhalt mitzubekommen, das wäre nur die Draufgabe gewesen auf die Szene, die sich vor meinen Augen abgespielt hat. Es klang so wie jemand, die geübt ist darin zu lesen und vor Menschen und es gewohnt ist in dieser Lage und in dieser Zunge

Es gab einen anderen Moment in der kleinen Küche mit den großen Fenstern auf meinem Lieblingshocker, wo wir über die Sprachen geredet haben und die Wörter. Und du plötzlich herausrückst mit deinen Gedanken über das Wort 'record' und dessen Etymologie und, dass es im Kern, der Kern das Herz ist. Und, dass sich nicht der Kopf erinnert, sondern das Herz. Und mir fallen in dem Augenblick die Abfolgen von Wörtern in den Kopf wie große Steine vom
Und die Schuppen von den
und das Einzige, was ich beitragen kann Kleines, das sind reflexive Verben und vielleicht den Weltrekord in sich etwas zu Herzen nehmen. Und die Wortfolgen jemandem wie etwa dir etwas ans Herz legen, das hat sich mir ans Herz gelegt und all diese Wortfolgen hat es gleich heraus geschüttet. Ich bin geschüttelt und gerührt.