Was mich an dieser Art des Schreibens --- einer der unzähligen Aspekte ---
Rückwärts und umformuliert, was mich so daran fesselt, ist wohl die Übermittlung, die möglich ist.
Übermittlung, nicht im herkömmlich Sprachgebrauch, angewandt.
Gemeint ist die Geschwindigkeit, die Leichtigkeit, der Hauch von Nichts.
Vielleicht ist das auch eine Decodierungs-Schablone für mein Schreiben ---
das in den Rezipienten (siehe Dreckig, aber selbstbestimmt.) hineininterpretieren, und Reaktionen annehmen, was ich eigentlich nicht darf und kann und soll.
So lässt sich vielleicht das eine in Beziehung bringen mit dem anderen,
das ganze bisschen und das allerwenigste;
Das Partikelchen Wahrheit und die schaufelvolle Leere.
Oder nicht, erst recht.
Pathetisch! Uh. You want, i got it. Und nach dem Krieg, Tod und Verderben, da hat sich die Popkultur hochgeschlafen aus der Asche, ihre Flügel ausgebreitet und sich erhoben zur Tränke, die Substanz des Schönen zu trinken.
Hui, ästhetische Theorie.
Seit etwa einem Jahr, da arbeite ich mit einer Geigerin zusammen.
Die ist supergut.
Also, tatsächlich erstreckt sich die Zeit der Kooperation wie ein Gebirge von April letzten Jahres bis zu diesem Tage und wünschenswerterweise noch viel weiter, nur hat sich diese verändert, seit dem Beginn, dem Lied.
Also die Form, die changiert wohl von mal zu mal.
Von Anprobe zu Abprobe.
Spannend waren Momente, wie etwa, als ich irgendwann in den kleinen Stunden des Morgens eine Gasse hinuntergerannt, zwei Gläser in der Hand haltend, dramatisch gestürzt bin.
Davor hatte ich ihr allerdings das Leben gerettet, aus der gefrorenen Pfütze.
Und dann verlief sich der Abend in eine Taxifahrt und der Violette, einem viersaitigen Instrument, das zwischen Violine und Geige seine Verwandschaft vermutet.
Es gab gestrichene Töne und Tiefen.
Also eingestrichene, so wie das A'.
Und gestrichene, so wie die, die nicht mehr da sind.
Also ein wenig abwesend, ein wenig allerseelen.
Zudem bekomme ich die Chance mein altes Songmaterial von damals als ich jung war, so 16&17, wiederzuverwerten. Immerhin habe ich seitdem kaum produziert.
Nie wieder war ich so herzgebrochen wie ein junger Hund.
Sing it with me, Yussuf.
Und sie, ich hoffe sie hat Spaß dabei.
Auch mit den ungebetenen Gästen und den Überraschungen.
Weil hin und wieder da rede ich
und rede über die Kunst
und über die Welt
und darüber, dass es Gott nicht gibt.
Und manchmal bin ich auch einfach zu nichts zu gebrauchen, weil das in meiner Natur liegt.
Da bin ich dann träge und faul und nicht einmal auf die sympathische Art.
Und irgendwann, mit der entsprechenden Versicherung, oder dem passenden Fluchtwagen --- da wird das Instrumente&Schaufenster Projekt realisiert.
Nicht, was du denkst.
Zu sagen,
gäbe es mehr,
aber am Ende,
da war alles schon da.
Denn nach dem Ende kommt bekanntlich nichts mehr.
Fuck poetry.
mfg
And all the thick books that you've read will count for nothing in the end.