Tuesday, 24 January 2012

Das heißt noch gar nichts!

Es ist nur ein Tag vergangen, der Unterschied bestand darin, dass ich die Nacht nicht tanzend oder im Dämmerzustand verbracht habe. Demnach verging die Zeit so langsam wie ein Kopf sich bewegt, wenn er immer wieder aufwacht und dann die Federn durchs Kissen fühlt, wie sie sich zerdrücken, und ihnen lauscht.
Der darauf wartet, dass er wieder in die Besinnungslosigkeit zurückkehrt.
Der Tag wäre zu hell und die Sonne würde mich ausbrennen.
Im Regen genauso.
So war es, als ob mehrere Zeitabschnitte verronnen wären.
Aus Stoff.
Dann lese ich mal den Falter von vor 2 Wochen, oder so.
Und erfahre, dass eines meiner Lieblingskinos zusperrt.
Ich wollte meiner Reaktion entsprechend ein bisschen weinen.
Es fällt mir viel schwerer cinematographische Lokalitäten loszulassen und aus dem kollektiven Gedächtnis langsam verschwinden zu sehen. Orte, beladen mit rotem Samt und Lettern auf den Programmtafeln. Das ist so wie Flüssigkeit, die ausgeschüttet wird und zwischen den Fliesen verschwindet. Üblicherweise, da ist das nicht möglich, hier schon in dieser Schilderung; die Fugenmasse fehlt. Sagen wir das Wasser, das aus dem metallenen Gefäß fließt, schnell, Richtung Boden, das prallt ab am Boden, Teile rinnen sofort durch; der Rest durchnässt in alle Richtungen die Fliesen und stürzt sich dann über den Rand. Gegebenenfalls
ist es weg.
Das fällt mir viel schwerer als manche zwischenmenschliche Beziehungen in der Versenkung verschwinden zu lassen. Und das tut mir leid und das finde ich schade.
Im Übrigen habe ich die Skizzen für meine Oscar-Dankes-Rede von 2009 gefunden!
Nie hätte ich es heute für möglich gehalten, dass ich die tatsächlich niedergeschrieben hätte.
Niederschreiben ist wohl, was ich häufig gemacht habe.
Den Text und die Worte habe ich niedergerungen, in eine Form gepresst. Mit einem groben, einem massiven Holzbrett auf sie eingeschlagen, bis sie kurz und kleiner meiner jugendlichen Ansicht von der Welt geglichen haben wie aufs Haar.
Derzeit ermittle ich in dieser Causa und stelle fest, dass ich damals jünger war im Schädel.
Dieser Tage allerdings genauso festhalte an engstirnigen Belanglosigkeiten wie Stolz und Zicke, meine Strategien nur geringfügig neu ausgelegt habe.
Es gab heute weniger als 3 Kaffee, meistens kalt.
Schönheit lässt sich trinken.

mfg

how many happy endings do you need to change your fucking mind?