Sunday, 13 November 2011

Flure und Felder

Als ich versucht habe meinen Ruf zu versteigern, musste ich verständlicherweise davor nach Wegen suchen, wie sich der zuallererst dingfest machen ließe.
Festgenagelt an einem schwarzen Brett, war er unglaublich unruhig und hat mich nicht schlafen lassen. Wie ein zweiter Schatten wollte er sich wieder an meine Fersen heften.
Und, mal ehrlich, ich bin zu alt, um mich zu verstellen.

Es macht wirklich mehr Spaß etwas selbst zu entdecken, das Machen einer Erfahrung für sich beanspruchen zu dürfen, als mit der Nase draufgestoßen zu werden, der Fingerzeig, den will ich gar nicht in die Nähe meiner Lippen lassen. Supergut ist daher, dass sich manche Gedankengänge in einem Raum treffen.
Vergiss den genius, hier kommt der, der noch so vieles zu lernen hat.
Der Vilém, in einer Sache, bin ich schon versucht ihm zuzustimmen.

Stellt man die Frage so, dann gibt es für das Entziffern keine befriedigende Lösung. Man geriete in ein bodenloses Unterfangen, denn jede eben entzifferte Ebene würde sogleich eine noch zu entziffernde bloßlegen. Jedes Symbol ist nur die Spitze des Eisberegs im Ozean des kulturellen Konsensus, und hätte man eine einzige Botschaft bis auf den Grund entziffert - die gesamte Kultur mit all ihrer Geschichte und Gegenwart läge zutage. So "radikal" getrieben, würde sich die Kritik an jeder einzelnen Botschaft als Kulturkritik schlechthin erweisen.

Und das will doch keine_r, oder?

Nebenbei bemerkt, ich habe auch eine Band.
Nicht alleine.
Die heißt thee.
Und in den nächsten 10 Tagen wird es die 2 mal zu sehen geben.

Das Wort Flure erweckt in mir ganz tolle Assoziationen, toll wie in Tollkirsche.
Nämlich einen Korridor, dessen Boden einen grünen Boden hat, der aussieht wie der Filz eines Spieltisches, vielleicht eine Nuance heller, und so dunkelbraune (es muss wohl Eiche sein, aber mit Lack gestrichen) Türrahmen und Vertäfelungen bis 1,40 m Raumhöhe.

Sie sei die letzte Form der Revolution, die uns noch bleibt.

mfg

Plakativ